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Thema: Datenweitergabe durch eine bekannte Online Apotheke

  1. #1
    Mitglied
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    Frage Datenweitergabe durch eine bekannte Online Apotheke

    Hallo Leute

    Ich habe über eine Online Apotheke Medikamente bestellt. (Legales, nicht was ihr denkt )
    Nach dem Kauf wurde ich per Mail gedrängt bei ekomi eine Bewertung über den Kauf abzugeben.
    Ich habe mir schon vorher jeglichen Mailverkehr über den Bestellvorgang hinaus verbeten.
    Auf meine Beschwerde hin kommt diese Antwort:

    /Zitat aus der Mail:
    Sehr geehrter Herr xxx,

    es ist heute sehr wichtig, sich um den Schutz seiner Daten zu kümmern. Es gibt leider heute viele, die mit den Daten ihrer Kunden nicht getreu umgehen. Dazu gehören wir nicht.
    Uns ist der Schutz Ihrer Daten sehr wichtig, wir handeln nicht mit ihnen noch verlassen Sie den Bereich über den wir keine Kontrolle mehr haben. Wir nutzen unseren Dienstleister eKomi, um Kunden eine Bewertungsmöglichkeit zu geben – dadurch können wir Probleme erkennen und unseren Service verbessern. Die Firma eKomi selbst hat sich dem Schutz der Daten uns gegenüber verpflichtet. Sie benutzt Ihre E-Mail für nichts anderes, als Ihnen nach einer Bestellung bei uns eine Bewertungsmöglichkeit zu geben. Dazu würde ihre E-Mail-Adresse, eine Auftragsnummer, sowie Artikelinformation auf dem Server unseres Dienstleisters eKomi bereitgestellt.

    Wenn Sie es wünschen, werden wir Ihre E-Mail-Adresse für eine Bewertung sperren.

    Des Weiteren haben wir Ihre E-Mail-Adresse an DHL weitergegeben, zum Zweck einer Statusinformation Ihrer Sendung. Auch DHL ist dem Datenschutz unterworfen und nutzt Daten ausschließlich zum Zweck der Auftragserfüllung.

    Natürlich löschen wir auf Ihren Wunsch hin, alle Daten in dem Umfang, wie das Bundesdatenschutzgesetz es vorsieht. Bitte bestätigen Sie uns dies noch einmal - damit würde auch Ihr Kundenkonto bei uns gelöscht.
    /Zitatende

    Es werden also nicht nur meine Mailadresse, sondern sogar Informationen über meine Medikamentenbestellung an irgendeine Firma geschickt.
    Dazu noch die Weitergabe an DHL.

    Ich bin kurz davor ein Faß aufzumachen. Wie seht ihr das ?
    Geändert von big_whopper (14.12.2016 um 18:31 Uhr)

  2. #2
    Senior Mitglied Avatar von deekay
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    Ich bin kurz davor ein Faß aufzumachen. Wie seht ihr das ?
    Ich würde die Sache dabei belassen.... Ich habe von ekomi und dhl aufrund von derartigen Weitergaben nie unerwünschte Mails bekommen. Die Bewertungsmail kann man ignorieren
    "Es gibt tausendundeinen Grund, warum ein Mensch bestimmte Einzelheiten seiner Privatsphäre nicht offenbaren will, und es besteht nicht die geringste Pflicht, dies auch noch begründen zu müssen. Es reicht, dass man es nicht will."

    (Pär Ström, Autor und IT-Unternehmensberater)

  3. #3
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    Naja, die Mail habe ich schon als Spam empfunden.
    Was ich viel bedenklicher finde, ist die Weitergabe der Einzelheiten meiner Bestellung. Das geht keine Dritten was an.

  4. #4
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    Würde den Landesbeauftragten für Datenschutz einschalten.
    st-stiefel@gmx.de,P-Pi.2@web.de

  5. #5
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    Bewertungsaufforderubg ist Spam. Daß die aber ungefragt Medikamenteninfos weitergeben, ist ein starkes Stück. LDSB informieren!
    sastef

  6. #6
    Pöhser Purche Avatar von homer
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    Man kann ja bei ekomisch auf negativ bewerten, mit einem Hinweis auf Bewertungsspam im Kommentar.
    So "bedanke" ich mich bei diesen Spacken.

