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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Attac-eu-ag] Anti-Bertelsmann-Aktivitaeten zeigen Wirkung



MeinerEiner
30.10.2007, 13:53
From - Tue Oct 30 xx:xx:xx 2007
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Diese Mailingliste ist offen fuer alle, die sich fuer Informationen zum
Thema EU interessieren, und nicht gegen das Selbstverstaendnis von Attac
verstossen. Wenn nicht explizit ausgedrueckt, handelt es sich bei den
Beitraegen nicht um offizielle Stellungnahmen der Attac-EU-AG-D. Mehr dazu
auf http://www.attac.de/mailing/listennetikette.php
========================================

hallo miteinander,

die unten einkopierten meldungen zeigen, dass der anti-bertelsmann-kongress
aufmerksam verfolgt wurde und dass die krake bertelsmann-stiftung, die in
alle wesentlichen politikfelder mit ihrer reformlogik ihr unwesen treibt,
nicht unverletzbar ist.

besonders wirkungsvoll scheint der beschluss vom verdi-bundeskongress
gewesen zu sein, die zusammenarbeit mit der stiftung aufzukuendigen. (diesen
beschluss hat die basis gegen den willen des vorstands erzwungen). hier ein
zitat aus der sz von heute:

"Auf dem juengsten Bundeskongress hatte Verdi beschlossen, nicht mehr mit
der Stiftung zu kooperieren. Sie lasse sich zu "zu stark von
kapitalistischen Konzerninteressen" leite. Verdi steht mit dem Vorwurf nicht
allein: "Zwischen Konzern und Stiftung besteht eine sehr zweifelhafte
Verquickung", meint Marlene Werfl von Attac..
Offiziell nimmt die Stiftung zu den Vorwuerfen nicht Stellung, doch man ist
um Brandbekaempfung bemueht . Fuer kommende Woche sei ein Gespraech mit der
Verdi-Spitze geplant, verlautet aus Stiftungkreisen."

weitere infos und links zum thema folgen unten, auch ein
handelsblatt-artikel zum schicksal von weidenfeld.

eine weitere gewerkschaft, die in ihren kernaktivitaeten von bertelsmann
betroffen ist, ist die GEW. GEW-mitglieder koennen initiativen starten, dass
sich der naechste gewerkschaftstag dem verdi-beschluss anschliesst.

frohe gruesse von elke


- weitergeleiteter Teil -


In einer eMail vom 29.10.2007 xx:xx:xx Westeuropaeische Normalzeit schreibt
attac - online @ web . de :

Schadensbegrenzung in Guetersloh
Das Verfahren von Werner Weidenfaellt wird gegen ein Zahlung von 10000 �
eingestellt - Trotzdem soll Weidenfaellt gehen - Zusammenarbeit der
B-Stiftung mit dem CAP laeuft aber bis 2010 weiter - Berichte zu Frankfurt

-----------------------------------
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
Bertelsmann trennt sich von Weidenfeld

Die Bertelsmann Stiftung trennt sich von ihrem langjaehrigen Vorstand
Werner Weidenfeld. Das erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen in
Guetersloh. Die Vertraege zwischen der Bertelsmann Stiftung und Weidenfelds
Institut C.A.P.
in
Muenchen sollen den Kreisen zufolge jedoch fortgesetzt werden. Die letzten
Kooperationen wuerden bis 2010 laufen.

http://www.handelsblatt.com/News/Karriere/Koepfe/_pv/_p/200811/_t/ft/_b/1343535/default.aspx/bertelsmann-trennt-sich-von-weidenfeld.html

-----------------------------------
Stiftung im Visier
Schwere Vorwuerfe gegen Bertelsmann

Globalisierungskritiker richten ihren Unmut gezielt gegen eines der
grossen Familienunternehmen des Landes und die von ihr finanzierte
gemeinnuetzige Stiftung.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/663/140366/

-----------------------------------
Gegenwind fuer Bertelsmann-Stiftung:

http://www.zwd.info/index.php?cat=5&group_id=102100001&id=6847&content_id=74

-------------------------------------------------------

_______________________________________________
Attac-eu-ag mailing list
Attac - eu - ag @ hermes. ipn. de
http://hermes.ipn.de/mailman/listinfo/attac-eu-ag

