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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angeblicher Adressenabgleich der Telekom



kax
03.09.2006, 10:43
Hi,
ne Frage an die Experten: Bin gestern (Samstag vormittag, da habe ich eigentlich was anderes zu tun) zwei mal angerufen worden, angeblich von der Telekom. Zuerst ist meine Frau ran, es hieß: ob ich Kunde der Telekom sei. Die würden einen "Adressenabgleich" oder so machen und ob ich ihnen bitte mal meine Adresse und meine letzte Rechnungsnummer der Telefonrechnung nennen könnte. Meine Frau hat (aus Prinzip) "nein Danke" gesagt und aufgelegt. Ruft der Kerl nach 2 Min. nochmal an. Dann bin ich ran. Der selbe Spruch, und dann schon leicht unfreundlich: "Ihre Frau hat da aber gerade ein bisschen voreilig aufgelegt!". Dann die selbe Bitte. Ich habe gesagt, sie sollen mir ihr Ansinnen schriftlich schicken, ich werde niemandem am Telefon irgendwelche Daten bestätigen. Da wurde der noch pampig und hat schließlich aufgelegt. Hab dummerweise keinen Apparat mit Nummernanzeige. Ich die (echte) Telekom (Privatkundenservice) angerufen, ob die sowas machen. Der wusste das nicht, kümmert sich aber drum und informiert mich schriftlich. Bin mal gespannt, was die schreiben.

Frage: Wer hat schon so Anrufe gekriegt? Sind die etwa seriös? Kann ich nicht glauben. Mit Name, Adresse, Telefonnummer und Telekom-Rechnungsnummer kann man meines wissens ne Menge Unsinn anstellen zu meinen Ungunsten.

Bin über jeden Tipp und Aufklärung dankbar.
Danke Kax

Q__
03.09.2006, 10:54
Hallo Kax und herzlich Willkommen!

Ihr habt absolut korrekt gehandelt! Mal angenommen, die echte T-Com würde anrufen, die würden doch die Rechnungsnummer kennen?!?!!*alarmglockenbimmel*

Entweder sollte das nur ein Trick sein, um ein Gespräch aufzudrängen (z.B. "und wenn sie die Rechnung schon in der Hand haben, wie ist den der Betrag, vielleicht können wir was einsparen"), denn um mit der Rechnungsnummer etwas Dummes anzufangen (z.B. ungefragt einen Preselection-Vertrag bei Tele5 zu bestätigen), bräuchten sie doch eher die Kundennummer!

Völlig richtig reagiert, wenn Euer Vertragspartner T-Com etwas von Euch will, dann wird er das mit Sicherheit schriftlich machen!

Niemals am Telefon sensible Daten herausgeben!

Gruß,
Q

deekay
03.09.2006, 10:56
...ist unseriös. Es gehen auch Mitarbeiter der "Telekom" von Haus zu Haus und wollen die Rechnungen einsehen. Ich habe Telekom extra in Anführungszeichen gesetzt. Hier handelt es sich nicht um Mitarbeiter der Telekom.

Am Telefon hört man nämlich keine unterschiede ob die Firma Telecom Telecomm Telekomm Telek om oder so heisst ;-) Einen ähnlichklingenen Firmennamen verwenden um als Trittbrettfahrer den guten Ruf einer Firma zu nutzen ist nämlich auch so eine Masche

kax
03.09.2006, 11:03
Hi, danke für die Antworten, dacht ich's mir. Kann man gegen solche Anrufer was machen? Sollte man die echte T-com auffordern, sich um sowas zu kümmern? (sorry falls schon mal behandelt, hab jetzt noch nicht alle alten threads gelesen, Verweis hülfe mir auch schon). Grüßle Kax

Ex-Telefonterrorist
03.09.2006, 11:29
denn um mit der Rechnungsnummer etwas Dummes anzufangen (z.B. ungefragt einen Preselection-Vertrag bei Tele5 zu bestätigen), bräuchten sie doch eher die Kundennummer!

Reicht auch nicht. Für eine Preselection ist ein schriftliches oder auf Band aufgezeichnetes ausdrückliches Einverständnis vonnöten. Die Telekom prüft nämlich selber, bevor sie Kunden auf eine Preselection umschaltet. Wenn nicht mehr vorliegt als eine Kundennummer und die Behauptung des Anbieters, machen die nix.


wenn Euer Vertragspartner T-Com etwas von Euch will, dann wird er das mit Sicherheit schriftlich machen!

