Hätte mich auch gewundert, wenn die Lobbyisten hier nicht massiv tätig geworden wären.
Mal angenommen, die Änderung käme in der vorgeschlagenen Weise durch. Machen wir auf dieser Basis ein Gedankenexperiment, um dem dann doch noch ein Gutes abzugewinnen. Also: Firma A ist der Ansicht, von mir ein gültiges Einverständnis zum Datenabgleich zu haben, dackelt zu meiner zuständigen Meldebehörde und grast dort alles ab, wessen sie habhaft werden können. Ich kriege daraufhin Werbung, antworte in gewohnter Weise mit einem T5F (in dem ja auch nach der Datenherkunft gefragt wird) und stelle fest, dass Firma A sich die Daten bei der Meldebehörde geholt hat. Nun bestreite ich das angebliche Einverständnis und watsche Firma A mit einer Unterlassungserklärung ab. Mit dieser UE schlage ich anschließend bei der Meldebehörde auf, und frage, wieso die meine Daten illegal weitergegeben haben?
Wenn das genug Leute machen, werden die Meldeämter nicht umhin kommen, zuerst bei den Betroffenen rückzufragen, denn nur so können sie sicher prüfen, ob ein Einverständnis vorliegt. Und wer wird das schon bejahen?


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