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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lotterieanruf



cora1234
24.07.2012, 16:58
Ich weiß zwar, dass es zu diesem Thema schon einige Einträge gibt, hätte aber trotzdem eine Frage.
Folgendes ist mir heute passiert:
Eine Frau ruft an. Sie sei von der Österreichischen Vorteilsgemeinschaft und ich hätte bei einem Gewinnspiel mitgemacht, wo es in den AGB hieß, dass ich bei der ÖVG mitmachen möchte. Da ich in letzter Zeit wirklich bei ein paar Gewinnspielen mitgemacht habe, war ich mir nicht sicher, ob sie nicht die Wahrheit sagt. Sie meinte dann, ich kann jetzt das Angebot nutzen (3 Monate jeweils 48 Euro zahlen, wobei ich bei Nicht-Gewinn immer 96 wieder zurückbekomme) und dann läuft meine Mitgliedschaft aus. Weiß der Himmel warum, habe ich ihr meine Kontodaten gegeben (ja ich weiß, blöder gehts nicht!). Sie wolle mir dann heute ein Mail schicken mit dem Vertrag und einem Gutschein für eine Türkeireise und dann kommt das ganze nochmal per Post. Zur Qualitätssicherung gäbe es noch einen Kontrollanruf. Sobald ich aufgelegt hatte, wusste ich, was ich für einen Sch*** gemacht hatte und googelte mal danach. Dann kam der zweite Anruf und die hat mir wieder dasselbe erzählt, aber ich bin nicht mehr darauf eingestiegen und wollte die Telefonnummer (war unbekannt - wurde mir auch nicht gegeben) und habe erklärt, dass ich das Ganze nicht verstanden habe und habe auch gesagt, dass ich nicht damit einverstanden bin, dass das Gespräch aufgezeichnet wird. Zwischenzeitlich wurde ich wieder zur ersten Kollegin verbunden (die auf einmal sehr unfreundlich war) und sagte sie hätte die Mail schon weggeschickt (ist bis jetzt nicht angekommen). Zum Schluss meinte sie nur "Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß mit ihrem Abo für die nächsten 6 Monate".
Lange Rede kurze Frage: Was passiert jetzt? Habe ich eine Vertrag abgeschlossen? Dürfen Sie mir Geld abbuchen? Wenn ich keinen Vertrag zugeschickt bekomme, kann ich auch nichts widerrufen oder?
Ich habe mir jetzt die Homepage angesehen und das Unternehmen ist aus Zypern. Was soll ich also tun, außer warten bis etwas abgebucht wird und es dann wieder zurückbuchen?

erdbeernase
24.07.2012, 17:05
lies dir das hier mal durch:

WIKI:Telefonspam (http://www.antispam-ev.de/wiki/Telefonisch_abgeschlossene_Vertr%C3%A4ge)

pegsch
24.07.2012, 17:21
kannst dich dort ja mal melden. dürfte die auch interessieren..http://www.verein-vpt.at/

Goofy
24.07.2012, 17:40
Lange Rede kurze Frage: Was passiert jetzt?

Wahrscheinlich kriegst Du in ca. 2 Wochen eine alberne "Auftragsbestätigung", und es wird Geld vom Konto abgebucht. Das buchst Du dann wieder zurück, und basta.


Habe ich einen Vertrag abgeschlossen?

Nein. - Mit wem denn? Eine "Firma" "Österreichische Vorteilsgemeinschaft" gibt es nicht. Egal was da am Telefon gequatscht wurde oder auch nicht: es ist rechtlich alles null und nichtig.

Das Callcenter hat sich eben nicht mit

Hodnant Holding Ltd
Avenue Digeni Akrita 54
1061 Lefkosia - Zypern

gemeldet, sondern mit einem erfundenen Phantasienamen.

Alles, was Du geäußert hast, hast Du gegenüber einem zum Zeitpunkt des Anrufs nicht identifizierbaren Phantom gesagt. Null und nichtig, mit einem Phantom kommt keine wirksame Absprache zustande, egal was gesagt wurde. Außerdem hast Du beim "Kontrollanruf" eindeutig abgelehnt, das kommt noch erschwerend hinzu.


Dürfen Sie mir Geld abbuchen?

Nein, aber es kann gut sein, dass sie es trotzdem machen. Dann buchst Du zurück.


Wenn ich keinen Vertrag zugeschickt bekomme, kann ich auch nichts widerrufen oder?

Es gibt keinen Vertrag, also hast Du auch nichts zu widerrufen, zu kündigen oder sonst zu rechtfertigungsbegründungsbittstellungserklärungsschreibselverfemmnemmbemmsen.


Ich habe mir jetzt die Homepage angesehen und das Unternehmen ist aus Zypern. Was soll ich also tun, außer warten bis etwas abgebucht wird und es dann wieder zurückbuchen?

Richtig. Und das dann allfällige Inkassogeblubber geflissentlich aussitzen, nicht reagieren.
Bei MahnbescheID: [ID filtered]
Ansonsten ist Mahnpapier vom Inkassoköter oder von der Gewinnbimmelmahnanwaltsschranze seeehr geduldig. Wer nicht zahlt und nicht reagiert, kann das schöne Geld behalten. Es ist seit 2008 immer dasselbe, bei Millionen von Betroffenen.

Wenn eine Mahnung kommt, kannst Du Dich ja mal hier wieder melden und das anonymisierte Mahnschreiben hier einstellen. Uns interessiert immer besonders die Bankverbindung, auf die überwiesen werden soll.
Ebenso interessiert uns die Firma, die da abbucht.

Und lies auch mal:
Gewinnspiele - Abzocke am Telefon

cora1234
24.07.2012, 17:48
Danke für die raschen Antworten! Werde berichten, wies weitergegangen ist!

Arthur
24.07.2012, 18:38
und es wird Geld vom Konto abgebucht.
Dürfte gemäß den neuen AGB für Lastschriften nicht erfolgen: > http://www.vz-nrw.de/UNIQ134314777118741/link201729A.html

Seit dem 9. Juli 2012 haben die Banken und Sparkassen ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen angepasst und so neue Regeln für das Einzugsermächtigungsverfahren eingeführt. Jede Lastschrift muss jetzt vorab autorisiert werden.

Helmi98
24.07.2012, 19:58
"Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß mit ihrem Abo für die nächsten 6 Monate"

So einen Anruf hatte ich 2009 oder 2010 auch schon einmal. Die Dame war ziemlich erbost, dass ich nicht auf ihr Superduperschnäppchenangebot einging und sagte dann "Dann trage ich Sie halt bis 2012 ein (Monat weiß ich jetzt nicht mehr). Was ist passiert? Gar nix!!!

Eniac
26.07.2012, 09:42
Ich habe mir jetzt die Homepage angesehen und das Unternehmen ist aus Zypern.

www.partnernetz.at


Hodnant Holding Ltd
Avenue Digeni Akrita 54
1061 Lefkosia - Zypern

...

Der Widerruf ist zu richten an:
ÖVG, St.-Peter-Str. 5, A - 9020 Klagenfurt, E-Mail oevg [at] partnernetz.at


Auf demselben Server (195.68.247.70)


- www.game4you.co


Hodnant Holding Ltd
Avenue Digeni Akrita 54
1061 Lefkosia - Zypern

E-Mail: service [at] game4you.co
Hotline: 0180-5823333

...

Der Widerruf ist zu richten an:

Game 4 You - Kundenservice

St. Peter-Str. 5

9020 Klagenfurt

E-Mail: service [at] game4you.co

Hotline: 0180-5823333


- www.euro-renten-chance.com


Impressum

X Consulting Service Limited
Unit 117, Orion Mall,Palm Street
Victoria,Mahé,Seychelles

IBC-Reg.No. – 87999

Hotline: 0900 490310
E-Mail: service [at] euro-renten-chance.com

...

Der Widerruf ist zu richten an:
EuroRentenChance, St.-Peter-Str. 5, A - 9020 Klagenfurt, E-Mail service [at] euro-renten-chance.at

- www.k-v-g.net


IMU s.r.o.

Nitrianska 16

Trnava 917 01

Slowakei

E-Mail: service [at] k-v-g.net

Hotline: 0443 463-35811011

...

Der Widerruf ist gegendie IMU s.r.o., Nitrianska 16, Trnava 917 01, Slowakei zu richten und an folgende Postadresse zu versenden:
Kombi Vorteilsgemeinschaft Kundenservice
St. Peter-Str. 5
A - 9020 Klagenfurt
E-Mail: service [at] k-v-g.net
Hotline: 0043-463-35811011

- www.telerente.com


IMPRESSUM

Show Time-Marketing Ltd.

The Picasso Building/Caldervale Road, Wakerfield

WF1 5PF West Yorkshire

United Kingdom

E-Mail: service [at] telerente.com
Hotline: 01805303266

...

Der Widerruf ist zu richten an:

Tele Rent-Kundenservice
St. Peter-Str. 5
9020 Klagenfurt
E-Mail: service [at] telerente.com


- www.lookandwin24.at


lookandwin24 ist eine Marke der

WINNERS PHONE S.L.
Bulevar Chajofe 6, 1B
E-38650 Los Christianos


Servicezeiten:

Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 12:00h und von 13:00 bis 15:00h

Freitag von 9:00h bis 12:00h

E-Mail: service [at] lookandwin24.at

Service-Telefon: 0463-31013535
Service-Telefax: 0463-31013544


Eniac

SOSiLi
26.07.2012, 22:25
Hodnant Holdings Limited, Zypern
2008 sorgte eine Daten-CD mit 21 Millionen Datensätzen für Aufsehen, als sie zum Verkauf angeboten wurde. Die WirtschaftsWoche ermittelte damals einen Call-Center-Betreiber in Düsseldorf als Autor einer Datei auf der CD: Herr S* M*, ein gebürtiger Grieche.
http://antiabzockenet.blogspot.co.at/2009/09/update-zum-wiener-karussell-eine-runde_20.html Daten-CD (http://antiabzockenet.blogspot.co.at/2009/09/update-zum-wiener-karussell-eine-runde_20.html)

Dieser betonte allerdings im Oktober 2010: “Das letzte Mal wo ich ein Callcenter betrieben habe, war Feb 2009, und bestimmt nicht in Oberhausen.”
http://whocallsme.com/Phone-Number.aspx/02089407011 whocallsme.com (http://whocallsme.com/Phone-Number.aspx/02089407011)

Ein Aussteiger? Nein, ein Aufsteiger. Jetzt nennt er sich Unternehmensberatung S* M*.

Der Unternehmensberater S* M* in Düsseldorf ist die Kontaktperson für die Hodnant Holdings Limited auf Zypern, die als Anbieter der Österreichischen Vorteils Gemeinschaft auftritt.
http://www.hodnant.com/kontakt.html http://www.hodnant.com/kontakt.html
Geschäftsführerin ist Frau A* M*, vermutlich seine Frau (siehe Impressum).

Es liegt die Vermutung nahe, dass die alten Datensätze jetzt noch einmal durchgebimmelt werden.

ChinThai Network Ltd
Der Widerruf bei der Österreichischen Vorteils Gemeinschaft (ÖVG)
ist zu richten an die Anschrift:
St.-Peter-Str. 5
A-9020 Klagenfurt
(Siehe: partnernetz.at/Spielbedingungen)

Damit sind wir bei Familie W. in Klagenfurt. Herr E* W* bietet dort seine Dienste als Webmaster an über seine Firma ChinThai Network Ltd., die ihren offiziellen Sitz in Chiang Mai (Thailand) hat.
http://www.webmaster.at/kaernten/ http://www.webmaster.at/kaernten/
Er ist verheiratet mit einer Thailänderin, die auch als Ansprechpartner im Whois diverser Webseiten erscheint.

Die Webseiten des Unternehmens sind chinthai.com, chinthai.net, chinthai.asia und http://www.cte-web.at/index1.htm (“Seit 1998 arbeiten wir im Vertrieb eng mit Lösungspartnern in ganz Deutschland zusammen.”) www.cte-web.at/index1.htm

Die Beiträge von Herrn W* im Forum Schoenes-Thailand.de sind allerdings nicht gern gesehen.
http://www.schoenes-thailand.de/forum/10-Landesinfos-Politik-Geschichte-und-Gegenwart/7665-FACT-ein-politischer-Blog-aus-Thailand?limit=10&start=10#8570 Schönes Thailand (http://www.schoenes-thailand.de/forum/10-Landesinfos-Politik-Geschichte-und-Gegenwart/7665-FACT-ein-politischer-Blog-aus-Thailand?limit=10&start=10#8570)

Dieser Webmaster hostet auch die Seite von Österreichische Vorteils Gemeinschaft (ÖVG): www.partnernetz.at
Schaut man sich die Webseiten auf der zugehörigen IP-Adresse an, erhält man dieses Ergebnis, das schon zuvor Eniac durchleuchtet hat:
http://bgp.he.net/ip/195.68.247.70#_dns http://bgp.he.net/ip/195.68.247.70#_dns

Als weitere Anschrift findet sich für die Webmaster-Firma die Adresse
ChinThai Electronics, Kalmusweg 40, Landstraße, Wien 1030

Auf der Englischen Webseite (ChinThai.asia) steht als Anschrift des Support-Office Austria: Kalmusweg 40, A-9020 Klagenfurt.

Soviel zur IT-Firma, die als Administrativer Ansprechpartner für die Webseite partnernetz.at (=ÖVG) auftritt und die technische Seite des Geschäftsmodells betreut.


gts-dataproducts Daten-verarbeitungsges.m.b.H. & Co. KG
Als Domaininhaber ist die gts-dataproducts Daten-verarbeitungsges.m.b.H. & Co. KG eingetragen. Diese Firma gehört einem Herrn V* G* in Ebenthal (Kärnten, Österreich).
http://www.firmenabc.at/gtsdataproducts-daten-verarbeitungsgesmbh-co-kg_PfX gts (http://www.firmenabc.at/gtsdataproducts-daten-verarbeitungsgesmbh-co-kg_PfX)

Die Komplementärgesellschaft gts-dataproducts Datenverarbeitungs-ges.m.b.H. hatte von 1999 bis 2002 die gleiche Anschrift wie die Widerrufsadresse bei der ÖVG, die jetzt die ChinThai Network nutzt.
http://www.firmenabc.at/gts-dataproducts-datenverarbeitungs-gesmbh_PfW gts Komplementär (http://www.firmenabc.at/gts-dataproducts-datenverarbeitungs-gesmbh_PfW)

Ich denke, wir wissen jetzt, wer die Drahtzieher hinter dieser Telefonabzocke sind.

Gruß von SOSiLi

chinthai
12.05.2015, 14:51
ChinThai Network Ltd
Der Widerruf bei der Österreichischen Vorteils Gemeinschaft (ÖVG)
ist zu richten an die Anschrift:
St.-Peter-Str. 5
A-9020 Klagenfurt
(Siehe: partnernetz.at/Spielbedingungen) [B]

da hier scheinbar alles durcheinander gewürftelt wurde, möchte ich das gerne im Namen von ChinThai Network etwas richtig stellen.


Die ÖVG hat mit der ChinThai Network nur soweit eine Verbindung, als das CTN (ChinThai Network) diese Firma als Provider gehostet hat.



Damit sind wir bei Familie W. in Klagenfurt. Herr E* W* bietet dort seine Dienste als Webmaster an über seine Firma ChinThai Network Ltd., die ihren offiziellen Sitz in Chiang Mai (Thailand) hat.

auch das ist seit 2003 nicht mehr richtig. Die Firma ChinThai Network war bis ca 2003 mit Sitz in Klagenfurt aktiv. Danach wurde sie bis 2006 als ChinThai Network Ltd. geführt. Als Shareholder austraten, wurde sie als Einzelfirma in Thailand/Chiang Mai registriert, jedoch nicht mehr von E.W. Es bestehen jedoch weiterhin in Klagenfurt (Support, Fax usw) in Frauenfeld/Schweiz, in Stolberg bei Aachen/Deutschland und in Sydney/Australien - Support-Offices.


http://www.webmaster.at/kaernten/ http://www.webmaster.at/kaernten/
Er ist verheiratet mit einer Thailänderin, die auch als Ansprechpartner im Whois diverser Webseiten erscheint.

das ist richtig, jedoch ist sie nicht Ansprechpartner, sondern lt. Gewerberegisteramt die Eigentümerin der Firma ChinThai Network - dies bereits seit 2006.


