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Thema: Auskunftsverlangen Campione Computer Service SAS CH 6911 Champione

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  1. #1
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    Standard Auskunftsverlangen Campione Computer Service SAS CH 6911 Champione

    Hallo Gemeinde,
    bin neu hier und beschreibe mal mein Problem:

    Ich hasse persönlich adressierte Briefwerbung. Auf meinem Briefkasten steht schon länger ein Vermerk "Keine Werbung einwerfen". Jede Internetbestellung bei neuen Firmen bekommt einen Vermerk, daß ich die Veitergabe (und auch Vermietung) meiner Daten (auch auszugsweise) an Dritte explizit untersage.

    Dennoch passiert es immer wieder daß mich unaufgeforderte Briefwerbung erreicht. Solchen Fällen gehe ich neuerdings schriftlich nach ("Auskunftsverlangen nach §34 BDSG") um herauszubekommen wer jeweils dafür verantwortlich ist.

    In einem aktuellen Fall stecke ich moemntan in einer Sackgasse. Schon zig-fach bombardierte mich die Citibank mit persönlich adressierter Briefwerbung. Mehrfache Anrufe das zu unterlassen bleiben bislang erfolglos. Als ich schriftliches Auskunftsverlangen nach §34 BDSG stellte und bei Unterlassener oder nicht ausreichender Auskunft mit dem Anwalt drohte offenbarte sich der Weg der Adressweitergabe (jeweils serarates Auskunftsverlangen):

    citibank <- Deutsche Post Direkt GmbH <- Acxiom Deutschland GmbH

    Acxiom Deutschland GmbH in Frankfurt gab auf Auskunftsverlangen hin bekannt daß meine ASdresse von

    Campione Computer Service SAS
    Piazza Indipendenza 3
    CH-6911 Champione
    Tel: 0041 91 649 88 31
    Fax: 0041 91 649 62 93

    zur Verfügung gestellt wurde. Es heisst weiter "Laut vertraglicher Zusage durch den Datenlieferant durfte Ihre Adresse für Werbesendungen per Post sowie für Markt- und Meinungsforschung verwendet werden"

    An die angegebene Fax-Nr hab ich auch ein Auskunftsverlangen nach §34 BDSG geschickt obwohl deutsches Recht für Schweize wohl nicht von Belang sein dürfte. Ich recherchierte ein wenig im Web nach schweizer Gesetzen und verwies im Fax u.A. auch auf Artikel 3 deren Bundesgesetzes gegen unlauteren Wettbewerb demzufolge unlauter handelt "wer Massenwerbung ohne direkten Zusammenhang mit einem angeforderten Inhalt fernmeldetechnisch sendet oder solche Sendungen veranlasst und es dabei unterlässt, vorher die Einwilligung der Kunden einzuholen"

    Gibt es irgendwelche Erfahrungen mit der genannten Schweizer Firma? Ist tatsächlich eine Antwort zu erwarten? Acxiom will jedenfalls meine Daten zunächst für 2 Wochen sperren (deren Schreiben vom 24.11.) und sie dann komplett löschen, was dann wohl weitere Recherche verhindern würde. Was kann/sollte ich tun falls ich keine Antwort aus der Schweiz erhalte (was ich bereits jetzt vermute)?

    Sorry für den langen Thread und danke für jede Antwort im Voraus.

    Gruß
    Undertable
    Geändert von Undertable (28.11.2008 um 16:55 Uhr)

  2. #2
    Medien- & Kaffeeguru Avatar von truelife
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    Standard

    Ja, ich habe Erfahrungen mit Schweizer Adressdealern. Nicht nur in der Schweiz, zum Beispiel auch in Liechtenstein und Luxemburg gibt es Adressdealer, die sich eine Dreck unm deutsches Rechts scheren. Warum sollten Sie auch? Auch EU-Recht kommt bei den beiden erstgenannten nicht zum Tragen.

    Bezüglich von Acxiom: Die wollen deine Daten löschen? Ich würde der Löschung widersprechen und stattdessen eine Sperrung fordern. Das hat den einfach Grund, das deine Adresse nicht wieder durch einen neuen Adresseinkauf gelistet werden kann.

