Lyncht mich bitte nicht für die Laienmeinung, aber ich hab das Melden via Spamcop oder bei den Admins selbst so langsam satt.
(Im Moment Anbieter aus den USA wie Serverhub, Eonics und das ganze damit verbundene Pack, das auf Beschwerden nicht reagiert.)

Leider habe ich nicht das ausreichende Fachwissen, um einen eigenen Mailserver zu betreiben, aber wenn ich es hätte, dann würde ich das folgende tun:

Sobald es nachweislich zu ignorierten Beschwerden kam, die Admins gewisser Anbieter untätig sind und Spamruns über Tage oder Wochen möglich sind,
wäre es mir ein Genuss, diese Unternehmen auf eine Sperrliste zu setzen und global aus der gesamten IP-range deren Mails abzulehnen.
(Bounce an den Absender, dass das Unternehmen für Spam gesperrt wurde und daher die Emails nicht angenommen werden für einen Zeitraum von z.B. 6 Monaten)

Was hätte das für Folgen?

Wäre ich ein Telekominikationsdienstleister, dann ist es natürlich von Interesse, dass meine Kunden Emails versenden können. Es wäre eine Schmach, wenn meine Kunden keine zustellbaren Emails versenden könnten, da ich als Spammer gelte.
Es würde also schon weh tun, denke ich - oder?

Drehe ich das nämlich um und würde ich eine entsprechende Bounce-Email bekommen von einem, den ich anschreibe, dann würde ich bei meinem Anbieter sofort auf der Matte stehen, warum meine Mails nicht zustellbar sind.
Wenn das ein Dauerzustand wäre, dann würde ich den Anbieter wechseln.

Blöderweise ist mein eigener Anbieter so eingestellt, dass er
- nichts von der Idee hält (mir aber auch nicht erklärt warum)
- mir die Möglichkeit der IP-Sperren nicht einräumt
- mir selbst die Möglichkeit nimmt, wenn ich an mehr als 5 Leute die gleiche Mail schicke (wird vom System als Spam gewertet und daher muss ich teilweise häppchenweise versenden)
Letzteres zeigt mir aber, dass man Systeme sehr wohl so einrichten kann, dass sie Spamversand erkennen. Also liegt es doch an den Administratoren, es auch umzusetzen und wenn die das nicht wollen oder sollen, dann fährt doch der Anbieter irgendeine LMAA-Politik, was die Spamproblematik angeht.
Falls die Bounce-Mails zu viel Traffic erzeugen würden, was ich nicht glaube in der heutigen Zeit: Besteht denn eine Möglichkeit, dass die Mailserver untereinander sich informieren "Du- dich mag ich nicht, du bist eine Spamschleuder. Sag deinem Admin, dass mein Admin gesagt hat, dass ich von dir nichts annehmen will, weil ihr ein Spamladen seid."?

Würde es also nicht zu einer globalen Veränderung führen, wenn das Schule machen würde und z.B. große Unternehmen die besagten Spammerblöcke sperren würden für den Empfang? (Natürlich den Kunden zuerst fragen, ob er die auf der Blacklist haben möchte...)

Vielleicht mache ich aber auch irgendwo einen Denkfehler und jemand kann mich aufklären, wo ich falsch liege.

Zum anderen: Ist es für Laien überhaupt möglich, sich so aufzustellen, dass man irgendwie einfach Herr über sein Postfach wird und
- ganze IP-Blöcke sperren kann?
(Ich weiß, dass ich keine Emails von den bekannten Spamschleudern wie ServerHub empfangen möchte. Ich weiß auch, dass ich keine Emails aus China oder Timbuktu empfangen möchte. Warum zum Geier zwingt man mich, Müll aus Regionen (oder IP-Blöcken) zu empfangen, wo ich zu 100% weiß, dass ich dort keinen Versender/Kunden/Kollegen/sonstwas habe?!)

Ist das schwer einzurichten und hat es besondere Risiken und Zwang zur Dauerpflege oder kann ich meinen eigenen Mailserver einmal aufsetzen und hätte dann Ruhe?

Danke für die Geduld, auch wenn für die Experten die Fragen womöglich naiv klingen