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Thema: EBVZ / Verlag für elektronische Medien Melle

  1. #1
    Senior Mitglied Avatar von Hippo
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    Standard EBVZ / Verlag für elektronische Medien Melle

    Hallo Gemeinde,
    hat hier bei uns schon mal jemand was über diese Firma gehört.
    Im Netz ist ja schon einiges zu finden.
    Einer Bekannten ist nach einem ColdCall bei dem sie ausdrücklich einen Vertragsabschluß abgelehnt hatte ein paar Tage später eine Rechnung/Auftragsbestätigung zugeschickt worden.
    Wer andern eine Bratwurst brät der braucht ein Bratwurstbratgerät ...

  2. #2
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Ein ähnliches Projekt ist bereits liquidiert, m.W. gab es in dem räumlichen Umfeld Melle/Ibbenbüren auch bereits Ermittlungen und auch ein Urteil mit Haftstrafe wegen ganz ähnlich gelagerter Fälle. Womöglich haben da welche den Hals noch nicht voll.

    Wenn kein Auftrag erteilt wurde, empfehle ich, Rechnungen und Mahnungen zu ignorieren. Bei Mahnbescheid (dürfte aber eher unwahrscheinlich sein): Widerspruch innerhalb 14 Tagen einreichen.

    Wenn man als Gewerbetreibender einen Auftrag erteilt hat, bitte diesen Artikel lesen:
    Abzocke_an_Gewerbetreibenden_mit_neuen_gelben_Branchenbüchern,_Gewerberegistern_und_Adressverzeichnissen

    Empfehlenswert ist auch eine Strafanzeige wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs. Zuständig ist die Staatsanwaltschaft Münster.
    Goofy
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    "Sed illi, dicito: me in ano lambere potest" - Jenem aber, sag es ihm: er kann mich am Arsch lecken

  3. #3
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Standard Euro Treuhand Inkasso verschickt die Mahnungen

    Die Mahnungen kommen von einer "Euro Treuhand Inkasso" in Köln.

    >>>http://www.ra-lankes.de/kanzlei/kanz...otreuhand.html

    Diese Mahnschreiben kann man (wenn nichts bestellt wurde) zu "treuen Händen" zum Wischen des Allerwertesten verwenden.
    Goofy
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  4. #4
    Senior Mitglied Avatar von Hippo
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    Hübsche Hintergrundinfo ... :-)
    Danke!
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  5. #5
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    Der Melle-Trupp macht seit vielen Jahren ungeniert unerlaubte Telefonwerbung. Wenn sie auch noch bescheißen, wäre das dann nur zu gut nachvollziehbar.
    sastef

  6. #6
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    Die hatten in meiner Firma mal vor ca. 3 Jahren kalt angerufen und behauptet, ich hätte bei denen
    bisher einen kostenlosen Eintrag gehabt, der nun kostenpflichtig mit einer Laufzeit von 1 Jahr oder 3 Jahren wäre. Der Gesprächsverlauf dieses sehr dreisten Kaltanrufes war im wesentlichen so, wie auch von einem anderen Betroffenen beschrieben:

    ) "...Es geht um den Firmeneintrag. Sind SIE dafür verantwortlich ?"
    ...
    2) "Ich spreche mit Herrn ...... ???"
    ...
    3) "Und zwar geht es um den Firmeneintrag; um die AKTUALISIERUNG ihres Eintrages.
    Wir haben Sie unter .................. Ist das richtig soweit ? Telefonnummer wie gewählt; unter der Branche................... und den Zusätzen ................ geführt .
    Möchten Sie noch etwas hinzufügen, haben Sie noch etwas besonderes ?"
    ....
    4) "Haben Sie noch eine Homepage , die ich noch mit aufnehmen könnte ?"
    ....
    5) "Möchten Sie den Eintrag jetzt WIEDER für 1 oder für 3 Jahre führen ?
    Für 1 Jahr wäre es eine Investition von 245 Euro. Oder Sie nehmen gleich die günstigere Variante: 3 Jahre für 490 Euro. Das machen fast alle Ihrer Kollegen. Da sparen Sie 245 Euro.
    Und bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen können Sie sich auch noch 10% Skonto ziehen.
    Und mit diesem Eintrag haben Sie eine sehr gute und günstige Werbung, wo Sie 24h am Tag präsent sind. Außerdem bekommen sie auch selber noch Zugangsdaten, um selber noch Änderungen vornehmen zu können, falls Sie selber mal was ändern wollen oder wir machen das für Sie. [nuschel] für ein oder für 3 Jahre freischalten ?"
    ....
    ....
    ....
    6) "Sie hatten bei uns einen ERSTEINTRAG. Da wurden Sie vor einem Jahr von meiner Kollegin angerufen."

    ..(Anmerkung: nicht zutreffende Aussage der Anruferin)..