    Hier in der Schweiz ist es mit dem Datenschutz nicht soweit her...

    In Deutschland müssen Firmen demjenigen Auskunft geben, deren Daten sie speichern.

    In der Schweiz muss man einen Verdacht haben, welche Firma seine Daten haben könnte und diese dann anfragen. Nur dann hat man die Möglichkeit die Speicherung zu verbieten. Die Auskunft kann unter Umständen sogar etwas kosten...
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  3. #3
    mareike26
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    Standard

    Das mit dem Sperren sehe ich anders. Mir ist es wurscht, welchen Salto rückwärts die machen, damt ich keine Werbung mehr bekomme, obwohl ich nicht in einer Sperrliste stehe. Sollen sie es sich doch auf einen Zettel schreiben. Wenn ich Ihnen erneute Zusendung von Werbung untersagt habe, und trotzdem welche bekomme, kann ich abmahnen. Sollte dann erneut was kommen, freue ich mich über das Geld. Ganz einfach. Warum sollte ich Spammern unter die Arme greifen, indem ich ihnen erlaube, meine Daten in einer Sperrliste zu speichern. Wer sagt mir, dass meine Daten da sicher sind?

  4. #4
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    Hallo zusammen,

    den Werbemuell der Citibank bekam ich auch, bei mir ging der Weg ueber Datacolor aus Lueneburg nach Acxiom und dann ebenfalls nach Campione.

    Hier muss man aber aufpassen, denn Campione liegt trotzt der schweizer Adresse NICHT in der Schweiz, sondern das "Campione d'Italia" ist eine italienische Exklave. Siehe u.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Campione_d%E2%80%99Italia

    Das hat fuer uns den Vorteil, dass auch in Campione das italienische Datenschutzrecht gilt. Da das Datenschutzrecht innerhalb der EU harmonisiert ist, gelten ueberall aehnliche Regeln. Den italienischen "Data Protection Code" findet man hier: http://www.garanteprivacy.it/garante...dati+personali (dort der erste Link)

    Eine passend formulierte Anfrage per Einschreiben/Rückschein wurde in Campione auch angenommen und beantwortet, leider sehr knapp:

    Gerne beantworten wir Ihnen Ihre gestellten Fragen.

    1. Ihre Adressinformation stammt aus öffentlich zugänglichen Verzeichnissen.
    2. Der Verwendungszweck ist die werbliche Verbraucherinformation.
    3. Ihre Adresse wurde wunschgemäss gesperrt.
    4. Die Sperrung Ihrer Adresse setzt die Speicherung voraus. Wenn Sie eine Löschung verlangen, können Sie keine Sperrung erwarten.
    5. Durch die Sperre zu 3) unterbleibt die Übermittlung.

    [Es folgte noch ein Hinweis auf die Robinsonliste... In Italien?]

    MfG

    G.S.

    Da dieser stumpfe Verweis auf eine "oeffentliche Quelle" nicht das erste Mal kam, vermute ich hier ganz stark, dass meine Adresse dem unerwuenschten und nie bestellten Telefonbucheintrag durch die DTAG entstammt. Die Telekom hingegen gibt keine Auskunft, an wen diese Daten weitergegeben wurden, so dass man hier wohl nie einen Zusammenhang beweisen koennen wird.

    Einen Nachtrag noch zu Acxiom: Die haben in Ihrer Auskunft ausserdem angegeben, sie haetten "zu Identifikationszwecken" auch meine Telefonnummer gespeichert. Lustigerweise genau die eine Telefonnummer, die auch Teil des Telefonbucheintrages war.

    Da eine Telefonnummer aber nicht unter das Listenprivileg faellt, sollte ich vielleicht doch nochmal eine Beschwerde an den Landesdatenschutzbeauftragten schicken <g>

  5. #5
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    Zu dem Link mit dem Italienischen Gesetz: Ich kann leider kein Italienisch. Gibt es denn wirklich keine Möglichkeit an die gewünschte Information zu kommen woher die meine Daten haben?