Lachsy
30.10.2007, 14:08
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Date: Tue, 30 Oct 2007 xx:xx:xx +1000
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by xxxxxxxx (Postfix) with SMTP ID: [ID filtered]
for <xxxxxxxxx>; Tue, 30 Oct 2007 xx:xx:xx +0100 (CET)
Date: Tue, 30 Oct 2007 xx:xx:xx -1100
Reply-To: "Elke Schenk [e.schenk [at] gmx.eu]" <attac-eu-ag-bounce[BOUNCE filtered]@hermes.ipn.de>
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Message-ID: [ID filtered]

bprov
30.10.2007, 14:23
Guten Tag,

ich arbeite für den Provider, der die Liste attac-eu-ag-bounces [at] hermes.ipn.de betreibt. Diese Mails werden nicht von uns verschickt und die Empfänger sind NICHT im Verteiler der Liste. Jemand erlaubt sich da einen üblen Scherz und fälscht die Received-Einträge von "hermes.ipn.de".

Ich bitte um Verständnis, wir untersuchen die Sache noch, können im Moment aber wenig tun.

Über sachdienliche Hinweise freue ich mich natürlich sehr.

schara56
30.10.2007, 16:54
Hallo bprov,
willkommen im Forum.

So wie ich die Header interpretiere läuft hier wohl ein sog. JoeJob (http://www.antispam-ev.de/wiki/JoeJob). Die Absender IPs sind allem Anschein nach Bots (Brasilien, China, Bulgarien und und und).

@Mods
Evtl. nach JoeJobs verschieben.

deekay
30.10.2007, 18:25
Hallo bprov,

erstmal hut ab - ihr scheint ja sehr schnell zu reagieren:-) kaum ist der Spamrun am Start seID: [ID filtered]

bprov
30.10.2007, 18:35
Es ist nicht das erste Mail, daß ich zuerst hier nachschaue, wenn mir etwas komisch vorkommt ...

Das Problem hält an, hier gehen im Zehntelsekundentakt Bounces ein.

Wer kommt auf so eine Idee? Will da jemand sein Botnetz testen? Wenn er Attac oder dem Provider schaden will, warum dann so eine harmlose Mail?

skater
30.10.2007, 18:37
Ich hab das ganze mal zu den joe-Jobs verschoben.
Denke das ist hier besser aufgehoben!

antispam2006
30.10.2007, 18:40
Guten Tag,

ich arbeite für den Provider, der die Liste attac-eu-ag-bounces [at] hermes.ipn.de betreibt. Diese Mails werden nicht von uns verschickt und die Empfänger sind NICHT im Verteiler der Liste. Jemand erlaubt sich da einen üblen Scherz und fälscht die Received-Einträge von "hermes.ipn.de".

Ich bitte um Verständnis, wir untersuchen die Sache noch, können im Moment aber wenig tun.

Über sachdienliche Hinweise freue ich mich natürlich sehr.

Warum bringt ihr keinen Hinweis auf eurer Seite?

Gruß Antispam2006

bprov
30.10.2007, 18:43
Gibt es doch, auf der Seite, die in der Mail verlinkt ist:
http://hermes.ipn.de/mailman/listinfo/attac-eu-ag
... und auf der Startseite von Attac.

Danke aber für den Hinweis, unter URL ganz oben in der Mail sollte auch einer stehen.

thomas1611
30.10.2007, 21:08
Received: from hermes.ipn.de (unknown [86.126.6.54])
Received: from hermes.ipn.de (unknown [89.254.137.151]) 2x
Received: from hermes.ipn.de (190-82-136-29.adsl.cust.tie.cl [190.82.136.29])
Received: from hermes.ipn.de (unknown [121.43.146.82])
Received: from hermes.ipn.de (e181065101.adsl.alicedsl.de [85.181.65.101])
Received: from hermes.ipn.de (unknown [80.69.52.50])
Received: from hermes.ipn.de (unknown [89.39.118.4])
Received: from hermes.ipn.de (dslb-088-077-033-195.pools.arcor-ip.net [88.77.33.195])


Thomas

Tomppa
31.10.2007, 00:21
Ist bei mir drei Mal eingetroffen.