Die Beiträge von Herrn W* im Forum Schoenes-Thailand.de sind allerdings nicht gern gesehen.

diese Webseite, die in Thailand illegal agierte, da sie gegen die in Thailand sehr verehrte Monarchie stand - ist mittlerweile vom Netz genommen.
Vorher erlaubte diese Plattform lediglich positive Beiträge über eine Partei - die in Thailand sehr verhasst ist. Schrieb man kritische Beiträge, wurde man sofort gesperrt. Dies hat aber eigentlich nichts mit Anti-Spam o. dgl zu tun - also ganz ein anderes Thema.



Dieser Webmaster hostet auch die Seite von Österreichische Vorteils Gemeinschaft (ÖVG): www.partnernetz.at
Schaut man sich die Webseiten auf der zugehörigen IP-Adresse an, erhält man dieses Ergebnis, das schon zuvor Eniac durchleuchtet hat:
http://bgp.he.net/ip/195.68.247.70#_dns http://bgp.he.net/ip/195.68.247.70#_dns

das ist richtig. Der Provider CTN hostet die ÖVG - hat jedoch mit dieser absolut keine weiteren Geschäftsverbindungen.


Als weitere Anschrift findet sich für die Webmaster-Firma die Adresse
ChinThai Electronics, Kalmusweg 40, Landstraße, Wien 1030

Erstere Adresse ist richtig, das ist unser momentanes Support-Office. Zweitere ist falsch.


Auf der Englischen Webseite (ChinThai.asia) steht als Anschrift des Support-Office Austria: Kalmusweg 40, A-9020 Klagenfurt.

diese Seite ist vom Netz, da das Support-Office für asiatische Kunden nach Chiang Mai verlegt wurde. In Kalmusweg 40, werden nur noch österr. Kunden betreut.


Soviel zur IT-Firma, die als Administrativer Ansprechpartner für die Webseite partnernetz.at (=ÖVG) auftritt und die technische Seite des Geschäftsmodells betreut.

das ist falsch. Wir betreuen lediglich die Domain und die technische Seite des Hostings, nicht das Geschäftsmodell, das interessiert einen Provider absolut nicht, solange er keine Kenntnisse über Kinderpornos, NeoNazi-Seiten usw. hat. Wir löschen Seiten nur bei Vorlage einer gerichtlichen Verfügung.


Die Komplementärgesellschaft gts-dataproducts Datenverarbeitungs-ges.m.b.H. hatte von 1999 bis 2002 die gleiche Anschrift wie die Widerrufsadresse bei der ÖVG, die jetzt die ChinThai Network nutzt.

das ist so nicht richtig.
ChinThai Network war eine Zeitlang im gleichen Bürogebäude, wie die GTS untergebracht. Während dieser Zeit wurden wir als Provider für die Betreuung der Domains, Server usw. beauftragt. Mit den Geschäftsmodellen von GTS, Hodnant Ltd. usw. - hatten wir nie etwas zu tun.



Ich denke, wir wissen jetzt, wer die Drahtzieher hinter dieser Telefonabzocke sind.

ich würde sagen, eher nicht. :-)

Stehe aber für weitere Fragen, falls noch Bedarf besteht - gerne zur Verfügung.

Goofy
12.05.2015, 15:27
Hier muss ich irgendwie grad an das Beispiel des S.K. von der Luck24 denken. Der hatte damals doch in einer Videobotschaft (https://www.youtube.com/watch?v=6iqYF4p675c) in breitestem Wienerisch über sein "klääääänes, müüüüttelstööööndisches Onternäääähmen" getönt: "Wüüüür voooon dör Looock vüüürundzwooonzig hoooben doooomit üüüüübahaaaaaupt nüchts zo toooon..."

Jetzt sitzt er aber.

DJANGO
12.05.2015, 15:58
Jetzt sitzt er aber.Toifl auch, dann kann er es ja nicht sein.....:D

Investi
19.05.2015, 13:15
Damit sind wir bei Familie W. in Klagenfurt. Herr E* W* bietet dort seine Dienste als Webmaster an über seine Firma ChinThai Network Ltd., die ihren offiziellen Sitz in Chiang Mai (Thailand) hat.
http://www.webmaster.at/kaernten/ http://www.webmaster.at/kaernten/
Er ist verheiratet mit einer Thailänderin, die auch als Ansprechpartner im Whois diverser Webseiten erscheint.


das ist falsch. Wir betreuen lediglich die Domain und die technische Seite des Hostings, nicht das Geschäftsmodell, das interessiert einen Provider absolut nicht, solange er keine Kenntnisse über Kinderpornos, NeoNazi-Seiten usw. hat. Wir löschen Seiten nur bei Vorlage einer gerichtlichen Verfügung.

[...]

ChinThai Network war eine Zeitlang im gleichen Bürogebäude, wie die GTS untergebracht. Während dieser Zeit wurden wir als Provider für die Betreuung der Domains, Server usw. beauftragt. Mit den Geschäftsmodellen von GTS, Hodnant Ltd. usw. - hatten wir nie etwas zu tun.

Hervorhebungen durch mich.

Die Geschäftsmodelle der gehosteten Kunden interessieren Euch also nicht? Klingt durchaus plausibel [TM], wenn man sich die Gründungsurkunde z.Bsp. der Show-Time-Marketing Ltd. anschaut. Der Zusammenhang zwischen thailändischer Gesellschafterin bei dieser Show-Time-Marketing Ltd. und thailändischer Gesellschafterin bei der ChinThai Network Ltd. ist bestimmt gaaaanz zufällig.
Mal sehen, was die anderen Handelsregister ausspucken.

chinthai
02.06.2015, 17:30
invest schrieb:
[...]

ChinThai Network war eine Zeitlang im gleichen Bürogebäude, wie die GTS untergebracht. Während dieser Zeit wurden wir als Provider für die Betreuung der Domains, Server usw. beauftragt. Mit den Geschäftsmodellen von GTS, Hodnant Ltd. usw. - hatten wir nie etwas zu tun.

Hervorhebungen durch mich.

Die Geschäftsmodelle der gehosteten Kunden interessieren Euch also nicht? Klingt durchaus plausibel [TM], wenn man sich die Gründungsurkunde z.Bsp. der Show-Time-Marketing Ltd. anschaut. Der Zusammenhang zwischen thailändischer Gesellschafterin bei dieser Show-Time-Marketing Ltd. und thailändischer Gesellschafterin bei der ChinThai Network Ltd. ist bestimmt gaaaanz zufällig.
Mal sehen, was die anderen Handelsregister ausspucken.

wie schon erwähnt. Wir vermieten Server, V-Server, Webspace, Domains usw. und nichts anderes. Wer und wo uns damit beauftragt ist uns egal. Wir sind nicht verpflichtet, genausowenig wie Telekom, Inode usw. - die Rechtmässigkeit von Geschäftsmodellen rechtlich prüfen zu lassen. Macht nicht ein einziger Provider in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Dafür sind die Staatsanwälte zuständig mit denen wir bei Anfrage gerne zusammenarbeiten, was in anderen Fällen schon einigemale geschehen ist. Die holen sich eine gerichtliche Verfügung und bekommen von uns dann die Daten, die sie benötigen. Würden wir selbständig Server abdrehen und der anklagende Staatsanwalt verliert den Fall und der Angeklagte wird freigesprochen - sehen wir uns mit Sicherheit mit einer grossen Schadensersatzklage konfrontiert.

Wir halten uns hierbei strikt an das Urteil des OLG Frankfurt Az: 6 W 10/08. Provider sind für den Inhalt von Webseiten grundsätzlich nicht verantwortlich.

Wir hätten viel zu tun, wenn wir alle Kunden-Webseiten regelmässig auf Rechtmässigkeit überprüfen müssten. Wofür sind Staatsanwälte da :-)

Ich habe mir die Gründungsurkunde von Show-Time-Marketing mal angesehen. Da taucht in der Tat scheinbar eine in Deutschland lebende Thailänderin auf. Ist uns weder bekannt,
noch ist diese Frau unsere Kundin, genausowenig wie das Unternehmen selbst. Die Domain showtime-market.com wird auch nicht von uns gehostet, sondern von einem US-Provider.

erdbeernase
02.06.2015, 18:05
Wir vermieten Server, V-Server, Webspace, Domains usw. und nichts anderes.


Wir halten uns hierbei strikt an das Urteil des OLG Frankfurt Az: 6 W 10/08. Provider sind für den Inhalt von Webseiten grundsätzlich nicht verantwortlich.

Haben Sie das Urteil gelesen und verstanden?

Investi
04.06.2015, 02:17
Wir halten uns hierbei strikt an das Urteil des OLG Frankfurt Az: 6 W 10/08. Provider sind für den Inhalt von Webseiten grundsätzlich nicht verantwortlich.

Ich seh schon: wir haben es hier mit einem Fachmann zu tun, der uns mit seinen Kenntnissen voll abhängt. Der weiss sogar, worin sich ein Hoster (auch Hosting-Provider) von einem Access-Provider unterscheidet. [TM]

chinthai
11.06.2015, 17:10
Haben Sie das Urteil gelesen und verstanden?


Ein Tätigwerden des Hostproviders ist nur veranlasst, wenn der Hinweis so konkret gefasst ist, dass der Rechtsverstoß auf der Grundlage der Behauptungen des Betroffenen unschwer – das heißt ohne eingehende rechtliche und tatsächliche Überprüfung – bejaht werden kann.

und genau deswegen, sind wir in diesem Fall nicht haftbar zu machen. Bei Kinderpornos usw. sieht es wieder anders aus. Nicht jedoch bei Abzock-Webseiten.


Ich seh schon: wir haben es hier mit einem Fachmann zu tun, der uns mit seinen Kenntnissen voll abhängt. Der weiss sogar, worin sich ein Hoster (auch Hosting-Provider) von einem Access-Provider unterscheidet. [TM]

es gibt keinen Unterschied in diesem Fall. Access-Provider und Content-Provider werden hier gleich behandelt. Fragen Sie einfach mal einen Staatsanwalt, wie haben bereits mit einigen zusammengearbeitet. Dabei ging es um Webseiten mit Holocaust-Leugnung usw. die auf unseren Servern eingerichtet wurden. Auf meine Anfrage an die Staatsanwaltschaft seinerzeit, ob wir hierzu rechtlich belangt werden können, verneinte dies der Staatsanwalt. Daher weiss ich, das es so ist :D

Bei offensichtlichen Rechtsverstössen, wie Kinderpornos usw. - sind wir verpflichtet, bei Kenntnisnahme diese Webseiten vom Netz zu nehmen. Nicht aber bei Abzock-Webseiten o. dgl., wenn wir dazu einen Rechtsanwalt für die rechtliche Überprüfung benötigen würden.

Keine Sorge, ist alles schon rechtlich geklärt, sonst wären wir wohl nach 18 Jahren nicht mehr in diesem Geschäft tätig.
Ich denke, dann würde es überhaupt keine Content-Provider mehr geben. :D

Wir werden auch in Zukunft keine rechtlichen Überprüfungen von Webseiten der Kunden durchführen, die über diese Webseiten versuchen, Kunden abzuzocken. Erhalten wir von der Staatsanwaltschaft eine Anfrage, wird diese beantwortet. Erhalten wir eine einstweilige Verfügung vom Gericht, das die Webseite gesperrt werden muss - befolgen wir das natürlich.
Genauso machen das auch alle unsere deutschen Mitbewerber.

Wuschel_MUC
11.06.2015, 17:53
@chintai: Mit Ihrem Verhalten vergraulen Sie unauffällige Kunden und ziehen schräge Vögel an. Wollen Sie das wirklich?

Wuschel

chinthai
11.06.2015, 18:00
@chintai: Mit Ihrem Verhalten vergraulen Sie unauffällige Kunden und ziehen schräge Vögel an. Wollen Sie das wirklich?
Wuschel

nein, wir vergraulen keine Kunden dadurch, weil es alle Provider so machen. Es gibt in Deutschland und Österreich nicht einen einzigen Content-Provider, der die Webseiten seiner Kunden auf Rechtsverstösse überprüft. Wir haben das schon mal in der Provider-Community besprochen. Es wäre auch ohne eine Rechtabteilung gar nicht möglich.
Aber nicht mal Strato, die eine Rechtsabteilung haben dürften, machen das. Das wäre bei Tausenden von Webseiten einfach gar nicht durchführbar.

Wird mit den Webseiten, die bei uns auf den Servern liegen, strafbare Handlungen getätigt - ist es sowieso nur eine Frage der Zeit, bis wir den Gerichtsbeschluss für die Sperre in Händen halten. Solange dieser eben nicht ausgestellt ist, ist der Kunde unschuldig. (Unschuldsvermutung)

Unser Rat dazu:

Sollte jemand abgezockt worden sein, z.B. mit unberechtigten Bankeinzügen, dann sollte er erstmal diese Bankeinzüge stornieren lassen. Das geht heute bereits online. Danach kann
man immer noch eine Anzeige bei der Polizei stellen, die dann die Ermittlungen aufnimmt. Die zuständige Staatsanwalt wird sich dann schon mit uns in Verbindung setzen und ggf. wird die Seite dann gesperrt, wenn der Richter hier eine kriminelle Handlung darin sieht. So ist der Ablauf - der Content-Provider kann hier nicht Richter spielen :D

Goofy
11.06.2015, 19:53
da hier scheinbar alles durcheinander gewürftelt wurde, möchte ich das gerne im Namen von ChinThai Network etwas richtig stellen.


Die ÖVG hat mit der ChinThai Network nur soweit eine Verbindung, als das CTN (ChinThai Network) diese Firma als Provider gehostet hat.

Ach...?

https://branchenbuch.cybo.com/AT/burg_hochosterwitz/kabel-tv-und-satelliten-tv/



Chin Thai Electronics Network

Telekommunikation.
St Peter-Str 5a/1/180; 9020; Klagenfurt
Land: Österreich
Telefon: 0463 503221

partnernetz.at/Spielbedingungen:

Der Widerruf bei der Österreichischen Vorteils Gemeinschaft (ÖVG)
ist zu richten an die Anschrift:
St.-Peter-Str. 5
A-9020 Klagenfurt
(Siehe: partnernetz.at/Spielbedingungen)

Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum.

Honi soit qui mal y pense...

Gruß an Meinrad. Irgendwann kriegen sie den auch noch.

erdbeernase
11.06.2015, 20:13
Die zuständige Staatsanwalt wird sich dann schon mit uns in Verbindung setzen und ggf. wird die Seite dann gesperrt, wenn der Richter hier eine kriminelle Handlung darin sieht. So ist der Ablauf - der Content-Provider kann hier nicht Richter spielen :D

Man spricht wohl aus Erfahrung?

chinthai
12.06.2015, 07:58
Ach...?

ja, es ist so.

St. Peterstrasse 5 in Klagenfurt ist ein Office-Building mit zig Firmen, Unternehmen usw.
Die Firma GTS aus Klagenfurt war mit uns seinerzeit zeitgleich in diesem Office-Building untergebracht. Seit dieser Zeit ist GTS Kunde der CTN Klagenfurt.

Unsere alte Adresse war seinerzeit
St. Peterstrasse 5a/1/118

Die GTS hatte ebenfalls 5/1/?, jedoch nicht 118.

Wer ist Meinrad? :confused:

Sie sollen jeden kriegen, der Leute betrügt, nur das kann eben nur die Polizei - nicht ein Provider, da wir keine Ermittlungen gegen Webseiten-Inhaber einleiten können. Genausowenig wie eine Bank, die beim betrügerischen Bankeinzug ja eigentlich als Gehilfe fungiert.

Was ich nicht ganz verstehe, warum eine Bank einer Firma nicht den Bankeinzug verbietet, wenn es andauernd Beschwerden und Rückbuchungen gibt. Alle Firmen, die Bankeinzüge vornehmen dürfen, (auch wir) sind bei der Nationalbank akkreditiert. Das die so etwas zulässt, ist mir ein Rätsel. In unserer Akkreditierungsvereinbarung wurde u.a. darauf hingewiesen, das bei Bankeinzügen die Genehmigung des Kunden vorliegen muss und diese jederzeit auf Verlangen der Bank vorgelegt werden muss.

Warum wird das nicht überprüft? Daher gehe ich eher davon aus, das die Kunden sich am Telefon "fangen" lassen und später dann nicht mehr wissen, an wen sie die Genehmigung zum Abbuchen überhaupt gegeben haben. Ansonsten würde die Nationalbank in Wien schon reagieren, davon bin ich überzeugt.



Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum.

und wenn kein Birnbaum in der Nähe steht, bleibt der Apfel dann am Baum hängen? :D

Mittwoch
12.06.2015, 08:13
Warum wird das nicht überprüft?

