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Thema: Presseschau 2020

  1. #241
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    In der medizinischen Diagnostik gibt es den Begriff "instant happiness". Das bedeutet, dass man voreilig ein naheliegend scheinendes Ergebnis liefert, ohne mögliche Alternativen erwogen zu haben.

    Dasselbe in der Politik : da ist ein innovativ scheinendes Unternehmen, und was nicht sein darf das kann nicht sein.
    Immer wieder fallen die auf sowas rein. Weil sie alles durch eine ideologische Brille betrachten.
    Goofy
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  2. #242
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    Zitat Zitat von Arthur Beitrag anzeigen

    offtopic:

    "Wir können es ja nicht so machen wie die Südkoreaner"
    Die Möglichkeit, es besser zu machen als die Südkoreaner oder Chinesen kommt Ihnen nicht in den Sinn, Herr W. B.?

    So, dass beides funktioniert, sowohl der Schutz des Lebens als auch der Schutz der Privatsphäre.
    Die Nutzung der Daten für diesen und nur für diesen Zweck, ohne die Daten gleichzeitig gehorsam durch die Hintertüre der Datenmafia hinterherzuwerfen.
    (z. B. heise online
    https://www.heise.de/news/Corona-App...e-4857162.html)
    Und zwar ohne faule Versprechungen. So wie bei den Gästelisten, wo dem Michel gesagt wurde, die wären doch nuuuur für den Fall, dass ein Corona-Fall auftritt.
    (Der Einsatz für manche Zwecke der Polizei mag juristisch legitim sein, man hätte das aber vorher ehrlich zugeben können)

    Wie wäre es also z. B. mit der Schlagzeile
    „Schütz Leben, ohne den Datenschutz zu vernachlässigen“?
    Aber halt, da würde man sich ja bei den Großkopfeten und bei der Tracking- und Daten-Mafia unbeliebt machen.
    Dann doch lieber das populistische
    Schützt Leben, nicht Daten!
    Gefällt den Oberen, der Daten-Mafia, die Jubelperser überschlagen sich und man kann sich als Lebensretter feiern.

    Droht dann der Überwachungsstaat? Ich frage: Besteht die Gefahr nicht schon heute? Schon jetzt werden bei Telefonbetreibern die Standortsignale unserer Handys gesammelt. Die Technik existiert seit Langem, kein Potentat müsste sie neu erfinden. Schon jetzt bräuchte es nicht viel, um die geballte Technik auf Demonstranten anzusetzen. Schon jetzt brauchen wir stärkere Datenschutzbehörden und unabhängige Datenschützer – ist das aber ein Grund, die Möglichkeiten in dieser Notlage nicht zu nutzen? Die Tatsache, dass wir uns heute dieser Option verweigern, wird es in Zukunft nicht weniger wahrscheinlich machen, dass ein Diktator diese Technik missbraucht.
    Der Spruch „Wehret den Anfängen“ ist doch so was von ewiggestrig, da darf man nicht mal mehr dran denken.
    Die Daten- und Tracking-Mafia anprangern und verhindern?
    Aber so etwas gehört sich doch nicht. Und Rückgrat bräuchte man auch noch dazu.
    Und weil ein Diktator mal den Überwachungsstaat einführen könnte, schlagen wir ihm ganz einfach ein Schnippchen - und führen das jetzt schon ein? Unterstützt von subtil vorgebrachten populistischen Ideen.

    Nochmals: Eine Lösung einzufordern, die beiden Seiten gerecht wird, ist wohl zuviel verlangt.
    Da ist es halt einfacher, Verfechter des Datenschutzes mit Populismus niederzumachen.
    Populismus, der aufgrund der im Artikel - völlig zu Recht - angesprochenen wirtschaftlichen Konsequenzen von Corona auf fruchtbaren Boden fallen dürfte.

    Schauen wir mal, was man andernorts von Corona-Programmen hält:
    In Frankreich wurde ab 2. Juni 2020 StopCovid zur Installation angeboten.

    Am 23. Juni war zu hören, dass 1,9 Millionen das Programm heruntergeladen haben, 460.000 das aber wieder deinstalliert haben
    LCI (Nachrichtenkanal von TF1)
    https://www.lci.fr/sante/stopcovid-s...n-2157409.html
    1,9 million de téléchargements, 460.000 désinstallations
    Toujours selon Cédric O ce mardi, StopCovid a été téléchargée 1,9 million de fois, mais elle a été désinstallée 460.000 fois, soit un nombre maximal d'utilisateurs entre 1,4 et 1,5 million sur tout le territoire
    Am 30. Juli meldet z. B. Le Figaro
    https://www.lefigaro.fr/flash-eco/st...ments-20200730
    StopCovid : entre 2 et 2,5 millions de téléchargements
    Das ist also nicht der Renner.
    Ob Herr W. B. nun zum Lebensretter-Kreuzzug gegen Frankreich aufrufen wird?

