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Thema: Nicht Spam oder doch?

  1. #11
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    Zitat Zitat von TillP Beitrag anzeigen
    es gibt noch genug andere, die zu unbequemen Zeiten arbeiten
    So weit, so richtig. Nur: im Einzelhandel hat sich dieses Problem erst in der jüngeren Vergangenheit durch die Aufweichung der Öffnungszeiten verschärft, ohne daß die Bediensteten es verhindern konnten.

    Mal eine provokative Frage: warum wohl haben die Menschen in den Fuffziger Jahren um den [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] gekämpft...?

    Auf der anderen Seite nutzte die Fünftagewoche und die vermehrte Freizeit der Wirtschaft: der Konsum stieg an. Ein Auto für Wochenendausflüge, Bedarf für Heim und Garten, Freizeitangebote, Sportartikel - all diese Wirtschaftssparten profitierten vom freien Familienwochenende.
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  2. #12
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    Zitat Zitat von TillP Beitrag anzeigen
    Es gibt genug Menschen, die es schaffen, trotz ungünstiger Arbeitszeiten trotzdem ein Familienleben zu führen. Es arbeitet dann ja nicht einer die ganze Zeit nachts, sondern das wird durchgewechselt, wer mal die Nachtschicht hat.
    Aber muss deshalb $Einzelhändler auch an Samstagen bis 20 Uhr geöffnet haben? Ich denke nicht. Es gab Zeiten, da hat man Samstag um 13 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt und es ist niemand verhungert. Samstag bis 14:30 Uhr zu öffnen, dürfte IMHO im Einzelhandel völlig ausreichend sein.

    Zumal Nachtschichten entweder im Wechsel mit anderen Schichten stattfinden oder durch zusätzlichen Urlaub komensiert werden. Von daher ist für Leute, die Nachtschicht arbeiten einfacher, ein Familienleben zu führen, als für Menschen, die 5 - 6 Tage die Woche bis 20 Uhr arbeiten müssen.
    "Wo die Regierung das Volk fürchtet herrscht Freiheit; wo das Volk die Regierung fürchtet herrscht Tyrannei!" (T. Jefferson)

    Die von mir getätigten Äußerungen stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar und sind somit durch Artikel 5 Grundgesetz gedeckt, bis ein Gericht etwas anderes entscheidet!

  3. #13
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    Zitat Zitat von Ostfriese Beitrag anzeigen
    Aber muss deshalb $Einzelhändler auch an Samstagen bis 20 Uhr geöffnet haben? Ich denke nicht. Es gab Zeiten, da hat man Samstag um 13 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt und es ist niemand verhungert. Samstag bis 14:30 Uhr zu öffnen, dürfte IMHO im Einzelhandel völlig ausreichend sein.
    Es müssen ja nicht immer nur Lebensmittel gekauft werden. Shoppen in einem Einkaufszentrum kann ja schnell mal ein paar Stunden dauern, wenn man ein paar Sachen anprobiert und sich noch kurz die neuesten Elektronikspielsachen anschaut. Wenn man dann noch eine Frau dabei hat, die Schuhe braucht, hat man eh verloren. Als Berufstätiger bleibt dir da aber nur der Samstag. Wenn die Geschäfte da dann schon Mittags schließen, muss man sich einen Tag Urlaub nehmen, um Kleidung zu kaufen.

    Zitat Zitat von Ostfriese Beitrag anzeigen
    Zumal Nachtschichten entweder im Wechsel mit anderen Schichten stattfinden oder durch zusätzlichen Urlaub komensiert werden. Von daher ist für Leute, die Nachtschicht arbeiten einfacher, ein Familienleben zu führen, als für Menschen, die 5 - 6 Tage die Woche bis 20 Uhr arbeiten müssen.
    Dafür können die Leute dann in Ruhe mit ihrer Familie frühstücken.
    Und: Was hindert denn den Einzelhandel daran, auch solch ein System einzuführen?


    Und zu den freien Samstagen: Die ganze Freizeit nutzt aber nichts, wenn man in dieser Freizeit keine Möglichkeit zum Konsum hat, weil alles geschlossen hat.