Das wird schon überprüft, allerdings nicht Fall für Fall, denn das wäre bei Massenlastschriften zu teuer. Wenn allerdings Rückbuchungen verlangt werden und deren Zahl zu groß wird, oder wenn sich gar Personen bei der Bank über einen Kunden beschweren, schauen die Controller der Bank mit Sicherheit sehr viel genauer hin. Stellt sich dann heraus, dass der Kunde, der die Lastschriften veranlasst hat, nicht die erforderlichen Mandate vorlegen kann (Stichwort SEPA, also schriftliche), würde eine gute Bank relativ bald das Konto des Kunden kündigen.

Leider gibt es zum einen Banken, die faule Eier in ihren Nestern etwas länger dulden – zum Teil in extremen Fällen bis zum Ordnungsruf durch die Finanzaufsicht –, zum Anderen haben sich Abzocker leider auch bereits Urteile erstritten, laut denen öffentlich-rechtliche Geldinstitute trotz vielfacher Unregelmäßigkeiten die Konten der Abzocker nicht kündigen dürfen.

Aus meiner Sicht stellt sich die Lage bei den Banken ähnlich dar, wie bei den Providern: Es gibt Institute bzw. Unternehmen, die bei Beschwerden schnell und zuverlässig prüfen und die Beschwerde auch beantworten. Und die außerdem verdächtige Kunden zeitnah raus schmeißen. Und es gibt halt die Institute bzw. Unternehmen, bei denen zweifelhafte Kunden tendenziell etwas länger und etwas häufiger zu finden sind. Pecunia non olet. :lil:

Schönen Gruß
Mittwoch

chinthai
12.06.2015, 08:18
Man spricht wohl aus Erfahrung?

ja, natürlich. In den 18 Jahren als ISP haben wir bis jetzt einige Anfragen von verschiedenen Staatsanwaltschaften beantwortet. Ich glaube 3 oder 4 Gerichtsbeschlüsse mussten wir umsetzen und den Kunden sofort sperren (nicht in Deutschland). Meist Nazi-Webseiten.

Was denkst du, wieviel Anfragen der div. Staatsanwaltschaften eine Telekom oder Provider mit Millionen von Webseiten täglich beantworten muss? Dürften jährlich einige 1000 sein. Viele mit rassistischen Inhalten, aber sicher auch Kinderpornografie, Betrug u.a.

Bei Anfragen geben wir, ohne Rückfrage beim Kunden, allgemeine Auskünfte, jedoch nicht von sensiblen Daten. Also keine Zugangsdaten der Webseiten usw. Sollten diese von der Staatsanwaltschaft benötigt werden, fordern wir einen Gerichtsbeschluss, den wir dann meist recht schnell übermittelt bekommen. Danach gehen auch sensible Daten an die Staatsanwaltschaft. So macht es wohl auch die Telekom und die anderen ISP´s.

Anders geht es nicht, da - wie schon erwähnt - ansonsten hohe Schadensersatzklagen drohen, falls der Staatsanwalt das Verfahren einstellt, o. dgl. Warum sollte ein ISP die Verantwortung des Staatsanwalt übernehmen?



Aus meiner Sicht stellt sich die Lage bei den Banken ähnlich dar, wie bei den Providern: Es gibt Institute bzw. Unternehmen, die bei Beschwerden schnell und zuverlässig prüfen und die Beschwerde auch beantworten. Und die außerdem verdächtige Kunden zeitnah raus schmeißen. Und es gibt halt die Institute bzw. Unternehmen, bei denen zweifelhafte Kunden tendenziell etwas länger und etwas häufiger zu finden sind. Pecunia non olet. :lil:

das ist sicher richtig. Nur eine Bank kann wesentlich leichter überprüfen, als ein ISP. Die lassen sich einfach die unterschriebene Bankeinzugsermächtigung vorlegen, das wars.
Ein ISP kann keine Überprüfung des Geschäftsmodells einleiten. Die Webseiten sind ja meist rechtlich nicht zu beanstanden. Wie kann also ein Provider feststellen, ob ein Webseiten-Kunde legal oder illegal Abbuchungen tätigt? Dazu müsste ein Provider eigentlich die Einzugsermächtigung überprüfen, die aber sicher nicht von den Banken ausgehändigt wird.

Was Beschwerden von geprellten Kunden betrifft, werden sich diese niemals an den Provider wenden, eher an die Bank direkt oder an die Polizei. Erst von diesen erfahren wir dann genaueres. Aber nicht jede Ermittlung führt auch zu illegalen Handlungen und wird dann eingestellt. Warum sollte ein Provider hier vorschnell reagieren und den Kunden gleich kündigen? Ev. liegt der Fehler ja beim angeblich "Abgezockten" und dieser hat nur vergessen, das er eine Genehmigung zur Lastschrift erteilt hat.

Ich kenne keinen Provider, der schon auf einen Verdacht hin, den Kunden kündigt. Das machen wohl nicht mal die Provider im Vatikan :D

Smart
12.06.2015, 09:32
Ev. liegt der Fehler ja beim angeblich "Abgezockten" und dieser hat nur vergessen, das er eine Genehmigung zur Lastschrift erteilt hat.


Recht herzlichen Dank für die Info. Zur Belohnung gibt es die Rote Tonne.

Goofy
12.06.2015, 10:14
Nur eine Bank kann wesentlich leichter überprüfen, als ein ISP. Die lassen sich einfach die unterschriebene Bankeinzugsermächtigung vorlegen, das wars.
Ein ISP kann keine Überprüfung des Geschäftsmodells einleiten.
Wir wissen, dass eine gewisse Bielefelder Privatbank von den Abzockern sich eine "Kaution" in siebenstelliger Höhe hat zahlen lassen. Als Gegenleistung für dieses Schmiergeld hat die Bank sich dann auf Beschwerden hin taub gestellt und solange die 3-Affen-Taktik gefahren, bis dann wirklich die Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume durchsucht hat.

Ebenfalls bekannt ist das dubiose Verhalten mehrerer sogenannter "Zahlungsdienstleister", die (unabhängig von Banken) als "abbuchende Firma" fungieren und mithelfen, das Geld nach Zypern, Liechtenstein und in die Schweiz zu schaffen. U.a. bei einer schon lang bekannten dubiosen Münchner Firma wurden Geschäftsräume durchsucht.

Ebenfalls bekannt ist die sehr auffällige Häufung des Hostings bestimmter Gewinnspiel-Betrüger-Seiten bei ganz bestimmten Webhostern. Seriöse Hoster kündigen kurzerhand die Verträge, denn es gibt durchaus juristische Möglichkeiten hierzu, auch wenn noch nicht der Staatsanwalt im Haus war bzw. Gerichtsbeschlüsse hereingeflattert kamen. Andere wiederum verfolgen über Jahre die 3-Affen-Taktik. Dass dann aber durch negative Berichterstattung der Ruf irgendwann ramponiert ist, das sollte nicht verwundern.

Es herrscht schließlich Vertragsfreiheit. Niemand ist gezwungen, Verträge mit Gangstern zu schließen. Wenn er es dennoch tut, und zwar fortgesetzt über längere Zeit mit immer wieder denselben, dann ist das eine bewusste Entscheidung.

chinthai
12.06.2015, 11:29
Wir wissen, dass eine gewisse Bielefelder Privatbank von den Abzockern sich eine "Kaution" in siebenstelliger Höhe hat zahlen lassen. Als Gegenleistung für dieses Schmiergeld hat die Bank sich dann auf Beschwerden hin taub gestellt und solange die 3-Affen-Taktik gefahren, bis dann wirklich die Staatsanwaltschaft die Geschäftsräume durchsucht hat.

natürlich, wenn die Bank da bewusst mitspielt, sogar noch geschmiert wird - hat das Konsequenzen. Finde ich auch richtig, das die nun auch belangt werden.
Kann man aber nicht mit einem ISP vergleichen, der ja meist erst durch die Staatsanwaltschaft/Polizei auf dubiose Geschäftspraktiken seines Kunden aufmerksam gemacht wird.
Meist kommt es dann sowieso zur Sperre, spätestens beim Eintreffen der gerichtlichen Verfügung. Kein Provider möchte der letzte sein, den die Hunde beissen. Das soll dann ruhig der Staatsanwalt sein. :D
Das Risiko einer Schadensersatzforderung wäre einfach zu gross.


Seriöse Hoster kündigen kurzerhand die Verträge, denn es gibt durchaus juristische Möglichkeiten hierzu, auch wenn noch nicht der Staatsanwalt im Haus war bzw. Gerichtsbeschlüsse hereingeflattert kamen. Andere wiederum verfolgen über Jahre die 3-Affen-Taktik.

es gibt keine 100%ige juristische Option, einem Kunden - bei dem lediglich eine dubiose Geschäftspraktik vermutet wird - gefahrlos zu kündigen, wenn seine Webseite keine illegalen Inhalte aufweist und er die Domaingebühren alle bezahlt hat. Im Gegenteil, er könnte den Spiess nach einer ev. Einstellung der Ermittlungen gegen ihn, umdrehen und uns wegen Betrug verklagen, da wir dann grundlos bereits bezahlte Dienstleistungen nicht liefern. Von Schadensersatzforderungen mal abgesehen.


Dass dann aber durch negative Berichterstattung der Ruf irgendwann ramponiert ist, das sollte nicht verwundern.

ich kenne keinen Kollegen in D und A, die deswegen einen schlechten Ruf hätten. Vermutlich weil alle mehr oder weniger dubiose Kunden haben dürften und das gar nicht wissen.
Die Sperre einer Webseite ist Sache der Staatsanwaltschaft, nicht die des Providers.


Aber ich werde das nun mal in einem der kommenden Round-Tables-Gesprächen, an dem fast alle Provider aus DACH beteiligt sind, einbringen. Das sind ca. 300 Providers, auch die Telekoms von DACH sind dabei. Ich gehe davon aus, das die Mehrheit der Provider unsere Vorgehensweise bei dubiosen Kunden praktiziert. Natürlich zahlt sicher eine Telekom eine Schadensersatzforderung leichter, als die kleineren Provider - die dann ev. ruiniert wären. Daher sichern sich diese auch möglichweise etwas anders ab.


Es herrscht schließlich Vertragsfreiheit. Niemand ist gezwungen, Verträge mit Gangstern zu schließen. Wenn er es dennoch tut, und zwar fortgesetzt über längere Zeit mit immer wieder denselben, dann ist das eine bewusste Entscheidung.

da stellt sich dann nur mehr die Frage, ab wann beginnt ein Kunde Gangster zu werden. Nach unserer Auffassung, erst nach einem rechtskräftigen Urteil, davor darf ich ihm gegenüber das Wort nicht mal in den Mund nehmen, ohne nicht ev. mit einer Verleumdungsklage konfrontiert zu werden.


Recht herzlichen Dank für die Info. Zur Belohnung gibt es die Rote Tonne.

ist weniger eine Info, eher eine Vermutung, da wir ja beim Ablauf von Lastschrifteinzügen unserer Kunden nicht involviert sind. Das ist eine Sache zwischen unserem Kunden, der Bank und dem Kontoinhaber.

Goofy
12.06.2015, 12:51
...es gibt keine 100%ige juristische Option, einem Kunden - bei dem lediglich eine dubiose Geschäftspraktik vermutet wird - gefahrlos zu kündigen, wenn seine Webseite keine illegalen Inhalte aufweist und er die Domaingebühren alle bezahlt hat.

...ich kenne keinen Kollegen in D und A, die deswegen einen schlechten Ruf hätten. Vermutlich weil alle mehr oder weniger dubiose Kunden haben dürften und das gar nicht wissen.


Das ist u.a. eine Frage der Gestaltung der Verträge und der AGB.

Tatsache ist, dass es eine auffällige Häufung von Seiten der Gewinnspielmafia bei einigen wenigen bestimmten Hostern gibt.
Prominentestes Beispiel war die Wiener Luck24. Der GF hatte behauptet, er sei "nur Hoster". Das sahen die Ermittler dann bald ganz anders.

chinthai
12.06.2015, 13:42
Das ist u.a. eine Frage der Gestaltung der Verträge und der AGB.

ich denke nicht, das es recht einfach seine würde, die Gestaltung der AGB´s so hinzubekommen, das wir auch Unschuldige sperren können, bei denen wir bereits die Gebühren kassiert haben. :D
Aber sämtliche AGB´s würden nicht helfen, es gilt in D und A die Unschuldungsvermutung. D.h. jeder ist unschuldig bis zur rechtskräftigen Verurteilung. Ich bin zu 99% überzeugt, das mich als Lotterie-Webseiten Betreiber, weder Strato, Domainfactory, Hetzner, Telekom - um mal die Grössten zu nennen, feuern würden, bevor es Urteile oder Beschlüsse gibt. Da seID: [ID filtered]
World4you.com ist ein recht grosser ISP in Österreich, die verweisen bei solchen Dingen auf den Rechtsweg, machen also gar nichts.


Tatsache ist, dass es eine auffällige Häufung von Seiten der Gewinnspielmafia bei einigen wenigen bestimmten Hostern gibt.
Prominentestes Beispiel war die Wiener Luck24. Der GF hatte behauptet, er sei "nur Hoster". Das sahen die Ermittler dann bald ganz anders.

nein, das bezweifle ich - davon hätten wir schon was gehört. Ich sage mal frei raus (99%) - das kein einziger Hoster in D und A auf Verdacht einen Kunden kündigt.
Nicht missverstehen, ich spreche von Online-Lotterie-Webseiten, nicht von Rassismus, Kinderpornos usw. - die wir sofort sperren. Aber bei Lotterie-Webseiten ist einfach die rechtliche Bewertung zu schwierig, da es auch seriöse gibt.

Ich kenne auch keine Fälle, wo sich betrogene Kunden beim Provider beschwert hätten. Die gehen zur Bank und dann zur Polizei, d.h. der Provider weiss frühestens bei der Aufnahme von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, das er ev. einen faulen Kunden hat. Dann ist die Sperre sowieso nur mehr Formsache. Also wenn der Verdacht dann schon erhärtet ist, flattert auch innerhalb von 24 Stunden der Gerichtsbeschluss ins Haus und es wird sofort gesperrt.

So läuft das bei den ISP´s - nicht anders.

Der o.g. Fall ist wieder was ganz anderes - da hat der Provider dieses dubiose Geschäftsmodell selbst aufgezogen. Über solche Fälle diskutieren wir hier ja nicht.

Sollte es wirklich mal eine Beschwerde bei uns direkt geben, verweisen wir ebenfalls auf den Rechtsweg, das ist der einzige sichere Weg. Danach arbeiten wir ohne Probleme mit der Staatsanwaltschaft zusammen, bis hin zur Sperre. Das muss aber der Staatsanwalt entscheiden, nicht wir als Provider.

Mittwoch
12.06.2015, 18:40
ich denke nicht, das es recht einfach seine würde, die Gestaltung der AGB´s so hinzubekommen, das wir auch Unschuldige sperren können, bei denen wir bereits die Gebühren kassiert haben
Gebühren kann man bei Kündigung des Kundenverhältnisses anteilig zurück erstatten. Machen alle Großen so (egal, welche Seite kündigt).



Aber sämtliche AGB´s würden nicht helfen, es gilt in D und A die Unschuldungsvermutung.
OK, sie wollen sich also über Rechtsgrundsätze unterhalten: In D und A gilt außerdem die Vertragsfreiheit. D.h. jeder Gewerbetreibende kann die Verträge mit den Kunden so gestalten, wie es ihm passt und wie es seine Kunden akzeptieren, solange gewisse Grundstandards eingehalten werden. Vertragsfreiheit bedeutet außerdem, dass es einem Gewerbetreibenden frei steht, mit bestimmten Kunden kein Geschäftsverhältnis einzugehen, und zwar, ohne dass er dafür Gründe angeben müsste. (So wie es den Kunden frei steht, sich den Gewerbetreibenden auszusuchen.)




