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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zusammenhang Cold-Calls und Preselection / Call-by-Call-Rufnummern?



adHOC
29.12.2006, 13:24
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Benutzung einer Preselection / Call-by-Call - Dienstleisters und plötzlichen Ping/Werbeanrufen?

Reicht die pure Verwendung einer Vorwahl aus, um ein "Willenserklärung" abzugeben, das somit ein Geschäftskontakt besteht, auf das ich fortan zu den "erlesenen" Kunden gehöre, die mit Werbung belästigt werden dürfen?

Meiner Meinung nach ein klarers "Nein!", da der Gesetzgeber ausdrücklich ein opt-in fordert, dem ich mit der puren Nutzung der Call-by-Call-Vorwahl nicht zugestimmt habe, folglich wären die auf diese Art & Weise äußerst bequem gesammelten Rufnummern respektive Kundendaten illegal.

Trotzdem habe ich die Vermutung, das auf diesem Weg Kundendaten gesammelt werden. Die Telekom tut dies nachweislich; sobald dort bei einem Kunden in der Rechnung mehrheitlich Preselection auftaucht, treten die sogenannten hauseigenen Tarifberater auf den Plan, die dann, meist telefonisch und teilweise auch noch dummerweise berechtigt, weil vorher opt-in, bei ihren Kunden anrufen und sie T-Com-affin "beraten".

Vielleicht gibt es ja für andere Call-by-Call-Unternehmen / Telefonanbieter generell ähnliche Beobachtung. Wenn ja, dürfte ein T5F angebracht sein...


Gruss

HOC

siebich
29.12.2006, 15:54
Kann ich eigentlich so nicht bestätigen. Unsere Telefonanlage wählt immer den günstigsten Anbieter aus und wir könnten nicht sagen, daß die Akquisitionswelle zugenommen hätte. Selbst die T-Com hält sich sehr bedeckt - und Tele2 hat es bislang nur einmal gewagt anzurufen....und haben mich dann gaaanz schnell von ihrer Liste gestrichen....komisch bei denen hats ohne Schreiberei geklappt...

adHOC
30.12.2006, 00:52
@siebich:

Exakt gleiches tut mein VoIP-Router nach Modifikation der Firmware auch, er fungiert jetzt als Least-Cost-Router. Ab dem Zeitpunkt, wo ich anfing, automatisiert die günstigste Vorwahl für Gespräche vom Festnetz aufs Handy suchen zu lassen, nahmen auch zeitgleich die Cald-Calls zu; ohne jedoch irgend etwas in meinem allgemeinen Verhalten gegenüber "Datenschutz" oder "Gewinnspiele" bzw Adressweitergabe dezidiert geändert zu haben. Aus diesem Grunde lag meine Vermutung nahe.

Ein Konktakt zu einem T-Com-Mitarbeiter brachte mir die Bestätigung; die "Tarif-Optimierer" sind kein Zufallsprodukt, sondern gezielt eingesetzte Marketingspezialisten, außerdem macht das nicht ein Mitarbeiter im stillen Kämmerlein, sondern direkt eine ganze Heerschar von speziell ausgebildeten Telefonisten.

Du schreibst, das sich die T-Com bei dir bedeckt gehalten hat und Tele2 sich nur einmal gemeldet. Nunja, für mich wäre das genau einmal zuviel! Jeder einzelne (!) geschäftliche Anruf auf meinem privaten Telefonanschluss, dem ich vorher nicht ausdrücklich zugestimmt habe, wird von mir maximal mit allen mir zu Verfügung stehenden Mitteln verfolgt. Sonst lernen es die CCA-Brüder, respektive die Hintermänner solcher Telefonabzock-Aktionen, die daran maßgeblich verdienen, dem Anschein nach wohl nie, das es ein UWG und darüber hinaus soetwas wie eine Privatsphäre gibt.

Gruss

HOC

blizzy
30.12.2006, 01:13
. Sonst lernen es die CCA-Brüder, respektive die Hintermänner solcher Telefonabzock-Aktionen, die daran maßgeblich verdienen, dem Anschein nach wohl nie, das es ein UWG und darüber hinaus soetwas wie eine Privatsphäre gibt.



