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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Jetzt spiele ich im Finale um einen BWM!



WerFer
08.11.2006, 19:05
Hallo Leute,

in meiner Abwesenheit wurde heute für mich ein Anruf entgegengenommen.
Anscheinend habe ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht und spiele nun in der Finalrunde um einen 1er BMW. Der Anrufer wollte auch nur meine Adresse "kontrollieren" um sich zu gehen, dass ich im Falle eines Gewinnes das Auto erhalte.

Vor ca. drei Monaten erhielt ich schon einmal so einen Anruf. Damals ging es um einen Mercedes SKL und ich hatte tatsächlich per Postkarte an einem Preisausschreiben teilgenommen. Der Anrufer wollte damals auch nur meine Adresse kontrollieren, um mich im Falle eines Gewinnes benachrichtigen zu können.

Was meinst ihr, soll ich für den BMW zurückrufen? Die haben schon meine Adresse und wollen sie nur kontrollieren. Ist das eine Art Spam oder Datensammlung?


Gruß
WerFer

PS: Die Vorwahl der Rückrufnummer ist 0134

skater
08.11.2006, 19:24
Hallo WerFer,
willkommen im Forum.

Wahrscheinlich handelt es sich hier um die bekannten *KL Masche.
Dir wird vorgegaukelt, du wärest in der Endrunde und hättest die Chance einen Mercedes oder BMW zu gewinnen. Da du in der Endrunde bist, möchte man DIR ein ganz besonderes Angebot machen.
Dir wird nämlich eines dieser tollen :clown: Lose der bekannten Firmen angeboten, wo du für einen bestimmten Vorzugspreis mit einer garantierten Gewinnchance von über 100% :D ein oder mehrere Lose kaufen kannst.

Mein Tipp: Einfach ignorieren oder wenn Sie nochmal anrufen sollten, einfach mal nach der Adresse fragen des Call-Centers ;)
Zu 99,9 % hörst du danach nur ein "Tuut-tuut" im Telefon, die waren nämlich erschrocken und haben einfach aufgelegt :p
Wenn diese 0,1% tatsächlich auftreten sollten, helfen wir natürlich gerne weiter.

Wahrscheinlich hast du nur einen Tippfehler gehabt und meintest die Vorwahl 0137 ;)
Wenn du diese komplett hast, poste diese doch einfach mal

MfG
skater

truelife
08.11.2006, 19:47
Hallo WerFer, willkommen im Forum!

Ich tippe eher auf die Adress-Sammlung. Das Gewinnspiel war doch sicherlich so aufgebaut, das die Gewinnnummer die deines Geburtsdatums entspricht, oder?

Grüße truelife

adHOC
09.11.2006, 10:24
Hallo Leute,



Vor ca. drei Monaten erhielt ich schon einmal so einen Anruf. Damals ging es um einen Mercedes SKL und ich hatte tatsächlich per Postkarte an einem Preisausschreiben teilgenommen.

Was meinst ihr, soll ich für den BMW zurückrufen? Die haben schon meine Adresse und wollen sie nur kontrollieren. Ist das eine Art Spam oder Datensammlung?

PS: Die Vorwahl der Rückrufnummer ist 0134

@WerFer:

Zum Thema Preisausschreiben: Ich nehme an, du hast nicht ausdrücklich wiedersprochen, das deine Daten weiter genutzt werden dürfen. Auch wenn du wiedersprochen hast, i.d.R. sind die beteiligten Unternehmen derart unseriös, das denen das egal ist.

Der Fehler liegt definitiv bei dir, wer bei solchen Preissauschreiben mitmacht, sollte mittlerweile wissen, das man dort nichts gewinnt, egal, wer da wirbt.
(Sorry, klingt etwas derb, ist aber leider die Realität :( )

Es geht immer um das Datensammeln und Kundenprofil-Bildung, letztendlich um massivsten Missbrauch deiner persönlichen Daten. Wir leben heute im Informationszeitalter, personifizierte und entsprechend aufbereitete Adress / Personendaten sind äußerst wertvoll und werden auch dementsprechend gehandelt. Nicht umsonst wird jährlich der "Big Brother Award" (http://www.bigbrotherawards.de/2006)verliehen, das ist bestimmt keine Paranoia, sondern aktiver Verbraucherschutz.

