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Thema: "Stadtwerke Pforzheim"? Unseriöse Werbeanrufe wg. Stromwechsel

  1. #131
    Mitglied Avatar von Stachel24
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    Das Ganze zeigt mal wieder, wie "effektiv" gerissene Verkäufer selbst den gestandenen Stadtwerkedirektoren Hoffnungen verkaufen konnten. Die Verantwortlichen in Pforzheim denken noch heute, man hätte mit seriösen Callcentern zusammengearbeitet. So funktioniert nunmal die Betrugsmasche. Am Schluß ist nur Einer nicht beschummelt worden, nämlich der Kalfaktor der Bimmelbude.
    Wer Druckfehler findet, darf damit gurgeln.

  2. #132
    Senior Mitglied Avatar von euregio
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    Letztlich entwickeln sich derartige "Geschäftsmodelle" mit weniger seriösen Partnern zum Desaster. Da hier die Leads angekauft werden und man direkter bzw. der gewinnabschöpfende Auftraggeber eines Callcenters mit dubiosen Verkaufsmethoden ist und zudem durch die mehrfachen Beschwerden die Belästigung offensichtlich ist, könnten aus der Sache noch weitere Folgen entstehen. Gerade die Stadtwerke Pforzheim hatten ja Partner die es bis in den Bereich des Telefonterrors getrieben haben. Die daraus resultierenden Datenschutzauskünfte, Unterlassungserklärungen und weiteren Rechtsfolgen kosten auch eine schöne Stange Geld. Es ist ja offensichtlich das hier Produkte vertrieben werden, bei dem der Produktgeber Einfluss hat auf den Vertrieb. Die Stadtwerke Pforzheim haben die praktische Möglichkeit Vertriebspartner auszuschließen oder den Vertrieb ihrer Produkte über vom Kunden beanstandete Vertriebskanäle zu unterbinden. Das ist im vorliegenden Fall nicht geschehen. Auch hätte man Namens- und Markenrechte entsprechend durchsetzen können und durch Compliance Maßnahmen eine Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Datenherkunft herstellen können. Wer so dumm ist und derartige technisch organisatorische Maßnahmen nicht durchführt, der muss sich anrechnen lassen das er in die Haftung nach DSGVO gerät. Interessant wäre auch einmal die Verträge mit den "Partnern" zu hinterfragen, da ja immer schon Datensätze vorliegen, dürfte das auch insofern interessant sein da die Datenherkunft, Verwendung und spätere Löschung der Datensätze dokumentiert sein muss. Aber wer fragt, bekommt Antworten und im Zweifel nicht direkt sondern mit Hilfe der Landesdatenschutzbeauftragten. Wobei Verwaltungskosten auch Kosten sind die ein Betriebsergebnis negativ beeinflussen.
    „Manche Menschen kommen in ein dunkles Zimmer und beginnen emsig zu arbeiten. Sie ergründen die Ursachen der Dunkelheit, finden Schuldige und erstellen ein mittelfristiges Konzept zur schrittweisen Reduzierung der Finsternis. Und dann kommt einer und macht einfach das Licht an.“
    ―Peter Hohl

  3. #133
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    Ein sehr gelungenes Foto in dem Artikel. Ob er sich gerade mit dem Thema (Ver-)Haftung und Verantwortung beschäftigt hat? Die realitätsfremden Trotzantworten des OBs könnte man fast im realen Irrsinn (Extra3) bringen.

    edit: Kennt noch jemand die Monorail-Sendung von den Simpsons?
    Geändert von Ralgert (15.12.2018 um 16:29 Uhr)
    ____
    IANAL

  4. #134
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    Kennt noch jemand die Monorail-Sendung von den Simpsons?
    Schuldig im Sinne der Frage Hast Recht, war im Grunde auch nichts anderes ...

  5. #135
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Wenn wenigstens diejenigen, die dafür politisch verantwortlich sind, die politischen Folgen tragen müssten. Aber die werden sich da elegant herauslavieren.