Du vergißt, daß auch CallCenter im Auftrag der Telekom umhertelefonieren, um den Leuten andere Tarife anzudrehen. Die Telekom arbeitet nämlich auch unseriös.


Einen ähnlichklingenen Firmennamen verwenden um als Trittbrettfahrer den guten Ruf einer Firma zu nutzen ist nämlich auch so eine Masche

Die Telekom hat nur bei den Leuten einen guten Ruf, die keine Ahnung haben. Die sind nämlich genauso unseriös wie alle Preselection-Drückerkolonnen zusammen.

Wuschel_MUC
03.09.2006, 13:13
Ich habe mal einen vergleichbaren Anruf auf mein Handy bekommen und auch nichts Verwendbares gesagt. T-Mobile hat auf Anfrage glaubhaft versichert, dass sie so was nicht fragen müssten.

Wahrscheinlich bekommt man den Anrufer nur heraus, indem man falsche Angaben macht und seinen Anbieter sofort verständigt, damit der anonyme Anrufer nicht im Trüben fischen kann.

Oder spricht da was dagegen?

Wuschel

Q__
03.09.2006, 13:46
Würde derjenige,der meinen obigen Beitrag (http://www.antispam-ev.de/forum/showpost.php?p=74675&postcount=2) kommentarlos negativ bewertet hat, mir mal bitte schlüssig begründen, warum???!!!

Oder war das schon wieder nur unser Troll-Häuptling?!



Du vergißt, daß auch CallCenter im Auftrag der Telekom umhertelefonieren, um den Leuten andere Tarife anzudrehen.

Aber dann fragen die mit Sicherheit nicht nach einem "Adressabgleich"?! :eek:

Gruß,
Q

Ex-Telefonterrorist
03.09.2006, 13:52
Aber dann fragen die mit Sicherheit nicht nach einem "Adressabgleich"?! :eek:


Vielleicht doch. Im Gegensatz zu Preselection-Anbietern, die wenigstens noch eine nachweisbare Einverständniserklärung haben müssen, wurde von vielen im Auftrag der Telekom arbeitenden CallCentern schon die reine Bitte um Zusendung von Informationsmaterial als Zustimmung interpretiert - und es kommt eine Auftragsbestätigung als "Informationsmaterial". Hinter dem Adressabgleich könnte ein ähnlicher Trick stecken. Ich sage aber nicht, daß es so ist, sondern nur, daß es sein könnte.

Q__
03.09.2006, 13:58
Ich sage aber nicht, daß es so ist, sondern nur, daß es sein *könnte*.
Ist mir schon klar. Das sind dann aber m.E. auch nur die üblichen Callcenter-Provisionsgeier, und nicht T-Com selber!

Wie auch immer: ich denke, Kax hat richtig gehandelt, denen keine Auskunft zu geben! Und das würde ich immer noch jedem anderen auch raten.

Gruß,
Q

Ex-Telefonterrorist
03.09.2006, 14:09
Ist mir schon klar. Das sind dann aber m.E. auch nur die üblichen Callcenter-Provisionsgeier, und nicht T-Com selber!

Das Argument gilt nicht! Die Preselection-Anbieter rufen auch nicht selber an, sondern lassen durch Subunternehmer anrufen. Die Telekom macht dasselbe. Auch ihr sind telefonische Belästigung ihrer Kunden und windige Vorgehensweisen offenbar sehr recht, wenn es viele neue (für den Kunden teurere) Tarife einbringt. Die Telekom ist ebenso für die von ihr beauftragten CallCenter mitverantwortlich wie es auch Tele2 und andere Anbieter sind.


Wie auch immer: ich denke, Kax hat richtig gehandelt, denen keine Auskunft zu geben! Und das würde ich immer noch jedem anderen auch raten.

Da stimme ich völlig zu!

P.S. Wer ist eigentlich der "Troll-Häuptling" des Forums?

truelife
03.09.2006, 14:21
Q hat es schon angedeutet, der

Troll-Häuptling ist seiner und meiner Meinung nach T.H.

Aber ich glaube, das du dich irrst, Q, denn Trolle, also alle mit roten Karten, können keine zählenden negativen Bewertungen abgeben, bzw. diese werden nicht gezählt. Muss da nochmal bei cyco oder so nachfragen...

