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Thema: spam Abwehr, spam Vorbeuge - da fehlt doch was

  1. #1
    Mitglied Avatar von drboe
    Registriert seit
    19.07.2005
    Beiträge
    674

    Standard spam Abwehr, spam Vorbeuge - da fehlt doch was

    Hi,
    ich lese hier sporadisch mit und stelle bei den Themenbereichen fest, dass hier das fehlt, was ich unter Abwehr oder besser Gegenwehr verstehen würde. Spam melden, analysieren, Urheber identifizieren, Smalltalk schön und gut, aber reicht das? Ich weiß, das es u. a. im Usenet Ärger gibt, wenn man Maßnahmen vorschlägt oder nur andenkt. Da wird einem immer "Selbstjustiz" vorgeworfen. OK, ist so. Aber dann fallen auch Gewaltphantasien a la "einen Kleinbus vorbei senden" darunter.
    Kurz und gut: wo bleibt hier im Forum der Teil, wo man die mögliche Gegenwehr diskutiert, ggf. koordinierte Maßnahmen einleitet? Der Aufwand steigt nämlich, den ich - und vermutlich jeder andere auch - treiben muss, um die Post, die ich erhalten will zu selektieren. Den Rest kippe ich ins Bitnirwana. Damit die Dimensionen etwas klarer werden:
    Von meinen diversen Mailadressen (privat wie beruflich) werden nur 3 überhaupt nicht bespamt. Vermutlich, weil ich sie selten nutze, obwohl ich über T-Online selbst da spam erhalte, wo ich über die Adresse noch nie gesendet habe und die auch nicht irgendwo angebe. Die Web.de Adressen tragen wesentlich zum spam-Aufkommen bei, weil ich sie u. a. im Usenet und Foren benutze. Web.de bietet nur erbärmliche Filter, case sensitixv, ohne Abbruchkriterium, teils funktional nicht sonderlich zuverlässig (filtern auf TLD klappt m. E. nicht), beim Neuanlegen teils einsortieren in wilder Reihenfolge, was der Notwendigkeit für effizientes Filtern entgegen steht, da wie gesagt kein Abbruch möglich. Die Zahl der Filter da ist da auf ca. 400 angewachsen, davon 90% für direktes löschen. Das ist gut zweimal so viel wie vor ca. 1 Jahr. Die Mails durchlaufen eine dann Eimerkette: abholen und filtern, dann zustellen und im Client nochmal filtern. Ergebnis: ca. 1-2 spams pro Tag kommen durch. Ca. 10 bleiben z. B. bei WEB.DE hängen, weil ich in einigen Fällen in einen Ordner umleite, wenn ich nicht sehr sicher bin, ob man da löschen kann. Pflege der Filter kostet Zeit, das letztlich Geld. Zudem sind die Mails dann meist durchs Netz gelaufen, den Traffic zahlen wir alle mit. Und da überlege ich schon, ob man wirklich nur dokumentiert, passiv bleibt und ab und an gegen einen Anfänger aus Deutschland aktiv wird, nur um dann zu erleben, das besonders harnäckige spammer dreist lügen und der Datenschutz zwar Arbeitsplätze in Behörden sichert, sonst aber nichts bringt. Als Dauergast bei Gericht tauge ich nicht. Nun also die Frage: kann man irgendwe von der Reaktion zur Aktion schwenken, oder muss man weiter filtern, abreagieren, filtern, meckern, abreagieren, filtern, ärgern, abreagieren, filtern ...?
    Gruß
    Michael

    Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken. (Karl Kraus)


