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IP-Adresse

Eine IP-Adresse muss jeder Rechner besitzen, der mit einem Netzwerk bzw. mit dem Internet verbunden ist.

Vereinfacht gesagt, kann eine IP-Adresse mit einer internationalen Telefonnummer verglichen werden. Innerhalb des Internets ermöglicht erst die Vergabe einer solchen "IP-Telefonnummer" die Identifizierung eines Rechners im weltweiten Netzwerk. Eine IP darf also im Internet immer nur für einen einzigen, dort direkt verbundenen Rechner vergeben werden.

Erst die IP-Adressen ermöglichen die Kommunikation verschiedener unabhängiger Rechner im Internet.

Auch, wenn Sie z.B. eine Webseite aufrufen, kommuniziert Ihre Browser-Software immer anhand der über das DNS zugewiesenen IP-Adresse mit dem betreffenden Webserver, ohne dass Sie es merken.

Alle Rechner im weltweiten Netzwerk können über ihre IP-Adressen angesprochen werden. Die Adressen werden dabei vom Internet-Provider bzw. vom Webhoster zugewiesen, aus einem Pool von Adressen, die der Provider von der IANA gekauft hat. Die IANA ist für die Verwaltung und Vergabe der IP-Adressen im Internet zuständig.


Inhaltsverzeichnis

Format einer IP-Adresse:

Eine IP-Adresse besteht immer aus vier Gruppen von Zahlen, die jeweils einen Wert zwischen 0 und 255 (=8 bit) einnehmen können. Diese vier Zahlengruppen werden voneinander durch Punkte getrennt.

Rein theoretisch kann es also IP-Addressen im Bereich von 0.0.0.0 bis 255.255.255.255 geben (entspricht über 4 Milliarden).

Beispielsweise hat der Webserver von Antispam die IP-Adresse: 89.238.75.74

Abweichend von dieser Schreibweise gibt es auch noch die neuere "IPv6"-Schreibweise, die einen größeren Adressbereich zulässt, sowie die Dezimalschreibweise.
Näneres dazu im Artikel bei Wikipedia.


Arten von IP-Adressen:

Weltweit ansprechbare IPs

Diese IPs sind im Internet verwendbar. Sie werden von der IANA an sogenannte "lokale Registries" vergeben, z.B. ARIN für Amerika und RIPE für Europa. Diese lokalen Registries verkaufen dann wiederum die IPs an jedermann, der eine solche IP braucht: an Internet-Provider, an Webhoster, aber auch an Betreiber großer Netzwerke wie z.B. Firmen.
Grundsätzlich können alle IP-Adressen international vergeben werden, die nicht von der IANA für bestimmte Sonderzwecke reserviert wurden.


Statische IPs

Üblicherweise besitzt ein Webserver, auf dem z.B. eine Internetseite betrieben wird, eine festgelegte IP. Das ist deshalb erforderlich, weil für eine Webdomain i.d.R. ein festgelegter Eintrag der IP-Adresse im weltweiten DNS notwendig ist, damit Ihr Webbrowser überhaupt die zugehörige IP zu der URL bzw. Domain finden kann, die Sie in der Adresszeile des Browsers eingeben.

Aber auch ein großes Firmennetzwerk, das über eine Standleitung ins Internet verfügt, wird i.d.R. zumindest für den e-Mailserver sowie für das Gateway ins Internet statische IPs besitzen.

Eine statische IP ist immer einem bestimmten Netzwerkbetreiber fest zuzuordnen.

Ist der Netzwerkbetreiber seriös, lässt sich i.d.R. mit einem Abfragetool wie z.B.

http://centralops.net/co/DomainDossier.aspx

detaillierte Informationen über den Mieter bzw. Inhaber des Netzwerks einholen.

Allerdings ist auch bekannt, dass unseriöse Netzwerkbetreiber, besonders z.B. in Asien, Osteuropa, Lateinamerika keine verwertbare oder nur falsche Angaben über den "Netzuntermieter" zur Verfügung stellen.
Sie werden z.B. nicht erwarten können, über den Mieter eines russischen Webservers, auf dem Trojaner mit Wissen des Upstream-Netzbetreibers verbreitet werden, brauchbare Informationen über den Mieter des Sub-Netzes zu erhalten. Entweder werden Sie hier in den "whois"-Angaben nur falsche oder aber gar keine Angaben bekommen.

Dynamische IPs

Eine dynamische IP wird bei jeder Verbindungsaufnahme des Rechners ins Internet vom Provider neu vergeben. Aus einem Pool an IP-Adressen, die der Provider z.B. von RIPE gekauft hat.

Fast immer sind IPs, die von Internet-Providern für normale Einwahlzugänge ins Internet vergeben werden, dynamische IPs. Diese IPs ändern sich mit jeder neuen Einwahl.
Das hat für den Provider den Vorteil, dass er nicht für jeden Kunden eine eigene IP-Adresse kaufen muss, weil statistisch gesehen niemals alle Kunden gleichzeitig online gehen werden.

