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Thema: Auskunftsverlangen Campione Computer Service SAS CH 6911 Champione

  1. #11
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    mit folgendem Text bat ich soeben per Fax erneut um Auskunft:


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank für Ihre schriftliche Antwort vom 26.11.2008. Sie bestätigten mir die Sperrung meiner Daten nach §35 BDSG. Damit betrachte ich Punkt d) meines Auskunftsverlangens mit Fax vom 25.11.2008 als erledigt.

    Zu Punkt a)
    führten Sie lediglich auf, welche Daten das BDSG zur Verwendung erlaubt. Auskunft darüber welche Daten von mir bei Ihnen gespeichert- verarbeitet und/oder weitergegeben wurden bekam ich nicht.

    Zu Punkt b)
    heißt es nur „…werden Adressen aus verschiedenen Quellen benutzt“, was eine völlig oberflächliche Aussage ist und meine Frage nicht im Ansatz beantwortet.
    Ferner gaben Sie an dass meine Adresse im elektronischen Telefonbuch gelistet ist, was nicht unbedingt heißt dass Sie meine Daten auch daher haben. Da Briefwerbung immer Geld kostet (Automation, Material, Druck und Porto) kann ich nicht glauben dass einfach wahllos jede Adresse im Telefonbuch für Werbezwecke auserwählt wird. Vielmehr findet eine gewisse Filterung solcher Daten statt, damit sich die Wahrscheinlichkeit erhöht mit Werbung auch potenzielle Kunden zu erreichen, vermutlich ist genau das Ihr Business. Zur Filterung eignen sich wie gerade Sie sicherlich wissen beispielsweise: Konsumverhalten, Surfverhalten im Web und Informationen über die jeweils finanzielle Situation.

    Zu Punkt c)
    „neutrales Rechenzentrum“ und „im Auftrag unserer Kunden“ sind
    ebenfalls völlig oberflächliche Aussagen ohne konkrete Information
    auf meine Frage.

    Ich fordere Sie daher hiermit im Rahmen des §34 BDSG erneut auf

    a)
    mir unentgeltlich und schriftlich Auskunft zu erteilen, welche Daten über mich bei ihnen gespeichert-, verarbeitet und/oder weitergegeben wurden / sind und zu welchem Zweck (§34 I-III BDSG i.V.m. §6 II, §28 Abs.4),

    b)
    mir unentgeltlich ausreichend detailliert mitzuteilen aus welcher Quelle Sie diese Daten erhalten haben (§34 I Nr. 1 BDSG),

    c)
    mir unentgeltlich alle weiteren Empfänger meiner Daten zu nennen,

    Zur Erledigung (a-c komplett) setze ich Frist bis spätestens 19.12.2008. Bei Nichterteilung oder nur teilweise erteilter Auskünfte sehe ich mich gezwungen rechtliche Mittel einzuleiten und ggf. die zuständige Aufsichtsbehörde über den Vorfall zu informieren. Meine tiefste Entschlossenheit dazu kann ich Ihnen schon jetzt versichern.
    In der Hoffnung dass dies nicht erforderlich werden wird danke ich für Ihr Verständnis und verbleibe



    Mit freundlichen Grüßen:

  2. #12
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Zitat Zitat von Undertable Beitrag anzeigen
    ...per Fax...
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  3. #13
    Graue Pestilenz Avatar von Fidul
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    http://www3.dastelefonbuch.de/nutzungsbedingungen.html
    Jede zweckfremde Nutzung oder Verwertung ist unzulässig. So ist insbesondere die vollständige, teilweise oder auszugsweise Verwendung des Verzeichnisses DasTelefonbuch im Internet für gewerbliche Adressenverwertung oder als Unterlage bzw. Hilfsmittel für die Zusammenstellung oder Ergänzung von Teilnehmer-, Adress- oder anderen Verzeichnissen sowie das Auslesen der Daten im Internet zu den vorgenannten Zwecken sowie zu Zwecken sonstiger kommerzieller Verwendung nicht gestattet und wird von den Anbietern nach geltendem Recht unter Ausschöpfung des Rechtsweges verfolgt.
    Wir kriegen euch alle!