  2. #2
    wazi
    Gast

    Standard RE:spam Abwehr, spam Vorbeuge - da fehlt doch was

    Hmm...
    ich denke mal, wir befinden uns in einer Art von Krieg gegen den Werbe-Terror. Heute gilt, was technisch machbar ist und Geld bringt, wird gemacht.....und Schluß!! Ob dabei irgendwas kaputtgeht ist vollkommen egal. Die überwiegende Masse der Bevölkerung macht diesen Quatsch auch noch mit.
    Der Werbe-Terrorismus wird immer schlimmer: Spywarefirmen Gator/Claria oder Alexa, die dir ohne dein Wissen und Zustimmung im Softwarebundle ihren Spydreck auf den Compi schieben, Kundenkarten wie HAPPY DIGITS, PAYBACK,....... mit denen ein Konsumentenprofil erstellt und flächendeckend gegen das BDSG verstoßen wird (in einem älteren Artikel bei http://www.heise.de nachzulesen) gigantische Profilingsysteme wie z.B. "microdialog" der Deutschen Post AG, Werbeagenturen die diese gesammelten Informationen konzentrieren und über ALLE Kanäle (Fax, E-Mail, Internet, Telefon, Postsendungen, Vertreterbesuche, Handy, Radio und TV,....) Werbung auf dich abfeuern. Das ist also eine umfaßende Schlacht
    gegen den Werbe-Terror.
    Ich habe mein persönliches Umfeld vom Werbe-Terrorismus befreit und halte es auch konsequent sauber. Das genügt mir vollauf, denn für diese Oberbanausen bin ich unrentabel geworden und gelte nun als werberesistent. In der Hinsicht muß ich aber alle Kanäle einbeziehen, ansonsten klappt es nicht. Und was an E-Mails aus irgendwelchen Ecken der Welt kommt, kann man wohl nur filtern, weil kein Herankommen an die Banausen möglich ist. Aufregen darüber ist sinnlos, das ist zwar ein Dauerzustand aber nicht so schlimm, gibt ja gute Filter.
    Gruß wazi



  3. #3
    Intimparty
    Gast

    Standard RE:spam Abwehr, spam Vorbeuge - da fehlt doch was

    Richtig. Es fehlt an einer Überlegung wieviel Energie man in all diese Abwehrmaßnahmen steckt
    und wie diese im Vergleich zur regelmäßigen Nutzung der Löschtaste zu bewerten ist.
    Was Gator und Co angeht, ist es doch nicht so, dass einem das vor der Installation
    nicht bekannt wäre. Wer ständig und dauert alles umsonst haben will, die Geschenke
    trotz Werbeeinblendungen etc. dann annimmt und darauf hin das große Gemaule abläßt,
    kann eigentlich nur ein willentlicher Arbeitloser sein, oder?
    Denn sonst würde er in irgendeiner Art und Weise etwas (mit-)produzieren, dafür bezahlt werden
    und wissen woher sein Gehalt kommt bzw. wie es erwirtschaftet wird.
    (Ups. ich habe die Beamten vergessen, grins.)

    Tom
    whois:http://www.intimparty.de
    whois:http://www.adultscout.de

  4. #4
    Neues Mitglied
    Registriert seit
    23.04.2009
    Beiträge
    1

    Ausrufezeichen Spamabwehr; wehren durch Zumüllung des Spamversendeden Servers

    Hallo und Guten Morgen,

    durch Zufall stoße ich auf diese Seite und habe mich auch gleich mal eingeloggt. Bei mir erhalte ich in erster Linie, allerdings mit einem sehr guten Spamfilter, ca. 1-200 Spams pro Tag. D.h. obwohl diese Spams in erster Linie in einem separaten Ordner aufschlagen, müssen sie durchgesehen und "gute" mails wieder zurückgeschrieben werden. Anschließend Leerung / Löschung des Spamordners. Dies ist eine absolut nervige Angelegenheit und kostet, rechnet man die Zeit und Nerven, mit ziemlicher Sicherheit nur in D bereits Millionen, die wir alle, die nur SPAMFilter einrichten, sonst "nichts tun", zu vertreten haben.

    D.h. meine Frage, da ich leider selbst nicht über entsprechende Kenntnisse verfüge, geht dahin, daß der Spamfilter sehr wohl den versendenden Server ausweist (ich hoffe dies ist tatsächlich der richtige) und man demzufolge doch konzentriert (wenn gesetzlich erlaubt bzw. nicht verboten) mit Gegenspams lahmlegen könnte ?

    Ich weiß, keine feine Sache, aber ich denke, man muß sich wehren. In anderen Fällen werden wir zukünftig noch mehr Spams erhalten und dürfen diesen Müll auch noch durchsehen.....

    GRuß

    wkeh

  5. #5
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
    Registriert seit
    17.07.2005
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    Überall und nirgends
    Beiträge
    24.822

    Standard

    Das ist gleich aus mehreren Gründen keine gute Idee.

    Erstens begibt man sich damit auf die gleiche Stufe mit Spammern.

    Zweitens ist es theoretisch strafbar (Computersabotage).