    Mit dem öffentlichen Verzeichnis (Telefonbuch) gäbe es dann 2 Möglichkeiten:
    a) Die Daten werden von der DTAG verkauft
    b) Die Daten werden von z.B. von Campione Computer Service SAS unentgeltlich benutzt

    Da Briefwerbung immer Geld kostet (Automation, Material, Druck und Porto) kann ich nicht glauben dass einfach wahllos jede Adresse im Telefonbuch für Werbezwecke auserwählt wird. Vielmehr findet eine gewisse Verarbeitung und Auswertung, sowie die Weitergabe solcher Daten statt, damit sich die Wahrscheinlichkeit erhöht mit Werbung auch potenzielle Kunden zu erreichen. Dies bestätigt die Tatsache in meinem Bekanntenkreis, dass Leute mit einem Kredit häufig Werbung für Kleinkredite bekommen wohingegen man Andere dann ganz gezielt mit zahlreichen Anlagemöglichkeiten bewirbt. Leute die in grossen Versandhäusern Klamotten kaufen werden immer zahlreiche Werbung auch anderer Klamottenversandhäuser vorfinden. In einem Fall im Bekanntenkreis war aufgrund eines individuellen Schreibfehlers im Namen der Beworbenen sehr leicht zu erkennen wer die Daten weitergab.
    Ohne Weitergabe und Filterung wären Adressbroker völlig überflüssig, da sich die werbenden Firmen schließlich selbst das Telefonbuch kostenlos zu Nutzen machen könnten.

    Selbst wenn es so wahllos vonstatten ginge (was ich nicht glaube) kann es doch nicht rechtens sein, dass eine ausländische Firma Adressinformationen aus öffentlich zugänglichen-, deutschen Verzeichnissen holt und diese dann einfach so ohne Zustimmung an andere Firmen sogar vertraglich bescheinigt für Werbezwecke und Meinungsumfragen verkauft?
    Kann ich dann im Umkehrschluss nicht auch ohne Zustimmung z.B. die Adresse von Campione Computer Service SAS einfach Jedem zu Werbezwecken freigeben z.B. indem ich deren Adresse z.B. in zahlreiche Newsletter eintrage oder in diverseste Online-Formulare im Web zur Anforderung von Infomaterial eintrage? Das hätte nur den Unterschied, dass ich das wenigstens nicht mit Gewinnerzielungsabsicht, also nicht aus Profitgier tue.

    Nach deutschem Recht ist es also völlig legal dass jedes deutsche Unternehmen, das durch Adressvermarktung ohne Zustimmung sich legal und anonym bereichern will die Daten seiner Landsleute und Kunden einfach an ausländische Adressbroker wie z.B. Campione Computer Service SAS verkauft, da eine Rückverfolgung verärgerter Landsleute und Kunden spätestens in genau dieser Sackgasse enden wird?

    Gruß
    Undertable

  6. #6
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    Zitat Zitat von Undertable Beitrag anzeigen
    Zu dem Link mit dem Italienischen Gesetz: Ich kann leider kein Italienisch. Gibt es denn wirklich keine Möglichkeit an die gewünschte Information zu kommen woher die meine Daten haben?
    Du brauchst auch kein Italienisch zu können: Wenn Du auf den von mir angegebenen Link klickst, findest Du dort auch die englische Uebersetzung des italienischen Datenschutzgesetzes.

    Lies es Dir durch und Du wirst feststellen, dass Du aehnliche Rechte hast wie direkt in D. Schreib ein Auskunftsverlangen per Einschreiben/Rueckschein nach Campione (ist auch ins Ausland bezahlbar) und die werden Dir vermutlich antworten. Bei mir hatte es zwar 3 Wochen gedauert, aber immerhin. CCS versteht offenbar deutsch und antwortet auch auf deutsch. Weiteres dazu siehe unten.

    Zitat Zitat von Undertable Beitrag anzeigen
    Da Briefwerbung immer Geld kostet (Automation, Material, Druck und Porto) kann ich nicht glauben dass einfach wahllos jede Adresse im Telefonbuch für Werbezwecke auserwählt wird. Vielmehr findet eine gewisse Verarbeitung und Auswertung, sowie die Weitergabe solcher Daten statt, damit sich die Wahrscheinlichkeit erhöht mit Werbung auch potenzielle Kunden zu erreichen.
    Genau das ist ja vermutlich auch bei Dir passiert: Acxiom hat von CCS einen Schwung Adressdaten angekauft und in deren eigenen Bestand integriert. Die reine Adresse ist pro Stueck nur einen Centbetrag wert, also kann sich ein Adresshaendler davon eine ganze Menge auf Halde legen. Das ist quasi sein Grundstock.

