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Thema: Strafverfahren SMS- Betrug

  1. #1
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    1

    Standard Strafverfahren SMS- Betrug

    Guten Tag!



    Ich melde mich hiermit als Mitarbeiter der Kriminalpolizei Kiel nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Kiel in diesem Forum an. Hintergrund ist, daß im Rahmen eines umfangreichen Strafverfahrens gegen die Betreiber der Firmenkomplexe MINTNET ( Flensburg ) und MOBILE SOLUTIONS ( Kiel ) Zeugen und Geschädigte gesucht werden.



    Durch die oben genannten Firmen wurden kostenintensive fünfstellige Voice- Premium- Rufnummern angemietet, ferner 0900- er- und 0137- er Nummern, welche hier nicht in vollem Umfang genannt werden können.



    Mit diesen wurde dann wie folgt verfahren:



    1.) Es wurden in Zeitungen und im Internet Anzeigen geschaltet, in welchen Autos weit unter dem Marktpreis angeboten wurden, so daß ein hohes Interesse seitens autosuchender Personen zu erwarten gewesen sein dürfte. Hier wurde eine Handynummer in den Inseraten genannt. Auf dieser war allerdings stets nur die Mailbox zu erreichen, welche mitteilte, daß man unter einer 0137- er- Rufnummer zu erreichen sei . Nach Ende der Bandansage vergingen dann mehrere Sekunden, bis ein Hinweis auf die Kostenpflichtigkeit in Höhe von 1 Euro pro Anruf erging. Es ist allerdings niemand bekannt geworden, der hier jemals durchgekommen wäre. Bei Anruf auf der 0137-er- Rufnummer erklang eine Bandansage mit dem Inhalt, daß derzeit keiner erreichbar sei und man es zu einem späteren Zeitpunkt neuerlich versuchen solle. Zu diesem Zeitpunkt allerdings erfolgte schon die die Abrechnung wegen Kostenpflichtigkeit. Gleichermaßen ist zu erkennen, daß es die Autos nicht gegeben haben dürfte, da in der Anzeige genannte technische Details von den Autoherstellern in keinem gängigen Modell kombiniert waren. Dies diente vermutlich nur dem Zweck, kaufwillige Interessenten dazu zu bewegen, hier - möglichst auch mehrfach - anzurufen.

    In analoger Begehung ist es hier auch zur Nutzung von 0900-er- Rufnummern gekommen.


    2. Über die Internetseite whois:www.chatten-flirten-daten.de wird ein Singleforum vorgetäuscht, in dem kontaktwillige Personen, welche sich auf der Suche nach Partnerschaft befinden, mit anderen Singles in Kontakt gelangen könnten. Die Kommunikation erfolgte allerdings ausschließlich über Moderatoren der Firmen, welche über eine lange Zeit versuchten, Kontaktwillige in eine Kommunikation per SMS einzubinden, wobei jede an die Kurzwahl geschickte SMS mit einem Betrag von 1,99 Euro abgerechnet wurde. Es darf hierbei bezweifelt werden, daß es auf dieser Internetseite überhaupt Kontaktwillige gegeben hat, da zu vermuten steht, daß jegliche Kommunikation über die Moderatoren abgewickelt wurde, weshalb es auch nie zu Treffen zwischen zwei reellen Personen gekommen sein dürfte. Die Werbung der möglichen Kunden erfolgte hierbei über die Auswertung von Internetforen und Konaktanzeigen, in denen Handynummern angegeben waren. Diese wurden durchsucht und die Handynummern unaufgefordert kontaktiert, verbunden mit der Maßgabe, Antworten an eine fünfstellige Kurzwahlnummer zu senden . Gleichermaßen ist denkbar, daß die Kurzwahlnummer in eine Mobilfunknummer eines Netzbetreibers eingearbeitet wurde. Hierzu wird eine Kurzwahl durch zwei Ziffern verlängert und mit einer entsprechenden Netzvorwahl versehen. Technisch gesehen wird dann die Kurzwahlnummer angerufen, obgleich man mutmaßlich eine Handynummer anwählte oder eine SMS auf diese verschickte.