D.h. jeder ist unschuldig bis zur rechtskräftigen Verurteilung. Ich bin zu 99% überzeugt, das mich als Lotterie-Webseiten Betreiber, weder Strato, Domainfactory, Hetzner, Telekom - um mal die Grössten zu nennen, feuern würden, bevor es Urteile oder Beschlüsse gibt.
Und ich bin mir aus eigener Erfahrung sicher, dass zumindest Strato, Domeinfactory und die Telekom ein Kundenverhältnis auch schon dann beenden, wenn es denn nur genügend belegbare Beschwerden über das Geschäftsgebahren eines Kunden gibt. Die warten nicht erst Justizentscheidungen ab, sondern sichern sich dieses außerordentliche Kündigungsrecht durch die AGB ab. Beispielhaft ein Zitat aus den Strato-AGB: (http://www.strato.de/agb/)


6.11 Die Nutzung der STRATO Dienste zur Verbreitung von Schadprogrammen oder missbräuchlich agierenden Botnetzen, zur Versendung von Spam-Nachrichten oder für Phishing, für Marken- und Urheberrechtsverletzungen, bzw. -piraterie, betrügerische oder irreführende Praktiken, Produktfälschung oder sonstige Verhaltensweisen, die gegen anwendbares Recht verstoßen, ist untersagt.
[…]
7.3 Machen Dritte glaubhaft, dass Inhalte oder Domains ihre Rechte verletzen, oder erscheint es aufgrund objektiver Anhaltspunkte als wahrscheinlich, dass durch Domains oder Inhalte Rechtsvorschriften verletzt werden, kann STRATO die Inhalte sperren, solange die Rechtsverletzung oder der Streit mit dem Dritten über die Rechtsverletzung andauert.
7.4 Wird die mögliche Rechtsverletzung durch eine Domain begangen, kann STRATO auch Maßnahmen ergreifen, die die Domain unerreichbar machen. In Fällen, in denen die Rechtsverletzung durch eine Domain aufgrund objektiver Anhaltspunkte als sicher erscheint, kann STRATO das Vertragsverhältnis fristlos kündigen.
[…]
7.6 Verstößt der Kunde gegen ein Verbot aus Ziff. 6.11, kann STRATO die Dienste sperren.

Ähnliche Wendungen findet man bei allen von mir genannten Anbietern.

Es gibt also durchaus Hoster, die ihre gesetzlich zugegebenermaßen sehr stark beschränkte Verantwortung trotzdem ernst nehmen und möglichst gut versuchen, ihr Unternehmen von zweifelhaften Anbietern frei zu halten. Und sich dabei nicht hinter Ausreden wie "Uns sind die Hände gebunden bis die Justiz aktiv wird." verstecken. Solche Argumente kenne ich eher aus dem Bereich der grau- bis schwarzhütigen Hoster.

Es soll sogar Hoster geben, deren Abuse-Teams hier im Forum regelmäßig mitlesen, und von denen wir auch schon erlebt haben, dass die Domains recht kurzfristig stilllegten, über die sich hier Beschwerden häuften.



Nicht missverstehen, ich spreche von Online-Lotterie-Webseiten, nicht von Rassismus, Kinderpornos usw. - die wir sofort sperren. Aber bei Lotterie-Webseiten ist einfach die rechtliche Bewertung zu schwierig, da es auch seriöse gibt.
Es gibt seriöse, sprich staatlich lizensierte Online-Verkäufer für Lotterie-Teilnahmen. Glücksspiel ist in ganz Europa ein staatliches Monopol, und auch wenn die EU die Bestimmungen zum Verkauf von Lotterieteilnahmen aufgeweicht hat, ändert das nichts an der Lizenzpflicht. Diese staatliche Lizenz kann man sich als Hoster vorlegen lassen und mit wenig Aufwand durch Nachfrage bei der ausstellenden Behörde prüfen.


Ich kenne auch keine Fälle, wo sich betrogene Kunden beim Provider beschwert hätten.
Ich kenne mindestens vier Fälle, in denen sich Leute auch beim Provider beschwert haben. Dieser Rat ist hier ein gängiger, und ich gehe davon aus, dass er häufig befolgt wird. Wenn man nämlich auf einen engagierten Provider im Sinne des weiter oben Gesagten trifft, bekommt man von dort am ehesten eine Rückmeldung, im Gegensatz zur Justiz oder zur Bank, die sich gerne mal hinter Ermittlungs- bzw. Bankgeheimnis zurück ziehen.

Jetzt steht Ihre Aussage gegen meine. Was nun? [Rhetorische Frage]


Sollte es wirklich mal eine Beschwerde bei uns direkt geben, verweisen wir ebenfalls auf den Rechtsweg, das ist der einzige sichere Weg.
Es ist durchaus legitim, beschwerden standardmäßig so zu beantworten, immerhin ist nicht jede Beschwerde gerechtfertigt. Dennoch finde ich es seltsam, dass Ihr Arbeitgeber nicht zusätzlich noch die Zahl der Beschwerden zu einer Domain im Auge behält, sondern sich statt dessen auf den Standpunkt "Keine Ermittlungen – kein Problem" stellt. Das erscheint mir schon auffällig, zumal ihre Verteidigungslinie in den vergangenen tagen nahezu ausschließlich darauf basiert.

Schönen Gruß
Mittwoch

erdbeernase
12.06.2015, 19:26
nein, das bezweifle ich - davon hätten wir schon was gehört. Ich sage mal frei raus (99%) - das kein einziger Hoster in D und A auf Verdacht einen Kunden kündigt.


Ich kenne da schon welche und das lässt sich auch nicht schwer finden, gibt dazu auch Foren die eigentlich jeder seriöse Hoster kennt :-)
Sie scheinbar nicht.



Nicht missverstehen, ich spreche von Online-Lotterie-Webseiten, nicht von Rassismus, Kinderpornos usw. - die wir sofort sperren. Aber bei Lotterie-Webseiten ist einfach die rechtliche Bewertung zu schwierig, da es auch seriöse gibt.

Seriöse Lotto-Webseiten werden auch nur bei seriösen Hostern gehostet :-)


Ich kenne auch keine Fälle, wo sich betrogene Kunden beim Provider beschwert hätten.
Ich kenne viele, ich weiß ja nicht aus welchem Land Sie kommen (gibts da schon Internet, Telefon, etc.?)
Kennen Sie Suchmaschinen im Internet? Wenn doch, bitte mal benutzen.


Sollte es wirklich mal eine Beschwerde bei uns direkt geben, verweisen wir ebenfalls auf den Rechtsweg, das ist der einzige sichere Weg. Danach arbeiten wir ohne Probleme mit der Staatsanwaltschaft zusammen, bis hin zur Sperre. Das muss aber der Staatsanwalt entscheiden, nicht wir als Provider.

Das wird wohl auch nicht anders gehen, zumal sonst nicht nur ein Rechner weg wäre.
Mir würde es grausen so einen Hoster zu haben.

chinthai
13.06.2015, 07:03
Gebühren kann man bei Kündigung des Kundenverhältnisses anteilig zurück erstatten. Machen alle Großen so (egal, welche Seite kündigt).

nein, stimmt so nicht. Gebühren werden anteilig zurück erstattet (auch von uns) - wenn die Schuld bei uns liegt. Z.B. der Kunde kündigt wegen dauernden Serverausfällen usw. - das ist dann aber auch in den AGBs geregelt. Missbraucht der Kunde sein Webaccount, gibt es keine anteiligen Gebühren zurück. Es gibt dann eine fristlose Kündigung. Bei offensichtlichen Missbrauch, wie Rassismus, Hetzseiten, NeoNazi-Seiten oder Kinderporno, wird vom Provider die Kündigung ausgesprochen und das
Account sofort gesperrt. Bei Lotterie-Betrug u.a. - wo die Webseite keine Rechtsverstösse aufweist und der Betrug im Hintergrund, geschlossenen Bereichen oder durch dubiose Bankeinzüge stattfindet - wird mit Gerichtsbeschluss, Urteil gesperrt und ebenso keine Gebühr rückerstattet, da auch der Aufwand bei diesem Kunden dann extrem hoch war. Anfragen Staatsanwaltschaft, Polizei usw.
Würden wir diese Kunden, die in Foren wie hier verdächtigt werden, bei Online-Lotterie-Betrug involviert zu sein - einfach sperren, dann müssten wir natürlich die Gebühren erstatten, dies wäre dann aber das kleinste Problem. Die möglichen Schadensersatzforderungen dieser Kunden durch Verdienstausfall usw. wären wesentlich problematischer.


OK, sie wollen sich also über Rechtsgrundsätze unterhalten: In D und A gilt außerdem die Vertragsfreiheit. D.h. jeder Gewerbetreibende kann die Verträge mit den Kunden so gestalten, wie es ihm passt und wie es seine Kunden akzeptieren, solange gewisse Grundstandards eingehalten werden. Vertragsfreiheit bedeutet außerdem, dass es einem Gewerbetreibenden frei steht, mit bestimmten Kunden kein Geschäftsverhältnis einzugehen, und zwar, ohne dass er dafür Gründe angeben müsste. (So wie es den Kunden frei steht, sich den Gewerbetreibenden auszusuchen.)

nein, auch das ist so tw. nicht richtig. Es besteht weder in Deutschland, noch in Österreich eine 100%ige Vertragsfreiheit, ohne nun näher darauf einzugehen. Man kann zwar alles in Verträgen mitaufnehmen, auch sittenwidrige Bestandteile - diese würden dann aber in einem Gerichtsprozess als ungültig erklärt werden.

Richtig, ein Provider kann Kunden ablehnen. Das machen wir auch tw. - meist dann, wenn wir von anderen Kollegen erfahren, das dieser Kunde seine Gebühren nie bezahlt, sondern sozusagen, als Domainhopper durch die Provider-Landschaft springt. Warum sollte aber ein Provider, einen langjährigen Kunden, gegen den noch nie ermittelt wurde, noch nie eine Anzeige gestellt wurde - kündigen? Nur auf Gerüchte hin, die einige Foren-Amateur-Detektive im Netz verbreiten?

Ich habe gestern noch mit einigen grösseren Providern aus Österreich kommuniziert. Die machen das gleich wie wir auch. Bei einer Beschwerde einer Privatperson über einen Kunden, verweisen die - wie wir auch - auf den Rechtsweg. Sie sperren ebenfalls diesen betroffenen Kunden nicht aufgrund dieser Beschwerde.


Und ich bin mir aus eigener Erfahrung sicher, dass zumindest Strato, Domeinfactory und die Telekom ein Kundenverhältnis auch schon dann beenden, wenn es denn nur genügend belegbare Beschwerden über das Geschäftsgebahren eines Kunden gibt.

werde die Kollegen von Hetzner, All-Inkl., Domainfactory bei einem der nächsten Round-Tables von NIC.AT mal fragen. Hier müsste dann aber definiert werden, wer die belegbaren Beweise dem Provider zu Kenntnis bringt. Wenn das die Staatsanwaltschaft vorlegt, ja - dann wird es sicher Provider geben, die sich das dann genauer ansehen, Strato und Telekom, dürften das dann an die Rechtsabteilung weiterleiten, die das juristisch prüfen und entscheiden.
Wenn Privatpersonen diese Provider kontaktieren, so wird keiner dieser o.g. Provider den Kunden kündigen, weil der mögliche Betrug mit dem Provider direkt gar nichts zu tun hat. Die Webseiten sind i.d.R. legal, lediglich wird scheinbar dahinter dann illegal gehandelt, also per Bankeinzügen usw.
Nun stellt sich hier mir auch die Frage - warum sollte ein Provider päpstlicher sein als diese - im Betrug involvierte Banken. Warum kündigt eine Bank Austria z.B. keinen Kunden, der Bankeinzüge tätigt, wo sehr viele dann storniert werden und wo die Banken dann sicherlich auch Beschwerden erhalten dürften. Einen Provider werden diese Betrogenen sicher nicht kontaktieren, hat bei uns und Kollegen auch noch nie einer gemacht. Ich stiess beim stöbern in Google auf dieses Forum, sonst würde ich heute über den Verdacht gegen einen Kunden keine Infos haben.


Es gibt also durchaus Hoster, die ihre gesetzlich zugegebenermaßen sehr stark beschränkte Verantwortung trotzdem ernst nehmen und möglichst gut versuchen, ihr Unternehmen von zweifelhaften Anbietern frei zu halten. Und sich dabei nicht hinter Ausreden wie "Uns sind die Hände gebunden bis die Justiz aktiv wird." verstecken. Solche Argumente kenne ich eher aus dem Bereich der grau- bis schwarzhütigen Hoster.

auch hier wieder die Frage: ab wann beginnt ein Kunde als "zweifelhaft" zu werden? Sorry, aber ich bin überzeugt, das weder Telekom, noch Domanfactory, Strato usw.
ihre Kunden auf illegale Inhalte kontrollieren. Die erfahren in der Regel auch erst dann von diesem "zweifelhaften Kunden" wenn sie eine Anfrage der Polizei oder Staatsanwaltschaft erhalten. Ich gehe davon aus, das sie dann ev. den Kunden anschreiben - nicht aber, das sie diesen dann sofort fristlos kündigen. Was würde dann passieren, wenn der Staatsanwalt das Verfahren einstellt, weil er keine illegalen Tätigkeiten des Kunden findet? Das nächste wäre die Schadensersatzforderung gegen diesen Provider, die dann auch Erfolg haben dürfte.


Es soll sogar Hoster geben, deren Abuse-Teams hier im Forum regelmäßig mitlesen, und von denen wir auch schon erlebt haben, dass die Domains recht kurzfristig stilllegten, über die sich hier Beschwerden häuften.

wird es sicher geben, aber ich denke nicht, das hier Hoster dabei sind, die schon 20 Jahre lang am Markt als seriös gelten. Das sind dann meist diese Eintagsfliegen, Wohnzimmer-Providers usw.
Das Hoster hier mitlesen und daraufhin aufgrund anonymer Verdächtigungen die Domain stilllegen, glaub ich auch nicht. Das dürften dann jene sein, die ev. bei den Mafia-Webseiten ordentlich abkassieren, also selbst mit involviert sind. Das sind aber dann keine Jahrzehnte lang am Markt tätigen Hoster.


Es gibt seriöse, sprich staatlich lizensierte Online-Verkäufer für Lotterie-Teilnahmen. Glücksspiel ist in ganz Europa ein staatliches Monopol, und auch wenn die EU die Bestimmungen zum Verkauf von Lotterieteilnahmen aufgeweicht hat, ändert das nichts an der Lizenzpflicht. Diese staatliche Lizenz kann man sich als Hoster vorlegen lassen und mit wenig Aufwand durch Nachfrage bei der ausstellenden Behörde prüfen.

macht kein Hoster in Deutschland und Österreich automatisch. Aber wenn das so ist, dann verstehe ich nicht so ganz, warum in Foren wie diesen - ein Kunde von uns seit Jahren verdächtigt wird, in dieser Lotterie-Betrugs-Mafia inkludiert zu sein, obwohl weder die Staatsanwaltschaft Klagenfurt, noch die Kripo Klagenfurt irgendwas davon weiss. Würde sie es wissen, hätten wir schon eine Anfrage erhalten.


Ich kenne mindestens vier Fälle, in denen sich Leute auch beim Provider beschwert haben. Dieser Rat ist hier ein gängiger, und ich gehe davon aus, dass er häufig befolgt wird. Wenn man nämlich auf einen engagierten Provider im Sinne des weiter oben Gesagten trifft, bekommt man von dort am ehesten eine Rückmeldung, im Gegensatz zur Justiz oder zur Bank, die sich gerne mal hinter Ermittlungs- bzw. Bankgeheimnis zurück ziehen.

die Masse der Geprellten, würde nicht mal wissen, wie man über Whois, Teaceroutes usw. den Provider ausfindig machen kann. Weiters, was sollte der Geprellte dem Provider den mitteilen? Daher würde bei uns, sollte mal wirklich ein Kunde eine Beschwerde schicken - folgendes ablaufen:

1. wir würden dem Geprellten raten, sofort den Bankeinzug zu stornieren.
2. danach sollte er eine Anzeige bei der zuständigen Polizei stellen

Wir würden aber sicherlich keinen Kunden sofort sperren, das macht definitiv kein Provider in Deutschland und Österreich. Davon bin ich überzeugt. Könnte ja ein Racheackt o. dgl. sein.


Jetzt steht Ihre Aussage gegen meine. Was nun?

sehe ich nicht so, weil ich weiss - wie die Provider in D und A arbeiten. Vor allem jene, ohne Rechtsabteilung. Die reagieren so wie wir. Wobei ich auch überzeugt bin, das die meisten Providers gar nicht wissen, wer ein fauler Kunde ist. Woher auch? Ich weiss von einigen Kunden, die bei uns gekündigt wurden, wie die z.B. NeoNazi Seiten
bei bekannten Providern hosten. Die verstecken sich hinter mehreren Unterordnern, Subdomains und wechseln diese Ordner dann des öfteren.
Auch hier erfahren die meisten Provider dies erst durch die Behörden.


