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Thema: Thalia – Spam ohne Werbeeinverständnis auf gesperrte E-Mail-Adresse

  1. #1
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    Standard Thalia – Spam ohne Werbeeinverständnis auf gesperrte E-Mail-Adresse

    Mitte 2012 hatte ich in der lokalen Filiale von Thalia 2 Bücher vorbestellt. Es wurde mir angeboten, ich könne über E-Mail benachrichtigt werden, wenn ich diese abholen könne. Nach Zögern habe ich zugestimmt, allerdings unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass meine E-Mail-Adresse ausschliesslich dafür und nur dieses eine Mal benutzt würde.

    Über fünf Jahre später, Ende 2017, hat Thalia plötzlich angefangen, mir auf diese E-Mail-Adresse Werbung, d. h. Spam zu schicken.
    Auf meinen T5F hin (mit Post geschickt) liess Thalia mich wissen
    - „Uns liegt keine Einwilligung in Werbemaßnahmen für Ihre Person vor“
    - „Ihre E-Mail-Adresse haben wir Ihrem Wunsch entsprechend gesperrt“

    Ich habe seither nie etwas unternommen, was eine Änderung rechtfertigen würde.
    Selbst in der Filiale habe ich nichts mehr gekauft. Nicht nur des Spams wegen („Bei Spammern kauft man nicht“) sondern vor allem auch wegen solcher Vorfälle
    https://www.boersenblatt.net/2017-08...f.1354439.html
    und
    https://www.faz.net/aktuell/feuillet...-15269315.html
    Solche Firmen unterstütze ich nicht, damit WAR ich Kunde.

    Leider habe ich die Rechnung ohne Thalia gemacht.
    Vorgestern ist dieses bei mir aufgeschlagen

    header:
    01: Received: from mta.news.bol.de (mta.news.bol.de [13.111.87.112])
    02: (using TLSv1.2 with cipher ECDHE-RSA-AES256-GCM-SHA384 (256/256 bits))
    03: (No client certificate requested)
    04: by ...
    05: for <poor [at] spamvictim.tld>; Wed, 18 Mar 2020 xx:xx:xx +0000 (UTC)
    IP 13.111.87.112 = Salesforce.com, Inc, USA und mta.news.bol.de
    Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Entwicklungen schließen wir vorübergehend unsere Filialen

    Zur Online-Version
    Thalia . de

    Wichtige Kunden-Information

    Liebe Kundin, lieber Kunde,

    aufgrund der neuesten Entwicklungen und Einschränkungen zum Thema Coronavirus, müssen wir Ihnen zu unserem Bedauern mitteilen, dass wir bis auf Weiteres die meisten unserer Thalia-Buchhandlungen vorübergehend schließen.

    Wir bitten Sie um Verständnis für diese besondere Situation. Unser Onlineshop whois:www.thalia.de ist wie gewohnt für Sie geöffnet. Die Zustellung Ihrer Bestellungen können wir auch weiterhin garantieren.
    Als kleine Entschädigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten schenken wir Ihnen einen 50% Online-Gutschein auf alle Hörbuch-Downloads für anregende und schöne Geschichten zu Hause.

    Ihr Gutscheincode*:
    xyz

    Wir hoffen, dass wir Sie – trotz allem – auch bald wieder vor Ort bei uns begrüßen können. Für Rückfragen stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihnen unter der Telefonnummer +49 (0)251/ 5 30 93 30 von Montag bis Freitag zwischen 09:00 bis 18:00 Uhr und Samstag von 09:30 bis 18:00 Uhr und per E-Mail unter ... zur Verfügung.

    Herzliche Grüße
    Ihr Thalia-Team
    *Gutschein nur online einlösbar unter whois:www.thalia.de I Keine Filialabholung möglich I Gültig bis 30.04.2020 I Kein Mindestbestellwert I Gültig für alle Hörbuch-Downloads (außer das Abo) I Nicht kombinierbar mit anderen Aktionsgutscheinen / Preisaktionen I Nur einmal pro Bestellung einlösbar I Keine Barauszahlung
    ...
    ...
    Ich gehe wohl richtig in der Annahme, dass das Werbung ist.
    Womit Thalia nicht nur ohne Werbeerlaubnis sondern auch noch auf eine gesperrte E-Mail-Adresse Spam verschickt hat.