Als Abhilfe: Suche mal hier in diesem Forum/Wiki nach "T5F" (http://www.antispam-ev.de/wiki/T5F%2C_auch_TFFFFF) und schick denen diesen entsprechend modifizierten Fragebogen zu und melde vor allem die entsprechende Reaktion seitens des angeschriebenen Unternehmens hier in diesem Forum.

Ich würde auch nicht zurückrufen, alleine aus dem Grund, das dir dadurch Kosten entstehen und du die Datensammler weiterhin mit Informationen über dich fütterst.

Ich würde dir ja gerne die Hoffnung machen, das mit diesem einem Brief alles erledigt ist, leider sieht der Alltag anderst aus. Wenn man einmal in einer Adressdatebank drin ist, wird es sehr schwer für den Verbraucher, nicht mehr angerufen zu werden. Selbst wenn du es schaffen solltest, das diese eine Unternehmen dich nicht mehr belästigt, es gibt genügend andere Direkt-Marketing-Firmen, die dich ungebeten anrufen, einfach mal in diesem Forum lesen, was hier so abgeht.

Schnabelland
09.11.2006, 13:22
Hallo WerFer, willkommen im Forum!

Ich tippe eher auf die Adress-Sammlung. Das Gewinnspiel war doch sicherlich so aufgebaut, das die Gewinnnummer die deines Geburtsdatums entspricht, oder?

Grüße truelife

Ich glaube doch eher an skaters Aussage: Verkauf, keine Adresssammlung. Früher, als ich noch öfter mal an entsprechenden Gewinnspielen teilgenommen habe, bekam ich dann auch oft solche Anrufe, bei denen die "Anschrift verifiziert" werden sollte. Ich bekam dann immer meine kompletten Daten vorgelesen (manchmal mit der dümmlichen Ausrede: "Uns ist leider ihr Geburtsjahr abhandengekommen, daher müssen wir alle Daten nochmals überprüfen" - und dann musste ich mein GeburtsJAHR doch noch selber nennen - Tag und Monat kannten die schon, kurz: Reine Ver*rsche - die hatten sicherlich auch das Jahr...). Anschließend kam dann wahlweise das Angebot für Lotterie-Lose, ein Zeitschriftenabo oder eine Unfallversicherung...

Die ganze Adressüberprüferei davor dient nur als "Türöffner", bzw. dazu, den Kunden milde (und kaufbereit?) zu stimmen - schließlich erklärt man ihm genau, weswegen er angerufen wird (das BMW-Gewinnspiel), und "als Dank für Ihre Mithilfe haben wir jetzt noch ein Super-Angebot für Sie...".

Gruß

Schnabelland

Alexiel2808
19.04.2007, 17:53
Hi. Hab mich hier mal gerade registriert, weil ich vermutlich ziemlich naiv war.

Und zwar habe ich gerade einen Anruf bekommen, bei dem mir mitgeteilt wurde, dass ich in der Endrunde eines Preisausschreibens wäre. Gewinn ist ein Mercedes SKL oder um die 40.000 in bar.

Klar, solche Anrufe kennt man.

Allerdings hatte der Anrufer in diesem Fall keine Fragen zu meiner Person. Die Daten in Bezug auf Adresse und Alter stimmten, Telefonnummer ebenfalls(logisch, er hat mich ja angerufen ;) ).

In der Tat folgte irgendwann aber noch ein Angebot eines Zeitungsabonnements. Drei Monate kostenlos, danach abbestellbar, auch einen Tag vor Ende der 3 Monate.

Morgen ruft mich der Vorgesetzte noch einmal an, um erneut den Sachverhalt dazu stellen und um zu erfahren, ob der Telefonist freundlich war.

Ausserdem soll wohl noch ein Brief ankommen.

