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Thema: DHL und Datenschutz?

  1. #11
    Urgestein
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    Nunmehr ist zu bemerken, daß die Zustellnachrichten von DHL eine andere Qualität haben. Habe jetzt erstmals gesehen, daß die Mails, die übrigens nur mit "DHL.de" als Absender gekennzeichnet sind statt einer nachvollziehbaren Signatur, nunmehr auch mit Werbung für weitere Käufe angereichert werden. Inklusive Affiliate-Link. Man betätigt sich also nun auch als Vertriebsgehilfe und nutzt die vermeintlich nur zu Zustellzwecken übertragenen Daten also auch darüber hinaus.
    sastef

  2. #12
    aBitThick
    Gast

    Standard

    Das heist, DHL nutzt die Adressen selbst zum Affiliate Marketing?!
    Das verstößt gegen das BDSG, wenn die IP gespeichert wurde und/oder die Daten nicht nach erbringung der Dienstleistung gelöscht werden.
    In letzterem Fall müsste der Kunde darauf hingewiesen werden, das ein Widerspruch nötig ist.
    Das auf Altdeutsch gesagt: "Beigelegte Werbeprospekt, beim schreiben eines Briefes", müsste doch aber auch ein Rechtsverstoß sein oder?
    Ob die Werbung im selben Umschlag wie die bspw. Rechnung kommt oder in einem zweiten, ist doch glatt egal oder?

  3. #13
    Mitglied
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    Ja, so auch meine Meinung. Selbst im Aufdrucken von Werbung in zulässigen Briefen (Fuß-, Kopf-Zeile, Rückseite, Umschlag, etc.) sehe ich einen Verstoß gegen ein Werbeverbot.
    Aber ich bin eh der Auffassung, was nicht ausdrücklich von mir gestattet ist, ist gehört verboten - mein Wille geschehe.
    ____
    IANAL

  4. #14
    aBitThick
    Gast

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    Auf jedenfall ein sehr interessanter Fall.
    Erstmal wär ja zu klären wer hier Daten erhoben oder zur Verarbeitung weitergereicht hat.
    Wenn man davon ausgeht das der Shop die Daten zur Verarbeitung an DHL weitergereicht hat,
    müsste DHL nach §11 BDSG durch den Shop beauftragt worden sein mit den Daten die Werbetrommel zu rühren.
    Da wäre der Shop Anbieter klar der Bösewicht.

    Ich geh aber mal davon aus das, dass gängige Praxis ist bei DHL.
    In dem Fall hätte der Shopanbieter die Daten im Namen von DHL erhoben und er hätte sich wie anfangs empfohlen absichern müssen.
    So hätte aber auch DHL zumindestens ne kleine Arschkarte. Da die Daten in dem Fall nich zum Austausch mit vierten verwendet werden dürfen, zwar für eigene Produkte aber der Affiliate Link lässt die Sache wie beim Tracking da stehen.
    In beiden Fällen wären sie ihren Pflichten von §6-11 nicht nachgekommen und haben ganz klar unzureichend aufgeklärt.
    In dem Fall müssten sie die Daten sofort nach der Dienstleistung vernichten oder anders sie dürfen sie nur besitzen weil sie noch Verpflichtungen haben.
    Es ist sehr geschickt von DHL in diesen Mails Werbung zu schalten, den wenn sie die IP nicht abgespeichert haben und sie weitere Daten danach vernichten, sind sie meine Wissens nach fast fein raus.
    Dumm ist allerdings das sie damit ihren Datenbestand selbst illegalisieren.
    Müsste mal einer nen Prüfer rumschicken.

    offtopic:

    Was jetzt aber genau auf Anzeigen in den E-Mails zu trifft würde mich echt interessieren.
    Wenn es keine Werbung ist, ist es zusammen mit dem Affiliate Link ja am ehesten Verbrauchertäuschung.
    Geändert von aBitThick (05.07.2017 um 22:14 Uhr)

  5. #15
    Neues Mitglied
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    Standard

    Ich hab mir die DHL E-Mails gerade nochmal angesehen. Diese E-Mails an mich, enthalten keine Anzeigen oder Links auf andere Produkte.
    Ich geh mal davon aus das, dass die native implementation (Integration in den eigenen Dienst) der DHL Sendungsverfolgung auch nicht beinhaltet.
    Evt. ist eines der zahlreichen Affiliate Programme von whois:paket.de oder Geschäftskunden Diensten an der aufgeblasenen E-Mail schuldig.
    Ich hab mich dort nie selbst als Geschäftskunde angemeldet und weiß somit nichts über die Buchungsoptionen...
    Wahrscheinlicher ist aber das, der Prozess von einer der zahlreichen Business Softwaren für Pakete und/oder dessen Diensten angestossen wird.
    Bsp. wären whois:https://www.capterra.com/shipping-software/
    Ich würde Shopanbietern auf jedenfall empfehlen die Nutzungsbedingungen von solcher Business Software und Drittanbieter Diensten zu lesen.
    Die oben bemängelte Signatur und die Sendungsdaten sehen in meiner E-Mail auch korrekt aus.

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