quarter13
09.04.2010, 10:36
Lästige Telefonate? - her damit.
Ich habe mir mittlerweile einen Sport daraus gemacht, die Damen und Herren der Abteilung "Sie haben gewonnen" und "Haben Sie kurz Zeit für eine Umfrage" mal zu richtig zurückzunerven.
Früher habe ich immer nur aufgelegt mit dem Spruch "lassen Sie mich in Ruhe". Erfolg = Null - der nächste Anruf kam bestimmt. Heute kann ich so richtig herzhaft darüber lachen und sporne mich zu Höchstleistungen an.
So auch diese Telefonat:
"Meinungsforschung xxx yyy blabla. Wir machen eine Umfrage zu ihren Lesegewohnheiten. Haben Sie kurz Zeit?"
Na und ob. Immer her mit dem Opfer.
Also, etwas dumm tun und los:
"Zunächst einmal die Frage: Wieviele Personen leben in Ihrem Haushalt?"
"Ähhh... bei mir? Also so alle meinen sie?"
"Ja, wieviele Personen?"
"Auch die Kinder?"
"Ja bitte."
"Aber ähhh..... nur die, wo hier wohnen? weil, ich hab, ich ähhh.... also damals hatte ich mal Streit mit meine Alte, und da ähh... also ich hab noch zwei Kinder. Die aber nicht mitzählen?"
(leicht irritiert und genervt) "Nein, bitte nur die bei ihnen lebenden Personen"
"Ja also dann sind wir 12 Personen"
"12 !?!?! Ohh so viele? dann muss ich bitte mit der statistisch zweitältesten Person reden. Wer ist das?"
(Mist. Der Schuß ging daneben; ich wollte dich doch hochnehmen - und meine Stimme verstellen würde ja sogar dir Deppen auffallen, oder?)
"Das ist meine Frau. Aber die ist arbeiten; die kommt erst in zwei Stunden. Soll se dann zurückrufen?"
(Du gibst mir ja doch nicht deine Nummer, aber fragen kann man ja mal.)
"Nein, nein. das ist nicht notwendig. wir rufen sie zurück"
nächster Tag - neuer Anruf:
"Meinungsforschung... Kollege hatte gestern schon angerufen. ... 12 Personen... Frau sprechen..."
(Ah; ihr schon wieder. Dann auf zur zweiten Runde)
"12 Personen? wer sagt das denn? Ich lebe mit meiner Frau alleine"
(Ein großes Fragezeichen kam durchs Telefon. Ich habe es genau gesehen)
"... ja ähhh... (rumstotter) ... Umfrage mit Ihnen"
"Ja ok. Worum geht's?"
"... Umfrage über ihre Lesegewohnheiten." (ins Wort fallend) "Ja wissen se - ich kann ja nicht lesen; aber meine Frau die macht das für mich"
(Diesen Teil hat der fleißige Umfrager dann professionell überhört - wenn er schon endlich mal einen gefunden hat, der NICHT gleich auflegt, dann will er es aber auch wissen...
Jetzt ziehen wir den gesamten Fragenkatalog durch)
"... lesen Sie die Bildzeitung?"
"Bilder in der Zeitung? Ja sicher (ärgerlich klingend) Hab ich doch gesagt, dass ich nicht lesen kann. Ich gucke mir IMMER NUR die Bilder an. Aber meine Frau, wissen se, die..."
(ins Wort fallend)
"Bekommen Sie regelmäßig den Spiegel, Fokus oder ähnliches?"
"Spiegel? Ja sicher haben wir Spiegel. Einmal den kleinen im Badezimmer. Und meine Frau die braucht noch den großen im Flur. Wir haben nämlich..."
(wieder ins Wort fallend, wir haben noch den Fragenkatalog, da ist keine Zeit für Erklärungen)
"Nein. Ich meine LESEN sie den Spiegel?"
"Ja? Also ... Nein. Nee.. ich kann ja nicht lesen. Nee, Spiegel nicht."
(Man konnte so richtig merken, dass der Umfrager seinen Fragebogen zwar ausfüllt, aber nicht so von der Richtigkeit seiner Notizen überzeugt war.
"Und den Focus? Lesen Sie den Focus?"
"Focus? Neee!!! Escort! Ich hab nen Escort. (Wie kann ich den guten Menschen am anderen Ende der Leitung nur eine kleine Freude machen? - Ach ... ich weiß)
"Aber meine Frau, DIE hat einen Fokus. Der ist jetzt aber auch schon 10 Jahre alt."
(eine interessante Mischung aus 50% Verzweiflung und 50% Mitleid fragt noch einmal)
"Nein, ich meine LESEN sie den Focus?"
"NEE!!! Wissen se, ich kann ja gar nicht lesen. Das macht bei uns alles meine Frau."
So haben wir uns gemeinsam durch die gesamte Palette der Presse gearbeitet. Ich bekomme nicht mehr alles zusammen:
Stern lesen ? - Nee. Keine Sterne, ist doch noch zu hell
praline lesen? - Ist das die mit den dicken TxxxEN?
usw.
Wir haben da wohl beide einen Riesenspaß gehabt. Und der Typ hat wohl anschließend erst einmal seinem gesamten Callcenter diese Geschichte erzählt.
