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Thema: 6-Wochen-Märchen / SEPA / Lastschriften

  1. #1
    Senior Mitglied
    Registriert seit
    26.08.2006
    Beiträge
    4.282

    Standard 6-Wochen-Märchen / SEPA / Lastschriften

    Hallo liebe Userinnen und User,

    es ist vielleicht einigen Aufgefallen, dass sich das 6-Wochenmärchen bezüglich der Lastschriftrückbuchung (bzw. der Widerspruch der Lastschrift) bei Abbuchung ohne Erlaubnis beharrlich von der Presse weiter verbreitet wird.
    Das ist iun meinen Augen das eine Ärgernis.
    Aber unabhängig davon, liest man hier immer wieder von Opfern solcher Lastschriften, dass dieses Märchen auch von den Mitarbeitern der Banken verbreitet wird und man sich sogar weigert die Lastschrift dann (also nach dieser ominösen 6-Wochenfrist) wieder gut zu schreiben, bzw. rückgängig zu machen.

    Ich möchte diese Geldinstitute, wo nachweislich solche Fehlinformationen an die Kunden übermittelt wurden, gezielt anschreiben und um Stellungsnahme zu bitten.

    Deswegen bitte ich von den Usern, die (unabhängig von der Vorgeschichte) von solch einer Aussage betroffen waren, mir diese Mitzuteilen.

    Es geht um Abbuchungen ohne entsprechender Berechtigung zur Abbuchung (nicht um fehlerhafte Abbuchungen, bei bestehender Abbuchungserlaubnis!).
    Von diesen, die von der Bank den Hinweis bekommen haben, dass man diese nach 6-Wochen nicht mehr zurückbuchen/gut schreiben kann. Interessant sind auch Aussagen, die nach hartnäckigem Beharren doch zurück genommen wurden und das Geld letztendlich doch gut geschrieben wurde.

    Ich bitte nur um Mitteilungen dessen Absender (Username) nachvollziehbar sind.

    Was ich bräuchte sind folgende Angaben:

    1. Bank-Institut, Auskunft erteilende Filiale (wenn es geht mit den Adressdaten, Name des Filialleiters)
    2. Kurze Beschreibung der Situation, u.U. auch den Weg zur Gutschrift. (bitte mit ca. Zeitangabe und auch die Form -Telefonisch, Vor Ort bei der Bank, Schriftlich)
    3. Username
    4. Sehr schön wären noch Dokumente (evtl. anonymisiert) des Vorganges. Muss aber nicht.

    Mein Ziel der Aktion:
    Gezieltes Anschreiben der Filialen und der Zentralen.
    Dabei fordere ich die Institute zur Stellungsname auf und frage, wie sie solche Fehlinfos der Kunden in Zukunft vermeiden wollen (Weiterbildung der Angestellten?).
    Es wird sich um ein Standardschreiben handeln, in dem nicht direkt Bezug zu dem mir mitgeteilten Fall genommen wird, sondern nur erwähnt wird, dass mir von dieser Filiale (bzw. Aus Filialen dieser Bank -wenn es an die Zentrale geht-) eine oder mehrere entsprechende Fehlerhaften Äußerungen von Angestellten gegenüber den Kunden vorliegt.

    Das Schreiben werde ich, wenn ich es verfasst habe hier einstellen.

    Weiter möchte ich gerne mal zusammenstellen, wie weit gefächert diese Fehlinformation an die Kunden weiterverbreitet werden. Ich glaube, dass es wenige Institute gibt, wo dieses Märchen nicht verbreitet wird.

    Ich sicher zu, dass die mir mitgeteilten Infos nicht an Dritte weiter gegeben werden oder veröffentlicht werden.

    An liebsten wäre es mir, wenn Ihr mir die Infos per Mail zusendet: Gaston [klammeraffe] antispam [dot] de


    Natürlich auch per PN!
    Man muss auch mal von sich ausgehen, denk ich
    und nicht immer nur von der eigenen Befindlichkeit

    Matthias Beltz (* 31. Januar 1945 in Wohnfeld/Vogelsberg; + 27. März 2002 in Frankfurt am Main)
    Übers Forum erst mal nicht zu erreichen. Wer was von mir will, bitte hier rüber melden:
    Anonymer Kontakt zu Gaston: https://privacybox.de/gaston.msg | Update: Da es sich um einen anonyme Mailbox handelt, bitte Namen und Mailadresse im Text hinterlassen, wenn man Antwort wünscht.

