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Thema: Apple iPhone Ad-Tracking

  1. #1
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    Standard Apple iPhone Ad-Tracking

    Eben bin ich beim Lesen über diese Aktion gestolpert:
    [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]

    Meine Fragen hierzu:
    Ist das so überhaupt erlaubt?
    Nach meiner Auffassung handelt es sich hierbei um eine gewiefte Masche Apple-iPhone-Nutzer mit unverlangter und sicher auch unerwüschter Werbung zuzumüllen.

    Gelten die gesetzlichen Regelungen zum Versand von Werbematerialien auch im Smartphone-Bereich?

  2. #2
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    Das klingt jetzt komisch, aber ist sogar ein Schritt in Richtung zu mehr Datenschutz:

    In den früheren iOS-Versionen wurde von den Geräten die eindeutige UDID an jede App zur Nutzung gegeben und oft dann auch an die Entwickler der App übermittelt. Diese ist, ähnlich der MAC-Adresse eines Computers, eindeutig und nicht veränderbar. Das heißt, das Werbenetzwerk konnte die Endgeräte eindeutig zuordnen und entsprechende "targeted Ads" einblenden.
    Die Möglichkeit, das Gerät eindeutig zu identifizieren ist natürlich aus Sicht des Datenschutzes ein absolutes No-Go. (siehe auch http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/US-Publishingdienstleister-beichtet-UDID-Leck-1704070.html zu dem Problemen bei der UDID)

    Daher hat Apple diesen neuen Advertising-Identifier eingeführt, der eben veränderbar ist und dessen Nutzung auch deaktivierbar ist, ähnlich dem "Do not track" in Browsern.

    Zu finden unter: Einstellungen -> Allgemein -> Info -> Werbung

  3. #3
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    Das habe ich schon vermutet, Danke für die Ausführungen Till.
    Mir geht es aber darum, ob Werbung über Ad-Tracking erlaubt ist. Schliesslich liegt ganz sicher kein Werbeeinverständnis vor.

  4. #4
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    Die Werbung wird ja nicht zwingend auf dem Gerät eingeblendet, sondern in einigen Apps.

    Meistens hat man dort halt die Wahl zwischen der Lite-Version mit mehr oder weniger aufdringlicher Werbung (die auch durchaus den Akku und das Datenvolumen belastet) oder der kostenpflichtigen Version ohne Werbung.
    Das ist vergleichbar mit Werbung auf Webseiten. Für Facebook zahle ich kein Geld, kriege dafür aber eben Werbung eingeblendet.

    Ein Werbeeinverständnis muss IMHO dazu nicht vorliegen, da mir die Werbung ja nicht aufgedrängt wird, sondern ich die Werbung als Teil eines Paketes erhalte, dass ich selbst aktiv anfordere. Wenn ich die App nicht nutze, erhalte ich auch keine Werbung.

  5. #5
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    Puh das ist ein ganz anderes Thema, als es den Anschein hatte.
    Ich habe kein i-Phone (Motorola Defy) und ich bin auch niemand, die unbedingt was von Apps hält... da hat mich mein gesundes Misstrauen mal wieder bestätigt.

    Also kann man die neue Funktion als eine Art Adblock verstehen, wo der Nutzer selbst entscheiden kann, was an Werbung eingeblendet werden soll.
    Volle Zustimmung, da hat Apple sich mal etwas vernünftiges einfallen lassen.

  6. #6
    mareike26
    Gast

    Standard

    Hat ja auch lange genug gedauert. Mehr sag ich dazu nicht.
    Gaia: Erst einmal schön, dass Du das Thema angeschnitten hast. Dass Du von solchen Sachen keine Ahnung hast, stellt Dich in diesem Fall auf die gleiche Stufe mit Ottornomalverbraucher - umso wichtiger, dass sie diskutiert und erörtert werden, gerade im Bereich mobile Endgeräte lauern überall Fallen. Das ist nicht immer die Schuld der App-Anbieter - die müssen vor Installation sagen, welche Rechte ihre App verlangt - sondern ganz oft wegen blauäugiger Endnutzer.
    Unser Bereich 5.3 verlinkt auf Protecus als Partnerboard, die haben sich Sicherheit im Internet auf die Fahnen geschrieben, haben aber auch einen Bereich für Mobile Security, also Sicherheit bei Applikationen, Handys etc.
    Jedem, der zu solchen Aspekten des Verbraucherschutzes Fragen hat, kann ich nur raten, sich dort schlau zu machen. Aber natürlich könnt Ihr Eure Fragen auch hier stellen - es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

  7. #7
    mareike26
    Gast

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    Nachtrag.
    Wichtig ist mir an dieser Stelle folgender Hinweis: Gerade bei Berechtigungen von mobilen Applikationen kommt es immer wieder vor, dass eine App Berechtigungen fordert, die sie eigentlich nicht braucht. Das liegt aber in den seltensten Fällen an der Bösartigkeit der Entwickler, sondern an deren Unfähigkeit. Es gibt in keinem Bereich so viele Unfähige Möchtegern-Entwickler, wie im Bereich Android/iOS. Ich spreche da aus Erfahrung, ich habe im Laufe der Jahre so einige davon selber kennengelernt. Heute meint jeder Depp und jede Klitsche, diese Apps produzieren zu können, als freiberuflicher Entwickler verdient man ab 500 Euro am Tag.