Q__
03.09.2006, 14:21
:D
Das Argument gilt nicht!
Hey, nicht dass wir uns falsch verstehen: ich will die T-Com hier nicht in Schutz nehmen! Meine Argumentation ging dahin, dass die T-Com keine Rechnungsnummer oder gar Adresse ihrer eigenen Kunden abfragen müsste (ansonsten bräuchten sie wohl ein neues Datenbanksystem :D ), also der Anruf IMHO nur von einem Dritten kommen kann. Ob nun "im Auftrag" oder nicht - mit Seriösität hat der jedenfalls nicht geprahlt! (Zitat: "schon leicht unfreundlich[..] Da wurde der noch pampig und hat schließlich aufgelegt.")


Gruß,
Q



P.S. Wer ist eigentlich der "Troll-Häuptling" des Forums? Ein unglaubwürdiger Troll und CCA, der gerne grundlos und eher aus Frust negativ bewertet bzw. provozieren möchte. (Tipp: Anfangsbuchstaben ;)) Ich beuge mich gerne konstruktiver Kritik, aber eine Begründung wie "-" ist keine Kritik!

@truelife: eben weil es meinen Punkten nicht geschadet hat und wir vor gut einer Wochen genau diesen Fall hatten, war das meine naheliegenste Vermutung!

truelife
03.09.2006, 14:29
offtopic:

Dann kann es dir doch egal sein, oder?

Q__
03.09.2006, 14:32
offtopic:

Dann kann es dir doch egal sein, oder?

Dann ja (deswegen mein "oder war es nur .."). Andernfalls würde ich halt gerne dazulernen, was ich falsch gemacht bzw. geschrieben habe...

Q__
03.09.2006, 14:57
back to topic:


Sollte man die echte T-com auffordern, sich um sowas zu kümmern?
Das wird m.E. nicht allzuviel bringen, da Du keine Nachweise hat (also keine Rufnummer, kein Callcenter, keinen Ansprechpartner oder gar einen Mitschnitt). Du hast ja schon erwähnt, dass Du Dich bei der Privatkundenhotline gemeldet hast, die Dir schriftlich antworten wollen. Das soll soweit reichen, wenn T-Com etwas unternehmen wollte, werden sie Dich sicher entsprechend kontaktieren!


Gruß,
Q

kax
03.09.2006, 15:41
Tschä, und wie schütze ich unsere Zeit vor solchen immer häufiger aufkommenden unseriösen Anrufen? Die schon mal erwähnte Taktik, immer sofort einen Anrufbeantworter loslaufen zu lassen, auf dem man dann hört, wer anruft, und nach Wunsch abhebt ist ja schön und gut, man müsste dann natürlich seinen Freunden sagen, dass man sowas macht. Und dann wissen die Fonspammer ja doch, dass es den Anschluss gibt. Z.B. nur noch mit "Hallo" oder "ja?" melden? Den Vorgesetzten verlangen? Sind denn unaufgeforderte Werbeanrufe eigentlich grundsätzlich verboten? :confused: Kax

Ex-Telefonterrorist
03.09.2006, 15:57
Die schon mal erwähnte Taktik, immer sofort einen Anrufbeantworter loslaufen zu lassen, auf dem man dann hört, wer anruft, und nach Wunsch abhebt ist ja schön und gut, man müsste dann natürlich seinen Freunden sagen, dass man sowas macht. Und dann wissen die Fonspammer ja doch, dass es den Anschluss gibt.

Bringt gar nix. Die Nervensägen sprechen nämlich gar nicht auf AB`s. Das führt eher dazu, daß das CallCenter dich immer wieder anruft - in der Hoffnung, daß du irgendwann drangehst.


Z.B. nur noch mit "Hallo" oder "ja?" melden?

Wenn die Rufnummer unterdrückt ist, ist dies eine empfehlenswerte Taktik. Du kannst dann ja einfach sagen, Du wärest irgendwer ganz anderes. So wirst du die auch los.


Den Vorgesetzten verlangen?

Wird in 90% der Fälle zum Auflegen führen. In den anderen 10% zu müden Beschwichtigungsversuchen.


Sind denn unaufgeforderte Werbeanrufe eigentlich grundsätzlich verboten?

Ja, sind sie.

scharnhorst
03.09.2006, 16:50
in letzter zeit mache ich anrufer gleich bei beginn des gesprächs aufmerksam, dass dieses aufgezeichnet wird. meistens legt ca dann sofort auf.

Q__
03.09.2006, 17:51
Bringt gar nix. [..] Das führt eher dazu, daß das CallCenter dich immer wieder anruft - in der Hoffnung, daß du irgendwann drangehst.

[..]