    Drittens nutzt es aus folgendem Grund nichts:
    Über 80 % des weltweit verbreiteten Spams kommt über vireninfizierte Rechner von Heim-PC-Besitzern (Super-DAUs).
    Die haben ihren PC aus Dappigkeit mit einem der vielen Viren infiziert (Storm-Worm/Zhelatin etc.). Die russischen Spam-Hacker laden auf diese PCs dann sogenannte "IRC-Bots", wodurch diese Maschinen dann Teile von gigantischen Botnetzen mit z.T. Millionen von Teilnehmern werden.
    Botnetz

    Über diese Botnetze laden die Spamskis dann ihren Mist ab.
    Also: wenn Du schon einen DDOs auf so eine Zombie-Maschine startest, dann erwischst Du wahrscheinlich nicht mal den Zombie selbst, weil der bei einem Einwahl-Zugang auch nur eine dynamische IP-Adresse hat, die sich sehr schnell ändern kann.

    Und gegen Millionen von Spambots kannst Du keine Spam-DOS fahren.
    Selbst, wenn Du die Master-Server der Russkis erwischst (glaub mir, da sind schon ganz andere als Du da hinterher auf der Welt...), dann wird es schwierig. Die sind überall auf der Welt verstreut, und es sind viele, und auch die wechseln ständig.
    Goofy
    ______________________________
    Weisheiten des Trullius L. Guficus, 80 v.Chr.:
    "Luscinia, te pedem supplodere audio" - Nachtigall, ick hör dir trapsen
    "Vita praediolum eculeorum non est" - Das Leben ist kein Ponyhof
    "Avia mea in stabulo gallinario rotam automotam vehit" - Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
    "Sed illi, dicito: me in ano lambere potest" - Jenem aber, sag es ihm: er kann mich am Arsch lecken

  6. #6
    Urgestein Avatar von Wuschel_MUC
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    5.589

    Standard Zurückspammen?

    Zitat Zitat von wkeh Beitrag anzeigen
    ... dass der Spamfilter sehr wohl den versendenden Server ausweist (ich hoffe dies ist tatsächlich der richtige) und man demzufolge doch konzentriert ... mit Gegenspams lahmlegen könnte?
    So, wie du das beschrieben hast, wäre es nicht legal - aber das hat Goofy schon erklärt.

    Selbst wenn es legal wäre: mache dich mal über die israelische Firma [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ] und ihr Antispam-Konzept schlau. Bluefrog bot einen Dienst an, das Rück-E-Mails an die Provider von Spammern schickte - erst mal nur eine pro Spam, bei größerer Anzahl eine ansteigende Anzahl pro Spam. Ein guter Provider hätte den Spammer schnell abgeklemmt, Ruhe gehabt und wäre nebenbei auch krumme Kunden losgeworden.

    Leider waren die Spammer krimineller als kriminell. Sie drohten damit, die Bluefrog-Nutzer hemmungslos zuzuspammen und [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. ]. Sie zwangen den Bluefrog-Anbieter innerhalb von wenigen Tagen in die Knie und das Projekt war gescheitert. Angeblich konnten die Bluefrog-Leute nicht mal ihre Kontakte zum Mossad sinnvoll nutzen.

    Das Konzept hätte schon funktionieren können, aber dafür hätten sich zahlreiche Großprovider auf eine gemeinsame Nutzung des Bluefrog-Konzepts einigen müssen. Dann wäre nicht ein kleiner Provider in Israel betroffen gewesen, sondern viele Branchenriesen, die eine höhere Angriffskapazität und ganz andere Abwehrmittel zur Verfügung gehabt hätten.

    Folgeprojekte von Bluefrog kamen bisher nicht über ein Nachdenkstadium hinaus.

    Dir sollte klar sein, dass wir uns über den Umgang mit organisierter Kriminalität unterhalten und nicht nur über ein kleines Ärgernis!

    Was deine 200 Spams pro Tag betrifft: eine Adresse mit so vielen Spams ist unrettbar verbrannt und sollte baldmöglichst auslaufen. Lege dir eine neue E-Mail-Adresse zu und sorge dafür, dass sie im Internet nicht zu finden ist. Die zugespammte kannst du in sechs bis neun Monaten löschen.

    Wuschel
    Wer mir was tut, sei auf der Hut!

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