    "Erst im dritten Quartal wurde entdeckt..."
    Ich lach mich tot.
    Was soll das für eine Buchführung sein.
    Womöglich werden deren Bücher auch im Auftrag auf dem Balkan geführt.
    Goofy
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  6. #136
    Senior Mitglied Avatar von Hippo
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    Mal kurz reingegrätscht - Gibt es überhaupt Datensätze mit echter Werbeeinwilligung zu kaufen? Ich meine jetzt nicht die bei denen man z.B. beim Autokauf seiner Marke Infomails erlaubt sondern daß z.B. jedes dahergelaufene Strom- oder Sonstwasunternehmen mit Werbemails ums Eck eiern darf?
    So eine Allzweckgenehmigung muß doch dann schon wieder im Kleingedruckten versteckt sein und damit schon wieder ungültig.
    Ein normaler Mensch mit einigermaßen Verstand unterschreibt doch sowas nicht?
    Wer andern eine Bratwurst brät der braucht ein Bratwurstbratgerät ...

  7. #137
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Unsere Juristen hier sagen immer wieder, dass ihnen eine rechtlich einwandfreie, weitergegebene Werbeeinwilligung noch nie untergekommen ist. In aller Regel sind diese "Einwilligungen" so mängelbehaftet, dass sie den Werbern vor Gericht sofort um die Ohren fliegen. Meistens viel zu unbestimmt bzw. der Bereich der erlaubten Werbung so gut wie nicht eingegrenzt. Und ein Verstecken im Kleingedruckten ist sowieso schon unwirksam - überraschende Klausel.
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  8. #138
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    Zitat Zitat von Hippo Beitrag anzeigen
    Mal kurz reingegrätscht - Gibt es überhaupt Datensätze mit echter Werbeeinwilligung zu kaufen?
    IANAL, aber: Eine Werbeeinwilligung muss entsprechend konkret sein. Damit diese so konkret ist, müsste der Käufer der Daten schon vorher feststehen.

    Demnach: Eine rechtlich einwandfreie Werbeeinwilligung, zu der anschließend ein Käufer gesucht wird ist schon rein logisch unmöglich.
    Dieser Beitrag wurde 3.956.584 mal editiert, zum letzten Mal von TillP: Morgen 22:42

  9. #139
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    Theroretisch möglich wäre das - Du kannst Dich ja hinstellen, eine Website bauen, und Werbeeinverständnisse für die Stadtwerke Pforzheim im Hinblick auf Telefonwerbung bezüglich Stromlieferverträgen einholen. Und falls sich dan jemand meldet, kannst Du das Werbeeinverständnis den SWP nachts vor die Tür legen oder verkaufen, etc.
    Theoretisch möglich.

    De facto läuft das erfahrungsgemäß häufig so, dass dann, wenn jemand Telefonwerbung ohne Opt-in beanstandet, irgendwelche angeblich erklärten Einverständnisse erfunden werden. In meinen Augen ist das kriminell - und ich habe den Eindruck, dass diese Fälle so häufig sind, dass kein Unternehmen, das Telefonwerbung in Auftrag gibt, die Augen davor verschließen kann.

  10. #140
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    Und was die SWP Stadtwerke Pforzheim anbetrifft: Da wurde ja offenbar seriös bis ins Mark gewirtschaftet:
    Nach Recherchen der „Pforzheimer Zeitung“ war vergangene Woche bekanntgeworden, dass der Aufsichtsrat das Aussetzen der Gewinnausschüttung in Höhe von 6,5 Millionen Euro an die Mehrheitsgesellschafterin Stadt Pforzheim beschlossen hatte. Dieses Geld war im Etat 2019 vorgesehen, um zum Beispiel das Bäderkonzept zu finanzieren. Grund für den Gewinneinbruch waren enorme Verluste im Stromvertrieb, besonders durch die Neubewertung von Telesales-Kunden. Dies hat einen Verlust in Höhe von 4,9 Millionen Euro zur Folge. Insgesamt brach der Gewinn von rund elf Millionen Euro im Jahr 2017 auf 4,2 Millionen Euro in diesem Jahr.