    Natürlich ist dsa für die momentan im Einzelhandel beschäftigten blöd, dass sich die Arbeitszeiten verändern, zum Teil zu ihrem Nachteil.
    Aber ganz ehrlich: Wer glaubt, er könne 45 Jahre im gleichen Beruf arbeiten, ohne dass sich die Arbeitsbedingungen verändern, sollte vielleicht mal an seinem Weltbild schrauben.

    Ich sehe es halt nicht so, dass sich die Bedingungen dort zum schlechten verändern, sondern, dass ein Vorteil, den es dort gab, wegfällt.

  4. #14
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    Jetzt stelle ich mal eine böse Frage: Wie soll ein Familienleben unter der Woche stattfinden, wenn beide Partner Vollzeit bis 20 Uhr arbeiten? Diesen Leuten bleibt da nur das Wochenende, was aber ebenfalls durch die langen Öffnungszeiten zerstört wird. Von der fehlenden Erholung (wozu das Wochenende ursprünglich ja gedacht war) und der daraus resultierenden höheren Anfälligkeit für Krankheiten mal ganz abgesehen.

    Von einer bekannten, die im Einzelhandel arbeitet, weiss ich, das es nach Ladenschluss noch mindestens 30 Minuten dauert, bis die Angestellten tatsächlich Feieraben haben. Das bedeutet, das viele Angestellte im Einzelhandel unter der Woche erst gegen 21 Uhr nach Hause kommen und dann auch schon fast wieder ins Bett gehen können, weil sie ja am nächsten Tag wieder arbeiten müssen.

    Gut möglich, das ich durch meine Mitgliedschaften in der SPD und ver.di einen etwas anderen Blick auf die Dinge habe.
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  5. #15
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    Zitat Zitat von Ostfriese Beitrag anzeigen
    Diesen Leuten bleibt da nur das Wochenende, was aber ebenfalls durch die langen Öffnungszeiten zerstört wird.
    Ich kann gar nicht so viel klicken, wie ich zustimmen möchte.

    Wie ich es schon ahnte: dieses Thema wirkt polarisierend.
    @ mods: vielleicht sollte man es aus diesem Fred ausschnippeln, da die Eingangsfrage doch imho eine andere war?!
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  6. #16
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    Zitat Zitat von Ostfriese Beitrag anzeigen
    Jetzt stelle ich mal eine böse Frage: Wie soll ein Familienleben unter der Woche stattfinden, wenn beide Partner Vollzeit bis 20 Uhr arbeiten? Diesen Leuten bleibt da nur das Wochenende, was aber ebenfalls durch die langen Öffnungszeiten zerstört wird. Von der fehlenden Erholung (wozu das Wochenende ursprünglich ja gedacht war) und der daraus resultierenden höheren Anfälligkeit für Krankheiten mal ganz abgesehen.
    Ich hab da jetzt auf die Schnelle mal gegooglet und den Manteltarifvertrag für den Einzelhandel in NRW gefunden:
    Der spricht von:
    37,5h Wochenarbeitszeit im Jahresmittel
    Bei Arbeitszeit nach 18:30 maximal 8,5h am Tag, maximal 3 Samstage im Monat und maximal 3 Tage die Woche so spät.

    Nehmen wir mal als Beispiel:
    3 mal 11:00 - 20:30 Uhr, je 8,5h (Pausen beachten)
    Sind wir bei 25,5h, fehlen noch 12.
    Machen wir daraus doch 2x6h, mit je 1h Pause, sind wir bei z.B.
    09:00 - 16:00 Uhr.
    Der Samstag ist frei.


    Ganz ehrlich, mein Mitleid hält sich in Grenzen.
    Klar, das ist nur eine Beispielrechnung, aber ich finde die Arbeitszeiten da jetzt nicht so hart. Geh mal in ein Krankenhaus und frage das dortige Stationspersonal nach ihren Arbeitszeiten und ihrem Familienleben.
    Wenn beide Personen berufstätig sind, muss man das natürlich irgendwie abstimmen, aber das Problem ist in jeder Branche.

  7. #17
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    Ich arbeite an 40 Sonn- und Feiertagen im Jahr.
    Und ich tus gerne. Lieber auch Sonntags eine sinnvolle Arbeit haben als 7 Tage gar keine Arbeit.

