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Bounce

"Bounce" heißt direkt übersetzt: hopsen, springen. Im Zusammenhang mit e-Mails ist damit die Rücksendung einer Mail gemeint, i.d.R. wegen Unzustellbarkeit oder, weil der Speicherplatz des Empfängerpostfachs voll ist.

Man spricht dann von einer "bounce-mail". Ursachen dafür können z.B. sein:

  • Die Mailaddresse des Empfängers existiert nicht
  • Nichterreichbarkeit des Empfangs-Mailservers
  • Der Empfangs-Mailserver blockt die versendende IP-Addresse

Erkennbar sind solche "bounce-mails" an der typischen Betreffzeile: "...Delivery failed...", als Absender wird meist "Mailsystem" eingetragen. Im Text der bounce-mail findet sich dann i.d.R. eine englischsprachige Fehlermeldung, die den Grund für die Rücksendung angibt.

Oftmals erhält man allerdings bounce-Meldungen über Mails, die man nie versendet hatte.

Der Grund dafür ist entweder ein erfolgloser Virenzustellversuch über e-Mail mit gefälschter Absendeangabe. Viele Viren versenden sich automatisch über e-Mail weiter und fälschen dabei die Absenderadresse mit fremden Mailadressen, die sie auf dem infizierten PC in Text- oder sonstigen Dateien vorgefunden haben. Wenn die Virenmail dann nicht zugestellt werden konnte, weil z.B. die empfangende Mailadresse nicht existiert, wird eine "bounce" an den gefälschten "Absender" zurückgeschickt.

Oftmals fälschen auch Spammer die Versandinformationen für Mail (den sog. Header) mit willkürlich ausgewählten fremden Mailadressen, die sie im "From"- und "Reply-To"- Feld eintragen. Man spricht dabei von einem sogenannten Joe-Job. Auch hier erhält dann ein Unbeteiligter die Bounce-Meldung, wenn seine Mailadresse in den Absender gefälscht wurde und die empfangende Mailadresse z.B. nicht existiert. Da die Adresslisten der Spammer etliche nicht existierende oder veraltete Mailadressen enthalten, gibt es bei Spamläufen zwangsläufig eine Menge "Irrläufer". Weil der Spammer aber seine eigene Mailadresse i.d.R. nicht bekannt geben will, und weil er selbst die tausenden auflaufenden bounce-mails nicht abbekommen möchte, fälscht er die Absenderangaben. Im englischsprachigen Raum hat sich hierfür auch die Bezeichnung 'backscatter' eingebürgert.

Eine dritte Möglichkeit, warum Sie vermehrt Bounce-Mitteilungen bekommen, könnte darin begründet liegen, dass Sie bzw. Ihr Hoster auf ihrer Internetseite das sog. Catch-All aktiviert hat; mehr dazu finden Sie im Artikel Catch-All.

Warnung: Häufig wird versucht, mit Viren oder Trojanern infizierte Mails als "bounce" zu tarnen. Dabei wird eine Mail mit Betreff: "... delivery failed" zugestellt. In der Anlage befindet sich dann eine infizierte Datei, die oft genug von unerfahrenen Anwendern aus Neugier geöffnet wird. Die beste Strategie im Umgang mit Bounce-Mails ist es daher, im eigenen EMail-Programm einen Wortfilter zu setzen, der Mails, die "delivery failed" oder "bounce" beinhalten, sofort in den Spam-Ordner entsorgt.




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Diese Seite wurde zuletzt am 18. September 2009 um 23:03 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 21.041-mal abgerufen.
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