    Oberbürgermeister Boch erklärte weiterhin, nicht nur für 2019 sondern sicherheitshalber auch für 2020 von einem Ausbleiben der Gewinnausschüttung auszugehen und dies entsprechend im Haushalt vorzusehen. Somit bestehen offensichtlich erhebliche Zweifel an der Aussage von SWP-Chef Roger Heidt, das operative Geschäft im kommenden Jahr wieder so aufstellen zu können, dass eine Gewinnausschüttung in der gewohnten Höhe möglich sein wird. Die Stadtwerke lehnten am Montag eine Stellungnahme vor der am Dienstag stattfindenden Betriebsversammlung ab. Offen ist beispielsweise, wann die SWP-Führung um Heidt von den massiven Einbußen wusste. Aufsichtsratschef und Erster Bürgermeister Dirk Büscher stellte gestern klar, dass er vor vier Wochen von Verlusten wusste, aber erst vor zwei Wochen vom Ausbleiben der Ausschüttung.
    (Hervorhebung durch mich.)

    https://www.pz-news.de/pforzheim_art...d,1268596.html

    Muss man sich wohl so vorstellen im Rathaus/Vorstand (wurde ja auch fleißig gewechselt zwischen Unternehmen und Stadt). "Oh, da fehlen dieses und nächstes und übernächstes Jahr jeweils 6 Millionen. Hui. Und was gibt's heute in der Kantine? Und wieviel hunderttausend Euro Bonus verdiene ich dann?"

    Minus in 14 Tagen verdoppelt

    In der Tat sah nach PZ-Informationen sogar der Ende November an die Aufsichtsräte ausgehändigte SWP-Wirtschaftsplan 2019 noch eine Ausschüttung in voller Höhe vor. Das Zahlenwerk ging von deutlich niedrigeren Verlusten der Stromsparte aus, als sie dann gut zwei Wochen später im Aufsichtsrat besprochen wurden. Büscher erfuhr nach eigenem Bekunden am letzten Tag der Haushaltsberatungen, dass das Ergebnis der Stromsparte nicht nur um rund fünf aus den Telesales, sondern um zehn Millionen Euro zurückgegangen war. Auf einen Verlust von nunmehr rund sechs Millionen Euro. Zusammen mit der zunächst als Ausschüttung geplanten Einbehaltung eines Veräußerungserlöses war so die Grundlage bereitet, auf der der SWP-Aufsichtsrat vergangene Woche beschloss, keinen Gewinn zu überweisen, sondern die rund 4,2 Millionen Euro Überschuss des Gesamtunternehmens im Haus zu belassen. „Das hätte man auch erst im Juli 2019 beschließen können“, sagte der SWP-Justitiar und gleichzeitige städtische Rechtsamtsleiter Detlef Wagner zum Vorwurf einer zu späten Bekanntgabe der Nicht-Ausschüttung. Auch zu seiner Doppelfunktion äußerte sich Wagner: Diese sei unproblematisch, weil ein Rechtsstreit zwischen Stadt und SWP ausgeschlossen sei, da die Stadt als Mehrheitseignerin immer das Sagen habe.
    Die SWP-Geschäftsführung war am Montag dagegen zu keiner Stellungnahme bereit. So bleibt die Frage offen, wann die Geschäftsleitung von dem Verlust beim Stromvertrieb in Höhe von knapp fünf Millionen Euro durch die Neubewertung der Telesales-Verträge tatsächlich gewusst hatte. Nach Angaben der SWP von vergangener Woche fand die Untersuchung im dritten Quartal statt, also zwischen dem 1. Juli und dem 30. September. Die nächstmögliche Aufsichtsratssitzung war auf den 22. Oktober terminiert. Gab es bis dato keine belastbaren Hinweise auf die Verluste und das schleppende Stromgeschäft insgesamt? Die SWP schweigen sich dazu aus. Genauso zu der Frage, wie man das Vertrauen, das Oberbürgermeister Peter Boch gegenüber den Stadtwerken beschädigt sieht, wieder kitten möchte. Ebenfalls unklar ist, wie sich das von SWP-Chef Roger Heidt verfolgte Projekt „SWP 2021“ auf die Struktur des Unternehmens auswirkt. Heidt plant die Konzentration auf den regionalen Energiemarkt, um die SWP operativ wieder besser aufzustellen.
    https://www.pz-news.de/pforzheim_art...d,1268654.html
    Geändert von radan (18.12.2018 um 09:38 Uhr)

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