    Fazit: Wenn die App mehr Berechtigungen verlangt als sie braucht, dann lasst die Finger dazu. Ein unfähiger Programmierer ist imho fast noch schlimmer als ein bösartiger.
    Mein Arbeitgeber produziert solche Applikationen, mein Mann hat schon für Mobiltelefone programmiert, als mobiles Internet noch WAP hiess. Falls Ihr zu Berechtigungen etc. Fragen habt: Stellt sie, ich antworte gerne für meinen Mann. Gerne auch per PN.

  8. #8
    Gesperrt
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    Ob ich jetzt Ahnung habe oder keine spielt für mich die wenigste Rolle.
    Was ich erschreckend finde ist, dass die meisten Nutzer den neusten Smartphones hinterherhecheln und dabei derart naiv und blauäugig alles mitnehmen ohne sich Gedanken darüber zu machen, was sie da eigentlich tun. Nehmt mal so einem Nutzer das Handy weg, der läuft fast amok. Viele haben ihr Leben mehr oder weniger bewusst auf das Handy ausgerichtet und der Trend setzt sich auch bei den "sozialen" Netzwerken fort. Es ist in und man muss dabei sein... dabei ist gerade dieses Herdendenken höchst bedenklich und wird von Kriminellen jeglicher Art schamlos ausgenutzt.
    Gerade kläre ich den Freundes-Kreis meiner Tochter über die Abofallen bei SMS, MMS, Bildern und Werbebannern auf, da sowohl meine Tochter als auch ihre Freundin eine SMS erhalten haben, wo sie zum Rückruf aufgefordert wurden. Gottseidank haben beide die SMS unbeantwortet gelöscht und genauso habe ich erklärt, dass man sich genau überlegen soll, welche App man wirklich braucht und diese kritisch hinterfragt. Vorher googeln, vorallem wenn man sich unsicher ist und wenn Google keine Informationen liefern kann Finger weg, ist mein Leitsatz und das hat sich meine Tochter mittlerweile angenommen und wir erschrecken bei Recherchen oft, wenn wir feststellen, was hinter der Fassade Harmlosigkeit wirklich lauert.

  9. #9
    mareike26
    Gast

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    Die Leute hecheln zwar den neuesten Modellen hinterher, aber das ist ja nun nichts Neues. Die Leute wollen von dem, was an Technik verfügbar ist, immer Neueste. Und wenn sie es dann haben, werfen sie bei der Nutzung alle Bedenken über Bord. Auch das ist nichts Neues.
    Als Computer und Internet langsam bezahlbar wurden, wollte es jeder haben. Und was fing an zu blühen? Internetkriminalität. Das Ganze wiederholt sich jetzt bei den Smartphones. Leider haben haben die Leute noch immer nichts dazugelernt. Dabei ist es doch so einfach: Man frage sich "Warum sollte mir ein Unbekannter etwas schenken wollen? Wie will der denn mit Verschenken Geld verdienen?" - Antwort: "Geht nicht, also wo ist der Haken".

    Kostenlose Apps finanzieren sich halt über Werbung, und den Verkauf von Werbefrei-Add-Ons. Bei anderen zahlt man einmal und gut ist, andere versuchen, einem ein Abo unterzujubeln. Wieder andere sind umsonst, aber es wird versucht, einen zu Käufen innerhalb der App zuu animiseren - sehr beliebt bei Spielen, wenn man zum Beispiel auf einem Level nicht weiterkommt. Und dann gibt es die, die umsonst sind, keine Werbung schalten und nichts verkaufen wollen: Da sollte man sich dann ganz genau umgucken.
    Internetkriminalität ist ja nun etwas, mit dem unsere Kinder aufwachsen werden. Wie unsere Eltern früher uns erklärt haben, dass man Gewinnkarten und Briefe aus Nigeria, die im Briefkasten liegen, wegwerfen sollte, so sollten wir unseren Kindern erklären, was im Internet und auf dem Handz so lauert. Das Gesindel bleibt das Gleiche, die Methoden passen sich dem Stand der Technik an. So war es schon immer und so wird es immer bleiben.

  10. #10
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Früher hatten es Nepper/Schlepper/Bauernfänger viel mühsamer. Die mussten an die Haustür kommen, oder die mussten umständlich Briefe schreiben oder Inserate in Zeitungen aufgeben. Die modernen Kommunikationsmittel geben der alltäglichen Betrugskriminalität eine andere Qualität und auch Quantität. Die Zahl der Fallen wird vielfältiger, der Bereich einer betroffenen Zielgruppe ist viel größer, und auch eine Art von "Globalisierung" kommt ins Spiel. Cyberkriminalität ist international. Dazu kommen die technischen Anforderungen bei der Nutzung dieser Kommunikationsmittel, womit viele Zeitgenossen haltlos überfordert sind. Und dazu kommt die Anonymität und abstrakte Unsichtbarkeit der Bedrohung, die man nur einschätzen kann, wenn man informiert ist.

    Früher haben Kinder beigebracht bekommen, dass man Tollkirschen und Fliegenpilze nicht isst. Heute müssten sie zusätzlich beigebracht bekommen, dass man keine unbekannten e-Mail-Anhänge öffnet und nicht blindlings jede Apps installiert. Vielfach bekommen die Kids heute aber weder das mit den Tollkirschen noch das mit den e-Mails beigebracht.
    Goofy
    ______________________________
    Weisheiten des Trullius L. Guficus, 80 v.Chr.:
    "Luscinia, te pedem supplodere audio" - Nachtigall, ick hör dir trapsen
    "Vita praediolum eculeorum non est" - Das Leben ist kein Ponyhof
    "Avia mea in stabulo gallinario rotam automotam vehit" - Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
    "Sed illi, dicito: me in ano lambere potest" - Jenem aber, sag es ihm: er kann mich am Arsch lecken

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