  4. #14
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    Hallo Fidul,

    die Nutzungsbedingungen des Telefonbuches sind ja schön und gut, aber es muss erstmal nachgewiesen werden, dass ein Adresshaendler die Adresse wirklich ohne Berechtigung aus dem Telefonbuch abgemalt hat. Von CCS z.B. gibt es leider nur die Auskunft "aus öffentlich zugänglichen Quellen", das kann alles bedeuten.

    Und da ich nicht glaube, dass jemand das Telefonbuch abschreibt, werden die Daten vermutlich ganz offiziell aus dem Telefonbuch stammen, auch wenn auch das wieder niemand zugibt :-)

  5. #15
    Mitglied Avatar von alicesophie
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    Zitat Zitat von Thoddi Beitrag anzeigen
    Und da ich nicht glaube, dass jemand das Telefonbuch abschreibt, [...]
    Meines Wissens wird teilweise tatsächlich so gearbeitet. Da werden dann ein paar bedauernswerte Hartzer dafür "bezahlt", ganz Deutschland in eine Datenbank zu tippen oder Datensätze zu vervollständigen. Oder man macht das ganze maschinell; die in Telefonbüchern verwendeten Schriftarten sind nämlich für optische Systeme sehr gut zu erfassen. Warum sollte man diese recht zuverlässige Quelle auch außen vor lassen?
    "Dass man etwas über den Himmel weiß, ändert an seinem Zauber nichts."
    - Harald Lesch

  6. #16
    Senior Mitglied Avatar von Ostfriese
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    Zitat Zitat von alicesophie Beitrag anzeigen
    Warum sollte man diese recht zuverlässige Quelle auch außen vor lassen?
    Weil es eigentlich von Seiten des Verlags nicht erlaubt ist, aber wie heißt es so schön im Volksmund:
    Wo kein Kläger, da kein Richter
    Sprich: Solange es keiner Merkt, kann man es ja ruhig machen. Und der Nachweis, das aus dem Telefonbuch abgeschrieben wurde, dürfte sehr schwer zu erbringen sein. Die Taktik, wie es bei der österreichischen(?) Robinson-Liste gemacht wird, indem man bewusst Fehler in die Daten einbaut, um Missbrauch zu entdecken, dürfte in diesem Fall nicht funktionieren.
    "Wo die Regierung das Volk fürchtet herrscht Freiheit; wo das Volk die Regierung fürchtet herrscht Tyrannei!" (T. Jefferson)

    Die von mir getätigten Äußerungen stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar und sind somit durch Artikel 5 Grundgesetz gedeckt, bis ein Gericht etwas anderes entscheidet!

  7. #17
    Mitglied Avatar von alicesophie
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    Das ist genau das, was ich sagen wollte: Diese Leute interessiert es nicht, ob es nicht erlaubt ist, die Daten abzutippen. Diese Leute scheren sich ja auch einen Scheißdreck darum, dass Cold Calls nicht erlaubt sind, dass E-Mail-Werbung nur mit gesichertem Double Opt-In rechtlich auf sicheren Füßen steht, dass Kaffeefahrten weitestgehend jenseits des Randes der Legalität ablaufen und so weiter und so fort.
    "Dass man etwas über den Himmel weiß, ändert an seinem Zauber nichts."
    - Harald Lesch