Genau so wie dieses "Smart-SPD-Klimaschutz" Joejob. Kam auch dreifach an.

Ob da ein Zusammenhang besteht? Hat jemand meine Adresse dreifach auf dem Verteiler?

SPD, Attac, Klimaschutz......Will da wohl jemand den "lästigen Linken" mit Joejobs Ärger machen?

MeinerEiner
31.10.2007, 12:01
Gerade wieder aufgeschlagen jedoch mit neuem Text.

MeinerEiner
31.10.2007, 12:55
Received: from listserv.europa-von-unten.org (ppp-124.120.104.179.revip2.asianet.co.th [124.120.104.179])
Received: from hermes.ipn.de (bej81.neoplus.adsl.tpnet.pl [83.28.21.81])
Received: from hermes.ipn.de (unknown [217.23.141.132])
Received: from listserv.europa-von-unten.org (adsl-dyn144.91-127-7.t-com.sk [91.127.7.144])
Received: from listserv.europa-von-unten.org (unknown [200.71.43.19])
Received: from hermes.ipn.de (p2247-ipbf2108hodogaya.kanagawa.ocn.ne.jp [123.220.179.247])
Received: from hermes.ipn.de (unknown [202.194.202.5])

Received: from listserv.europa-von-unten.org (unknown [58.210.99.117])



Liebe Leute!

Vor ein paar Tagen urteilte der EuGH, dass das deutsche VW-Gesetz nicht mit
der EU-Kapitalverkehrsfreiheit vereinbar sei, weil es dem Land Niedersachsen
zu viel Mitspracherecht im VW-Konzern einraeume.

Das Urteil geht noch auf eine Klage des in Attac sicher noch zu genuege
bekannten ehemaligen EU-Binnenmarktkommissars Frits Bolkestein zurueck, der
das Urteil dann auch letzte Woche gleich mit einem eigenen Gastkommentar in
der FTD abfeierte.

Anbei erhaltet er ihr einige gute Entgegnung von Lucas Zeise, des FTD-
Finanzkolumnisten, die gestern in der FTD erschien.

Seine Quintessenz aus all dem:

"Das Prinzip des freien Kapitalverkehrs steht fuer die ungehinderte Macht
der Shareholder, praeziser der privaten Shareholder. Es ist zugleich die
eigentliche Grundrechtecharta der EU.
Vor zehn Tagen haben die Regierungschefs der 27 Mitgliedsstaaten das alles
noch einmal bekraeftigt. Sie haben den von den Buergern Frankreichs und der
Niederlande eindeutig abgelehnten Verfassungsentwurf praktisch unveraendert
als Regierungsvertrag uebernommen. Er soll von den Parlamenten ratifiziert
und moeglichst wenigen europaeischen Waehlern zur Abstimmung vorgelegt
werden. Deutlicher kann man es dem Luemmel Volk nicht zeigen, dass hier
keine Demokratie gepflegt wird."

Gruss,
Stephan



Quelle:
http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne%20Lucas%20Zeise%20Verkehrte%20Freiheit/271999.html

Kolumne
Lucas Zeise: Verkehrte Freiheit
von Lucas Zeise
Der Fall des VW-Gesetzes offenbart die schlechten Argumente der
Liberalisierer - dennoch obsiegen sie.

In Sachen Volkswagen hat die EU-Kommission vor Gericht einen eindeutigen
Sieg ueber die Bundesrepublik Deutschland errungen. Der deutsche Staat, sei
es der Bund oder das Land Niedersachsen, muss die im VW-Gesetz 1960
festgelegten Vorrechte bei Volkswagen aufgeben. Das im EG-Vertrag
festgeschriebene Prinzip der Kapitalfreizuegigkeit ist nach dem Urteil des
Europaeischen Gerichtshofs vorrangig vor einem vom Bundestag verabschiedeten
Gesetz.

Aehnlich wie im Fall der Beseitigung von Anstaltslast und
Gewaehrtraegerhaftung fuer die oeffentlichen Banken greift die EU damit in
die Eigentumsverhaeltnisse in Deutschland ein. Das von den EU-Regierungen in
einem Vertrag besiegelte Prinzip des freien Kapitalverkehrs wird von
Kommission und Gerichtshof extensiv ausgelegt. Damit rueckt das Prinzip des
oeffentlichen Eigentums insgesamt in den Ruch des Illegitimen.
Zugleich wird absurderweise die Legitimitaet von den Kapitalverkehr
steuernden Regeln infrage gestellt.