  3. #243
    Senior Mitglied Avatar von Hippo
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    Dass die französische App so unbeliebt ist liegt hauptsächlich daran dass die es sogar schafft ein Motorola G7 Power - ja die dicke Telefonzelle - innerhalb eines Tages leerzusaugen.
    Von "normalen" Handys mal ganz zu schweigen
    Wer andern eine Bratwurst brät der braucht ein Bratwurstbratgerät ...

  4. #244
    Ritter der Tafelrunde Avatar von Arthur
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    Dem Dauerbrenner Wirecard hätte man glatt einen eigenen Thread gönnen können:

    https://www.handelsblatt.com/meinung/morningbriefing/morning-briefing-bundesregierung-spielt-schwarzer-peter-im-fall-wirecard/26063032.html
    mit unaufhaltsamer Dynamik läuft im Betrugsskandal Wirecard das Schwarze-Peter-Spiel innerhalb der Bundesregierung. Niemand versteht sich darauf besser als CDU-Matador und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wirtschaftspruefer-wirecard-skandal-altmaiers-aufseher-ermitteln-gegen-ey-bereits-seit-oktober-2019/26061178.html
    Wirecard-Skandal: Altmaiers Aufseher ermitteln gegen EY – bereits seit Oktober 2019
    https://heise.de/-4861755
    Der insolvente Finanzdienstleister Wirecard stellt seine virtuelle Kreditkarte Boon ein. Kunden sollten eventuell noch vorhandenes Guthaben aufbrauchen oder sich auszahlen lassen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Am 3. Oktober 2020 werde der Service abgeschaltet. Bis dahin sollten Kunden ihre Guthaben abziehen, sonst erhebt der Anbieter Gebühren.
    https://heise.de/-4861551
    Wirecard: Wildcard für Organisierte Kriminalität und ein Trojanisches Pferd
    ....
    Was ist aber, wenn der Wirtschaftskrimi "Wirecard AG" vor allem von ganz vielen hochkarätigen "Freunden" aus der Spitze von Politik und Staat geschrieben wird, und diese nun mit falschen Fährten und ganz viel Nebelkerzen geschützt werden sollen?
    Und was zum Schmunzeln: https://www.wirecard.com/de
    Zitat Zitat von Wirecard
    Beyond payments

    Alle Wege führen zum Erfolg – mit unserer intelligenten Financial Commerce Platform.

  5. #245
    Ritter der Tafelrunde Avatar von Arthur
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    https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/ehemaliger-treuhaender-singapur-erhebt-erste-anklage-im-wirecard-skandal/26075068.html
    Bangkok Die juristische Aufarbeitung des Wirecard-Skandals kommt auch in Asien voran: Die Behörden in Singapur haben eine erste Anklage erhoben. Sie werfen dem lokalen Geschäftsmann S. vor, vorsätzlich und in betrügerischer Absicht Dokumente gefälscht zu haben. Das geht aus Anklageschriften hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.
    https://www.it-times.de/news/wirecard-aktie-singapur-verklagt-partner-einer-lokalen-wirtschaftspruefungsgesellschaft-wegen-dokumentenfaelschung-136192/
    Der Stadtstaat Singapur hat einen Direktor einer lokalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beschuldigt, Dokumente gefälscht zu haben, und seine ersten Anklagen im Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal erhoben.
    Insgesamt vier Klagen wurden gegen R. Shanmugaratnam wegen der Fälschung von Dokumenten bei Gericht eingereicht. Das Prekäre, bei der Person handelt es sich um einen Partner einer lokalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
    Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht in Sicht.

  6. #246
    Ritter der Tafelrunde Avatar von Arthur
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    https://www.finanztrends.info/wireca...doch-vergeigt/
    Es bleibt dabei: Ein Handel mit Wirecard-Aktien ist vollkommen spekulativ – denn die Aktie ist und bleibt wertlos! Wenig tröstlich für Wirecard-Aktionäre ist hingegen das derzeitige Gezerre um die Zuständigkeiten für das Dilemma! Und hier macht die Bafin keine gute Figur. Denn nach Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Financial Times“ könnten aus dem Unternehmen Wirecard noch im ersten Halbjahr 2020 hohe Millionensummen abgeflossen sein! Bei einer funktionierenden Aufsicht wäre das vielleicht zu verhindern gewesen!
    Die BaFin legt/e denselben Eifer an den Tag wie die BNetzA.

  7. #247
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    Die BaFin fühlte sich nicht zuständig, das muß der Behördenchef und seine Dienstaufsicht verantworten, dürfte aber nichts bei rauskommen weil die Zuständigkeiten zumindest unklar oder eindeutig zu Gunsten der BaFin geregelt sind. Nach diesem Kardinalfehler gibt es kein Versäumnis der Behörde mehr, wer nicht zuständig ist darf sich nicht rühren. Das ist wohl auch bei den meisten Privatunternehmenso, da macht man eine Bemerkung zu einem leitenden MA einer anderen Abteilung und bekommt "Das geht sie gar nichts an, kümmern sie sich mal lieber um ihren eigenen Kram!" als Replik, also brät jeder weiter in seinem eigenen Saft.
    Oo:..

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