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Thema: "Stadtwerke Pforzheim"? Unseriöse Werbeanrufe wg. Stromwechsel

  1. #181
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    In der [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] heißt es:
    Bewertet ist der Biomasseblock in den SWP-Büchern mit vier Millionen, veräußert wurde er aber für 22 Millionen Euro. Mit diesem Buchgewinn von 18 Millionen Euro wollten die SWP-Chefs offensichtlich die Bilanz 2018 aufhübschen und wohl auch den Jahresabschluss in diesem Jahr. Bilanziell und rechtlich ist daran nichts auszusetzen.
    An den überhöhten, fiktiven Werte ist nichts auszusetzen? Das sehe ich anders. Haben wir einen mitlesenden Buchhalter hier?

    Die SWP seien ein solides Unternehmen.
    In der Summe halte ich das für eine steile These.
    ____
    IANAL

  2. #182
    Mitglied Avatar von Stachel24
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    Wie aus einem ursprünglich seriösen Geschäftszweig der Stadtwerke Pforzheim ein finanzielles und moralisches Debakel wurde:
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  3. #183
    Urgestein
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    Schöner Beitrag!
    sastef

  4. #184
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Ja, hervorragend zusammengetragen und gut geschrieben. Und sehr aufschlussreich.
    Millionen an Provisionen für die Callcenter, Millionen an Rechtskosten. Wegen unzufriedener Kunden, und wegen unerlaubter Telefonwerbung.
    Da steckt das Defizit.

    Hoffentlich macht diese Geschichte die Runde und bewahrt andere deutsche Stadtwerke vor einer Nachahmung der Drückermethoden.
    Goofy
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    Weisheiten des Trullius L. Guficus, 80 v.Chr.:
    "Luscinia, te pedem supplodere audio" - Nachtigall, ick hör dir trapsen
    "Vita praediolum eculeorum non est" - Das Leben ist kein Ponyhof
    "Avia mea in stabulo gallinario rotam automotam vehit" - Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
    "Sed illi, dicito: me in ano lambere potest" - Jenem aber, sag es ihm: er kann mich am Arsch lecken

  5. #185
    Ritter der Tafelrunde Avatar von Arthur
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    Außerordentlich detalliert und erklärt die Hinter/gründe des Desasters
    Moderne Drücker nennen sich "Telesales-Manager"
    [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
    Wie man Drückermethoden schönredet.

  6. #186
    Urgestein Avatar von Wuschel_MUC
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    Zitat Zitat von Arthur Beitrag anzeigen
    Außerordentlich detalliert und erklärt die Hinter/gründe des Desasters

    [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]
    Wie man Drückermethoden schönredet.
    Jetzt können wir nur hoffen, dass das die Pforzheimer Stadtväter auch lesen. Sie dürfen auch gerne hier mitlesen.

    Wuschel
    Wer mir was tut, sei auf der Hut!

  7. #187
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    hallo,

    14 Millionen Euro Provisionen für Telesales-Kundenwerbung

    Anhand der Geschäftsberichte und Jahresabschlüsse, die vorerst nur bis 2016 verfügbar sind, läßt sich schon jetzt feststellen, dass der 2007 gestartete bundesweite Stromvertrieb der SWP nur bis etwa 2011 auf einigermaßen soliden Geschäftspraktiken basiert haben dürfte. Ab da wurden nämlich jährlich Millionen Euro an Provisionen für Telesales-Firmen ausgegeben, um die stagnierende Kundenzahl weiter zu erhöhen oder wenigstens zu stabilisieren. Dieser Aufwand für externe Dienstleister, die mit oft sehr unsauberen Methoden neue Kunden keilten, belief sich von 2011 bis 2016 auf über 14 Millionen Euro. Hinzu kamen über fünf Millionen Euro für "Rechts- und Beratungskosten", die ebenfalls im Zusammenhang mit den Telesales-Verträgen zu sehen sind. Jedenfalls sind beide Posten in früheren Geschäftsberichten nicht aufgetaucht
    Quelle: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]

    Die Zahlen muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

    dazu Hintergrundinfos:

    [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]

  8. #188
    Senior Mitglied Avatar von euregio
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    1 Million Euro für Rechts und Beratungskosten pro Jahr ist ein ziemlicher Brocken. Gerade wenn man bedenkt das hier wahrscheinlich verzweifelte Verbraucher im Vorfeld schon versucht haben die Dinge und Ungereimtheiten außergerichtlich zu klären. Spätestens nach dem Bekanntwerden dieser Monatlichen Kosten von über 80000 Euro hätte es auch dem dümmsten Vorstand auffallen müssen und können das hier unsauber gearbeitet wird. Wie viel tausend Beschwerden und Einwände sind das denn, wenn man die geringen Streitwerte dieser gerichtlichen Auseinandersetzung zu Grunde legt. Wir müssen also von mindestens 500 eher aber 1000 Fällen pro Monat ausgehen die beim Anwalt oder bei Gericht gelandet sind. Das dabei der Telesales ein Thema war und nicht eine unberechtigte Sperrung der Energieversorgung, dürfte klar sein. Hier hätte die Vertriebssteuerung schon frühzeitig eingreifen müssen. Auch das Kundenservice Center wurde wahrscheinlich von den Callcentern betrieben, denn ansonsten hätte da der Aufschrei sehr laut sein müssen.
    Wer selber einmal bei einem Energieversorger gearbeitet hat, der weiß wie diese Kunden Center funktionieren und das hier auch regelmäßig ein Status "nach oben" gemeldet wird wo es denn hakt. Anscheinend war man an dieser Stelle auch merkbefreit oder einfach nur ignorant.
    „Manche Menschen kommen in ein dunkles Zimmer und beginnen emsig zu arbeiten. Sie ergründen die Ursachen der Dunkelheit, finden Schuldige und erstellen ein mittelfristiges Konzept zur schrittweisen Reduzierung der Finsternis. Und dann kommt einer und macht einfach das Licht an.“
    ―Peter Hohl

  9. #189
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Ja, für manche Leute wie den oben erwähnten SPD-Stadtrat und Mitglied im Aufsichtsrat war das alles ja nur "eine Geschmacksfrage", und die vielen Beschwerden sind für solche Leute wohl auch nur ein Zeichen dafür, dass effizient und kaufmännisch orientiert gearbeitet wird.
    Neoliberalismus pur.
    Selbst als reihenweise die Prokuristen gingen, haben sie immer noch darauf bestanden, dass das alles so weiter laufen müsse.
    Goofy
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  10. #190
    Senior Mitglied
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    Wenn gleich drei Fürsorger gehen, sehen die mehr Gefahren, als es gesund sein kann und sie Fortführung des Unternehmens bezweifeln. Ansonsten hätten die auch gleich die GFs feuern und anschließend den Aufsichtsrat berichten können.
    ____
    IANAL

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