Noch immer sind, wie das VW-Urteil bestaetigt, die Befuerworter
schrankenloser Liberalisierung in der Offensive. Das ist erstaunlich, denn
ihre Argumente sind oft schlecht. Man nehme Frits Bolkestein, den frueheren
EU-Binnenmarktkommissar von der rechtsliberalen niederlaendischen
VVD-Partei. In einem Gastkommentar in dieser Zeitung freute er sich
verstaendlicherweise, dass sein Kampf gegen das VW-Gesetz vor Gericht Erfolg
hatte (FTD vom 24. Oktober). Sein Versuch zu begruenden, warum gerade dieses
Gesetz gegen das Prinzip des freien Kapitalverkehrs verstoesst, gipfelt im
Kernsatz, Volkswagen koenne andere Pkw-Hersteller aufkaufen, selbst aber
nicht aufgekauft werden.

Wer wen uebernimmt

Der Mann scheint nach seinem Abschied aus Bruessel oeffentlich zugaengliche
Informationen nicht mehr wahrzunehmen. Ich glaube gelesen zu haben, dass
eine ertragreiche kleine Autofirma namens Porsche die Macht in Wolfsburg
bereits uebernommen hat. Porsche wiederum kann nicht uebernommen werden,
weder von Volkswagen noch von sonst jemandem, solange die Eigentuemer, die
alle Stammaktien besitzen, das nicht wollen. Es ist also genau umgekehrt,
als Bolkestein sagt.

Waere der Mann nur ein wenig konsequent gewesen, haette er das Institut der
stimmrechtslosen Vorzugsaktien EU-weit verbieten lassen muessen.
Gerechterweise muss man sagen, dass er das wohl auch gern getan haette.
Seine laschen Nachfolger haben das Projekt der Abschaffung besonderer
Aktiengattungen aber wegen des Widerstands in den Mitgliedsstaaten
aufgegeben.

Zu Ende gedacht, bedeutet Bolkesteins prinzipielle Forderung, jedes
Unternehmen muesse gekauft werden koennen, dass alle Unternehmen - von der
Doenerbude bis zur Deutschen Bahn - an der Boerse gehandelt werden muessten.
Man sieht daran, zu welch absurden Konsequenzen die von der EU-Kommission
betriebene, extensive Auslegung des Prinzips von der schrankenlosen Freiheit
des Kapitalverkehrs fuehrt.

Nicht nur Bolkestein begruesste den Fall des VW-Gesetzes. Auch der
groessere Teil meiner Journalistenkollegen war der Ansicht, das Unternehmen
Volkswagen werde ohne die Sonderregelungen des Gesetzes und ohne
Staatseinfluss besser florieren. Das kann schon sein. Nur scheine ich eine
andere Wahrnehmung von der Welt zu haben als die Mehrzahl meiner
Kollegen: Sie finden, VW sei irgendwie ein Autokonzern minderer Qualitaet.
Ich finde, das Unternehmen war ausserordentlich erfolgreich. Es hat sich zum
groessten Autoproduzenten Europas entwickelt. Die Fehlentscheidungen der
Fuehrungsspitze waren nicht so schlimm wie die bei den vergleichbaren
Konkurrenten Fiat, Daimler oder General Motors.

Andere Argumente gegen das VW-Gesetz zielen auf die starke Stellung der
betrieblichen Arbeitnehmerschaft bei VW. Systematische Bestechung der
Betriebsraete, zum Beispiel mittels Lustreisen, werde dann nicht mehr
vorkommen, wird argumentiert. Ein Blick auf Siemens, das ganz ohne
Staatsaktionaer existiert, laesst einen an dieser Erwartung zweifeln. Wer
allerdings darauf verweist, dass Volkswagen der Belegschaft staerker
entgegengekommen ist als andere Unternehmen, weist doch wohl auf einen
Vorzug hin. Waehrend der letzten Absatzkrise hatten sich Geschaeftsleitung
und Belegschaft auf eine Reduzierung der durchschnittlichen
Wochenarbeitszeit als Alternative zu Entlassungen geeinigt.