Es ist durchaus legitim, beschwerden standardmäßig so zu beantworten, immerhin ist nicht jede Beschwerde gerechtfertigt. Dennoch finde ich es seltsam, dass Ihr Arbeitgeber nicht zusätzlich noch die Zahl der Beschwerden zu einer Domain im Auge behält, sondern sich statt dessen auf den Standpunkt "Keine Ermittlungen – kein Problem" stellt. Das erscheint mir schon auffällig, zumal ihre Verteidigungslinie in den vergangenen tagen nahezu ausschließlich darauf basiert.

bei diesem Kunden, um den es hier geht, fiel mir auf - das es in zahlreichen Foren, Webseiten - Verdächtigungen gibt, aber keine weiteren Angaben, warum dieser Kunde
illegal handeln soll. Ich habe etwas gestöbert und festgestellt, das diese Vorwürfe schon seit mehreren Jahren im Netz verbreitet werden. Warum gibt es bisher noch keinerlei Ermittlungen, warum keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt oder bei der Kripo Klagenfurt?
Wir selbst haben auch noch keine einzige Beschwerde eines von dieser Firma Geprellten erhalten. Das macht uns etwas misstrauisch gegenüber diesen Foren-Amateur-Detektiven. Ich habe selbst hier miterlebt, welches Durcheinander dieser selbsternannten Detektive entstanden ist. Da wurde unsere Firma zusammen mit Kunden von uns vermischt, nur weil wir im gleichen Bürohaus tätig waren. Da wurde uns das Geschäftsmodell des Kunden aufs Auge gedrückt und wir wurden schon etwas ins kriminelle Eck gestellt, was eignetlich schon wieder auch kriminell wäre.
Da wurde ein Grieche bereits als Betrüger tituliert, gegen den bis heute noch scheinbar keine Anklage erhoben wurde usw. - ich halte solche Vorverurteilungen ebenfalls für äusserst bedenklich, wenn nicht sogar kriminell.

Des weiteren macht mich auch misstrauisch, das alle diese Verdächtigungen aus der Anonymität heraus ins Netz gestellt werden. Auch das ist sehe bedenklich.

Wie schon mehrmals erwähnt. Wurde jemand betrogen, ist der erste Weg zur Bank, der zweite zur Polizei. Diese kontaktiert dann schon zeitnah auch den Provider und dieser ist dann bis zur Sperre der Webseite sowieso eingebunden. Dann kann der Provider auch sicher sein, auf keinen anonymen Troll reingefallen zu sein.

Fühlt sich hier im Forum, irgendjemand von unserem Kunden betrogen, bin ich gerne bereit dies zu überprüfen. Dazu wären jedoch handfeste Beweise nötig, Namen,Adresse des Betrogenen, Zeitraum der Abbuchungen, Bankname und auch die Erklärung, warum bisher keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt oder bei der Kripo Klagenfurt gestellt wurde.
Dann kann ich das mal so an unseren Hausanwalt in Klagenfurt weiterleiten, der sich das dann gerne ansieht und seine Meinung dazu äussert.

Das wir auf anonyme Verdächtigungen nicht reagieren können, dafür wird ja hoffentlich jeder Verständnis aufbringen, da ich das dann eher unter Gerüchte einordne.

chinthai
13.06.2015, 07:16
Ich kenne da schon welche und das lässt sich auch nicht schwer finden, gibt dazu auch Foren die eigentlich jeder seriöse Hoster kennt :-)
Sie scheinbar nicht.

warum sollte sich ein Hoster in solchen Foren umsehen? Ich kenne nun auch vermutlich alle, weil mich das auch indirekt interessiert und ich das nun wohl verfolgen werde.
Aber das ISP´s die tw. Millionen Kunden haben, sich in Foren wie diesen hier umsehen, halte ich für ein Gerücht.


Seriöse Lotto-Webseiten werden auch nur bei seriösen Hostern gehostet :-)

was ist seriös, was ist unseriös? Jeder seriöse Hoster, hat auch unseriöse Kunden. Das merkt der gar nicht, wie eben wir auch, bis wir zufällig auf diese Seite stiessen.
Wie sieht es mit den Banken aus, sind diese dann alle unseriös, weil die scheinbar keinen Kunden kündigen, auch wenn zahlreiche Beschwerden eintreffen? Die NAtionalbank wäre dann auch unseriös, weil sie diesen Betrug mit der Vergabe der Creditor-ID: [ID filtered]


Ich kenne viele, ich weiß ja nicht aus welchem Land Sie kommen (gibts da schon Internet, Telefon, etc.?)
Kennen Sie Suchmaschinen im Internet? Wenn doch, bitte mal benutzen.

warum sollte ein Hoster die Suchmaschine benutzen, um Kunden zu fangen und zu überführen? Hier bitte genauere Angaben....


Das wird wohl auch nicht anders gehen, zumal sonst nicht nur ein Rechner weg wäre.
Mir würde es grausen so einen Hoster zu haben.

sie wissen also, welche Kunden ihr Hoster hostet und das dieser keine dubiosen Kunden hat - sorry, dann träumen sie. Jeder Hoster hostet automatisch auch dubiose Kunden, die Telekom nicht ausgenommen. Es mag ev. jeder Hoster etwas anders reagieren, wenn die Staatsanwaltschaft Fragen über einen Kunden stellt bzw. Ermittlungen aufnimmt. Bis dahin weiss aber kein Hoster, was die Kunden mit ihren Webseiten machen. PC-Fritz, ein bereits verhafteter Grossbetrüger, der Fake-Windows anbot, wurde bis heute nicht gekündigt. Er hostet heute noch die Betrugs-Domain. Es ist Key-Systems - ein sehr grosser (Domain)Provider in Deutschland.
Die Denic - als der einzige Registrar in Deutschland, sperrt die Domain erst bei Gerichtsbeschluss. NIC.AT ebenfalls.

Daher halte ich ihre Angaben für nicht richtig. Sorry...

Smart
13.06.2015, 07:37
@ chinthai

Zitat aus Beitrag #33

warum sollte ein Hoster die Suchmaschine benutzen, um Kunden zu fangen und zu überführen?

Nee das darf ein Hoster nicht: denn Betrüger und Abzocker bringen dem Hoster Geld, warum sollte der Hoster auf die Einnahme verzichten?

Dann drehen sie hier am Rad, immer die gleichen Ausführungen wie Unschuldig man ist.

Nehmen Sie mal die Brille mit den $ ab und schauen dann ins WWW

Investi
13.06.2015, 08:19
OK, sie wollen sich also über Rechtsgrundsätze unterhalten: In D und A gilt außerdem die Vertragsfreiheit. D.h. jeder Gewerbetreibende kann die Verträge mit den Kunden so gestalten, wie es ihm passt und wie es seine Kunden akzeptieren, solange gewisse Grundstandards eingehalten werden. Vertragsfreiheit bedeutet außerdem, dass es einem Gewerbetreibenden frei steht, mit bestimmten Kunden kein Geschäftsverhältnis einzugehen, und zwar, ohne dass er dafür Gründe angeben müsste. (So wie es den Kunden frei steht, sich den Gewerbetreibenden auszusuchen.)


nein, auch das ist so tw. nicht richtig. Es besteht weder in Deutschland, noch in Österreich eine 100%ige Vertragsfreiheit, ohne nun näher darauf einzugehen. Man kann zwar alles in Verträgen mitaufnehmen, auch sittenwidrige Bestandteile - diese würden dann aber in einem Gerichtsprozess als ungültig erklärt werden.

Was ist an Mittwochs Aussage


solange gewisse Grundstandards eingehalten werden.

so schwer zu verstehen? Einer dieser Grundstandards sollte wohl sein, dass alle Vertragsbestandteile rechtskonform sind. Sittenwidrigkeit ist nicht rechtskonform und damit kein Grundstandard.

Hat der Lotterieabzocker-Freund Scheuklappen auf und sieht nur, was er sehen will? Und wieso setzt er sich so für einen "Kunden" ein, der "nur" Kunde ist? Da scheint es doch wohl tiefergehende Interessen zu geben, als nur den Schutz eines einfachen Kunden.

chinthai
13.06.2015, 08:39
Nee das darf ein Hoster nicht: denn Betrüger und Abzocker bringen dem Hoster Geld, warum sollte der Hoster auf die Einnahme verzichten?

ne, auch wieder falsch. Ein Betrüger hostet bei uns sicher keine Betrugswebseite. Nur um jemanden einen Betrüger nennen zu dürfen, bedarf es einer Verurteilung und zwar einer rechtskräftigen. Vorher ist er als Unschuldiger zu behandeln.


Dann drehen sie hier am Rad, immer die gleichen Ausführungen wie Unschuldig man ist.

diese Frage hab ich oben soeben beantwortet. Man ist unschuldig, solange man nicht rechtskräftig verurteilt ist. Keine Behörde entlässt einen Beamten, nur auf Verdacht hin - erst nach einem rechtsgültigen Urteil gibt es Entlassungen, Disziplinarstrafen usw.

Ich habe ja vollstes Verständis, wenn einige hier - die vermutlich betrogen wurden - hier sofortige Sperre, Kündigung usw. eines Webkunden fordern. Nur so geht es halt nicht, es sollte der Rechtsweg eingehalten werden. So machen es die Banken, Behörden, Arbeitgeber und auch wir als Provider.


Nehmen Sie mal die Brille mit den $ ab und schauen dann ins WWW

nein, würden wir bei jedem Kunden machen, auch bei jenen - die nur 10 EUR pro Jahr zahlen. Wir sehen keinen Grund darin, anders zu handeln, als die uns im Webhosting beratende NIC.AT oder Denic. Daher glaube ich den Ausführungen mancher Members hier nicht, die behaupten - die grossen Hoster würden alle sofort nach anonymen Anzeigen handeln und die Kunden sperren. Machen die sicher niemals vor einem offiziellen Ermittlungsverfahren. Geht rechtlich auch nicht, da sich der Kunde dann gegen die Sperre rechtlich wehren könnte.
Daher halte ich diese Äusserungen hier als reine Gerüchte - gehört vom Freund des Freundes usw.

chinthai
13.06.2015, 08:51
Hat der Lotterieabzocker-Freund Scheuklappen auf und sieht nur, was er sehen will? Und wieso setzt er sich so für einen "Kunden" ein, der "nur" Kunde ist? Da scheint es doch wohl tiefergehende Interessen zu geben, als nur den Schutz eines einfachen Kunden.

nein, ich schreibe hier nicht wegen eines speziellen Kunden. Sondern ich halte ganz einfach Vorverurteilungen von Providerkunden generell als tw. schon kriminell. Das betrifft jetzt nicht mal einen Kunden von uns, sondern von einem Mitbewerber. Er ist Grieche, wird im gesamten Netz bereits als Betrüger vorverurteilt, die Polizei hat ermittelt und die Ermittlungen scheinbar nun eingestellt. Hostet immer noch bei der Konkurrenz, war nie bei uns Kunde.

Ich persönlich halte nicht viel von solchen Hexenjagden. Sollte es sich um Betrug handeln, ist immer die Polizei/Staatsanwaltschaft zuständig. Der Provider kann weder ermitteln, noch anklagen und schon gar nicht verurteilen.

Nur sind wir lernfähig, daher auch das Angebot an ev. betrogene Members hier - sendet uns Beweise zu usw. - dann prüfen wir das. Auf Hexenjagden in Foren nimmt kein seriöser Provider in A und D Rücksicht. Wir auch nicht...

Interessant wäre dann jedoch, warum der Provider Polizeiarbeit erledigen soll und warum bisher keine einzige Anzeige gegen den Kunden bei der Polizei erfolgt ist.
Warum nicht.....?

Ich sammle nun mal die gesamten Ausführungen, die hier bereits abgegeben wurden und werde anregen, dieses Thema mal bei einem nächsten Treffen der Provider in Salzburg zu besprechen. Interessiert mich nun persönlich auch, wie die Hoster in solchen Fällen reagieren und ab wann sie den Kunden kündigen. Wobei ich sicher bin, niemals vor Einleitung eines Ermittlungsverfahren - aber ich gehe davon aus, auch dann nicht - sondern erst bei Urteil oder Gerichtsbeschluss.

Smart
13.06.2015, 08:57
Hat der Lotterieabzocker-Freund Scheuklappen auf und sieht nur, was er sehen will? Und wieso setzt er sich so für einen "Kunden" ein, der "nur" Kunde ist?

Da scheint es doch wohl tiefergehende Interessen zu geben, als nur den Schutz eines einfachen Kunden.

Sehr Interessante Frage und Feststellungen.

Die nächste Frage: Wer bezahlt chinthai das er hier so viel Zeit opfert.

chinthai
13.06.2015, 09:10
Sehr Interessante Frage und Feststellungen.

Die nächste Frage: Wer bezahlt chinthai das er hier so viel Zeit opfert.

Die Eigentümerin.
Aber es interessiert mich persönlich nun auch. Ist einfach ein Thema, das wert ist - mal bei einem ISP-Treffen angesprochen zu werden. Dort sind dann auch alle namhaften Provider bzw. deren Vertreter vor Ort und man kann darüber dann diskutieren und ev. neue Erfahrungen sammeln. Wir Provider, vor allem jene ca 300, die unter dem Dach der NIC.AT
arbeiten, kennen uns gegenseitig und wir beraten viele Dinge gemeinsam bzw. stimmen uns ab. Sei es wegen der Domainhopper, sei es wegen Hosting-Betrüger usw.
Wobei Hosting-Betrüger nicht unter die hier behandelten Online-Betrüger fallen, sondern das sind dann Betrüger, die eben mit Fake-Kreditkarten zahlen usw. Dazu tauschen wir uns dann auch regelmässig über das Netz aus und wir arbeiten mit Blacklisten. Daher weiss ich auch, das keiner dieser Provider bei einer reinen (anonymen)Beschwerde reagieren würde. Erst bei behördlichen Ermittlungen. Mich interessiert eigentlich daher nur, ob alle Kollegen schon bei Einleitung kündigen, oder auch eben erst, wie einige grosse Mitbewerber es tun, nach Urteil/Gerichtsbeschluss. Nur das ist für uns interessant. Ich werde dann ggf. über das Ergebnis berichten.

Noch eine Frage dazu....

Mittwoch, Investi, Smart usw. - seID: [ID filtered]

Mittwoch
13.06.2015, 10:06
Mittwoch, Investi, Smart usw. - seID: [ID filtered]
Ich persönlich nicht, vier Personen aus meinem näheren Umfeld aber schon. Eine hat sogar einen vierstelligen Betrag bei Internet-Abzockereien eingebüßt. Ich habe versucht, sie bestmöglich zu begleiten und den Schaden zu begrenzen.

Es geht hier meines Erachtens nicht um langjährige Kundenbeziehungen, denn die Schilderungen im Forum lassen darauf schließen, dass Leute, die schon seit mehreren Jahren eine Internetseite betreiben, nicht plötzlich auf die Idee kommen, auf ihrer lang gepflegten Seite zweifelhafte bis illegale Inhalte unter zu bringen.

Das Groß der auf dieser Plattform diskutierten Fälle folgt eher einem anderen Muster: In irgendeinem Briefkasten, bevorzugt in England oder Übersee, wird eine Limited gegründet, die dann offiziell für die Abzock-Webseite verantwortlich zeichnet. Wenn überhaupt, dann werden dafür immer wider Strohmänner engagiert. Die Webseiten sind entsprechend auf schnellen Profit angelegt. So kann es sein, dass man z.B. ein halbes Jahr nach Start eines betrügerischen Webshops zwar vielleicht noch eine Bestellung aufgeben, man erhält aber keine Reaktion mehr, weil die Ganoven längst weiter gezogen sind.

Ich gebe zu, dass es für einen ehrlichen Hoster schwer sein dürfte, solche faulen Eier zu erkennen und darauf adäquat zu reagieren. Die Schilderungen im Forum zeigen aber auch ein anderes Muster: Es gibt Hoster, die von den Abzockern auffällig häufig gewählt werden. Im Netz der Telekom, von Strato oder 1&1 finden sich zum Beispiel selten bis gar nicht Abzockseiten, während zum Beispiel Hetzner oder Cloudfare diese massenhaft hosten. Beschwerden bei solchen Hostern sind zwecklos. Und bis zu den juristischen Ermittlungen schaffen es die Eintagsfliegen-Abzock-Limiteds nicht, die Spuren werden schon deutlich vorher verwischt. Verfahren werden mangels Ermittlungsansatz schnell eingestellt. Die Abzocker haben das schon ihr übernächstes Projekt laufen.