Für den Internetsurfer hat dies den Vorteil, dass er relativ anonym ist. Ein Webmaster, der eine Webseite betreibt, sieht prinzipiell zunächst einmal immer nur Ihre IP-Adresse (wenn Sie nicht Ihre persönlichen Daten auf der Webseite angeben). Er kann auch ohne weiteres diese IP-Adresse Ihrem Provider zuordnen. Dazu gibt es entsprechende Abfragetools, wie z.B.:

http://centralops.net/co/DomainDossier.aspx

Mit solchen Abfragetools können Sie für jede statische oder dynamische IP den Betreiber des Netzwerks herausfinden.

Aber auch eine ungefähre geographische Zuordnung einer dynamischen IP ist möglich, i.d.R. mit ca. 20-80 km Genauigkeit (je nach Gegebenheiten).

Das liegt daran, dass jede Internet-IP über bestimmte Zwischenstationen geschaltet ("geroutet") werden muss, damit eine Kommunikation stattfinden kann. Z.B. steht hinter jedem Einwahlknoten eines DSL-Zugangs in einiger Entfernung davon der nächste größere Router des eigenen Providers. Bis zu diesem Router sind Sie dann mehr oder weniger genau geographisch zu orten, weil dieser Router eine statische IP haben muss und in internationalen Tabellen mitsamt Standort aufzufinden ist.

Probieren Sie es aus:

http://www.ip2location.com/free.asp
oder
http://www.ip-adress.com/

Dort erhalten Sie z.B. für Ihre eigene IP oder für eine andere, die Sie dort im Eingabefenster eingeben, den geographisch bekannten Standort des nächstliegenden Routers zu der betr. IP.

Grundsätzlich kann jedoch ein Webmaster darüber hinaus aus der reinen dynamischen IP-Adresse keine weitere Information über Sie erhalten.

Nur Ihr Provider kann anhand der IP-Adresse über seine Logdateien zuordnen, dass Ihnen zu einem Zeitpunkt x diese IP-Adresse zugewiesen war. Seit am 02.03.2010 das Bundesverfassungsgericht die sogenannte "Vorratsdatenspeicherung" gekippt hat, dürfen die Provider die Logdaten nur noch maximal 7 Tage speichern. Aus Datenschutzgründen darf Ihr Provider jedoch diese Logdaten fremden Parteien nicht zugänglich machen. Eine Herausgabe der Logdateien ist nur auf richterliche Anordnung an eine Staatsanwaltschaft zulässig. Dabei muss es sich um Ermittlungen in einem Strafverfahren gegen Sie handeln.

Merke: kein Webmaster wird von Ihrem Provider (jedenfalls nicht von einem seriösen Provider!) Ihre Logdaten erhalten, nur weil er meint, er habe aus irgendeinem Grund für eine "Internetdienstleistung" von Ihnen Geld zu bekommen.


Über die Beweiskraft des Logs einer IP-Adresse inklusive sogenanntem "Timestamp" (Zeitstempel) lesen Sie auch unseren diesbezüglichen Artikel.

Private interne Netzwerk-IPs

Diese IPs sind nur für private Netzwerke gedacht, z.B. für Ihr internes Heim-LAN. Hier werden IP-Adressen aus drei bestimmten Bereichen vergeben, die von der IANA extra für private Netzwerke vorgesehen wurden, und die nicht im Internet vergeben werden.
Diese IPs werden folgerichtig auch nicht im Internet geroutet. Daher kann jeder private Netzwerkbetreiber für sich nach Belieben über diese IPs verfügen. Z.B. kann der private Server die IP 192.168.1.1 zugeteilt bekommen, der Client erhält dann 192.168.1.2, u.s.w.

Die Teilnehmer am privaten Netzwerk können dann über diese IPs miteinander kommunizieren; ein fremder, nicht diesem Netzwerk zugehöriger Rechner kann jedoch über diese IPs nicht Verbindung in dieses Netzwerk aufnehmen. Es sei denn, Ihr WLAN wurde gehackt. Dann erhält jedoch der Hacker, der sich z.B. über den höchst unsicheren WEP-Schlüssel in Ihr Netz einhackt, eine weitere interne IP aus Ihrem Netzwerk zugewiesen, ohne Ihr Wissen.

Lokale IPs ("localhost")

Von der IANA wurde ein bestimmter Adressbereich reserviert, um einen Netzwerkprozeß auf dem eigenen Rechner simulieren zu können. Genau wie bei den privaten Netzwerk-IPs werden auch diese Localhost-IPs nicht im Internet geroutet. Mit diesen IPs kann im Unterschied dazu jedoch nur der eigene Rechner angesprochen werden.
Man spricht dabei vom sogenannten "Localhost".
I.d.R. wird für den Localhost die IP 127.0.0.1 verwendet.
Näheres dazu im Artikel bei Wikipedia.


Weitere Info

http://de.wikipedia.org/wiki/IP-Adresse




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Diese Seite wurde zuletzt am 17. August 2011 um 09:40 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 27.414-mal abgerufen.
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