  2. #2
    mareike26
    Gast

    Standard

    Wie wäre es, wenn das auch an den Verbraucherzentrale Bundesverband geht?

  3. #3
    Senior Mitglied
    Registriert seit
    26.08.2006
    Beiträge
    4.282

    Standard

    Weitergehende Aktionen, warum man das Märchen verbreitet sind natürlich auch denkbar!

    Mir ging es durch die Postings von solchen Märchen-Opfern (wie ich Sie mal nenne) und die ständigen Fehlinformationen durch die Presse, mal die Banken in die Pflicht zu nehmen.
    Sie winden sich ja schon wegen der Lastschriften heraus, in dem Sie meinen, dass die Sorgfaltspflicht unter einem Schwellenbetrag nicht notwendig ist (ich verweise auf die Antwort einer Bank an mich, bzgl. der illegalen Abbuchung durch Computer-Bild).
    Ironisch gesagt: Warum auch, so kann man dann noch die Rückbuchungsgebühr kassieren!

    Das auf der anderen Seite die Konto-Inhaber falsch Informiert werden. Ob bewusst oder nicht sei da hingestellt, da es die Aufgabe des Arbeitgebers ist, seine Mitarbeiter zu Schulen! Und dieser hat für die Handlungen der Angestellten einzustehen.
    Man muss auch mal von sich ausgehen, denk ich
    und nicht immer nur von der eigenen Befindlichkeit

    Matthias Beltz (* 31. Januar 1945 in Wohnfeld/Vogelsberg; + 27. März 2002 in Frankfurt am Main)
    Übers Forum erst mal nicht zu erreichen. Wer was von mir will, bitte hier rüber melden:
    Anonymer Kontakt zu Gaston: https://privacybox.de/gaston.msg | Update: Da es sich um einen anonyme Mailbox handelt, bitte Namen und Mailadresse im Text hinterlassen, wenn man Antwort wünscht.

  4. #4
    Urgestein Avatar von Arthur
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    Standard

    Zitat Zitat von Gaston Beitrag anzeigen
    Ob bewusst oder nicht sei da hingestellt, da es die Aufgabe des Arbeitgebers ist, seine Mitarbeiter zu Schulen! Und dieser hat für die Handlungen der Angestellten einzustehen.
    Denke , dass den Verantwortlichen in den Banken die Rechtslage sehr genau bekannt ist,
    sonst würde ja nicht bei entsprechendem energischen Nachdruck klein beigegeben.
    Die Interessenslage an der Falschinformation dürfte mehr als klar sein.
    Die Fehlinformation in der Presse beruhen zu 99.99% auf Dummheit und Faulheit sich korrekt zu informieren.
    Jeder schreibt von anderen ungeprüft und ohne selber zu recherieren ab .
    Das BGH Urteil ist seit 2000 im WWW verfügbar.

  5. #5
    mareike26
    Gast

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    http://www.stern.de/politik/panorama...en/636773.html
    Eines Tages jedoch entdeckte ihre Tochter, dass 25 verschiedene Glücksspielgesellschaften regelmäßig Geld abbuchten: der Lotto Plus Service 29,95 Euro, Wincompact 97,80 Euro, die Firma G-Winnjagd 89,97 Euro. Die alte Dame hatte die Auszüge nicht kontrolliert, und so waren in knapp zwei Jahren 6264,81 Euro verschwunden. Da man unberechtigte Abbuchungen nur sechs Wochen lang rückgängig machen darf, konnte die Tochter lediglich noch rund 1000 Euro retten.
    Der Stern hat von mir einen Leserbrief mit einer massiven Beschwerde, Richtigstellung dieses Märchen und einer Aufforderung bekommen, der alten Dame diese Informationen auch zukommen zu lassen.
    Diese elende Schlamperei der Journalisten, die anscheinen von journalistischer Sorgfaltspflicht noch nichts gehört haben, macht mich wirklich sauer. Leute vertrauen und glauben dem Stern. Und die verbreiten so einen Mist.

    Ach ja: Bereits am 20. August bekam ein Herr S. der für Stern.de einen Artikel geschrieben hat, in dem dieses Märchen wieder bemüht wurde, ein Feedback von mir. Nach meiner Beschwerde, dass er nicht einmal antwortet, kam eine Mail von ihm zurück, er wäre gerade unterwegs, ich solle ihm das einmal genau erklären. Ich habe also ausführlich das Urteil erklärt, Links angegeben etc.. Bis heute hat der Herr sich nicht mehr gemeldet. Ein Armutszeugnis für den Stern. Zum Kotzen.

