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Thema: Matheprüfungen für angehende Pädagogen

  1. #11
    ### nicht streicheln ### Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Nebelwolf ist Forum Guru Avatar von Nebelwolf
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    Zitat Zitat von homer Beitrag anzeigen
    Gelegentlich finden sich doch Spuren intelligenten Lebens im Netz. Herr Kriesel hat recht und bringt es exakt auf den Punkt. Bei uns hatten die Mathe-Klausuren auch immer eine hohe Durchfallquote, weil sie beliebig wiederholt werden durften. Die Teilnehmer zockten und hofften, daß sie schon irgendwie ohne Vorbereitung bestehen würden. Mich würde interessieren was Armin Himmelrath bewegt hat einen derartig schlecht recherchierten Artikel im Spiegel zu plazieren. Auf mich wirkt es so, als versucht ein mächtiger Papa seinem Töchterchen mit öffentlichem Druck zum Matheschein zu verhelfen.

    Beim Stöbern auf www.dkriesel.com bin ich auf ein altes Wahlprogramm der Günen gestoßen:
    Ausweitung der Mitbestimmungsrechte über Betriebe und Branchen hinweg, um der übergreifenden technischen Vernetzung begegnen zu können.
    Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
    Keine Dienste- und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
    Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
    Stopp des Kabel- und Satellitenfernsehens.
    Wirksame parlamentarische Kontrolle der Post.

    Quelle: 1987_Wahlprogramm.pdf
    gefunden über Grüne erreichen Gandhi-Level 3 - FDP überholt Tierschutzpartei
    Nebelwolf

  2. #12
    Senior Mitglied Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Eniac ist Forum Guru Avatar von Eniac
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    Mein Gott, wieviele sind bei uns damals durch die Matheklausuren gerauscht? Da muss man eben durch, das geht auch ohne großes Jammern und Wehklagen.

    Zitat Zitat von Nebelwolf Beitrag anzeigen
    Beim Stöbern auf www.dkriesel.com bin ich auf ein altes Wahlprogramm der Günen gestoßen
    Technikfeindlichkeit in Verbindung mit einem zwanghaften Regulier-, Kontrollier- und Gängelungswahn - bei den Grün_Innen hat sich seitdem nichts Wesentliches verändert.


    Eniac
    Die weltweit grösste Fakeseiten-Datenbank: http://db.aa419.org/fakebankslist.php
    Viele falsche Escrow-Seiten: http://escrow-fraud.com/search.php
    Alles über Mulis: http://www.bobbear.co.uk
    DER HERR ERSCHUF IN SEINEM ZORN - CLOPPENBURG UND BÜTTELBORN

  3. #13
    mareike26
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    Wie gesagt, die Durchfallquoten sind ja auch nicht nur in Mathe so hoch. Mein Studium war nicht zulassungsbeschraenkt, daher dachten wohl viele Studenten "Ja ich weiss noch nicht, was ich machen will, fange ich mal hier an". Dass es fuer eine Zulassungsbeschraenkung keinen Grund gab, haetten sie an den winzigen Seminarraeumen sehen koennen. Die Klausuren waren Anfangs nicht einmal schwer, trotzdem waren im 3. Semester nicht mehr viele uebrig - und dann kam irgendwann auch Tuerkisch IV und sorgte fuer so einige Nervenkrisen. (Bei uns ga es durchaus auch Kurse mit Einzelunterricht)

    In der Schule mochte einem Faulheit manchmal noch durchgehen. Man wurde von den Lehrern betreut, eventuell waren Mama und Papa da uns sponserten Nachhilfe und man lebte in einem gewohnten Umfeld mit festen Regeln.
    In der Uni muss man selber sehen, wie man klar kommt, bei Seminaren ist sich jeder selbst der erste, eventuell hat man den ersten Job und alles ist anders. Das mag ja einige ueberfordern, aber so ist das nun einmal wenn man erwachsen wird. Generationen von Uni/Studenten haben das hinbekommen. Wenn zukuenftige Leer/Lehrkoerper im ersten Semester so ueberfordert sind, dass sie nicht einmal die Uebungen besuchen, dann weiss ich nicht wie sie angesichts einer Klasse mit 25 Kindern die Nerven behalten wollen.
    Versteht mich nicht falsch: Jeder rasselt durch Klausuren. Dann nimmt man das als Ansporn, es beim naechsten Mal besser zu machen.

