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Thema: Adressierte Briefwerbung trotz Löschung mit Bestätigung

  1. #1
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    Standard Adressierte Briefwerbung trotz Löschung mit Bestätigung

    Hallo,

    ich war Kunde eines Unternehmens und dieses hatte daher auch meine Daten.

    Vor einigen Wochen wurde es mir dann mit der adressierten Briefwerbung durch das Unternehmen zu viel und ich bat um Löschung meiner Daten und Bestätigung dieser Lösung.
    Diese ist prompt am nächsten Tag erfolgt. Auch wurde mitgeteilt, dass eine Weitergabe nicht stattgefunden habe.

    Heute (etwas über einen Monat später) erhielt ich wieder adressierte Werbung des Unternehmens.
    Auf dem Briefumschalg ist ein Hinweis auf "Premiumadress Basis Dialogpost" aufgedruckt.

    Was ich jetzt echt dreist finde, da zum einen eine klare Falschaussage mit der Bestätigung der Löschung meiner Daten und was ist Dialogpost (aus der Homepage nicht schlau geworden). Findet hier also DOCH eine Datenweitergabe an einen Dritten statt, was erneut eine Falschaussage wäre?

    Was wäre eine angemessene Reaktion?
    Auf Grund der Dreistigkeit wäre es mir ganz lieb, wenn direkt (ohen Zwischenschritte, wie UE) eine finanzielle Aufwandsentschädigung stattfinden würde. Ist dies realistisch? Wenn ja, was wäre der empholene Weg?
    Das Unternehmen ist "um die Ecke".

    Ich danke euch für hilfreiche Hinweise!
    4711

  2. #2
    Medien- & Kaffeeguru Avatar von truelife
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    Standard

    Zitat Zitat von 4711 Beitrag anzeigen
    Vor einigen Wochen wurde es mir dann mit der adressierten Briefwerbung durch das Unternehmen zu viel und ich bat um Löschung meiner Daten und Bestätigung dieser Lösung. Diese ist prompt am nächsten Tag erfolgt. Auch wurde mitgeteilt, dass eine Weitergabe nicht stattgefunden habe.
    Ich vermute, du hast hierfür einen einfachen Dreizeiler aufgesetzt? Dabei ist das Thema viel komplexer, siehe hier: Auskunftsverlangen_nach_BDSG

    Zitat Zitat von 4711 Beitrag anzeigen
    Heute (etwas über einen Monat später) erhielt ich wieder adressierte Werbung des Unternehmens.

    [...]

    Was ich jetzt echt dreist finde, da zum einen eine klare Falschaussage mit der Bestätigung der Löschung meiner Daten und was ist Dialogpost (aus der Homepage nicht schlau geworden). Findet hier also DOCH eine Datenweitergabe an einen Dritten statt, was erneut eine Falschaussage wäre?
    Das ist nicht gesagt.

    In unserem Forum wurde wiederholt die Frage diskutiert, ob man zusammen mit der Datenschutzauskunft eher die Löschung oder die Sperrung verlangen soll. Für beides gibt es gute Argumente. Eine Löschung beugt einer missbräuchlichen Nutzung vor und verhindert z.B. beim Datendiebstahl die Weiterverbreitung persönlicher Daten. Dagegen, und damit für eine Sperrung, spricht allerdings, dass ein Unternehmer nach einer Datenlöschung ja nicht mehr wissen kann, dass ich von ihm keine Werbung mehr wünsche. Er musste meine Daten ja löschen. Wenn er dann z.B. im Rahmen von Adresshandel meine Daten erneut erwirbt, kann er mich wieder anschreiben. Bei einer Sperrung besteht diese Gefahr (eine ordentliche Nutzung der Sperrliste vorausgesetzt) nicht.

    Zitat Zitat von 4711 Beitrag anzeigen
    Auf dem Briefumschalg ist ein Hinweis auf "Premiumadress Basis Dialogpost" aufgedruckt.
    Premiumadress ist ein Adresspflege-Service der Deutschen Post AG. Hier deren FAQ: https://www.deutschepost.de/de/p/premiumadress/faq.html

    Zitat Zitat von 4711 Beitrag anzeigen
    Was wäre eine angemessene Reaktion?
    Das sollte nach der Konsultation des oben verlinkten Artikels klar sein.

