Lance Atkinson, einer der lästigsten Spammer der Welt und verantwortlich für Milliarden von Spams für gefälschte Viagra-Pillen, Penisverlängerungsmittel und andere "Wunderkuren", ist von einem australischen Gericht in Brisbane zu einer Geldstrafe von 210.000 Australischen Dollars (entspricht ca. 130.000 Euro) verurteilt worden. Die Geldstrafe fiel nur deswegen so vergleichsweise mild aus, weil Atkinson im Rahmen der Ermittlungen umfangreich kooperierte.
In Spitzenzeiten hatte Atkinson, auch bekannt als "Kiwi King of Spam", ein
Botnetz aus über 35.000 infizierten Heim-PCs kontrolliert. Mit so einem Botnetz kann ein Spammer die Verteilung des Werbemülls optimal tarnen. Über diese infizierten PCs konnte er täglich um die zehn Milliarden Spams versenden. Zuvor war Atkinson in seiner Heimat Neuseeland bereits in gleicher Sache zu einer Strafzahlung von umgerechnet 50.000 Euro verurteilt worden. Offenbar wurden ihm auch von den US-Behörden mehrere Konten eingefroren, er wurde in den USA zusammen mit seinem Bruder und einem US-Komplizen zu einer Strafzahlung von 15,5 Mio. US-Dollar verurteilt. In Christchurch (Neuseeland) wurden in einer Razzia 22 seiner Computer beschlagnahmt.
In Deutschland kann Spam dagegen lediglich als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von maximal 50.000 Euro bestraft werden. Tatsächlich ist die Verhängung so eines Bußgeldes wegen e-Mail-Spam in Deutschland jedoch seit Einführung der diesbezüglichen Bestimmung im § 6 Abs. 2 TMG noch nicht ein einziges Mal vorgekommen.
Quellen:
Artikel bei fr-online.de
Englischsprachiger Artikel bei monstersandcritics.com