  8. #18
    Kaiser von Schnabelland Avatar von Schnabelland
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    Topware hat vor Jahren (ich glaube, so etwa Mitte der Neunziger) sogar mal alle Telefonbücher in China abtippen lassen, weil sie eine eigene Telefonbuch-CD veröffentlichen wollten. Ein paar Jahre später stellte dann jedoch ein Gericht nach einer Klage der Telekom fest, dass dies wettbewerbswidrig war... - damals hat sich die Telekom immerhin noch um den Mißbrauch ihres Telefonbuchs gekümmert, aber da mal ja heutzutage selber coldcallt (bzw. dies von beauftragten Firmen machen lässt und mindestens toleriert), befürchtet man offenbar, dass ein entsprechender "Schuß" gegen den Mißbrauch der Daten durch ColdCaller nach hinten losgehen könnte...
    Meine Baits:

    1.) Mariam Abacha und Charles Soludo in einem Bait - Baiting-Spaß für fast ein Jahr!
    Baiting-Charakter: Sir Wuschel Schnabeltier, Kaiser von Schnabelland

    2.) Frau Kabila und ihr Sohn(??) Emma - und meine EUR 15.000,--, die ich in Madrid bezahlt habe
    Baiting-Charakter: Sadistis Mausoquelis, Direktor der OMEC (Organization of Mouse-Oil Exporting Countries)

    3.) Kurzbait: Abubaka Yaya und sein Anwalt Dr. Temba Peter - das Treffen am Flughafen Heathrow.

  9. #19
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    Gegen das Abschreiben der Telefonbücher (oder das Kopieren der Telefonbuch-CD) wird auch weiterhin vorgegangen! Wenn es deswegen ist, um eine eigene Aufstellung anzubieten, was die CCs ja nicht machen.
    Deswegen sind im Telefonbuch und auch auf der CD Gohst-Daten vorhanden, die es eigentlich gar nicht gibt, also nur beim Abschreiben erlangt werden können. Als in Österreich mal bekannt wurde, um welche Daten es sich handelte, wurde das Ändern der Daten bei jeder Neuauflage eingeführt.
    Man muss auch mal von sich ausgehen, denk ich
    und nicht immer nur von der eigenen Befindlichkeit

    Matthias Beltz (* 31. Januar 1945 in Wohnfeld/Vogelsberg; + 27. März 2002 in Frankfurt am Main)
    Übers Forum erst mal nicht zu erreichen. Wer was von mir will, bitte hier rüber melden:
    Anonymer Kontakt zu Gaston: https://privacybox.de/gaston.msg | Update: Da es sich um einen anonyme Mailbox handelt, bitte Namen und Mailadresse im Text hinterlassen, wenn man Antwort wünscht.

  10. #20
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    Standard Campione Computer Service CCS

    Moin, ich wollte mal das Forum befragen, wer aktuell ebenfalls Erfahrungen mit dem Datenhändler CCS Campione Computer Service hat. Der letzte Beitrag aus dem Forum hierzu ist von 2008.

    Es kam kürzlich Post für mich an die seit über 15 Jahren obsolete Voradresse bei meinen alten Eltern.

    Durch schrittweise Zurückverfolgung einer Kette von deutschen Adresshändlern (keiner will die Adresse in der Datenbank gehabt haben) landete ich bei der ominösen Firma CCS, welche laut, wie ich inzwischen weiss, fehlerhafter Auskunft der letzten deutschen Firma in der Kette, wie folgt ansässig sein soll: Bonino 20 b, 6911, Campione, Schweiz.

    Tatsächlich heisst der Ort nämlich Campione d'Italia und gehört zu Italien. Es handelt sich um eine italienische Enklave, die komplett von Schweizer Staatsgebiet umgeben ist. 2020 gab es eine Art "Rückgabe" des Ortes an Italien. Die zuständige Post ist jetzt die italienische Post. Es gilt italienisches Recht, also insbesondere das EU Datenschutzrecht, also identisch mit der DSGVO. Die Telefonnummern haben aber weiter die Schweizer Vorwahl +41 Das habe ich bei der Stadtverwaltung von Campione d'Italia in Erfahrungen bringen können, die ich mit Google Translator auf italienisch angeschrieben habe.