Du kannst dann ja einfach sagen, Du wärest irgendwer ganz anderes. So wirst du die auch los.
Echt? Du kennst Dich ja schließlich aus, ich würde als "Unwissender" folgern, dass sie auch wieder anrufen, wenn sie einen vermeintlich "Falschen" angetroffen haben??
Das wäre ja eine echt wertvolle Info... :D :D

Wobei der Tipp von Scharnhorst ebenfalls äußerst interessant erscheint ;) :D

Gruß,
Q

truelife
03.09.2006, 18:35
Obwohl es doch für einen CCA keinen Unterschied macht, ob er am Telefon mit der Frau Y spricht,

- die interessiert dem Pre-Selection-Angebot des CCAs zuhört
- oder dem fremden Herrn X am Telefon dasselbe aufschwatzen will.

[CCA-Hirn]Vertrag ist Vertrag![/CCA-Hirn]

Abwehr von ColdCallern? Siehe mein Beitrag im Wiki: http://www.antispam-ev.de/wiki/Abwehr_von_Cold_Calls

Schnabelland
04.09.2006, 12:38
Echt? Du kennst Dich ja schließlich aus, ich würde als "Unwissender" folgern, dass sie auch wieder anrufen, wenn sie einen vermeintlich "Falschen" angetroffen haben??
Das wäre ja eine echt wertvolle Info... :D :D

Kann ich bestätigen, dass bei Anrufen, bei denen der CallAgent nicht den gewünschten Gesprächspartner erreicht, er oft kein Interesse am Gespräch hat (z.B. bringen ihm ja so auch schon vorhandene Daten wie Bankverbindungen etc. nichts).

Gerade letzte Woche habe ich das erlebt:
Da mein Vorname recht selten / unbekannt ist, halten ihn viele Leute, die diesen Vornamen nicht kennen, für weiblich (obwohl er männlich ist). Und genau da ist mir letzte Woche folgender Cold-Call passiert:

Ich: Schnabelland.
ColdCaller: Guten Tag, kann ich bitte Frau Vorname Schnabelland sprechen?
Ich: Die gibts hier aber nicht.
ColdCaller: Oh, hab ich mich da verwählt?
Ich: Nein, hier gibts nur einen Herrn Vorname Schna....
ColdCaller: (schon aufgelegt).

Also: Kann bestätigen, dass "den/die gibts hier nicht" klappt - mit Glück bin ich sogar wegen fehlerhaften Daten aus dem Adressbestand gelöscht worden...

Gruß

Schnabelland

Q__
05.09.2006, 15:56
[..] Oder war das schon wieder nur unser Troll-Häuptling?!

Nachtrag: das hat sich soweit geklärt, es war nicht der Verdächtigte!
Lieber Troll-Häuptling, auch wenn ich weder Deine Aussagen noch Dein Benehmen zum größten Teil nicht mag:
Für diese falsche Verdächtigung entschuldige ich hiermit in aller Öffentlichkeit!

Gruß,
Q

Wuschel_MUC
06.09.2006, 13:23
Eine Steigerung von "den gibt's hier nicht!" wäre noch: "der ist schon lange nicht mehr hier. Wollen sie seine neue Telefonnummer?"

(Klar, dass es die neue Telefonnummer nicht gibt!)

Ruft der Knilch nochmals an, stellt man sich unwissend: "Was, ist er dort auch nicht mehr? Wenn Sie ihn ausfindig gemacht haben, sagen Sie mir doch Bescheid, das wäre auch für uns wichtig!"

Vielleicht kann man den Anrufer aus dieser Situation heraus leichter identifizieren?

Wuschel

Call-Center Fresser
06.09.2006, 13:55
Eine Steigerung von "den gibt's hier nicht!" wäre noch: "der ist schon lange nicht mehr hier. Wollen sie seine neue Telefonnummer?"

(Klar, dass es die neue Telefonnummer nicht gibt!)




Vielleicht noch als kleines Bonbon die Telefonnummer der nächsten Polizeidienststelle angeben (nein Stefan88, ich meine nicht die 110:clown: ).

Ich könnte mir vorstellen, dass der CCA erstmal etwas irritiert ist und den Hörer auflegt wenn er "Polizei" hört. Ich weiss nicht, ob Rufnummernunterdrückung auch funktioniert, wenn man die Polizei anruft. (vielleicht weiss das sonst jemand im Forum??) Falls nicht, dürfte die Polizei also mal bei der Firma zurückrufen und fragen, was eigentlich los ist. Ist zwar keine grosse Sache, hinterlässt aber vielleicht beim Call-Center ein bisschen Gänsehaut.:D