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Thema: Spendensammler an der Haustür

  1. #11
    Senior Mitglied Avatar von euregio
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    Ich finde es schon heftig, daß die Hilfsorganisationen diesen Mißbrauch der "Dienstkleidung" und Logos zulassen. Geradedurch den Anschein, daß hier reales Personal von Hilfsorganistaionen wirbt, vermittelt gerade alten Leuten einen falschen Eindruck. Warum hat es ein seriöses Hilfswerk nötig sich dieser dubiosen Werbemethoden zu bedienen? Wenn nur 50% des Forderbeitrages bei der Hilfsorganisation ankommt und davon noch die Verwaltungskosten abgezogen werden, dann kann sich jeder ausmalen wieviel effektiv ankommen

  2. #12
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    Von einem Drücker der Johanniter hatte ich mich auch überrumpeln lassen an der Haustür. Ich war nachts arbeiten (Zeitungen austragen) und wollte vor der Uni noch zwei Stunden schlafen als er mich aus dem Bett klingelte.
    Aber 50% des Geldes geht an den Drücker? Dann verstehe ich seinen ununterbrochenen Redeschwall.

  3. #13
    Kaiser von Schnabelland Avatar von Schnabelland
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    Zitat Zitat von picard95 Beitrag anzeigen
    Aber 50% des Geldes geht an den Drücker? Dann verstehe ich seinen ununterbrochenen Redeschwall.
    Nö, der Drücker kann froh sein, wenn 10% bei ihm ankommen. Die übrigen 40% gehen an seinen Ober-Drücker, den Ober-Ober-Drücker, den Drückergeschäft-Besitzer... Soll heißen: Die ganze Kolonne bekommt 50%. Für denjenigen, der die eigentliche Arbeit macht, bleibt davon jedoch nur ein Bruchteil übrig. Und auch das wird ihm häufig von seinen Chefs nicht ausgehändigt wegen angeblicher Stornierungen der Mitgliedschaft, oder es wird mit übertriebenen Kosten für die Unterkunft und Verpflegung des Drückers verrechnet (die Drückerkolonnen reisen oft durch ganz Deutschland - Unterkunft wird dann meist durch die Drückerbude selbst organisiert und den einzelnen Drückern in Rechnung gestellt). Über weiteren, psychischen oder teils auch physischen Druck, unter dem der einzelne Drücker steht, falls er nicht genügend Spenden oder Fördermitgliedschaften einsammelt, lass ich mich jetzt mal nicht aus... Der Redeschwall könnte allerdings eher aus dieser Art von Druck zustande kommen, als aus dem "Nasenwasser", was der einzelne Drücker an einer abgeschlossenen Fördermitgliedschaft verdient...
    Meine Baits:

    1.) Mariam Abacha und Charles Soludo in einem Bait - Baiting-Spaß für fast ein Jahr!
    Baiting-Charakter: Sir Wuschel Schnabeltier, Kaiser von Schnabelland

    2.) Frau Kabila und ihr Sohn(??) Emma - und meine EUR 15.000,--, die ich in Madrid bezahlt habe
    Baiting-Charakter: Sadistis Mausoquelis, Direktor der OMEC (Organization of Mouse-Oil Exporting Countries)

    3.) Kurzbait: Abubaka Yaya und sein Anwalt Dr. Temba Peter - das Treffen am Flughafen Heathrow.

  4. #14
    Senior Mitglied Avatar von euregio
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    Standard Vertriebsorganisationen für Spendensammlung

    Leider scheinen auch renomierte Hilfsorganisationen immer wieder auf die Dienste dieser Firmen zurückzugreifen. Was früher meist als Werbung für dubiose Buchclubs begann ist heute auf das gesamte Spendengeschäft ausgeweitet worden. Auch die großen Hilfsorganisationen sind hierbei im Bereich Fördermitgleidschaften auf diesen Vertreibszug aufgesprungen.
    Dabei wird bei alten Leuten gerne darauf verwiesen, dass sie ja auch vom Roten Kreuz in der Nachkriegszeit profitiert hätten. An anderer Stelle wird der Johanniter und Malteser Hausnotruf ins Spiel gebracht und darauf verwiesen, dass Fördermitgleider auch den Pflegedienst nutzen können ect. Es werden auch die angeblich eigenen Altenheime angeführt und die Seniorengruppen. Eigentlich alles sinnvolle soziale Einrichtungen, der Haken dabei ist aber, dass diese Dienste unabhängig von der Fördermitgliedschaft gewährt werden und kostenpflichtig sind. So etwas wird dann gerne verschwiegen. SAT1 hat hierüber einmal einen Bericht gesendet und auch die Lebensumstände der Werber beleuchtet. Es war erschreckend unter welchen Umständen diese Leute leben mussten. Aussteiger wurden massiv bedroht und verfolgt. Teilweise wurde das Wohngebiet des Aussteigers noch jahrelang "bestreift".

  5. #15
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    Zitat Zitat von euregio Beitrag anzeigen
    An anderer Stelle wird der Johanniter und Malteser Hausnotruf ins Spiel gebracht.
    In der Kostenlos-Zeitung an meinem Wohnort werden regelmässig immer mehr Annoncen unter "Arbeitsangebote" eingestellt, die meiner Ansicht nach unseriös sind.
    Dort werden z.B. Drücker angeworben mit dem Hinweis "Unterkunft wird gestellt" (wie von Schnabelland bereits erwähnt) - aber schlimmer noch: auch "Dienstkleidung wird gestellt".
    Das sind dann die, welche in der Aufmachung eines Rettungssanitäters losziehen und den alten Leutchen an der Haustür weismachen wollen, sie bekämen Rettungsfahrten oder -flüge billiger, wenn nicht gar umsonst, wenn sie das Abo buchen.


    Ich weiß: sich darüber beim Zeitungsverlag zu beschweren, hat überhaupt keinen Sinn. Die lassen sich die Kleinanzeigen schließlich teuer bezahlen und leben davon.
    Don't pay the ferryman,
    Until he gets you to the other side (Chris De Burgh)

  6. #16
    Senior Mitglied Avatar von euregio
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    Standard Stellenangebot als Drücker

    Ja richtig Schnubbi

    Zitat Zitat von Schnubbi Beitrag anzeigen
    Ich weiß: sich darüber beim Zeitungsverlag zu beschweren, hat überhaupt keinen Sinn. Die lassen sich die Kleinanzeigen schließlich teuer bezahlen und leben davon.
    Geändert von mareike26 (19.10.2009 um 11:32 Uhr) Grund: Fullquote

  7. #17
    Graue Pestilenz Avatar von Fidul
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    TV-Tip: Heute, 23:55 BR - Ein Sommer voller Türen
    Junge Männer und Frauen bitten im Namen des Malteser Hilfsdiensts an der Haustür um eine Spende - was auf den ersten Blick wie soziales Engagement wirkt, ist in Wirklichkeit ein knallharter Job. Bezahlt wird nach Erfolg. Einen Sommer lang beobachtet der Film ein Werberteam.
    Wir kriegen euch alle!

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