    Die derzeit bekannten Servicenummern der Firma MINTNET und / oder der MOBILE SOLUTIONS lauten ( nicht vollständig aufgeführt ):

    22040, 22324, 30333, 31333, 33777, 43444, 44433, 44664, 45444, 55444, 55544, 55577, 55599, 57555, 72777, 77722, 77744, 77755, 40050, 44660, 77776


    Die Kriminalpolizei Kiel hat in dieser Angelegenheit nunmehr folgende Fragen:

    - Sind Sie möglicherweise auf eine der oben genannten Arten geschädigt worden ?

    - Haben Sie aufgrund der genannten Anzeigen Kontakt zu einer kostenpflichtigen Service- Rufnummer gesucht, ohne daß Ihnen hierbei klar war, daß zum einen erhebliche Kosten entstehen würden und Sie evtl. auch nicht mit einer tatsächlich existenten Person kommunizieren würden?

    - Haben Sie aus derartiger Kommunikation noch SMS auf dem Handy oder Rechnungen mit Einzelverbindungsnachweisen vorliegen?

    - Haben Sie sich gegebenenfalls bei einer dieser Firmen um eine Beschäftigung beworben und diese nachher abgelehnt?

    - Können Sie sachdienliche Hinweise jeglicher Art zu den geschilderten Sachverhalten geben?


    Dieser Aufruf dient dem Zweck, weitere Geschädigte für dieses Verfahren zu ermitteln, welche sich möglicherweise aufgrund einer geringen Schadenshöhe nicht zu einer Anzeigenerstattung entschlossen haben, um hier eine vollständige Strafverfolgung durchführen zu können.


    Das hier geführte Verfahren bezieht sich ausschließlich auf den Bereich SMS-Chat und erstreckt sich nicht auf andere Sachverhalte wie z.B. Premium-Abos für angebliche Frei-SMS oder ähnliches.

    Sofern Sie mit den o.g. Sachverhalten konfrontiert worden sind, werden Sie gebeten, sich unter der folgenden Erreichbarkeit zu melden:

    [Modedit]Durch den Aufruf haben sich genügend Zeugen gemeldet. Deswegen wurden die Kontaktdaten editiert. Geschädigte, die auf diesen Aufruf nunmehr aufmerksam geworden sind, werden bei Strafverfolgungsinteresse gebeten, bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle eine Strafanzeige zu erstatten. Die Anzeigen werden dann durch die aufnehmenden Dienststellen an die Kieler Polizei weitergeleitet.[/Modedit]


    PS: Es wird gebeten, zunächst keinen telefonischen Kontakt zu suchen, da dieser nach Eingang einer Meldung von Ihnen von hier aus unaufgefordert erfolgen wird. Ferner dürfen Sie gerne in anderen Foren gleicher Art auf diesen Eintrag verweisen, damit eine möglichst breite Öffentlichkeit erreicht werden kann.


    Mit freundlichen Grüßen,

    Tim Albertsen
    Geändert von mareike26 (31.01.2009 um 22:29 Uhr)

  2. #2
    mareike26
    Gast

    Standard

    Hinweis der Moderatoren:

    Der Verfasser des Posts ist verifiziert. Wir bitten alle betroffenen User, sich bei Herrn Albertsen zu melden, damit dieser Sumpf trockengelegt werden kann.

  3. #3
    Anfänger
    Registriert seit
    12.08.2008
    Ort
    Rheinbach
    Beiträge
    1.489

    Standard

    Hut ab vor diesem Aufruf.

    Es ist hocherfreulich, dass die Behörden hier mit der Zeit gehen, und auch die "neuen Medien" nutzen, um Betroffene zu suchen.

    --Till

  4. #4
    mareike26
    Gast

    Standard

    Ich mach den Thread einmal zu, damit er nicht verwässert.
    Im Übrigen stimme ich TillP zu.

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