Die werden es so oder so nie lernen:mad:

adHOC
30.12.2006, 01:44
naja, vielleicht mit etwas Nachdruck unter Zuhilfenahme von "schlagkräftigen" Argumenten a lá T5F, Wettbewerbszentrale, strafbewährte Unterlassungserklärung, Anzeige usw

HOC

siebich
30.12.2006, 14:08
... für mich wäre das genau einmal zuviel! Jeder einzelne (!) geschäftliche Anruf auf meinem privaten Telefonanschluss, dem ich vorher nicht ausdrücklich zugestimmt habe, wird von mir maximal mit allen mir zu Verfügung stehenden Mitteln verfolgt. Sonst lernen es die CCA-Brüder, respektive die Hintermänner solcher Telefonabzock-Aktionen, die daran maßgeblich verdienen, dem Anschein nach wohl nie, das es ein UWG und darüber hinaus soetwas wie eine Privatsphäre gibt....

Auch wieder wahr - ich hatte wohl mal wieder einen Anfall von Tol(l)eranz.:rolleyes: Wobei die T-Com als mein Provider ja in Geschäftsbeziehung steht (und meine Privatnummer in Ruhe lassen).

weazle
30.12.2006, 14:40
naja, vielleicht mit etwas Nachdruck unter Zuhilfenahme von "schlagkräftigen" Argumenten a lá T5F, Wettbewerbszentrale, strafbewährte Unterlassungserklärung, Anzeige usw

HOC

Weil ich das hier schon mehrfach im Forum gelesen habe: Es heißt strafbewehrt. Juristisch und auch im normalen Leben gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen Bewehrung und Bewährung. Nur mal so am Rande...

Schnabelland
02.01.2007, 12:34
Tele2 hat früher seine Cold-Calls damit begründet, durch die auch nur einmalige Nutzung der 01013 (die irgendwann mal zumindest zeitweise preislich interessant war) bestünde eine Geschäftsbeziehung zu Tele2, so dass sie die Erlaubnis hätten, jeden Kunden, der irgendwannmal die 01013 gewählt hätte, wegen einer Preselection anzurufen. Diese Argumentation wurde allerdings ziemlich schnell gerichtlich wieder kassiert...

adHOC
02.01.2007, 13:34
Tele2 hat früher seine Cold-Calls damit begründet, durch die auch nur einmalige Nutzung der 01013 [....] Diese Argumentation wurde allerdings ziemlich schnell gerichtlich wieder kassiert...

Das entspricht genau dem von mir geäußerten Verdacht. Es hätte mich auch gewundert, wenn ein TK-Unternehmen, das über die entsprechende Infrastruktur verfügt, eine solche Kunden-Adress-Datenbasis, noch dazu noch mit derart gut ausgestatteten Nutzerdaten einfach so wirtschaftlich und marketingtechnisch betrachtet "verkommen" lassen würde...


Gruss

HOC

SteGra
07.01.2007, 01:33
Tele2 hat früher seine Cold-Calls damit begründet, durch die auch nur einmalige Nutzung der 01013 (die irgendwann mal zumindest zeitweise preislich interessant war) bestünde eine Geschäftsbeziehung zu Tele2, so dass sie die Erlaubnis hätten, jeden Kunden, der irgendwannmal die 01013 gewählt hätte, wegen einer Preselection anzurufen. Diese Argumentation wurde allerdings ziemlich schnell gerichtlich wieder kassiert...

Naja, Tele2 hat sich noch anfang Dezember 2006 gegenüber mir, der im Auftrag meiner Großeltern einen angeblich abgeschlossenen Vertrag widerrufen wollte, mit der Begründung rausgeredet dass die Anrufe OK waren da eine Geschäftsbeziehung bestünde. Scheint also immernoch gängige Methode zu sein, auch wenn Tele2 schon gerichtlich einen drüber bekommen hat.

Übrigens: Auf die "versprochenen" Gesrpächsprotokolle warte ich noch heute...

Selten so einen unseriösen Anbieter gesehen, der nicht mal auf Widerrufe reagiert. Die Umstellung ist damals nur mit Hilfe eines freundlichen, verständnisvollen T-COm-Mitarbeiter verhindert worden...