    Eigentlich müsste die Entwicklung mit der Wiedereingliederung an Italien für Betroffene positiv zu werten sein. Ich könnte mir vorstellen, dass man sich weiterhin absichtlich als in der Schweiz ansässig darstellt, um potentielle Beschwerdeführer oder Kläger in die Irre zu führen, und mit der teuren, und nicht in der EU befindlichen, Schweiz abzuschrecken.

    Die CCS gehört dem in Datenhandelskreisen einschlägig bekannten T.L., der scheinbar mehrere dieser Briefkastenfirmen (oder besser "Briefkästen von Scheinfirmen") in Campione betreibt. Denn wie schon in früheren Posts zu lesen ist, waren diese schon damals nicht im Schweizer Handelsregister (Tessin) eingetragen. Auch heute nicht, wie ich im Falle der CCS überprüft habe. Ob die CCS aktuell im italienischen Handesregister (Lombardei) steht, werde ich noch abklären, es würde mich aber wundern.

    Die CCS hat lediglich eine Landing Page mit einer Email Adresse für Datenschutzanfragen. Scheinbar will man also schon die Leute bedienen, die sich die Mühe gemacht hatten, die Ketten zurückzuverfolgen.

    So stupide wie der einseitige Webauftritt, so zynisch dann die Antwort auf die Bitte um Auskunft, ganz im Einklang mit den Erfahrungen anderer Forenmitglieder.

    Es wird gesagt, man solle sich doch (wörtlich) im Silicon Valley beschweren bei Google und Co. Denn die Adresse sei ja frei im Internet verfügbar. Dies ist natürlich glatt gelogen, da ich seit zig Jahren selbst ein Monitoring betreibe, um dies zu unterbinden. Die Nachfrage nach einem konkreten Beispiel bleibt natürlich unbeantwortet. Ebenso zynisch der Hinweis auf die Robinson Liste, auf der ich natürlich auch schon ewig stehe, und die die CCS natürlich im Gegensatz zu seriösen Unternehmen nicht abfragt.

    Die Email mit der Auskunft kommt übrigens von einer Yahoo Adresse (ein Schelm wer da an Nigerian Scam denkt).

    Ich werde jetzt erst mal den Datenschutzbeauftragten der Lombardei anschreiben, natürlich wieder auf italienisch mit Google Translator. Denn die CCS hat keine vollumfängliche Auskunft gemäss EU Datenschutzrecht erteilt und unterliegt somit eigentlich einem Bussgeld. Die Kontaktdaten findet man ganz einfach, wenn man nach "Responsabile della Protezione dei Dati di Regione Lombardia" sucht.

    Ich frage mich auch, inwieweit man das letzte deutsche Unternehmen in der Kette dafür belangen könnte, das es bei Scheinfirmen wie der CCS Daten bezieht und diese in Umlauf bringt? Und eine fehlerhafte Adresse des Lieferanten (Schweiz statt Italien) mitteilt. Vielleicht wissen sie ja selbst nicht, mit wem sie es da zu tun haben.

    Auch wenn die CCS ja nur dem Anschein nach in der Schweiz ansässig ist, weiss vielleicht jemand warum oft das letzte Glied der Adresshändler in der Schweiz liegt? Liegt es daran, dass man durch die Schweiz abgeschreckt werden soll, etwa weil keine Deckung durch die Rechtschutzversicherung? Kommen die Daten wirklich von den Schweizern oder übernehmen die nur gegen Bezahlung den schwarzen Peter für die deutschen Firmen, die sich nicht mehr rausreden können? Das Schweizer Datenschutzrecht an sich wurde übrigens kürzlich reformiert und weitgehend an das EU Recht angelehnt.

    Über Tipps und Erfahrungsberichte von anderen Leidensgenossen bin ich dankbar!

    LG
    Farang
    Geändert von farang (11.09.2021 um 19:54 Uhr)

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