Und damit kommen wir zum Fazit: Werbung macht Spaß :D
Ich habe mir mittlerweile einen Sport daraus gemacht, die Damen und Herren der Abteilung "Sie haben gewonnen" und "Haben Sie kurz Zeit für eine Umfrage" mal zu richtig zurückzunerven.
Früher habe ich immer nur aufgelegt mit dem Spruch "lassen Sie mich in Ruhe". Erfolg = Null - der nächste Anruf kam bestimmt. Heute kann ich so richtig herzhaft darüber lachen und sporne mich zu Höchstleistungen an.
So auch diese Telefonat:
"Meinungsforschung xxx yyy blabla. Wir machen eine Umfrage zu ihren Lesegewohnheiten. Haben Sie kurz Zeit?"
Na und ob. Immer her mit dem Opfer.
Also, etwas dumm tun und los:
"Zunächst einmal die Frage: Wieviele Personen leben in Ihrem Haushalt?"
"Ähhh... bei mir? Also so alle meinen sie?"
"Ja, wieviele Personen?"
"Auch die Kinder?"
"Ja bitte."
"Aber ähhh..... nur die, wo hier wohnen? weil, ich hab, ich ähhh.... also damals hatte ich mal Streit mit meine Alte, und da ähh... also ich hab noch zwei Kinder. Die aber nicht mitzählen?"
(leicht irritiert und genervt) "Nein, bitte nur die bei ihnen lebenden Personen"
"Ja also dann sind wir 12 Personen"
"12 !?!?! Ohh so viele? dann muss ich bitte mit der statistisch zweitältesten Person reden. Wer ist das?"
(Mist. Der Schuß ging daneben; ich wollte dich doch hochnehmen - und meine Stimme verstellen würde ja sogar dir Deppen auffallen, oder?)
"Das ist meine Frau. Aber die ist arbeiten; die kommt erst in zwei Stunden. Soll se dann zurückrufen?"
(Du gibst mir ja doch nicht deine Nummer, aber fragen kann man ja mal.)
"Nein, nein. das ist nicht notwendig. wir rufen sie zurück"
nächster Tag - neuer Anruf:
"Meinungsforschung... Kollege hatte gestern schon angerufen. ... 12 Personen... Frau sprechen..."
(Ah; ihr schon wieder. Dann auf zur zweiten Runde)
"12 Personen? wer sagt das denn? Ich lebe mit meiner Frau alleine"
(Ein großes Fragezeichen kam durchs Telefon. Ich habe es genau gesehen)
"... ja ähhh... (rumstotter) ... Umfrage mit Ihnen"
"Ja ok. Worum geht's?"
"... Umfrage über ihre Lesegewohnheiten." (ins Wort fallend) "Ja wissen se - ich kann ja nicht lesen; aber meine Frau die macht das für mich"
(Diesen Teil hat der fleißige Umfrager dann professionell überhört - wenn er schon endlich mal einen gefunden hat, der NICHT gleich auflegt, dann will er es aber auch wissen...
Jetzt ziehen wir den gesamten Fragenkatalog durch)
"... lesen Sie die Bildzeitung?"
"Bilder in der Zeitung? Ja sicher (ärgerlich klingend) Hab ich doch gesagt, dass ich nicht lesen kann. Ich gucke mir IMMER NUR die Bilder an. Aber meine Frau, wissen se, die..."
(ins Wort fallend)
"Bekommen Sie regelmäßig den Spiegel, Fokus oder ähnliches?"
"Spiegel? Ja sicher haben wir Spiegel. Einmal den kleinen im Badezimmer. Und meine Frau die braucht noch den großen im Flur. Wir haben nämlich..."
(wieder ins Wort fallend, wir haben noch den Fragenkatalog, da ist keine Zeit für Erklärungen)
"Nein. Ich meine LESEN sie den Spiegel?"
"Ja? Also ... Nein. Nee.. ich kann ja nicht lesen. Nee, Spiegel nicht."
(Man konnte so richtig merken, dass der Umfrager seinen Fragebogen zwar ausfüllt, aber nicht so von der Richtigkeit seiner Notizen überzeugt war.
"Und den Focus? Lesen Sie den Focus?"
"Focus? Neee!!! Escort! Ich hab nen Escort. (Wie kann ich den guten Menschen am anderen Ende der Leitung nur eine kleine Freude machen? - Ach ... ich weiß)
"Aber meine Frau, DIE hat einen Fokus. Der ist jetzt aber auch schon 10 Jahre alt."
(eine interessante Mischung aus 50% Verzweiflung und 50% Mitleid fragt noch einmal)
"Nein, ich meine LESEN sie den Focus?"
"NEE!!! Wissen se, ich kann ja gar nicht lesen. Das macht bei uns alles meine Frau."
So haben wir uns gemeinsam durch die gesamte Palette der Presse gearbeitet. Ich bekomme nicht mehr alles zusammen:
Stern lesen ? - Nee. Keine Sterne, ist doch noch zu hell
praline lesen? - Ist das die mit den dicken TxxxEN?
usw.
Wir haben da wohl beide einen Riesenspaß gehabt. Und der Typ hat wohl anschließend erst einmal seinem gesamten Callcenter diese Geschichte erzählt.
Und damit kommen wir zum Fazit: Werbung macht Spaß :D