    Ich hätte lieber 100 Nazis als Kunden, als einen Asylanten. - Klaus, 55, Bestatter

  7. #7
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    Die Weitergabe der bestellten Artikeldaten ist schon ein starkes Stück und die Bewertungsaufforderung per E-Mail trotz zuvor offenbar erfolgtem Widerspruch einfach nur dreist und selbstverständlich ist das Werbung, denn es dient der Absatzförderung. Leider handeln viele Firmen so, weil es einfach zu verlockend ist, die Kunden mit Werbe-E-Mails zu erreichen. Online-Bewertungen sind dabei eine besonders effektive virale Marketingstrategie. Hatte ich auch schon öfter ganz genauso und habe das auch erfolgreich mit rechtlichen Mitteln verfolgen lassen.

  8. #8
    Senior Mitglied Avatar von euregio
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    Ich würde die Sache erst einmal aufdröseln, auf der einen Seite stehen anscheinend Logistik Unternehmen die hier bestimmte Adressdaten für den Versand erhalten und wahrscheinlich auch die bestellten Dinge bereitstellen, damit kann ich ganz gut leben wenn die sich ebenfalls an den Datenschutz halten. Paketankündigungen und Infos sind nützlich und wer sie nicht mag packt sie halt in den Spamordner, aber auch hier sollte der Kunde vorab entscheiden ob er diese Emails möchte.
    Das andere sind Marketing Firmen bzw. Firmen die im Rahmen von ISO das Service Management überwachen und nachfragen bzw. um Bewertungen bitten. Hier bin ich ein wenig kritischer, da sich teilweise der Zweck überschneidet. Es kann für ein Unternehmen und auch für dich als Kunden durchaus wichtig sein zu erfahren bzw. mitzuteilen ob etwa Medikamente nur persönlich übergeben wurden oder etwa vor der Tür oder bei Nachbarn abgegeben wurden, da es auch um Sicherheit und eben Überwachung der Dienstleister geht. Das hier auch Artikel genannt werden und die Auftragsnummer kann auch dem Zweck dienen auszuschließen das die bestellten Dinge durch Temperatur beschädigt werden bzw. sich verändern. Frost oder auch hohe Temperaturen sind dabei gerade für Medikamente aber auch Chemikalien ect. wichtig. Ein Paket was Stunden in der prallen Sonne steht bzw. Minustemperaturen ausgesetzt ist, kann dabei schon massive Auswirkungen auf den Inhalt haben.
    Ich würde denen noch einmal freundlich mitteilen das man deine Email bei Zufriedenheitsemails bitte auf die Sperrliste setzt und mir das bestätigen lassen.
    „Manche Menschen kommen in ein dunkles Zimmer und beginnen emsig zu arbeiten. Sie ergründen die Ursachen der Dunkelheit, finden Schuldige und erstellen ein mittelfristiges Konzept zur schrittweisen Reduzierung der Finsternis. Und dann kommt einer und macht einfach das Licht an.“
    ―Peter Hohl

  9. #9
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    Darüber, wie detailliert Zustellfirmen ohne Einwilligung zu informieren sind, läßt sich vielleicht noch diskutieren. Es genügt aber stets die Info "temperaturempfindlich" oder ähnliches. Ob jemand Viagra bestellt, geht den Logistiker nichts an und ist ja wohl höchst sensibel. Eine Bewertungsbude hat die Infos schon gar nicht ungefragt zu bekommen. Sperren sollte man zudem nur akzeptieren, wenn es erforderlich ist, sonst nicht. Andauernd lese ich, man habe nun ja versehentlich die Sperrliste angespammt. Nur Informationen, die nicht erhoben sind, sind relativ sicher. Grundsatz der Datenvermeidung und Datensparsamkeit! Ohne die erforderliche Einwilligung, wozu braucht es da eine Sperre? Wenn ich mal ein Faß so richtig aufmachen würde, dann ja wohl aber hier!
    Geändert von Sastef (15.12.2016 um 08:59 Uhr)
    sastef

  10. #10
    Senior Mitglied Avatar von euregio
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    Standard

    Meine Gedanken gingen eher in Richtung Auslieferungslager beim Logistiker. Das mit der Bewertungsbude ist absolut grenzwertig, könnte aber Teil des von der ISO geforderten QM sein.
    „Manche Menschen kommen in ein dunkles Zimmer und beginnen emsig zu arbeiten. Sie ergründen die Ursachen der Dunkelheit, finden Schuldige und erstellen ein mittelfristiges Konzept zur schrittweisen Reduzierung der Finsternis. Und dann kommt einer und macht einfach das Licht an.“
    ―Peter Hohl

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