    Zitat Zitat von 4711 Beitrag anzeigen
    Auf Grund der Dreistigkeit wäre es mir ganz lieb, wenn direkt (ohen Zwischenschritte, wie UE) eine finanzielle Aufwandsentschädigung stattfinden würde. Ist dies realistisch? Wenn ja, was wäre der empholene Weg?
    Aufgrund der fehlenden Dreistigkeit, bzw. des gerichtsfesten Nachweises, dass man dich doch angelogen hätte, sehe ich keine finanzielle Entschädigungsmöglichkeit. Die gibt es - glücklicherweise - nur in sehr eng abgrenzbaren Punkten, in der Regel erst mit nach Abgabe einer Unterlassungserklärung (bzw. Unterlassungserkl%C3%A4rung) und eines darauf folgenden Verstoßes.
    "Eine Rose wird auch im Himmel noch ein Rose sein, aber sie wird zehnmal süßer duften." - Luisa † 26.10.2009
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  3. #3
    Offiz. Diskordianer-Papst Avatar von Investi
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    Zitat Zitat von truelife Beitrag anzeigen
    IAufgrund der fehlenden Dreistigkeit,
    Ich vernute, truelife meint die "fehlende Dringlichkeit".
    Investi
    --------------------------------------------------------------------------------------------
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    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

  4. #4
    Medien- & Kaffeeguru Avatar von truelife
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    Ich meinte tatsächlich die Dreistigkeit, die der Threadersteller dem Unternehmen vorwirft.
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  5. #5
    nik00fisch
    Gast

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    Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Druck und Versand von diesem Werbebrief schon vollständig vorbereitet war, bevor du deine Daten löschen lassen hast. Das passiert besonders häufig bei Katalogen, kommt aber auch bei Briefen vor. In diesem Fall würde sich die Sache von selbst erledigen. Länger als drei Monate im Voraus wird eigentlich nichts in den Druck gegeben. Wenn danach nochmal was kommt, würde ich nachhaken. Bis dahin lohnt sich der Aufwand meistens nicht.

  6. #6
    Senior Mitglied
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    Lange Zeit hatte ich Ruhe. Vor einigen Wochen häuften sich jedoch nun wieder ungewollte Dialog-Post-Sendungen an meine Anschrift, obwohl ich der Post schon vor Jahren untersagte, meine Anschrift weiterzugeben.

    Auf 2 der in den letzten Tagen eingetroffenen Schreiben stand in den Fußzeilen folgender Hinweis:

    Verantwortlich i.S.d. BDSG für Ihre hier verwendete Adresse ist: Deutsche Post Direkt GmbH, Postfach 220159, 42371 Wuppertal
    Hab jetzt die Post Direkt nochmals angeschrieben und die Weitergabe meiner Adressdaten untersagt. Mal sehen, obs hilft.
    Aktuell wie nie zuvor: Die Zeugen Angelas!

  7. #7
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    Dagegen, und damit für eine Sperrung, spricht allerdings, dass ein Unternehmer nach einer Datenlöschung ja nicht mehr wissen kann, dass ich von ihm keine Werbung mehr wünsche. Er musste meine Daten ja löschen. Wenn er dann z.B. im Rahmen von Adresshandel meine Daten erneut erwirbt, kann er mich wieder anschreiben. Bei einer Sperrung besteht diese Gefahr (eine ordentliche Nutzung der Sperrliste vorausgesetzt) nicht.
    Hm, wenn jemand meine Daten auf meine Aufforderung hin löschen muss und danach u. U. meine Daten aus einem Adresshandel erwirbt - auf welcher Rechtsgrundlage schreibt er mich denn dann erneut an? Der Sachverhalt "er kann ja nicht wissen, dass ich keine Werbung mehr wünsche" greift doch hier meines Erachtens nicht, denn er weiß ja auch nicht, DASS ich welche wünsche, denn mein Einverständnis kann er unter diesen Umständen schwerlich nachweisen oder übersehe ich hier etwas?

    Gruß milchreisbubi

  8. #8
    Medien- & Kaffeeguru Avatar von truelife
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    Zitat Zitat von milchreisbubi Beitrag anzeigen
    [...]denn er weiß ja auch nicht, DASS ich welche wünsche, [...]
    Genau aus diesem Zweck schickt er ja Werbung. Wenn er wüsste, was du willst, stünde ja schon der Lieferdienst vor der Tür und hätte dir das neue Lederkissen, die Brotschneidemaschine und den Wasserhahn direkt mitgebracht.

    Postwerbung ist die einzig legitime Art und Weise der Direktwerbung gegenüber einem potentiellen Kunden. Dabei kommt es ja eben nicht darauf an, ob der Angesprochene Interesse an diesen Artikeln hat, oder ob das Interesse hätte vermutet werden können.
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  9. #9
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    Zitat Zitat von truelife Beitrag anzeigen
    Postwerbung ist die einzig legitime Art und Weise der Direktwerbung gegenüber einem potentiellen Kunden. Dabei kommt es ja eben nicht darauf an, ob der Angesprochene Interesse an diesen Artikeln hat, oder ob das Interesse hätte vermutet werden können.
    Das war es, was ich übersehen hatte .. ich ging von Mails aus, obwohl der Ausgangspost von Postwerbung sprach - das LESEN halt ..

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