    Es sind nicht weniger als vier Trackingpixel enthalten, 3 Mal
    <img src="whois:http://beacon.krxd.net/1x1_schnapp
    und ein Mal
    <img src="https://whois:click.news.thalia.de/open.aspx schnapp
    Reichlich viel für eine angebliche Kundeninformation ...

    Mal sehen, was die LDS zu diesem Spam meint.


    Wie ich eben auf Trustpilot sehe, bin ich nicht der Einzige, wem der Spam von Thalia nicht gefällt. Bleibt zu hoffen, dass ich nicht der Einzige bin, der das der LDS vorlegt.

  2. #2
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    Da hilft leider nur gerichtliches Vorgehen, Gar nichts werden die Landesdatenschützer vermutlich machen.
    sastef

  3. #3
    PKV Schreck Avatar von thomas1611
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    und aktuell wohl noch weniger als garnichts

  4. #4
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    Datenschutz macht wegen Spam regelmäßig gar nichts. Konkret zu Thalia ist mir bekannt, dass der Laden nach Spam einem Betroffenen gegenüber UE abgegeben hat, die untauglich war - und danach vom LG Hagen zur Unterlassung verurteilt wurde.

  5. #5
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    Die Holländer haben einen besonderen Trick, wenn man sich dort an die zuständige Behörde wegen Spam in deutscher Sprache durch einen holländischen Versender wendet.
    Da bekommt man nach mehreren Wochen eine Eingangsbestätigung in Englisch und Dutch mit dem Hinweis, dass man eine Übersetzung der Beschwerde mit Anlagen in Englisch oder Holländisch innerhalb von zwei Wochen einreichen muss, wenn man seine Beschwerde bearbeitet haben will.

  6. #6
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    Zitat Zitat von radan Beitrag anzeigen
    Datenschutz macht wegen Spam regelmäßig gar nichts. Konkret zu Thalia ist mir bekannt, dass der Laden nach Spam einem Betroffenen gegenüber UE abgegeben hat, die untauglich war - und danach vom LG Hagen zur Unterlassung verurteilt wurde.
    Heute habe ich etwas über dieses Urteil gefunden, es wurde von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erstritten, LG Hagen Az 21 O 35/18

    Westfalenpost
    Werbemails – Gericht rüffelt Hagener Buchhandelskette Thalia
    https://www.wp.de/staedte/hagen/werb...215024617.html

    Verbraucherzentrale
    Ohne Häkchen keine Werbung!
    https://www.verbraucherzentrale-bawue.de/en/node/28559

    Das Urteil ist wohl von Ende Juli 2018, die DSGVO war ab dem 25. Mai 2018 anzuwenden. D. h. der Spam, um den es im Urteil ging, wurde wohl verschickt, bevor die DSGVO anzuwenden war.
    Ob Thalia über die DSGVO eine Möglichkeit gefunden hat, das Urteil zu umgehen?

    Ein Brief nach Stuttgart liegt bereits im Kasten, auch wenn ich da wenig Hoffnung habe, dass sich ernsthaft was tut.

  7. #7
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    Das Problem ist tatsächlich, dass die Verbraucherzentralen teils Unterlassungsurteile erstreiten - aber dann nichts unternehmen, wenn ihnen Verbraucher mitteilen, dass weiter dagegen verstoßen wurde. Sie lassen es einfach bleiben, das dann fällige Ordnungsgeld zu beantragen und ggf. im Verfahren durchzusetzen. Dann kann man's auch bleiben lassen.

    Von daher wäre es interessant zu erfahren, ob jetzt etwas unternommen wird. Aber regelmäßig zeigen sich die Verbraucherzentralen da zugeknöpft.

    Im Übrigen hat Thalia wohl nicht nur wettbewerbsrechtlich ein Urteil gefangen, sondern auch eines, das ein Kunde direkt erwirkt hat.

  8. #8
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    Dass nichts unterniommen wird, liegt auch daran, dass das festgesetzte Ordnungsgeld an die Staatskasse geht und dass für das Ordnungsgeldverfahren nur eine 0,3 Gebühr nach dem RVG anfällt. Das deckt in der Regel den tatsächlichen Aufwand nicht.

  9. #9
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    Zitat Zitat von elfriede8 Beitrag anzeigen
    Das deckt in der Regel den tatsächlichen Aufwand nicht.
    So ist es.
    sastef

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