  4. #14
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    Du sagst es, Mareike: In der Schule wird man zum arbeiten gezwungen. Abwesenheit wird sanktioniert, es gibt in vielen Fächern Hausaufgabenpflicht und durch regelmäßige Lernkontrollen (Stegreifaufgaben, Ausfragen) kommt man auch beim lernen nicht aus. Wer nicht mitkommt, wird oft noch mit Nachhilfe gefördert. Und plötzlich ist man in der Uni und kann bis zur Prüfung tun und lassen was man will: Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine Anwesenheits- oder Hausaufgabenpflicht, Übungen sind freiwillig und geprüft wird erst am Ende des Semesters. Meiner Erfahrung nach geht es an Fachhochschulen ("hochschulen für angewandte Wissenschaften" oder wie sie sich jetzt auch immer nennen) noch etwas strenger zu, aber auch da kommt man mit ziemlich wenig Arbeit ziemlich weit.

    Klar dass das eine gewisse Umgewöhnung erfordert und nicht alle Studenten mit dieser Freiheit umgehen können. Aber mal ganz ehrlich, wie sieht's denn im Berufsleben aus? Da wird einem auch nicht Tag für Tag vorgegeben, was man zu tun hat. Wer nicht eigenständig arbeiten kann hat im Berufsleben keine Chance. Für Lehrer gilt dies im besonderen Maße, da man auch seine Arbeitszeit noch ziemlich frei einteilen kann bzw. muss. Die Anwesenheit im Unterricht ist der kleinste Teil der Arbeit eines Lehrers, die meiste Zeit wird für Vorbereitung etc. benötigt. Wer da nicht selbständig arbeiten kann kommt vermutlich gar nicht erst durch das Referendariat.

    Fazit: Ich habe den Eindruck, dass es in dieser Prüfung gar nicht so sehr um den Mathe-Stoff ging sondern um die Fähigkeit, sich Wissen anzueignen, selbständig und ohne Zwang zu arbeiten und seine Zeit sinnvoll einzuteilen. Ich verwette meinen akademischen Grad darauf, dass der größte Teil der Kursteilnehmer dieses Fach für einfach und/oder unwichtig hielt und sich deshalb nicht besonders angestrengt hat.

    Unabhängig davon stellt sich natürlich die Frage, ob man gerade ein Fach, das mit dem späteren Beruf recht wenig zu tun hat, zum aussieben benutzen muss. Vielleicht hätte es weniger Unmut gegeben, wenn diese Durchfallquote z.B. bei Pädagogik aufgetreten wäre.

    Ach und noch was: Es ist ganz normal, dass man im Studium Inhalte lernt, die mit dem späteren Beruf nichts zu tun haben. Ich habe noch eine sehr praxisorientierte Ausbildung genossen, dennoch ist das meiste für meinen Job irrelevant. Non vitae, sed scholae discimus. Aber wenn ich programmieren lernen will mache ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Und wenn ich lernen will wie man mit Kindern umgeht werde ich Erzieher.

    Durchgeknallter Netzindianer und stolz drauf


  5. #15
    Huhngeheuer Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Mittwoch ist Forum Guru Avatar von Mittwoch
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    Zitat Zitat von Solli Beitrag anzeigen
    Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine Anwesenheits- oder Hausaufgabenpflicht, Übungen sind freiwillig und geprüft wird erst am Ende des Semesters.
    An den vier mathematischen Instituten, die ich bislang näher kennenlernen durfte, was die Abgabe von Übungszettelbearbeitungen in nahezu allen Vorlesungen verpflichtend. Natürlich mit entsprechender Korrektur und darauf abgestimmten Tutorien. Was bei Mathematik auch keine wirklich blöde Idee ist, schließlich lebt diese Wissenschaft davon, dass man sich mit dem Stoff kontinuierlich auseinandersetzt. Das gilt zwar auch für andere Fächer, aber in denen baut nicht derart viel Stoff in sehr kurzer Zeit elementar aufeinander auf, so dass dort auch mal Teile auslassen kann, ohne das Studienziel zu gefährden. In Mathe baut vieles streng logisch aufeinander auf, und wer sich am Anfang vom Semester die Grundlagen nicht aneignet, hat zum Ende hin wenig Chancen, den Stoff noch nachzuarbeiten.

    Im vorliegenden Fall teile ich die Einschätzung von Herr Kriesel (Homers Link)
    Schönen Gruß
    Mittwoch
    21 ist nur die halbe Wahrheit!

    »Er aber, sag's ihm, er kann mich im Arsche liken!«
    Gesichtsbuch 1, Dritter Aufzug

  6. #16
    mareike26
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    Mein Mann ist Informatiker (Informatik = viel viel Mathe) und hat bei der Sache nur den Kopf geschuettelt. Gerade die Hausaufgaben und Tutorien sind essentiell, gerade in den Naturwissenschaften. Wer meint, in der Uni die Fuesse hochlegen zu koennen ist da fehl am Platz.
    Einmal davon ganz abgesehen, dass einem im Studium ja auch durchaus gesagt wird, welche Kurse besucht werden muessen etc. um seine Scheine zu bekommen. Gegen das Bestehen auf den Arbeitsmarkt ist die Uni doch noch harmlos.

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