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Thema: Off-Topic: Langsamer Computer

  1. #1
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    Standard Off-Topic: Langsamer Computer

    Hallo, vielleicht kann mir jemand mit technischen Kenntnissen Rat geben:

    Ich habe ein Büro an einen amerikanischen Kollegen vermietet, der - wenn er da ist - mit seinem Büro in den Staaten kommuniziert, etwa durch stundenlange Skype-gespräche, er hat Windows, und eine Office-Version wohl in der Cloud.
    Jetzt kommt er und meint, er würde gerne nicht mehr per WLAN ins Netz, sondern per LAN, weil er Probleme habe, wenn er neben Skype auch Office- Anwendungen laufen habe, dann sei alles sehr träge und der Computer brauche zB vier, fünf Sekunden, wenn er in Excel von einer Zelle in die andere Scrolle.
    Er führt das auf langsames WLAN zurück - was ich nicht glaube, denn wir haben einen 50 MBit-Anschluss, der so gut wie leer läuft, es wird telefoniert, ein wenig in Datenbanken recherchiert. Und: Sein Rechner steht, getrennt durch eine Wand, ca. einen Meter vom Router weg.
    Insoweit: M.E. ist sein Rechner zu langsam oder die Microsoft/Skye-Kombi bremst sich aus.
    Er hätte aber jetzt unbedingt ein LAN-Kabel - worauf ich erst einmal keine Lust habe, weil das Zimmer nicht verkabelt ist und ich keine Strippen durch den Altbau ziehen möchte.

    Für wie wahrscheinlich haltet Ihr es, dass es am WLAn liegt?

  2. #2
    ### nicht streicheln ### Avatar von Nebelwolf
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    Ich würde zuerst im Router nachsehen, ob die verwendeten Kanäle frei sind und ggf. die Funkkanäle ändern. Ist er überhaupt in *Deinem* Netz, oder vielleicht in einem fremden Netz eingeloggt? Laufen andere WLAN-Geräte problemlos? Wenn Du testweise ein Netzwerkkabel zum Router legst, dann kann man das Problem zumindest eingrenzen. Es gibt WLAN-Repeater, die für kleines Geld einen LAN-Port im Nachbarzimmer zur Verfügung stellen, wenn das WLAN im Rechner Deines Kollegen unerklärlich kaputt ist und Du nicht an seinem Rechner fummeln möchtest.

    Nebelwolf

  3. #3
    Diplom Privatier (c) Avatar von cmds
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    Wenn alles versagt, könnte Powerline von AVM eine Lösung sein.
    Bietet LAN ohne zusätzliche Verkabelung

    https://avm.de/produkte/fritzpowerline/
    Die Signatur befindet sich aus technischen Gründen auf der Rückseite dieses Beitrages!
    „Ich fürchte den Tag, wenn Technologie unsere Wechselbeziehungen beeinflusst, die Welt wird Generationen von Idioten haben.” Albert Einstein 1879-1955
    „Die ältesten Wörter sind die besten und die kurzen die allerbesten." Sir Winston Churchill 1874–1965
    "Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht."Thomas Jefferson1743-1826




  4. #4
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    Danke erstmal!

    Netzwerkkabel habe ich bereits testweise verlegt, ich befürchte nur, dass mein Herr Kollege sich seinen einmal gewonnenen Eindruck nicht durch abweichende Fakten zerschießen lässt. Problem ist, dass er in seiner Firma halt das Sagen hat und damit relativ beratungsresistent ist...
    Wir werden's heute Nachmittag sehen, wenn seine Mitarbeiter in den USA aufgewacht sind und "angeleitet" werden.

    Ansonsten WLAN unauffälig, und sein Handy etwa, das neben seinem Rechner liegt, meldet 143 / 45. Funkkanalbelegung auch unauffällig.
    DSL-Bandbreite (50/10) sollte auch bei weitem reichen, zumal er ja nachmittags kommuniziert und wir in der absoluten Innenstadt liegen, also das Netz nicht wegen gestreamter Filme im Haus in die Knie gehen sollte.
    Gerade auch noch mal, mit deaktiviertem LAN über WLAN einen Speedcheck gemacht: Es kommen an 46,499 MBit/s down und 9,403 MBit/s up.

    Danke auch für den Hinweis auf Powerline, das habe ich auch im Haus meines Bruders eingerichtet und an sich gute Erfahrungen - ich glaube nur, und da bin ich jetzt stur, dass schlicht nicht das WLAN Ursache für die beschriebenen Verzögerungen sein kann, wie gesagt; 1 Meter Luftline vom Router zum Rechner, auch wenn da ein Mauer dazwischen ist!
    Geändert von sog. Beobachter (17.05.2018 um 12:08 Uhr)

  5. #5
    Mitglied Avatar von Frechdachs
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    Lacht bitte nicht,

    aber das funktioniert wirklich.
    https://www.heise.de/ct/artikel/Die-0-Euro-Antenne-223704.html
    Gruß Frechdachs
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------


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  6. #6
    Urgestein Avatar von Arthur
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    Die Bauform der Billigantenne heißt Yagi-Uda. Wer an die alte Fernsehantenne auf dem Dach denkt, hat ein Exemplar dieses Typs vor Augen.
    Yagi Antennen haben eine extreme scharfe Richtwirkung. War bei Empfangsantennen gewünscht, da die Signale z.Teil sehr schwach waren. Mußten aber sehr genau auf den Sender ausgerichtet werden. ( nicht ganz so extrem wie bei Satschüsseln )
    Wie sich das bei der umgekehrten Situation verhält, weiß ich nicht

  7. #7
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    Ohne Messungen kann man keinerlei Aussage machen und nur blind testen.
    Anfangen kann man mit Ping, Traceroute und iperf, da erhält man die ersten Hinweise, wo man am besten weitermisst.
    Fürs WLAN kann auch der Wifianalyzer für Android helfen. Für Laien ausreichend (Kosten).