    Daraus generiert der Adresshaendler dann fuer den Kunden nach bestimmten Merkmalen eine Liste von Werbeempfaengern, die er entweder dem Kunden zum einmaligen oder mehrmaligen Gebrauch zur Verfuegung stellt oder das Mailing komplett im Kundenauftrag durchfuehrt.

    D.h. auch eine Adresse, die nur aus dem Telefonbuch abgegrast wurde, kann so durchaus in ein Mailing rutschen.

    Im ueberigen sind Werbebriefe gar nicht mal soooo teuer: Die normale Infopost bis 20g kostet gerade mal 0,25 EUR, dazu kommen dann noch Rabatte fuer DV-Freimachung oder Freistempelung und ein Haufen Rabatte, wenn der Kunde selber einen Teil der Postarbeit als Vorleistung erledigt, d.h. Vorsortierung usw.


    Zitat Zitat von Undertable Beitrag anzeigen
    Selbst wenn es so wahllos vonstatten ginge (was ich nicht glaube) kann es doch nicht rechtens sein, dass eine ausländische Firma Adressinformationen aus öffentlich zugänglichen-, deutschen Verzeichnissen holt und diese dann einfach so ohne Zustimmung an andere Firmen sogar vertraglich bescheinigt für Werbezwecke und Meinungsumfragen verkauft?
    Doch, nach dem derzeit geltenden Datenschutzrecht ist der Handel mit Adressdaten für die Zwecke der Werbung und Markt- und Meinungsforschung absolut legal. Voraussetzung ist, dass es sich um Daten laut dem sog. Listenprivileg handelt, d.h. ein Datensatz darf nur Deinen Namen, Adresse und ein paar weitere, eng umgrenzte Felder umfassen.

    Da CCS vermutlich auch nur solche Daten weitergegeben hat, kann CCS ohne weiteres garantieren, dass die Daten fuer Werbezwecke benutzt werden duerfen.

    Uns als Betroffene muss dabei niemand um Zustimmung bitten. Es sei denn, wir haben den Firmen die Nutzung unserer Daten zu Werbezwecken untersagt. Aber selbst wenn man z.B. bei Acxiom bereits widersprochen haette, waere der Datensatz von CCS angekauft worden. Acxiom haette ihn nur nicht nutzen duerfen. Ohne Widerspruch bei CCS duerfen die also weiterhin Deine Daten an jeden verkaufen, der diese fuer Webung nutzen moechte und dafuer Geld auf den Tisch legt. Alles ganz legal :-(

    Zitat Zitat von Undertable Beitrag anzeigen
    Nach deutschem Recht ist es also völlig legal dass jedes deutsche Unternehmen, das durch Adressvermarktung ohne Zustimmung sich legal und anonym bereichern will die Daten seiner Landsleute und Kunden einfach an ausländische Adressbroker wie z.B. Campione Computer Service SAS verkauft, da eine Rückverfolgung verärgerter Landsleute und Kunden spätestens in genau dieser Sackgasse enden wird?
    Man wird es natuerlich nie beweisen koennen, dass dieser Weg genau zu diesem Zweck gewaehlt wurde :-)

    Wobei das ganze natuerlich auch kein Schutz fuer die ist: CCS hat in einer ersten Auskunft mir nur diese ganzen spaerlichen Auskuenfte gegeben. Hier in Deutschland ist es immer noch umstritten, ob die Auskunft "aus öffentlich zugaenglichen Quellen" als Herkunftsangabe ausreicht. Ob dies in Italien gilt, muss man dort klaeren, der naechste Schritt waere also eine Beschwerde beim italienischen Datenschutzbeauftragten mit der Bitte, CCS ueber ihre gesetzlichen Verpflichtungen aufzuklaeren. Wenn der Datenschutzbeauftragte der Meinung ist, die spaerliche Auskunft ist ausreichend, wird er es Dir schon mitteilen, ansonsten wohl Deine Rechte gegenueber CCS durchzusetzen helfen. Den Weg muss aber jeder selber gehen, ich habe es bislang noch gelassen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von mareike26 Beitrag anzeigen
    Warum sollte ich Spammern unter die Arme greifen, indem ich ihnen erlaube, meine Daten in einer Sperrliste zu speichern. Wer sagt mir, dass meine Daten da sicher sind?
    Aber Mareike, die Daten sind da so sicher wie bei der Telekom und SKL!