Der Haken ist nun folgender: Ich habe dem Typen meine Bankleitzahl und Kontonummer gegeben, angeblich, um sicher zu sein, dass ich noch keine solche "Gratisprobe" erhalten habe. Ein Fehler, wie ich mittlerweile denke.


Stimmt ihr mir zu, das das wohl ein Fake war? Und vor allem: Welche Konsequenzen kann mein Verhalten haben?:(

Bye,
Alexiel

Gaston
19.04.2007, 18:48
Nun,
als erstes schick mir doch mal Deine Daten per PN zu (natürlich mit Bankdaten, damit ich auch sicher bin, dass ich dem richtigen Helfe ;) ).

Ernsthaft:
Schau Dir regelmäßig die Kontobewegungen an und lass fälschlich abgebuchtes Geld zurückbuchen (geht nur bei Lastschriftverfahren).
Ansonsten, wenn Du das erste Schriftliche von dem Verein hast eine Mitteilung senden, dass Du nach den drei Gratismonaten an keine Weiterführung eines Vertrages interessiert seist und dies entsprechend der mündlichen Vereinbarung nach zum ende der Gratiszeit abbestellst.
Weis auch noch darauf hin, dass du keine Erlaubnis zum Lastschriftverfahren gegeben hast und bei unerlaubter Belastung des Kontos umgehend eine Strafanzeige erfolgt und Du Dir Schadensersatzansprüche dann ebenfalls offen hältst. Und Untersage Ihnen auch noch weitere Anrufe.

Da hilft nur das Abfeuern von Kanonen!

Mehr zum Thema, was tun, kannst Du hier lesen:
http://www.antispam-ev.de/forum/showthread.php?t=11558&page=36

Beitrag 351 und 353

P.S. Wenn Du mir jetzt tatsächlich Deine Daten zukommen lässt, dann ist Dir nicht mehr zu helfen ;)

olli-blues
19.04.2007, 22:53
Der Haken ist nun folgender: Ich habe dem Typen meine Bankleitzahl und Kontonummer gegeben, angeblich, um sicher zu sein, dass ich noch keine solche "Gratisprobe" erhalten habe. Ein Fehler, wie ich mittlerweile denke.


Stimmt ihr mir zu, das das wohl ein Fake war? Und vor allem: Welche Konsequenzen kann mein Verhalten haben?:(


Mit der Angabe der Bankverbindung wird es bei Telefongeschäften als Zustimmung für einen Vertrag gewertet - meistens weiss der Kunde noch nicht mal , was auf ihn genau zukommt. Sobald irgendetwas an Post vom beworbenen Unternehmen im Briefkasten liegt, schick noch am selbigen Tag eine schriftliche Kündigung per Einschreiben raud - direkt mit der Klarstellung, das du die telefonisch erteilte Einzugsermächtigung sofort widerrufst. Auf die 3 Monate Gratiszeitungen brauchst du nichts zu geben - sollen die sich damit ihre plattgesessenen Gesässe abwischen. Wie mein Vorschreiber schon richtigerweise bemerkt hat : Sollte zwischenzeitlich ein Betrag vom Konto abgebucht werden, so soll es die Bank sofort zurückholen.

Was für dich jetzt ein grösseres Problem wird : Deine Adressdaten sind nun sehr teuer gehandelt - nichts ist interessanter für Telefonwerber als rundum qualifizierte Kundendaten mit Bank. Du wirst dich im Nachhinein wundern, das das Telefon immer öfter klingeln wird. Etwas Abhilfe wird dir die Robinsonliste schaffen. Wenn man sich dort einträgt, sind Callcenter dazu verpflichtet, sich daran zu halten und die Kunden nicht mit unerwünschten Anrufen zu belästigen. Da es jedoch auch unseriöse CC gibt, ist die Wirkung natürlich nicht hundertprozentig.

Ich hatte jetzt natürlich nicht die Absicht, dir Angst zu machen , sondern gehe davon aus, das du eine ehrliche Antwort willst. Und eine unbedachte Äusserung kann durchaus eine Lawine auslösen.