    7) [entnervter Tonfall] "Wahrscheinlich im Alltagsgeschäft untergegangen. Wurde irgendetwas falsch aufgenommen .......... oder bin ich jetzt bei Ihnen privat gelandet, oder was ?"
    ...
    8) [noch entnervterer Tonfall] "Tja, wurde 'ne falsche Telefonnummer aufgenommen !?
    Da kann ich doch nichts dafür ..."
    ...
    9) "Dann nehm'wer Sie einfach mal raus. Wünsch Ihnen noch nen schönen Tag."
    Geändert von carkiller08 (26.01.2013 um 20:57 Uhr)

  7. #7
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    Hallo,

    heute hat es meine Firma erwischt. Ein Anruf über 05226 318110. Das Gespräch hat aber von Anfang an gestockt als ich erst nach ladungsfähige Adresse gefragt habe. Erst als ich nach dem wer anruft fragte hieß es "Branchen Verzeichniss" dann doch "Verlag Elektronische Medien". Die Adresse: Melle (und nichts mehr). Ganz am Anfang wurde erwähnt dass es sich um Verlängerung "des Vertrages" handelt.

    Wie ist das Möglich dass solche betrügerische Machenschaften so lange existieren können. Wenn wir hier irgendeine Rechnung bekommen sollten, werde ich eine Anzeige wegen versuchten Betrug erstatten.

    Gruß ppp

    PS. Und das gerade heute als ich wieder die Zahlungsanforderung für eine Zwangsmitgliedschaft bei der IHK bekommen habe...

  8. #8
    Senior Mitglied Avatar von deekay
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    Wie ist das Möglich dass solche betrügerische Machenschaften so lange existieren können. Wenn wir hier irgendeine Rechnung bekommen sollten, werde ich eine Anzeige wegen versuchten Betrug erstatten.
    Weil viele dieser Herrschaften sich nach aussen sauber geben. Manche sind im Schützenverein ganz sesshaft, handeln mit Pferden und leb(t)en unscheinbar auf dem Dorfe ;-)
    "Es gibt tausendundeinen Grund, warum ein Mensch bestimmte Einzelheiten seiner Privatsphäre nicht offenbaren will, und es besteht nicht die geringste Pflicht, dies auch noch begründen zu müssen. Es reicht, dass man es nicht will."

    (Pär Ström, Autor und IT-Unternehmensberater)

  9. #9
    Mittwoch
    Gast

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    Zitat Zitat von ppp Beitrag anzeigen
    Wie ist das Möglich dass solche betrügerische Machenschaften so lange existieren können.
    Dieser Antispam-Newsbeitrag ist zwar schon drei Jahre alt, aber im Kern trifft die Auflistung immer noch zu. Es haben sich seitdem nur Nuancen an den Gesetzen geändert, die die Abzocke ermöglichen, und diese Nuancen waren meist eher kosmetischer Natur.

    Man muss immer noch resümieren, dass Betrug im Bereich moderner Kommunikationsmedien politisch geduldet ist. Stichwort Neuland.

    Schönen Gruß
    Mittwoch

  10. #10
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Die Verfolgung von Wirtschaftskriminalität und von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht ist in Deutschland ein Stiefkind der Justiz.

    Wenn man die Szene jahrelang mitverfolgt, dann kann man nur staunen. Da wird z.B. bereits in den 90-er Jahren gegen einen Kreditbetrüger ermittelt.
    Und man ermittelt, und man ermittelt, und man ermittelt.
    Nach geschlagenen 4 Jahren schafft es dann die Staatsanwaltschaft, den Beschuldigten erstmalig (!) zu einer Anhörung vorzuladen. Der wird natürlich dort entweder keine Angaben gemacht haben oder nur lapidar gesagt haben: "Üüüch? Nöö. War üch nüch. Hab üch nüch gemacht."

    Und dann hat man weiter ermittelt. Und ermittelt. Und ermittelt.
    Nach weiteren 4 Jahren, kurz vor der Verjährung, hat man sich dann einfallen lassen, dass man jetzt doch ein prozessuales Mittel einsetzen muss, um die drohende Verjährung zu hemmen. Man hat dann einen externen Gutachter mit einer Untersuchung beauftragt.

    Das zuständige Oberlandesgericht hat dann kaltlächelnd konstatiert: die Beauftragung eines externen Gutachters ist kein strafprozessuales Mittel der Ermittlung, auch sonst ist keine adäquate Ermittlungshandlung erfolgt - mithin war das Verfahren verjährt und musste eingestellt werden.

    Und die Bande macht lustig weiter so, bis heute. Inzwischen wurde die Justiz aber offenkundig durch politischen Druck gezwungen, tätig zu werden, und es wurde sogar Anklage erhoben. Man wird abwarten müssen.

    Aber man sieht schon, wie schwergängig und teigig die Justiz arbeitet, immer wenn es um Wirtschaftskriminalität geht.
    Goofy
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