    Es ist alles eine Einstellungssache und eine Sache, wie man an sowas herangeht. Klar könnte ich jammern, weil ich zu bestimmten Veranstaltungen oder zum Sonntagsbrunch nicht hinkann. Aber ich sehe es positiv, freue mich an meiner Arbeit, an den Begegnungen mit den Kunden etc. Und wenn Mittwochs (oder in der Saison Dienstags und Donnerstags) die anderen arbeiten, freue ich mich an meinem freien Tag, wenn ich mit dem DH zum Beispiel mal einen Besuch im Tierpark machen kann - der dann nicht mit unzähligen Familien mit Kindern überlaufen ist.

    Naja, das sind so meine Gedanken dazu.

    Gonzo

  8. #18
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    Zitat Zitat von Gonzo Beitrag anzeigen
    freue ich mich an meinem freien Tag, wenn ich mit dem DH zum Beispiel mal einen Besuch im Tierpark machen kann
    Das geht aber nur, wenn der DH dann auch gerade frei hat.
    Und solche Übereinstimmungen geschehen leider nicht immer...
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  9. #19
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    Zitat Zitat von TillP Beitrag anzeigen
    Ich hab da jetzt auf die Schnelle mal gegooglet und den Manteltarifvertrag für den Einzelhandel in NRW gefunden:
    Der spricht von:
    37,5h Wochenarbeitszeit im Jahresmittel
    Bei Arbeitszeit nach 18:30 maximal 8,5h am Tag, maximal 3 Samstage im Monat und maximal 3 Tage die Woche so spät.
    Nun, dann noch ein Blick darauf wer an den Manteltarif gebunden ist, sprich im entsp. Arbeitgeber-Verband ist, der diesen mit der Arbeitnehmervertretung ausgehandelt hat.
    Dann bitte nicht vergessen, dass gerade die unbeständigen Arbeitszeiten -also mal morgens, mal abends, mal an einem Sa, mal ....- die Pflege der sozialen Kontakte sehr erschweren. Zudem sieht das Arbeitszeitgesetz sogar die Möglichkeit der 6-Tagewoche vor, wie auch Du nur von der Wochenarbeitszeit hier sprichst. Davon abgesehen, möchte ich nicht wissen, wie es in den ganzen kl. Läden aussieht, auch ohne diese neuen Öffnungszeiten!
    Dann sollte man diese Wochenarbeitszeit auch mal in die Relation mit dem Gehalt, ergo, dem realen Stundenlohn setzen und schaue ich auf die Lohneinbußen meines neuen Jobs, im Vergleich zu meinem vorherigen sehe, bin ich noch sehr gut dran, auch mit einer Wochenarbeitszeit, die 2 Std. über die der Verkäuferinnen liegt.
    Und zu Deinem Beispiel kann ich nur sagen:
    Prima, Vorschlag angenommen. Das entspricht ja dann einem einkaufsfreien Samstag! Ich hätte damit ja keine Probleme, aber bitte keine Beschwerde, dass man am Sa nichts einkaufen kann!
    Geändert von Gaston (17.01.2009 um 23:43 Uhr)
    Man muss auch mal von sich ausgehen, denk ich
    und nicht immer nur von der eigenen Befindlichkeit

    Matthias Beltz (* 31. Januar 1945 in Wohnfeld/Vogelsberg; + 27. März 2002 in Frankfurt am Main)
    Übers Forum erst mal nicht zu erreichen. Wer was von mir will, bitte hier rüber melden:
    Anonymer Kontakt zu Gaston: https://privacybox.de/gaston.msg | Update: Da es sich um einen anonyme Mailbox handelt, bitte Namen und Mailadresse im Text hinterlassen, wenn man Antwort wünscht.

  10. #20
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    Ich denke mal, das ganze ist im Grunde ein Problem der Bequemlichkeit. Früher hat man, wenn man es unter der Woche nicht geschafft hat, seine Einkäufe entweder auf den Samstag geschoben oder Eltern/Nachbarn etc. gebeten, einem das benötigte mitzubringen.

    Aber heute sind die Leute anscheinend leider dazu zu bequem, mit der Konsequenz, das die Wirtschaft ihre Chancen genutz und so lange gebettelt hat, bis der Gesetzgeber die Regelungen für Ladenöffnungszeiten erst aufgeweicht und die entsprechenden Kompetenzen zuletzt komplett an die Länder übertragen hat.
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