    Zitat Zitat von Undertable Beitrag anzeigen
    Da Briefwerbung immer Geld kostet (Automation, Material, Druck und Porto) kann ich nicht glauben dass einfach wahllos jede Adresse im Telefonbuch für Werbezwecke auserwählt wird. Vielmehr findet eine gewisse Verarbeitung und Auswertung, sowie die Weitergabe solcher Daten statt, damit sich die Wahrscheinlichkeit erhöht mit Werbung auch potenzielle Kunden zu erreichen.
    Na, gerade die Cityibank ist ein gutes Beispiel!
    Wer kennt es nicht, die 0% Finanzierungen. Oft ist die Finazierungsbank bei diesen Läden eben die Citibank.
    Somit ist man schon mal bekannt, dass man bereit ist, für seine Bedürfnisse einen Kredit aufzunehmen.
    Und wer solch einen Ratenkauf schon mal gemacht hat, weiß, welche Daten man dafür hergeben muss. Name, Adresse, Gehalt, Arbeitgeber, Schufa-Auskunft. Dann kann man noch wählen, in welchen Raten man Zahlen will (in einem bestimmten Zeitfenster).
    Also was will man noch mehr?
    Ich würde mir zutrauen, nach solchen Daten die erste Prognose über das Finanzverhalten von Menschen zu erstellen.
    Zahlt einer in weigen hohen Raten, so schätze ich den so ein, dass er bereit ist für eine Investition (also was höherpreisiges) einen Kurzen Kredit auszugeben, aber der nicht gerne Schulden macht und deswegen die "Schuld" so schnell wie möglich begleichen will.
    Setzt einer die Raten in Relation zu seinem Einkommen und einer normalen Laufzeit, dann würde ich Ihn als "KassenbuchFührer" definieren, der genau weiß, was er sich leisten kann.
    Ist das Verhältnis zwischen Kaufsumme, Einkommen und dem was als Rate bezahlt wird ser Abweichend, also lange Laufzeit, wenig monatliche Belastung, würde ich den Kandidaten als ein Gefährdeten für Überschuldung sehen .
    Was kann man da erst mal herauslesen, wenn jemand über Jahre Ratenkäufe tätigt?

    Das dies ein Weg ist, und dass die Werbung wohl auch bestimmten Rastern (ob solch einem, wie ich es aufgezeichnet habe, weiß ich nicht) geschehen, weiß ich dadurch, dass bei Bekannten, die in einer WG wohnen, beide sich bei solch einer 0%-Aktion den selben Laptop geleistet haben. Da diese unterschiedliche Finanzielle hintergründe haben, waren die Ratenzahlungen unterschiedlich. Beide bekamen unterschiedliche Werbung von der Bank.
    Das der Hintergrund bei den Ratenverträgen zu suchen ist, konnte durch einen kl. Schreibfehler in der Adresse bei einer der Beiden erkennen, die sich durch die ganze Angelegenheit gezogen hat.

    Übrigens, diese 0%-Finanzierungs-Werbungen halte ich persönlich für Wettbewerbswidrig und eine Täuschung des Kunden. So weit ich es mit bekommen habe wird bei der Finanzierung eine Bearbeitungsgebühr fällig!
    Ich mein, dass die Beiden mir was von 8 Euro gesagt haben.
    Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass jemand einen Finanzierung im Berreich der Midest-Einkaufssumme tätigt (liegt meist bei 200 Euro) und diese sagen wir mal in 4 Raten abzahlt. So zahlt man für einen "Kredit" von 200 Euro 208 Euro als Gesammtsumme. Das sind dann 4% mehr als die Finanzierungssumme. Ohne die Montliche Tilgung zu beachten, ist dies aufs Jahr umgerechnet rund 10% Mehrkosten (=Zinsen?)