Ich glaube nicht, dass die Häufung von Abzockereien und Betrügereien bei gewissen Hostern allein eine Frage des Preises ist. Ich nehme vielmehr an, dass die Blackhat-Strategie bewusst gefahren wird. Und Argumente wie die, die Sie, chintai, hier bringen, wird man vermutlich auch von Blackhats hören: "Uns sind die Hände gebunden, wir dürfen die Inhalte nicht kontrollieren, wir müssen auf juristische Ermittlungen warten, die Kunden zahlen, also müssen wir den Service aufrecht erhalten, …"

Mögen ja alles tragfähige Argumente sein. Das erklärt aber nicht die Häufung von Abzockseiten bei bestimmten Hostern bzw. im Umkehrschluss, warum gewisse Hoster es schaffen, ihr Netz sauber zu halten. Wenn es ein ISP-Forum gibt, auf dem man so etwas thematisieren kann, dann bitte. Ich hielte das für längst überfällig. Es würde mich aber auch nicht wundern, wenn dabei nichts raus käme. Ich kenne solche Branchentreffen aus der Branche meines Arbeitgebers (Elektrotechnik). Da wird über alles Mögliche geredet, aber nicht über Firmeninterna.

Abschließend möchte ich noch auf Ihre Vorhaltung zur Hobby-Detektei und der Anonymität dieser Plattform eingehen: Eben gerade weil es Briefkasten-Firmen sind, die im Impressum stehen, und eben gerade weil die Abzocker großen Aufwand betreiben, ihre Spuren zu verwischen, gibt es dieses Forum mit seinen zahlreichen Meldungen. Nur so werden Strukturen erkennbar, die in der Vergangenheit auch immer mal wieder dazu beitrugen, Hintermänner dingfest zu machen. Und weil Abzocker das natürlich wissen, versuchen sie auch immer wieder, Leute, die sich hier kritisch über Abzocke äußern, zum Schweigen zu bringen. Wäre das hier nicht so anonym, wie es ist, wäre hier bestimmt deutlich weniger los.

Schönen Gruß
Mittwoch

Smart
13.06.2015, 10:37
@ chinthai

Software Sammler und der Rechtsanwalt O.T. hatten es versucht mich Abzuzocken, doch dank der Mitglieder dieses Forum habe ich die Abzocker gegen die Wand laufen lassen, mich ganz Entspannt zurückgelehnt.

Goofy
13.06.2015, 10:45
Key Systems und Hetzner sind für mich absolut keine Maßstäbe für seriöse Provider.

Krumme Hunde kann es überall geben, und natürlich kann (und muss) ein Provider die gehosteten Inhalte nicht proaktiv kontrollieren.

Trotzdem schaffen es die meisten Provider, ihre Netze (weitgehend) sauber zu halten. Und wie schon mehrfach gesagt: die Häufung des Hostings von Seiten der Gewinneintragungsbetrugs-Mafia immer wieder bei einigen wenigen ganz bestimmten Providern fällt einfach immer wieder auf. Dazu fallen dann immer wieder gewisse räumliche Nähen auf. Das allein beweist - zugegebenermassen - noch nichts, wirft aber immer wieder Fragezeichen auf.

Wann und warum die Ermittler diese Fragezeichen und die vielen Beschwerden zum Anlass nehmen, im einen Fall genauer hinzuschauen und im anderen Fall eben nicht, das entzieht sich unserer Kenntnis.

Was aber nicht ist, das muss noch lange nicht für immer garantiert so bleiben. Das musste u.a. schon der Herr Magister K. von der "Luck24", gegen den wohl der Prozess in Wien immer noch läuft, erfahren.

Wie gesagt: kein Provider wird gezwungen, mit Gaunern Verträge zu schließen bzw. zu halten. Einige wenige entscheiden sich bewusst für die Blackhat-Tour. Risikolos ist das aber nicht. Bekannt ist der Fall eines Providers, der zu lange und zu extensiv einigen der schlimmsten Spammern Deutschlands ein wohliges Biotop geboten hat. Nachdem sein Netz dann - natürlich! - in sämtlichen Blacklisten gelandet ist, ist - natürlich! - die rotzende Spammerkarawane zum nächsten Blackhat weitergezogen. Er selbst stand dann da mit der irreparablen Rufschädigung, und nach diversen persönlichen privaten Rückschlägen ist er jetzt tot und sein Unternehmen dicht.

Man muss sich rechtzeitig für einen bestimmten Weg entscheiden. Es gibt Wege, aus denen es nur schwer ein "Zurück" gibt.

chinthai
13.06.2015, 11:00
Es geht hier meines Erachtens nicht um langjährige Kundenbeziehungen, denn die Schilderungen im Forum lassen darauf schließen, dass Leute, die schon seit mehreren Jahren eine Internetseite betreiben, nicht plötzlich auf die Idee kommen, auf ihrer lang gepflegten Seite zweifelhafte bis illegale Inhalte unter zu bringen.

eben, das ist auch der Grund - warum mich das nun auch interessiert. Wenn jemand seit ca 1996 ein Unternehmen betreibt, seit ca 2000 unser Kunde ist und es bis heute, keine einzige Anzeige bei einer zuständigen Behörde gibt (auch nicht bei uns direkt) - auch der Firmenname nicht gewechselt oder in ein anderes Land transferiert wurde - dann werde ich schon etwas misstrausch, wenn man solch ein registriertes Unternehmen, dann in Foren als Betrugs-Unternehmen bezeichnet. Was natürlich nicht ausschliesst, das die Verdächtigungen zutreffen. Aber nach unserer Auffassung und auch nach der Auffassung der NIC.AT - können wir bei solch komplzierten Fällen nicht
alleine reagieren. Macht die NIC.AT als Domain-Registrar auch nicht. Die sperren diese Domains prinzipiell nur mit Gerichtsbeschluss. Wir schliessen uns hier sozusagen
der NIC.AT und auch der DENIC, ICANN usw. an.


Das Groß der auf dieser Plattform diskutierten Fälle folgt eher einem anderen Muster: In irgendeinem Briefkasten, bevorzugt in England oder Übersee, wird eine Limited gegründet, die dann offiziell für die Abzock-Webseite verantwortlich zeichnet. Wenn überhaupt, dann werden dafür immer wider Strohmänner engagiert. Die Webseiten sind entsprechend auf schnellen Profit angelegt. So kann es sein, dass man z.B. ein halbes Jahr nach Start eines betrügerischen Webshops zwar vielleicht noch eine Bestellung aufgeben, man erhält aber keine Reaktion mehr, weil die Ganoven längst weiter gezogen sind.

ja, da hätten wir wohl die Webseiten auch schon vorher überprüft. Dies trifft aber bei unserem Kunden schon deshalb nicht zu, da dieser schon seit 2000 unter gleicher Firmenbezeichnung firmiert. Nicht in England oder sonst wo - sondern in Klagenfurt.


Und Argumente wie die, die Sie, chintai, hier bringen, wird man vermutlich auch von Blackhats hören: "Uns sind die Hände gebunden, wir dürfen die Inhalte nicht kontrollieren, wir müssen auf juristische Ermittlungen warten, die Kunden zahlen, also müssen wir den Service aufrecht erhalten, …"

ich glaube nicht ganz, das Telekom, Strato - keine dubiosen Webseiten hostet. Wie sollen diese denn solche Webseiten ausfiltern, wenn es keinerlei Beschwerden gibt.
Diese aufgeführten Hoster haben jedoch eine eigene Rechtabteilung. Ich gehe davon aus, das diese bei Beschwerden, falls es welche gibt - das Kundenaccount einfach von der Rechtsabteilung überprüfen lassen. Je nachdem, wie dieser Anwalt dann den Fall einschätzt, dürfte gesperrt werden oder nicht.
Kleinere Hoster müssten dann ihren Hausanwalt bemühen - das machen wir halt nicht. Würde ja auch nicht viel bringen, weil aufgrund der Webseite ja nicht festgestellt werden kann, ob nun die Lastschriften genehmigt wurden, oder nicht.


Mögen ja alles tragfähige Argumente sein. Das erklärt aber nicht die Häufung von Abzockseiten bei bestimmten Hostern bzw. im Umkehrschluss, warum gewisse Hoster es schaffen, ihr Netz sauber zu halten.

das ist eben, was wir anzweifeln. Es gibt kein Netz, was sauber ist. Auch nicht das Netz der DENIC und jedes anderen Registrars, weil die könnten ja auch reagieren und die Domain einfach sperren. Dann hätte der Provider unter diesen Registrars gar keine andere Möglichkeit, als auch zu kündigen. Warum tun das die Monopolisten also nicht?
Daher glaube ich nicht, das die Deutsche Telekom hier reagiert, wenn es anonyme bzw. private Beschwerden gibt. Bei Aufnahme von Ermittlungen, na gut - das mag sein, das die dann das Account erstmal suspendieren, als sperren und dann die Ermittlungen abwarten. Das wäre auch bei uns sicher möglich, dieses Vorgehensweise zu übernehmen. Dazu warte ich erstmal die Umfrage, die ich heute in einer Provider-Plattform gestartet habe ab. Dann werden wir ev. unsere Vorgehensweise der Mehrheit der Provider anpassen. Das würde aber trotzdem unseren Kunden, um den es eigentlich geht, nicht betreffen. Der hat ein seit 20 Jahren das gleiche Impressum, ist nicht abgetaucht und führt die Firma in Klagenfurt. Dazu gibt es, wie schon erwähnt - auch keine einzige Beschwerde, ausser in Foren.

Gerade die erste Antwort eines ISP-Kollegen erhalten. Der macht das so:

Sobald seitens der Staatsanwaltschaft/Polizei Ermittlungen aufgenommen werden, schreibt er den Kunden an und fordert eine Stellungnahme. Klingt die plausibel, wird nicht gesperrt, wenn nicht - dann wird erstmal gesperrt.

Wäre auch eine Möglichkeit, falls auch bei uns mal Ermittlungen gegen Kunden geführt werden.


@ chinthai

Software Sammler und der Rechtsanwalt O.T. hatten es versucht mich Abzuzocken, doch dank der Mitglieder dieses Forum habe ich die Abzocker gegen die Wand laufen lassen, mich ganz Entspannt zurückgelehnt.

das ist korrekt. Mich macht nur misstrauisch, warum Kunden, die angeblich abgezockt wurden, nicht zur Polizei gehen. Nur diese hat die Möglichkeiten, das ganze zu durchleuchten.
Ein Provider sicher nicht.


Key Systems und Hetzner sind für mich absolut keine Maßstäbe für seriöse Provider.

Krumme Hunde kann es überall geben, und natürlich kann (und muss) ein Provider die gehosteten Inhalte nicht proaktiv kontrollieren.

würde auch nichts bringen, da die Webseiten meist legal im Netz stehen. Der Betrug selbst erfolgt ja, wie in diesem Fall - über Lastschrifteinzüge ohne Genehmigung. Da wäre die Bank eigentlich der bessere Ansprechpartner, weil es gegen deren AGB´s bzw. gegen die Akkreditierungs-Vereinbarung der Zentral/Nationalbank geht. Widerrufen diese Banken die Genehmigung, ist es zu Ende.

Investi
13.06.2015, 11:09
Sondern ich halte ganz einfach Vorverurteilungen von Providerkunden generell als tw. schon kriminell.

Dann bitte ich mal um Zitate. Möglichst aus diesem Forum.

Übrigens: Betrug entsteht nicht durch eine Verurteilung, sondern durch eine Handlung. Und somit wird man auch durch eine Handlung und nicht durch eine Verurteilung zum Betrüger. Das Urteil ist lediglich eine Form des Nachweises. Im Gesetz steht nämlich auch:


Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist


Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist

Ich hab mal speziell für chinthai die wichtigen Passagen hervorgehoben. Man muss also lediglich den Nachweis führen können, dass der Betroffene ein Betrüger oder Krimineller ist. Jedem Betroffenen steht es natürlich frei, die Unterlassung der Aussagen zu fordern und ggfs. das Risiko einzugehen, dass sie gerichtlich auch noch bestätigt werden.
Im Übrigen kann man auch betrogen werden und keine Anzeige erstatten und Strafantrag stellen. Deswegen wird dann auch nicht ermittelt und erst recht nicht verurteilt. Aber die Handlung/Tat des Betrügers bleibt dennoch ein Betrug und der Täter ein Betrüger und die Aussage im Sinne des Gesetzes erweislich.

Mittwoch
13.06.2015, 11:36
Warum geht mir gerade der Begriff "Rabulist" durch den Kopf? *ooh*

chinthai
13.06.2015, 11:47
Ich hab mal speziell für chinthai die wichtigen Passagen hervorgehoben. Man muss also lediglich den Nachweis führen können, dass der Betroffene ein Betrüger oder Krimineller ist.

und genau daran scheitert es meistens. Versuch mal jemand von der Bank die Auskunft zu erhalten, ob der "angeblich Betrogene" nun seine Zustimmung zum Lastschrift- einzug gegeben hat, oder nicht. Die Bank wird so ein Auskunftsersuchen mit der Begründung ablehnen, das es wegen dem Datenschutz nicht möglich ist.
Wir haben als Provider kein Recht, in Kundenaccounts, Mailaccounts, Datenbanken rumzuschnüffeln. Würden wir das tun, hätten wir nicht allzulange Kunden.




Jedem Betroffenen steht es natürlich frei, die Unterlassung der Aussagen zu fordern und ggfs. das Risiko einzugehen, dass sie gerichtlich auch noch bestätigt werden.
Im Übrigen kann man auch betrogen werden und keine Anzeige erstatten und Strafantrag stellen. Deswegen wird dann auch nicht ermittelt und erst recht nicht verurteilt. Aber die Handlung/Tat des Betrügers bleibt dennoch ein Betrug und der Täter ein Betrüger und die Aussage im Sinne des Gesetzes erweislich.

natürlich kann man betrogen werden und geht dann nicht zur Polizei. Aber was sollte dann ein Provider machen? Selbst Beweise gegen Kunden suchen? Das kann er eigentlich gar nicht, weil die Bank da nicht mitspielt. Wir müssen uns zu 100% rechtlich absichern, eine erfolgreiche Schadensersatzforderung, würde uns schon einige Probleme bereiten.

Die Aussage in diesem Posting ist zwar soweit korrekt, jedoch für einen Provider wenig hilfreich. Der benötigt Beweise, nur wer soll diese bereitstellen?


Warum geht mir gerade der Begriff "Rabulist" durch den Kopf? *ooh*

kann man in diesem Zusammenhang eher nicht verwenden. Hier geht es um reine Fakten, Beweise usw.
Eigentlich geht es hier nur darum, ob Provider schon bei Kenntnisnahme über einen möglichen Betrug handeln sollen, oder erst warten - bis der Beweis zu 100% erbracht ist.

Ich werde nun auch andere Situationen hier etwas ausklammern, weil es sonst zu weit führen würde und es müssig ist, Themen zu diskutieren, die einen gar nicht betreffen. Damit meine ich, Briefkastenfirmen in England usw. - wechselnde GF´s und Firmennamen usw. Das betrifft uns ja nicht, da wir bis heute keine solche Kunden haben.

Investi
13.06.2015, 11:51
dann werde ich schon etwas misstrausch, wenn man solch ein registriertes Unternehmen, dann in Foren als Betrugs-Unternehmen bezeichnet. Was natürlich nicht ausschliesst, das die Verdächtigungen zutreffen. Aber nach unserer Auffassung und auch nach der Auffassung der NIC.AT - können wir bei solch komplzierten Fällen nicht
alleine reagieren. Macht die NIC.AT als Domain-Registrar auch nicht. Die sperren diese Domains prinzipiell nur mit Gerichtsbeschluss. Wir schliessen uns hier sozusagen
der NIC.AT und auch der DENIC, ICANN usw. an.

Jetzt habe ich mir den gesamten Thread durchgelesen und habe nirgendwo den Vorwurf des Betruges entdeckt. Es wurden immer nur tatsächliche Zusammenhänge aufgezeigt. Es wurde auch nirgendwo gefordert, Ihr sollt die Domain kündigen. Die Inhalte der Domain waren hier zu keinem Zeitpunkt Diskussionsthema, sie wurden lediglich durch einen User namens chinthai ins Gespräch gebracht.

Natürlich, ein Kaltanruf bei einem Verbraucher ist ohne dessen vorherige Zustimmung ein Rechtsbruch (Achtung chinthai: ich sage nicht, es wäre eine Straftat!). Wenn aber die Anruferin wahrheitswidrig behauptet haben sollte, die Angerufene hätte an einem Gewinnspiel teilgenommen, dann könnte dies durchaus den Tatbestand des Betruges erfüllen:


(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

Aber selbst die Teilnahme an einem Gewinnspiel berechtigt nicht automatisch zur telefonischen Kontaktaufnahme.