  6. #6
    Urgestein Avatar von Liquid-Sky-Net
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    Du sollst nem Reporter was erklären? Er schreibt ja den Artikel. Ist genau so, als wenn eine ein Buch über Verhütung schreibt "So wird man im gesamten Leben garantiert nicht schwanger" und in der 4ten Woche ist.

    Mareike, Du kennst Dich da besser aus... an was hängt das? Sind die zu faul, oder werden von den Verlagen / Chefs nur noch "aussagekräftige Massenartikel" in kürzester Zeit verlangt?

    Gerade Stern und Spiegel haben eine sehr große Popularität. So zerstören die doch selbst ihr Image?
    Ich leb in meiner eigenen Welt, aber das ist o.k. - man kennt mich dort! :D
    Zitat Zitat von axys
    Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig.

  7. #7
    mareike26
    Gast

    Standard

    Die sind zu faul, das ist meine Meinung.

    Das Internet macht Informationen leicht verfügbar. Ob diese Informationen der Wahrheit entsprechen oder nicht, steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Das Problem: Die gehen dann davon aus, dass eine Info, die man auf 10 verschiedenen Seiten findet, so stimmen muss. Nur: Haben diese Seiten vielleicht voneinander abgeschrieben? Da denkt man dann nicht dran. Das Internet begünstigt Faulheit. Das Erste, was ich bei meinem Ex-Chef gelernt habe: Wikipedia ist keine Quelle, und nur weil 10 Leute etwas behaupten, muss es nicht stimmen.
    Zudem sind meiner Meinung nach viele Journalisten mittlerweile gewöhnt, Pressemitteilungen und Agenturmitteilungen (z.Bsp. von der dpa) unbesehen zu übernehmen. Da wird nicht noch einmal überprüft. Das kommt von der dpa, da muss es stimmen. Dass da auch nur Menschen arbeiten, die mit Wasser kochen, wird anscheinend vergessen. Es ist bequemer, Textbausteine komplett zu übernehmen. Deswegen sind Eilmeldungen in den verschiedenen Online-Medien wohl oft auch gleich.

    Versteht mich nicht falsch: Die meisten Journalisten machen ihren Job mit Hingabe und Gründlichkeit. Doch die paar Exemplare, die pfuschen, richten dann den großen Schaden an.

  8. #8
    Mitglied Avatar von Tomppa
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    Meiner Meinung nach sollte man nicht aggressiv oder herablassend gegenüber die Presse auftreten.

    Eigentlich immer wenn ich einen Presseartikel über ein Thema lese, mit der ich mich auskenne, entdecke ich dabei auch Falschinformation.

    Man muss aber verstehen, warum es dem so ist: Die Story muss ja schnell geschrieben werden und oft leidet die Reserche darunter. Daher sind die Redakteure sehr dankbar über Zuspielung von hochwertiger Information.

    Und dafür gibt es uns, die diversen Interessenvertretungen. Ich finde, wir sollten professionelle, knackige Pressemitteilungen zu unseren Schwerpunktthemen vorbereiten, damit diese der Presse übergeben werden können, wenn das jeweilige Thema mal aktuell ist.

    Ich habe für diesen Zweck einen Ratgeber zu der richtigen Gestaltung von Pressemitteilungen gekauft.

    Die nächsten Wochen werde ich verreist sein und versuche mich in dieser Zeit in die Materie einzuarbeiten - die Abende in Hotelzimmern sind lang....
    Oderint, dum metuant.

  9. #9
    mareike26
    Gast

    Standard

    Das war keine Pressemitteilung, das war einfach ein Leserbrief von mir persönlich. Das hat auch nichts mit Herablassung zu tun. Eile ist kein Grund für Pfuscherei. Bei 11 beteiligten Journalisten für einen relativ kleinen Artikel kann man erwarten, dass die Fakten stimmen.
    Geändert von mareike26 (08.09.2008 um 23:18 Uhr)

  10. #10
    Mitglied Avatar von Tomppa
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    Oberpfalz
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    Janee, wenn man selber in eigenen Namen schreibt, kann man ja tun was man will. Allerdings liegt es an der Natur des Menschen, dass er auf Kritik ablehnend reagiert.

    Ich will ja nur sagen, dass wenn wir die Fakten in Zeitung lesen wollen und möglichst noch unsere Meinung dazu, sollte man sehr auf die gute Qualität der Pressemitteilungen achten - und diese genau zu dem richtigen Zeitpunkt veröffentlichen.
    Oderint, dum metuant.

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