Willigeres Management

Das kann man kritisieren, weil dabei das Unternehmerrisiko auch hier auf
die Belegschaft abgewaelzt wurde. Besser als eine Entlassungswelle war es
aber allemal. Sollte der durch das VW-Gesetz gestaerkte Einfluss des
staatlichen Aktionaers dazu beigetragen haben, dass das Management sich
williger auf einen solchen Krisenplan einliess, dann haette man einen Grund
mehr fuer den Erhalt dieses Gesetzes.

Dies ist mit Bedacht umstaendlich formuliert. Denn eindeutig ist der
Zusammenhang nicht. So hat die Deutsche Telekom, deren bei Weitem groesster
Aktionaer der Bund ist, im Fruehjahr mit Entlassungen und Lohnkuerzungen
ohne Not ein Renditeerhoehungsprogramm betrieben und dabei einen Streik in
Kauf genommen.

Fuer Bolkestein ist der Zusammenhang allerdings klar: In Unternehmen haben
nur die Aktionaere zu bestimmen. Staat, Belegschaft oder gar Gewerkschaften
haben nichts zu melden. Das Prinzip des freien Kapitalverkehrs steht fuer
die ungehinderte Macht der Shareholder, praeziser der privaten Shareholder.
Es ist zugleich die eigentliche Grundrechtecharta der EU.

Vor zehn Tagen haben die Regierungschefs der 27 Mitgliedsstaaten das alles
noch einmal bekraeftigt. Sie haben den von den Buergern Frankreichs und der
Niederlande eindeutig abgelehnten Verfassungsentwurf praktisch unveraendert
als Regierungsvertrag uebernommen. Er soll von den Parlamenten ratifiziert
und moeglichst wenigen europaeischen Waehlern zur Abstimmung vorgelegt
werden. Deutlicher kann man es dem Luemmel Volk nicht zeigen, dass hier
keine Demokratie gepflegt wird.

Auch das Prinzip des freien Kapitalverkehrs wurde einst zwischen den
Regierungen vereinbart. Jetzt bricht es nationales Recht.

Lucas Zeise ist Finanzkolumnist der FTD.
www.ftd.de

_________________________________________
Attac-eu-info mailing list
Attac-eu-info@*
http://hermes.ipn.de/mailman/listinfo/attac-eu-info

hermannskuchen
31.10.2007, 14:45
ich bekomme den mist auch

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X-Original-To: info [at] xxXx.de
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Received: from hermes.ipn.de (unknown [125.25.173.0])
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Date: Wed, 31 Oct 2007 xx:xx:xx -0800
Reply-To: "Im Auftrag von Stephan Lindner" <attac-eu-info-bounce[BOUNCE filtered]@hermes.ipn.de>
From: "Im Auftrag von Stephan Lindner" <attac-eu-info-bounce[BOUNCE filtered]@hermes.ipn.de>
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MIME-Version: 1.0
To: <poor [at] spamvictim.tld>
Subject: [Attac-eu-info] Lucas Zeise zu EuGH-Urteil über VW-Gesetz und EU-Vertrag: Verkehrte Freiheit
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MeinerEiner
31.10.2007, 14:49
Mach mal deine Email Addy wech muss sie ja nicht ganz Verbrennen ...

Komisch gegenüber allen anderen JJ´s ist das es immer nur an die gleiche Addy geht nicht wie sonst an 3 versch. aber dafür trifft das ding in massen auf jetzt schon wieder 2 ich spar mal nun die header.

ME

Nebelwolf
31.10.2007, 15:22
Hallo Hermannskuchen!


08: Delivered-To: web187p1 [at] nepuweb14.net-publics.de
09: Received: from hermes.ipn.de (unknown [125.25.173.0])
10: by nepuweb14.net-publics.de (Postfix) with SMTP ID: [ID filtered]

Was hast Du denn mit Net-Publics zu tun?

Nebelwolf

hermannskuchen
31.10.2007, 15:22
da führe ich meine seite warum das sind auch ein normaler betreiber allso

bprov
31.10.2007, 15:58
Die Probleme halten an, hier eine ausführliche Information von Attac dazu:
http://www.attac.de/aktuell/spam.php