Wie wir uns drehen und wenden: Euer Kunde handelt offensichtlich rechtswidrig.

Und um noch einmal auf das oben aufgeführte Ausgangszitat zurückzukommen:
Genau das ist das Hauptproblem: Obwohl nahezu alle Provider in ihren AGB das Verbot der illegalen Werbeversendung (auch wenn es hier im Thread nicht um Mails ging, sollte dies aber auf Grund des allgemeinen Themas unseres Forums angesprochen werden) aufgenommen haben, wird diese Handlung von ebenfalls nahezu allen Providern als Kavaliersdelikt angesehen und die entsprechende Klausel nur äusserst selten entstaubt und angewendet. Dabei wäre das die einfachste Methode, Spam zukünftig zu reduzieren: eine stufenweise Eskalation bei Verstoss des Kunden. Nach einer Ermahnung/Abmahnung folgt die 3-tägige Abschaltung der Domain, anschliessend wird als Vertragsstrafe (die natürlich in solchen Fällen in die Verträge mit aufgenommen werden müsste) eine einmonatige Sperrung des Mailaccounts oder der Domain angesetzt. Gelegenheitsspammer erfahren auf diesem Weg, dass der durch den Spam eingefahrene Gewinn sich durch den Aufall des Webshops in der Folgezeit wieder relativiert.

Dazu braucht es keinen Staatsanwalt und keinen Richter, sondern lediglich klare Vereinbarungen und Verträge und konsequente Umsetzung derselben.

chinthai
13.06.2015, 12:08
Wie wir uns drehen und wenden: Euer Kunde handelt offensichtlich rechtswidrig.

ok - das kann durchaus möglich sein. Ich bin kein Anwalt. Warum dann in 20 Jahren keine einzige Anzeige bei der Polizei? Der GF ist ermittelbar, die Firma ist wohl seit 1996 registriert, es gibt Angestellte usw.

Es reicht eine Anzeige und wir handeln. Ohne eine Anzeige, ohne eine Beschwerde bei uns.... - diesen Provider, inkl. Strato und Telekom möchte ich sehen, der dann von sich aus aktiv wird, nur weil er in Foren etwas liest. :D

Provider in Österreich sind meistens in der NIC.AT Community versammelt. Sollte uns also mal eine Beschwerde erreichen, werden wir das ev. sogar mit Hilfe der NIC.AT Rechtsabteilung behandeln. Also abklären, wie die NIC.AT selbst das lösen würde. Daran würden wir uns dann wohl halten. Wie schon erwähnt, für uns ist ein Kunde unschuldig, bis eben das Gegenteil bewiesen ist, das können dann Ermittlungen sein, oder eben Urteile, Gerichtsbeschlüsse usw.
Alles was wir anonymisiert in Erfahrung bringen, nehmen wir natürlich zur Kenntnis, recherchieren und diskutieren darüber, wie eben hier auch. Notfalls orientieren wir uns auch gerne neu, wenn Situationen auftreten, mit denen wir vorher noch nie konfrontiert wurden, wie eben jetzt bei diesem einen Kunden.

Daher auch die Frage an andere Kollegen in einer Provider-Plattform, wie die das handhaben. Danach werden alle diese Infos ausgewertet und ggf. unsere Arbeitsanweisung für den Support/Admin korrigiert bzw. ergänzt. So wie es nun aussieht, werden wir wohl dahingehend ergänzen, das nach Anfragen von Staatsanwalt/Polizei, der Kunde von uns angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten wird. Das scheinen mehrere Provider so zu machen. Je nachdem, wie die Stellungnahme ausfällt und ev. auch nach Rücksprache mit dem ermittelnden Staatsanwalt, wird erst die Entscheidung gefällt - ob zumindest erstmal vorübergehend gesperrt wird oder nicht.

Investi
13.06.2015, 12:54
ok - das kann durchaus möglich sein. Ich bin kein Anwalt. Warum dann in 20 Jahren keine einzige Anzeige bei der Polizei? Der GF ist ermittelbar, die Firma ist wohl seit 1996 registriert, es gibt Angestellte usw.

Es reicht eine Anzeige und wir handeln. Ohne eine Anzeige, ohne eine Beschwerde bei uns.... - diesen Provider, inkl. Strato und Telekom möchte ich sehen, der dann von sich aus aktiv wird, nur weil er in Foren etwas liest. :D

1. Es hat hier im Forum immer noch niemand gefordert, dass irgendein Provider aktiv wird.

2. Was glaubst Du, weshalb derartige halbseidene Unternehmen nahezu immer grenzüberschreitend aktiv sind? Von Deutschland nach Österreich, von der Schweiz nach Deutschland, aus Asien nach Europa oder von Panama in die ganze Welt?

3. Weshalb es in 20 Jahren keine Anzeige bei der Polizei gab? Weil Spamaktionen (Telefon, Fax, Email, Brief, SMS, Infostand, Hausierer usw.) nicht unter das Strafrecht fallen sondern nur zivilrechtliche Ansprüche auslösen.

chinthai
13.06.2015, 13:02
Obwohl nahezu alle Provider in ihren AGB das Verbot der illegalen Werbeversendung (auch wenn es hier im Thread nicht um Mails ging, sollte dies aber auf Grund des allgemeinen Themas unseres Forums angesprochen werden) aufgenommen haben, wird diese Handlung von ebenfalls nahezu allen Providern als Kavaliersdelikt angesehen und die entsprechende Klausel nur äusserst selten entstaubt und angewendet. Dabei wäre das die einfachste Methode, Spam zukünftig zu reduzieren: eine stufenweise Eskalation bei Verstoss des Kunden. Nach einer Ermahnung/Abmahnung folgt die 3-tägige Abschaltung der Domain, anschliessend wird als Vertragsstrafe (die natürlich in solchen Fällen in die Verträge mit aufgenommen werden müsste) eine einmonatige Sperrung des Mailaccounts oder der Domain angesetzt. Gelegenheitsspammer erfahren auf diesem Weg, dass der durch den Spam eingefahrene Gewinn sich durch den Aufall des Webshops in der Folgezeit wieder relativiert.
Dazu braucht es keinen Staatsanwalt und keinen Richter, sondern lediglich klare Vereinbarungen und Verträge und konsequente Umsetzung derselben.

das haben wir anders gelöst. Bei uns wird der Massenversand von Mails auf 20 Mails begrenzt. Sendet jemand mehr, wird das blockiert und bleibt erstmal im Queue stecken. Wir bekommen einen Warnhinweis und kontaktieren dann den Kunden, ob er diese Mails versendet oder ob jemand ein veraltetes PHP-Script missbraucht.
Bestätigt der Kunde den Versand, z.B. aus einem Newsletter-Verzeichnis, dann geben wir den Versand frei, ansonsten wird er gelöscht. Hat sich gut bewährt.

chinthai
13.06.2015, 13:13
1. Es hat hier im Forum immer noch niemand gefordert, dass irgendein Provider aktiv wird.

eigentlich schon, zumindest indirekt.


2. Was glaubst Du, weshalb derartige halbseidene Unternehmen nahezu immer grenzüberschreitend aktiv sind? Von Deutschland nach Österreich, von der Schweiz nach Deutschland, aus Asien nach Europa oder von Panama in die ganze Welt?

naja, dafür gibt es Interpol. Die Betreiber von kino.to hat man wohl tw. in Kambodscha geschnappt, den lieben Mr. Dot.com in Neuseeland festgesetzt usw.
Nur wenn 20 Jahre nichts passiert, und auch nicht das Land, Namen usw. gewechselt wird, dann überprüft man schon genauer, wenn da auf einmal Verdächtigungen
bekannt werden.


3. Weshalb es in 20 Jahren keine Anzeige bei der Polizei gab? Weil Spamaktionen (Telefon, Fax, Email, Brief, SMS, Infostand, Hausierer usw.) nicht unter das Strafrecht fallen sondern nur zivilrechtliche Ansprüche auslösen.

ging es nicht auch um unberechtigte Abbuchungen? Das wäre dann schon Betrug und nicht mehr zivilrechtlich relevant sondern strafrechtlich.

Investi
13.06.2015, 20:22
ging es nicht auch um unberechtigte Abbuchungen? Das wäre dann schon Betrug und nicht mehr zivilrechtlich relevant sondern strafrechtlich.

Siehe Frage 2.

Goofy
13.06.2015, 20:32
Wie heißt denn genau diese angeblich seit 20 Jahren bekannte "seriöse Firma in Klagenfurt" (also wohl doch nicht diese ominöse "Hodnant Holding" aus Zypern...)?

Die "Österreichische Vorteilsgemeinschaft" kann es ja wohl schlechterdings nicht sein, denn eine solche Firma ist in Österreich in keinem Verzeichnis ermittelbar.

Oder darf die Identität ihrer hochwohlgeborenen Durchlaucht "aus Datenschutzgründen" lieber nicht bekannt gegeben werden? - Nicht dass es da am Ende noch schweissnasse Achseln unter dem Lodenjäckchen gibt. Das wollen wir doch nicht.

chinthai
14.06.2015, 05:08
Wie heißt denn genau diese angeblich seit 20 Jahren bekannte "seriöse Firma in Klagenfurt" (also wohl doch nicht diese ominöse "Hodnant Holding" aus Zypern...)?

Die "Österreichische Vorteilsgemeinschaft" kann es ja wohl schlechterdings nicht sein, denn eine solche Firma ist in Österreich in keinem Verzeichnis ermittelbar.

das muss es gar nicht. Viele Firmen benutzen "Virtual Offices" in der ganzen Welt, um dem Kunden eine Anlaufstelle im eigenen Land zu bieten. So kann z.B. eine Firma Max Mustermann eine Adresse in New York haben, obwohl diese Firma in der USA gar nicht existiert. Die Benutzer dieser "Virtual Offices bezahlen dann monatliche Gebühren an diese Office-Firmen. Ob das dann seriös oder unseriös ist, lass ich mal dahingestellt. Vermutlich werden solche Dienstleistungen von beiden Seiten benutzt.
Die internationale Firma "REGUS" vermietet z.B. solche Adressen weltweit. Wird sicher auch von vielen unseriösen Ltd´s benutzt. Ich habe aber noch niemals davon gehört, das dadurch auch die Fa. Regus als unseriös eingestuft wurde. Ist aber nur so als Beispiel zu sehen - wir haben keine Geschäftsbeziehungen mit Regus.


Oder darf die Identität ihrer hochwohlgeborenen Durchlaucht "aus Datenschutzgründen" lieber nicht bekannt gegeben werden? - Nicht dass es da am Ende noch schweissnasse Achseln unter dem Lodenjäckchen gibt. Das wollen wir doch nicht.

Unter Beitrag Nr.9 ist die Firma aufgeführt. Wir wurden da auch leider fälschlicherweise gleich dazu gepackt :-)
Daher halte ich eben von Amateur-Recherchen nicht allzuviel, da hier tw. auch Unbeteiligte mit reingezogen werden können, die von all dem eigentlich gar nichts mitbekommen. Hodnant sagt mir direkt nicht viel, fiel mir nur auf - das diese Firma in vielen Berichten, Beiträgen immer wieder aufscheint. Scheint in Zypern beheimatet zu sein. Da stellt sich mir dann aber auch wieder die Fragen, warum schliesst man die nicht? Warum ist diese Firma immer noch aktiv - sollte doch in der EU möglich sein, so etwas zu unterbinden.

chinthai
14.06.2015, 07:26
Wie heißt denn genau diese angeblich seit 20 Jahren bekannte "seriöse Firma in Klagenfurt" (also wohl doch nicht diese ominöse "Hodnant Holding" aus Zypern...)?

ich habe mich nun interessehalber die Firmen Hodnant, Pay4.de usw.näher unter die Lupe genommen. Ich ging eigentlich davon aus, das die Hodnant Ltd. hinter all den Abzock-Versuchen steckt. Nun stell ich aber fest, das die Hodnant, Pay4.de - lediglich Pay-Systeme anbieten, wie z.B. Einzüge von Forderungen über Paypal, Mastercard, Visa, American Express, Moneybookers und auch Sepa-Lastschriften in der EU usw - also auch nur Dienstleister sind.

Nun verwundert mich auch nicht, das diese Firmen nicht schon geschlossen wurden, da sie vermutlich legal tätig sind. Sie müssen wohl, wie die Post, Bank, Visa, Mastercard usw. den Kunden, der dort eine Dienstleistung bucht, nicht vorher überprüfen, sondern können diese Dienstleistungen ungeprüft anbieten und durchführen. Die beiden o.g. Firmen wiederum benutzen dazu Visa, Mastercard usw. - mit denen sie Verträge haben dürften.

Inwieweit die genannten Firmen wissen, welcher Kunde Abzocker und welcher seriös ist, weiss ich nicht. Die Tätigkeiten dieser Firmen dürften jedoch legal erfolgen, da ansonsten auch Visa, Mastercard, Paypal - die ja diese Abzocker-Einzüge letztendlich durchführen - ins Visier der Ermittler rücken müssten.

Um Missverständnisse auszuschliessen: wir verteidigen hier nicht die beiden o.g. Firmen, haben mit denen keinerlei Geschäftsbeziehungen, sind also keine Kunden von uns.
Auch vermeiden wir bewusst eine Bewertung dieser Firmen, ob sie seriös oder nicht seriös sind. Das entscheidet sowieso jeder für sich selbst.

Mir geht es lediglich darum, zu verhindern - das Amateuer-Detektive tw. seriöse Firmen in die Ecke von unseriösen schieben, wie das unter Beitrag Nr. 9 geschehen ist. Dort sind die Recherchen über ChinThai Network von der ersten Zeile bis zur letzten falsch oder total veraltet. Wenn man dann über Google z.B. unsere Firma sucht, dann auf diesen Beiträg stösst und sieht dann als letzten Satz nach der Aufzählung und Beschreibung von 3 Firmen (bei uns auch noch falsch) den Vermerk:


Ich denke, wir wissen jetzt, wer die Drahtzieher hinter dieser Telefonabzocke sind.

so halten wir dies für sehr bedenklich, da Kunden dann mit Sicherheit auch unsere Firma hinter der Telefon-Abzocke vermuten könnten. Um das richtig zu stellen, war der Grund - warum ich mich in diesem Forum angemeldet habe. Besser wäre es gewesen, man hätte uns direkt angeschrieben. Wir sind gerne bereit, allgemeine Auskünfte zu geben, wenn Fragen zu ChinThai Network auftreten sollten.

erdbeernase
14.06.2015, 10:50
Um Missverständnisse auszuschliessen: wir verteidigen hier nicht die beiden o.g. Firmen,

doch das machen Sie schon seit dem ersten Posting, einfach nochmal von vorn beginnen.
Sie sind sehr unglaubwürdig, kein seriöser Provider würde sich so vehement für solche Geschäftsgebahren einsetzen und versuchen das zu 'legalisieren',
noch dazu wenn man ja angeblich nichts damit zu tun hat.
Wie sagt man so schön: Getroffene Hunde bellen.
Ich sag es einfach mal so: einen Nutzen von der Aktion haben Sie auf jeden Fall.

chinthai
14.06.2015, 11:19
doch das machen Sie schon seit dem ersten Posting, einfach nochmal von vorn beginnen.
Sie sind sehr unglaubwürdig, kein seriöser Provider würde sich so vehement für solche Geschäftsgebahren einsetzen und versuchen das zu 'legalisieren',
noch dazu wenn man ja angeblich nichts damit zu tun hat.


wie schon erwähnt, uns störten die falschen Angaben von Beitrag Nr. 9. Was sie nun weiter vermuten, ist nicht unser Bier. Nur sollte man vorsichtig sein, wenn Gerüchte und Vermutungen öffentlich gestreut werden, die dann hinten und vorne nicht stimmen. Man könnte dann zu leicht den Spiess umdrehen und den Poster ins krimelle Eck schieben, weil er unwahre Dinge behauptet, also verleumdet. Machen wir aber nicht, andere vielleicht schon.

Ihr solltet hier ev. euch eher auf die Hintermänner konzentrieren, nicht auf Firmen, die seit Jahrzehnten legal und ohne Beanstandung seitens der Behörden tätig sind.
Uns interessiert eine Hodnant, pay4.de usw. nicht - jedoch Kunden, die ev. verleumdet werden, schon irgendwie.