    Man sollte also gut nachrechnen, ob es wirklich so günstig ist!
    Man muss auch mal von sich ausgehen, denk ich
    und nicht immer nur von der eigenen Befindlichkeit

    Matthias Beltz (* 31. Januar 1945 in Wohnfeld/Vogelsberg; + 27. März 2002 in Frankfurt am Main)
    Übers Forum erst mal nicht zu erreichen. Wer was von mir will, bitte hier rüber melden:
    Anonymer Kontakt zu Gaston: https://privacybox.de/gaston.msg | Update: Da es sich um einen anonyme Mailbox handelt, bitte Namen und Mailadresse im Text hinterlassen, wenn man Antwort wünscht.

  8. #8
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    Standard Campione Computer Service CCS

    Moin, ich wollte mal das Forum befragen, wer aktuell ebenfalls Erfahrungen mit dem Datenhändler CCS Campione Computer Service hat. Der letzte Beitrag aus dem Forum hierzu ist von 2008.

    Es kam kürzlich Post für mich an die seit über 15 Jahren obsolete Voradresse bei meinen alten Eltern.

    Durch schrittweise Zurückverfolgung einer Kette von deutschen Adresshändlern (keiner will die Adresse in der Datenbank gehabt haben) landete ich bei der ominösen Firma CCS, welche laut, wie ich inzwischen weiss, fehlerhafter Auskunft der letzten deutschen Firma in der Kette, wie folgt ansässig sein soll: Bonino 20 b, 6911, Campione, Schweiz.

    Tatsächlich heisst der Ort nämlich Campione d'Italia und gehört zu Italien. Es handelt sich um eine italienische Enklave, die komplett von Schweizer Staatsgebiet umgeben ist. 2020 gab es eine Art "Rückgabe" des Ortes an Italien. Die zuständige Post ist jetzt die italienische Post. Es gilt italienisches Recht, also insbesondere das EU Datenschutzrecht, also identisch mit der DSGVO. Die Telefonnummern haben aber weiter die Schweizer Vorwahl +41 Das habe ich bei der Stadtverwaltung von Campione d'Italia in Erfahrungen bringen können, die ich mit Google Translator auf italienisch angeschrieben habe.

    Eigentlich müsste die Entwicklung mit der Wiedereingliederung an Italien für Betroffene positiv zu werten sein. Ich könnte mir vorstellen, dass man sich weiterhin absichtlich als in der Schweiz ansässig darstellt, um potentielle Beschwerdeführer oder Kläger in die Irre zu führen, und mit der teuren, und nicht in der EU befindlichen, Schweiz abzuschrecken.

    Die CCS gehört dem in Datenhandelskreisen einschlägig bekannten T.L., der scheinbar mehrere dieser Briefkastenfirmen (oder besser "Briefkästen von Scheinfirmen") in Campione betreibt. Denn wie schon in früheren Posts zu lesen ist, waren diese schon damals nicht im Schweizer Handelsregister (Tessin) eingetragen. Auch heute nicht, wie ich im Falle der CCS überprüft habe. Ob die CCS aktuell im italienischen Handesregister (Lombardei) steht, werde ich noch abklären, es würde mich aber wundern.

    Die CCS hat lediglich eine Landing Page mit einer Email Adresse für Datenschutzanfragen. Scheinbar will man also schon die Leute bedienen, die sich die Mühe gemacht hatten, die Ketten zurückzuverfolgen.

    So stupide wie der einseitige Webauftritt, so zynisch dann die Antwort auf die Bitte um Auskunft, ganz im Einklang mit den Erfahrungen anderer Forenmitglieder.

    Es wird gesagt, man solle sich doch (wörtlich) im Silicon Valley beschweren bei Google und Co. Denn die Adresse sei ja frei im Internet verfügbar. Dies ist natürlich glatt gelogen, da ich seit zig Jahren selbst ein Monitoring betreibe, um dies zu unterbinden. Die Nachfrage nach einem konkreten Beispiel bleibt natürlich unbeantwortet. Ebenso zynisch der Hinweis auf die Robinson Liste, auf der ich natürlich auch schon ewig stehe, und die die CCS natürlich im Gegensatz zu seriösen Unternehmen nicht abfragt.