    Wieviel Bandbreite für kleine Pakete braucht er? Für kleine Videotelefonie reicht ja schon ISDN-Geschwindigkeit. Für sein Excel kommt es auf die genaue Konfiguration an. Sollten sämtliche Änderungen (Mausschubsen, Kollegen bearbeiten die Tabelle, scrollen, Bildaufbau, etc.) nicht lokal, sondern in den USA erfolgen, ist wahrscheinlich das Atlantikkabel der bremsende Faktor.
    Innerhalb eines Gebietes (Westeuropa, US Ost- und Westküste) sind die Systemlösungen nicht viel anders wie lokal. Für weitere Strecken gibt es andere Lösungen.
    Hat er woanders in D diese Probleme nicht? Dann könnte man schauen, wo die Unterschiede liegen.

    Nebenfrage. Hast du seinen Internetzugang zu deinem Netzwerk (z.B. WLAN Gastnetz) getrennt? Dann verwirf den Plan mit dem Kabel; damit geht wahrscheinlich ein Zusammenschluß der Netzwerke einher. Wenn Kabel gebraucht wird, ist da ein wenig mehr vonnöten wie ein einfaches anstöpseln.

    ps: Fritzboxen und andere Router haben oft Monitore für den Netzwerkverkehr, Signalgüte, Auslastung, etc. Die können schon erste Hinweise auf Probleme liefern.
    Geändert von Ralgert (17.05.2018 um 14:37 Uhr)
    ____
    IANAL

  8. #8
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    +1 zu diesem Offtopic
    Wenn man auf diese Art zusammen an einem Projekt in Cloud Office Programmen arbeitet, werden nicht viele Daten übertragen.
    Eine WLAN Verbindung ist durch störende Signale und die Technologie sicherlich schwankungsanfälliger als ein Kabel, aber das wird ihm höchstwahrscheinlich nicht helfen.
    Für einen Stream bei Skype, sollte alles > 25mbit eigentlich ausreichen. Beim geteilten Arbeiten wird zwar meist eine Verbindung offen gehalten aber nicht ständig genutzt.
    Das verschicken eines IP-Paketes einmal auf die andere Seite der Erde, dauert ca. eine zehntel Sekunde. Bei neuaufbau einer TCP Verbindung ist diese erst nach ca. 0,25 Sekunden Latenz aufgebaut (TCP Slowstart).
    Diese Latenz kann beim scrollen oder tippen schon einiges ausmachen, daran wird auch ein LAN Kabel oder eine 10x so große Leitung nichts ändern.
    Die verlorene Latenz durch die WLAN Verbindung, ist mit Sicherheit kleiner als eine zehntel Sekunde. Sicher kannst du dir natürlich nur sein, wenn du mal gegen testest.
    Wahrscheinlich auch der einziege Weg einen "Beratungsresistenten" zu überzeugen, wenns zum vorführ Effekt kommt... Stehst du aber als der dumme da.

  9. #9
    Senior Mitglied Avatar von Hippo
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    Zitat Zitat von Ralgert Beitrag anzeigen
    ....Nebenfrage. Hast du seinen Internetzugang zu deinem Netzwerk (z.B. WLAN Gastnetz) getrennt? Dann verwirf den Plan mit dem Kabel; damit geht wahrscheinlich ein Zusammenschluß der Netzwerke einher. Wenn Kabel gebraucht wird, ist da ein wenig mehr vonnöten wie ein einfaches anstöpseln...
    Bei meiner Fritz 7490 kannst Du die Kabelbuchse 4 auf Gastnetz schalten wie das WLAN
    Wer andern eine Bratwurst brät der braucht ein Bratwurstbratgerät ...

  10. #10
    Anfänger
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    Die Frage ist erst einmal: Wie arbeitet er auf "einer Office-Version wohl in der Cloud."

    1) Nutzt er ein VPN?
    2) Nutzt er die Kollaborationsfunktionen von Office365? Tut er dies:
    2a) in der Browser-Version?
    2b) mit den Desktop-Applikationen?
    3) Nutzt er eine Remote-Desktop-Lösung?
    4) Wie groß sind die Excel-Tabellen?

    Gerade bei Remote-Desktop über VPN kann auch ein scheinbar schnelles WLAN schon sehr stark bremsen. Hintergrund: Beides sind oftmals UDP-Verbindungen, die gegenüber Paketverlusten anfällig sind. Bei WLAN treten solche Verluste nunmal auf, vor allem wenn noch andere Geräte im WLAN aktiv sind. Ist auch nichts tragisches, kann aber, gerade bei der Kombination von VPN und Remote Desktop zu deutlich erhöhten Latenzen sorgen, wenn sich Fehler addieren. Und dann ist plötzlich arbeiten unschön.

    Was hat denn der Test über Kabel ergeben?

    Bei zwei kann es nur
    Dieser Beitrag wurde 3.956.584 mal editiert, zum letzten Mal von TillP: Morgen 22:42

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