Sollte einer von euch durch unseren Kunden geschädigt worden sein, ist der Weg zur Polizei zu empfehlen. Danach kann man durch eine Akteneinsicht die realen Zusammenhänge erfahren. So wäre der korrekte Weg - was unter Beitrag 9 steht, ist schon sehr grenzwertig in Richtung Verleumdung.


Ich sag es einfach mal so: einen Nutzen von der Aktion haben Sie auf jeden Fall.

ja, einen Nutzen ziehen wir daraus, indem wir eine Umfrage starteten und nun unsere Vorgehensweise etwas abändern werden, sollten mal Ermittlungen der Behörden gegen Kunden eingeleitet werden. Ist in diesem Fall ja noch nicht passiert.

Nur zur Info:

Ein in der Provider-Branche sehr bekannter seriöse Hoster (Bewertung gleich wie Domainfactory) aus Essen, schreibt auf unsere Umfrage - wie Provider in D sich bei Ermittlungen gegen Kunden verhalten, folgendes:


ein absolut standardisiertes Vorgehen führt aus meiner Sicht langfristig zu Entscheidungen, die den Kunden benachteiligen. Daher ist es wichtig, den jeweiligen Einzelfall abzuwägen und im Zweifelsfall für den Kunden zu entscheiden. Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass viele Provider sich viel zu schnell gegen ihren eigenen Kunden stellen (nur durch die zu toppen, die bei einer Abuse-Message sofort sperren...). Ja, es gibt eine Mitstörerhaftung, aber die ist kein Grund, seinem Kunden bei nicht 100%-iger "Beweislage" sofort den Saft abzudrehen.

Wenn man selbst als Provider keine eindeutige Entscheidung treffen kann, sollte eine Sperrung allenfalls dann erfolgen, wenn sich der Kunde nicht oder nicht vernünftig zu dem Vorfall äußern kann. Ein nicht zu verachtender großer Teil der (wenigen) Abuses, die wir erhalten, werden von Leuten verfasst, die keinerlei Rechtsanspruch auf eine Abschaltung des beanstandeten Kunden haben, sondern nur versuchen, eine Konkurrenzwebseite auf diese Art und Weise loszuwerden. Diese Leute hoffen darauf, dass wir schlichtweg bei einer nichtüberprüfbaren Anschuldigung den vermeintlich sicheren Weg der Kundenabschaltung wählen.

Wir werden uns nun eben dieser Vorgehensweise anschliessen und nicht einfach auf einen gerichtlichen Beschluss warten, sondern den Kunden schon bei Einleitung von Ermittlungen um eine Stellungnahme ersuchen. Aber eben, wie schon erwähnt - erst nach Einleitung von Ermittlungen und nicht aufgrund von Ermittlungen von Amateur-Detetktiven :D


Sie sind sehr unglaubwürdig, kein seriöser Provider würde sich so vehement für solche Geschäftsgebahren einsetzen

nein, die würden das der Rechtsabteilung übergeben, wenn sie den Verdacht hätten, es wäre schon Verleumdung. Wir sind da eben flexibler und klären das gerne auch im Forum.
Wir überlegen sogar Mitlgied des Vereins zu werden, weil uns auch einige Spam-Beiträge interessant (für eine Diskussion) vorkommen.



Wie sagt man so schön: Getroffene Hunde bellen.

das ist richtig, wir bellen ja - weil wir eben getroffen wurden. Siehe Beitrag Nr. 9 - wo alles durcheinander gewürfelt wurde. :D

Goofy
14.06.2015, 11:56
Uns interessiert eine Hodnant, pay4.de usw. nicht - jedoch Kunden, die ev. verleumdet werden, schon irgendwie.

Wer ist denn nun dieser ominöse Kunde? - Auch mich interessiert dieser Kunde. Auch ich würde das von Ihnen mit Recht beklagte "Durcheinander" gern etwas geraderücken, und das könnte man ein Stück weit, wenn man wüsste, wer das ist.

Hodnant und pay4.de => (<= danke für die Auskunft, Sie sind offenbar gut informiert...) sind Zahlungsdienstleister (ich könnte jetzt auch einen anderen Ausdruck wählen...), aber nicht Anbieter.
Übrigens hat die Pay4 schon Ärger mit der BAFIN gehabt - Stichwort "BRUMA Service GmbH". Und gegen die Hodnant ermittelte die StA Krefeld, 2 Js 2119/11, auch hier taucht die Pay4 mit auf.

Sondern Anbieter ist - gemäß Ihrer eigenen Verlautbarung - eine seit 20 Jahren bekannte Klagenfurter Firma, die seit 2000 bei Ihnen Kunde ist.

Wer also ist diese Firma? Um diese Auskunft drücken Sie sich herum.

Wenn - gemäß Ihrer eigenen Bekundung - die Webseiten eben nicht von der Hodnant betrieben wurden (obwohl die im Impressum stand, jetzt sind die Seiten ja gar nicht mehr aufrufbar...), und wenn Sie den Kunden kennen, dann war das Impressum ersichtlich falsch, und Sie decken den Kunden.

chinthai
14.06.2015, 12:28
Wer ist denn nun dieser ominöse Kunde? - Auch mich interessiert dieser Kunde. Auch ich würde das von Ihnen mit Recht beklagte "Durcheinander" gern etwas geraderücken, und das könnte man ein Stück weit, wenn man wüsste, wer das ist.

sehen sie unter Beitrag 9 nach. Hodnant ist es nicht - da bleibt dann nicht mehr viel übrig. Ich hatte das ja eigentlich im Beitrag danach schon richtig gestellt.


Hodnant und pay4.de => (<= danke für die Auskunft, Sie sind offenbar gut informiert...) sind Zahlungsdienstleister (ich könnte jetzt auch einen anderen Ausdruck wählen...), aber nicht Anbieter.

ja, ich informiere mich immer noch - aber bin wohl irgendwo nun auf den Seychellen stecken geblieben. Interessiert mich privat nun mehr, da dies ja nicht unsere Kunden sind. Fakt ist scheinbar - bitte korrigieren Sie mich, wenn es falsch sein sollte - das beide Firmen noch immer aktiv sind, beide GF auch weiterhin tätig sind und das wohl Ermittlungen gegen den GF der Hodnant und auch eine Anklage gegen den GF von pay4.de nichts gebracht haben, wobei es beim letzteren nur deshalb zur Anklage kam, weil er scheinbar bei einem Fall gewusst haben soll, das die Lastschriften nicht genehmigt waren. Beim GF von Hodnant scheint es ja noch gar nicht zu einer Anklage gekommen zu sein. Ich kann aber auch was übersehen haben.


Übrigens hat die Pay4 schon Ärger mit der BAFIN gehabt - Stichwort "BRUMA Service GmbH". Und gegen die Hodnant ermittelte die StA Krefeld, 2 Js 2119/11, auch hier taucht die Pay4 mit auf.

ermittelt wurde schon gegen viele - auch gegen den GF der pay4.de selbst, nur was kam dabei heraus? Sie haben von der Bafin lediglich das Verbot erhalten, bei einer Firma tätig zu werden, die jedoch schon ziemlich überführt zu sein scheint. Bafin hat aber pay4.de nicht die Lizenz als Bank/Finanzinstitut entzogen.


Sondern Anbieter ist - gemäß Ihrer eigenen Verlautbarung - eine seit 20 Jahren bekannte Klagenfurter Firma, die seit 2000 bei Ihnen Kunde ist.
Wer also ist diese Firma? Um diese Auskunft drücken Sie sich herum.

siehe Beitrag 9 und 10. Wir wiederholen nicht gerne andauernd die Namen von Kunden, man findet das später alles bei Google, wie auch unsere Firma, die nur einmal genannt wurde.


Wenn - gemäß Ihrer eigenen Bekundung - die Webseiten eben nicht von der Hodnant betrieben wurden (obwohl die im Impressum stand, jetzt sind die Seiten ja gar nicht mehr aufrufbar...), und wenn Sie den Kunden kennen, dann war das Impressum ersichtlich falsch, und Sie decken den Kunden.

wie schon erwähnt, Hodnant ist nicht unser Kunde. Habe gerade nachgesehen - auch wieder sehr interessant. Strato hostet Hodnant
Die fehlen dann eigentlich in Beitrag Nr. 9 :D

Hodnant.com
Tech Name: Hostmaster Strato Rechenzentrum
Tech Organization:
Tech Street: Cronon AG Professional IT-Services
Tech Street: Emmy-Noether-Str. 10
Tech City: Karlsruhe

Goofy
14.06.2015, 12:56
sehen sie unter Beitrag 9 nach. Hodnant ist es nicht - da bleibt dann nicht mehr viel übrig. Ich hatte das ja eigentlich im Beitrag danach schon richtig gestellt.


Die GTS Dataproducts tritt aber ebenfalls nach außen immer nur als "Zahlungsdienstleister" auf.
Sitzt jetzt in Ebenthal, früher in Klagenfurt.

chinthai
14.06.2015, 13:31
Die GTS Dataproducts tritt aber ebenfalls nach außen immer nur als "Zahlungsdienstleister" auf.
Sitzt jetzt in Ebenthal, früher in Klagenfurt.

wohl auch "Virtual Office" ähnliche Dienstleistungen, Callcenter für Firmen usw.

Mal o.g. Firma ausgeklammert - der Sprung von "seriös" zu "unseriös" liegt m.E. nur darin, ob solche Dienstleister Kenntnisse davon haben, das sie z.B. ungenehmigte Lastschriften einziehen. Ansonsten wäre ja jeder Postbote, der ein Paket ausliefert, indem sich Drogen befinden, von denen er nichts weiss - ein Drogenkurier. :D

Was mich auch wundert, ist die Tatsache - das renommierte internationale Unternehmen, wie Mastercard, Visa, Giropay, SEPA, Diners Club, American Express usw. - die sicherlich genug Beschwerden/Stornierungen direkt von den Betroffenen erhalten, die Akkreditierung z.B. von pay4.de weiterhin aufrecht erhalten und die Verträge nicht kündigen. Die würden sich am leichtesten tun, hier das ganze zu stoppen. Ohne die Akkreditierung kann diese Firma keine Einzüge mehr tätigen.

Goofy
14.06.2015, 18:28
...der Sprung von "seriös" zu "unseriös" liegt m.E. nur darin, ob solche Dienstleister Kenntnisse davon haben, das sie z.B. ungenehmigte Lastschriften einziehen.

Bei manchen "Dienstleistern" ist die Schwelle für die Kenntnis aber ganz erstaunlich weit oben angesiedelt.


Was mich auch wundert, ist die Tatsache - das renommierte internationale Unternehmen, wie Mastercard, Visa, Giropay, SEPA, Diners Club, American Express usw. - die sicherlich genug Beschwerden/Stornierungen direkt von den Betroffenen erhalten, die Akkreditierung z.B. von pay4.de weiterhin aufrecht erhalten...

Gewinnspieleintragungs-Betrüger ziehen nicht über Kreditkarten und nicht über ec-Karten ein, sondern über (angeblich genehmigte) Lastschriften. Folglich werden die genannten Unternehmen bezüglich Pay4 keine Beschwerden wegen Gewinnspieleintragungen erhalten.

Die GTS Dataproductions steht also offenbar hinter den mit falschen Impressi aufgesetzten Webseiten. Das würde bedeuten, dass die Hodnant Holdings lediglich vorgeschoben wird. Der Grund hierfür ist allzu offensichtlich.

Der Grieche mag sich seiner Sache sicher fühlen. Es haben sich schon ganz andere Leute sicher gefühlt, die jetzt im Bau sitzen. Manchmal dauert es seine Zeit, so wie beim Wiener Zirkel und bei den Krefeldern etc.

chinthai
14.06.2015, 18:47
Gewinnspieleintragungs-Betrüger ziehen nicht über Kreditkarten und nicht über ec-Karten ein, sondern über (angeblich genehmigte) Lastschriften. Folglich werden die genannten Unternehmen bezüglich Pay4 keine Beschwerden wegen Gewinnspieleintragungen erhalten.

pay4.de muss für Lastschriften eine Akkreditierung der Zentralbank/Sepa haben, die verteilen dann die Creditoren-ID. Es reicht, wenn sie diese verlieren. pay4.de hat jedoch wohl Akkreditierungen mit allen Kreditkarten und sonstigen Geldtransferunternehmen. Aber sie haben schon recht, über Kreditkarten dürfte das Einziehen schwieriger sein, also es reicht dann die Kündigung von SEPA. Dann wäre Schluss.


Die GTS Dataproductions steht also offenbar hinter den mit falschen Impressi aufgesetzten Webseiten. Das würde bedeuten, dass die Hodnant Holdings lediglich vorgeschoben wird. Der Grund hierfür ist allzu offensichtlich.

haben Sie einen Link mit so einem falschen Impressum?


Der Grieche mag sich seiner Sache sicher fühlen. Es haben sich schon ganz andere Leute sicher gefühlt, die jetzt im Bau sitzen. Manchmal dauert es seine Zeit, so wie beim Wiener Zirkel und bei den Krefeldern etc.

richtig.

Goofy
14.06.2015, 18:55
...haben Sie einen Link mit so einem falschen Impressum?


Die Seiten sind nicht mehr aufrufbar, aber in der wayback-machine vorhanden.

Beispiel aus 2013:

http://web.archive.org/web/20130508142916/http://www.partnernetz.at/impressum

Sie selbst sprechen von dem "seit 20 Jahren bekannten Klagenfurter Kunden", der diese Seiten betreibe oder betrieben habe. Auf der Seite wird aber die Hodnant Holding als Betreiber genannt.

chinthai
14.06.2015, 19:13
Sie selbst sprechen von dem "seit 20 Jahren bekannten Klagenfurter Kunden", der diese Seiten betreibe oder betrieben habe. Auf der Seite wird aber die Hodnant Holding als Betreiber genannt.

auf der Webseite kann der Kunde natürlich jedes Impressum eintragen. Von unserer Sicht aus, bleibt der Kunde solange mit der Domain unser Kunde, solange er die Domain bei uns registriert hat und wir diese für ihn bei der NIC.AT verwalten und ihm gegenüber abrechnen. Egal was er auf seiner Webseite einträgt.
Wir haben auch Reseller, die bei uns Domains, Webspace usw. einkaufen und dann unter eigener Verrechnung die Domains an Endkunden weiterverkaufen.
Was der Kunde dann letztendlich mit seiner Domain macht, interessiert uns nur soweit, als das er keine AGB´s verletzt. Das wäre aber nur dann der Fall, wenn er Webseiten ins Netz stellt, die rassistische, Nazi-, oder Kinderporno-Inhalte beinhaltet.

Sowie ich das sehe ist die Hodnant hier der Betreiber des Geschäftsmodells (siehe Impressum) und die Kärntner Firma dient als "virtual office" (siehe Spielbedingungen-Widerrufs-Adresse).

Wie sieht es eigentlich mit der Weiterleitung der eingezogenen Beträge an EUR-Lotto usw. aus. Wurden diese korrekt weitergeleitet oder gab es hier auch Verdachtsmomente, das hier möglicherweise nichts weitergeleitet wurde. Bei meinen Recherchen hab ich darüber nichts gefunden.

Goofy
14.06.2015, 19:42
Sowie ich das sehe ist die Hodnant hier der Betreiber des Geschäftsmodells (siehe Impressum) und die Kärntner Firma dient als "virtual office" (siehe Spielbedingungen-Widerrufs-Adresse).

Eben das bleibt sehr zweifelhaft. Virtual office in Klagenfurt betrieben, Domainregistrierung durch eben diese Klagenfurter Firma als Registrant, teilweise auch Lastschrifteinzüge im Namen eben dieser Firma. Wenn so viele Aktivitäten in Klagenfurt stattfinden, dann darf man fragen, ob in Larnaka diesbezüglich überhaupt irgendeine echte Aktivität stattfindet. Aber das wäre Klärungsaufgabe der Ermittler.

Der Grieche soll sich nicht zu früh freuen, es gab andere Fälle, wo solche zypriotischen Modelle nicht lange der Überprüfung standgehalten haben. Stichwort Essen.



Wie sieht es eigentlich mit der Weiterleitung der eingezogenen Beträge an EUR-Lotto usw. aus. Wurden diese korrekt weitergeleitet oder gab es hier auch Verdachtsmomente, das hier möglicherweise nichts weitergeleitet wurde. Bei meinen Recherchen hab ich darüber nichts gefunden.

Das festzustellen wäre ggf. Aufgabe der Ermittler. Die haben Möglichkeiten, die Geldbewegungen zu verfolgen.