    Die Email mit der Auskunft kommt übrigens von einer Yahoo Adresse (ein Schelm wer da an Nigerian Scam denkt).

    Ich werde jetzt erst mal den Datenschutzbeauftragten der Lombardei anschreiben, natürlich wieder auf italienisch mit Google Translator. Denn die CCS hat keine vollumfängliche Auskunft gemäss EU Datenschutzrecht erteilt und unterliegt somit eigentlich einem Bussgeld. Die Kontaktdaten findet man ganz einfach, wenn man nach "Responsabile della Protezione dei Dati di Regione Lombardia" sucht.

    Ich frage mich auch, inwieweit man das letzte deutsche Unternehmen in der Kette dafür belangen könnte, das es bei Scheinfirmen wie der CCS Daten bezieht und diese in Umlauf bringt? Und eine fehlerhafte Adresse des Lieferanten (Schweiz statt Italien) mitteilt. Vielleicht wissen sie ja selbst nicht, mit wem sie es da zu tun haben.

    Auch wenn die CCS ja nur dem Anschein nach in der Schweiz ansässig ist, weiss vielleicht jemand warum oft das letzte Glied der Adresshändler in der Schweiz liegt? Liegt es daran, dass man durch die Schweiz abgeschreckt werden soll, etwa weil keine Deckung durch die Rechtschutzversicherung? Kommen die Daten wirklich von den Schweizern oder übernehmen die nur gegen Bezahlung den schwarzen Peter für die deutschen Firmen, die sich nicht mehr rausreden können? Das Schweizer Datenschutzrecht an sich wurde übrigens kürzlich reformiert und weitgehend an das EU Recht angelehnt.

    Über Tipps und Erfahrungsberichte von anderen Leidensgenossen bin ich dankbar!

    LG
    Farang
    Geändert von farang (11.09.2021 um 19:54 Uhr)

  9. #9

  10. #10
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    Standard

    Kurzes Update zu den weiteren Recherchen.

    Eine CCS gibt es aktuell weder im Schweizer noch im italienischen Handelsregister der Provinz Como (Lombardei)

    Es gab in Campione mal eine CCS die einem K.N. P. (Jahrgang 1993! also gerade mal volljährig) zugeordnet war, der vermutlich ein Handlanger von T.L.ist. Diese CCS in Campione ist erloschen Wenn man den Namen von K. mal googelt stösst man auf einer weitere Firma CCS, diesmal in England und noch nicht erloschen, nämlich die CCS MARKETING RESEARCH SA LTD Company number 09229702, Adresse 85 Great Portland Street, London, England, W1W 7LT, die im englischen Handelsregister als "dormant" also ruhend gelistet ist, aber noch brav ihre Jahresabschlüsse einreicht. K. ist Deutscher mit Wohnsitz in Schweden und hat an der Linnaeus Universität eine Abschlussarbeit zum Thema "Self-disclosure on Facebook: Social Network Site privacy and personal information disclosure of Germans and Norwegians - A cross-cultural comparison" verfasst. Wie zynisch das in Zusammenhang mit den Aktivitäten des Herrn L. doch klingt.

    Aber zurück zum Thema: Es gibt also keine CCS in Campione, es ist eine Scheinfirma, die gar nicht existiert. Beschwerden beim Datenschutzbeauftragten in Italien und der Schweiz werden ins Leere laufen.

    Die "one pager" Website der CCS Campione ist übrigens in Liechtenstein registriert. Wer sich eingehender mit dem Herrn Diplomökonom T. L. beschäftig stösst auf folgende Adresse: CCS new media, Heiligkreuz 36, Vaduz. Wer diese Adresse googelt findet auch eine Email die mit ccstl (offensichtlich CCS T. L.) beginnt, falls man sich mal persönlich bedanken möchte. Selbstverständlich wird auch die Adresse in Vaduz nur ein Briefkasten sein.
    Geändert von deekay (12.09.2021 um 14:41 Uhr) Grund: Klarnanen sind hier verboten

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