Wenn man bei Werbeanrufen eines niemals vorraussetzen darf, so ist es Ehrlichkeit des Anrufers. Da gibt es nur eine einzige richtige Antwort : Auflegen ;)

Geraldjin
19.04.2007, 22:57
Der Haken ist nun folgender: Ich habe dem Typen meine Bankleitzahl und Kontonummer gegeben, angeblich, um sicher zu sein, dass ich noch keine solche "Gratisprobe" erhalten habe. Ein Fehler, wie ich mittlerweile denke.


holla,

also erstmal zur Information herzlichen Glückwunsch, das du den Mercedes clk gewinnen kannst, der CC-Agent hat sicher auch ganz nett gesagt, das er einträgt ob du lieber das Auto oder das Geld haben möchtest. Vergiss es. der Teil ist Fake und Lüge. (besonders mit dem hinweis, du bist einer der letzten 100 bzw 200 im finale um das Auto ... sagt jeder CC-Agent ca 50 mal am Tag...)
erstens ist bei Gewinnspielen mit einem Auto fast immer ausgeschlossen, das der Gewinn in bar ausgezahlt werden kann
und zweitens hat der CC-Agent gar keine Möglichkeit das einzutragen.

Die Ausrede, das sie deine Kontonummer haben wollen um sicher zu gehen, das du noch nie so eine "Gratisprobe" bekommen hast ist ja wirklich der Hammer. Gratisproben werden an Menschen verteilt und nicht an Konten. ich würde an deiner stelle morgen beim Kontrollanruf davon absehen, die Probe bekommen zu wollen und das Konto genau im Auge behalten.
Der Spruch von wegen staatlich geschütztes Lastschriftverfahren ist bull-shit.
hier auch nochmal nachzulesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Lastschrift

Call-Center Fresser
20.04.2007, 10:38
Morgen ruft mich der Vorgesetzte noch einmal an, um erneut den Sachverhalt dazu stellen und um zu erfahren, ob der Telefonist freundlich war.


Nein! Der Vorgesetzte ruft an, um zu kontrollieren, ob der Agent wirklich einen Auftrag geschrieben hat oder aber, falls nicht, einen daraus zu machen. Ob der Telefonist freundlich war ist ihm sch....egal!


1. Mit der Angabe der Bankverbindung wird es bei Telefongeschäften als Zustimmung für einen Vertrag gewertet - meistens weiss der Kunde noch nicht mal , was auf ihn genau zukommt.


2. .....schick noch am selbigen Tag eine schriftliche Kündigung per Einschreiben raud - direkt mit der Klarstellung, das du die telefonisch erteilte Einzugsermächtigung sofort widerrufst.


1. Stimmt. Allerdings sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben mit welchen rhetorischen Tricks versucht wird, die Kontonummer rauszufinden.

2. Hier will ich keinen Rat erteilen, aber wenn ich keine Einzugsermächtigung erteile widerrufe ich sie auch nicht. Ich schreibe aber ein Einschreiben, in dem ich vorsichtshalber darauf hinweise, dass das Nennen meiner Kontonummer in keiner Weise irgendeine Einzugsermächtigung beinhaltet. Darüber hinaus würde ich noch einmal ausdrücklich auf die Art hinweisen, wie der Agent an die Kontonummer gekommen ist (natürlich alles mit Kopie). Ein dezenter Hinweis, dass man bei weiterer Belästigung über die Verbraucherzentrale eine Abmahnung wegen der Telefonwerbung initiieren wird, ist auch nicht immer schädlich.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass dies kein Rat, sondern nur meine persönliche Meinung ist.

siebich
20.04.2007, 17:31
Und ich rate direkt die Verbraucherzentrale einzuschalten - dieses Verhalten der Telefonverkäufer kann nicht länger akzeptiert werden. Und das Märchen, sowie jemand meine Kontonummer hat darf er abbuchen - entschuldigung - auf jedem meiner Briefbögen ist die Kontonummer ersichtlich. Wer sich an meinem Konto vergreift hat an den Staatsanwalt am Hals. Und falls der Typ einen Mitschnitt als Beweis schwingt erst recht - oder hast Du einem Mitschnitt zugestimmt?

Viele Grüße
siebich