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Thema: Spam juristisch bekämpfen

  1. #1
    josef
    Gast

    Standard Spam juristisch bekämpfen

    Spam`s Elektronisch zu verhindern, zu Filtern, zu Attackieren? usw...
    das mag alles sinnvoll sein. Wie mir aber beim Durchstöbern des Forum aufgefallen ist, nicht wirklich erfolgreich? oder....
    Es wird vermutlich keine Methode geben die den absoluten Erfolg garantiert, aber ich habe mir folgendes gedacht....
    die Spamer verfolgen ein Ziel, dieses Ziel ist Geld!
    Woher kommt dieses Geld....?
    In den meisten Spam`s werden irgend welche Links beworben.
    Das sind wohl die Anstifter zu den Spam Aktivitäten?
    Eine Klage nach UWG (in Österreich) Unlauterer Wettbewerb ist zwar teurer wie eine schlichte Unterlassungsklage aber wenn ich mir so die Summe von 1000 oder mehr Unterlassungsklagen überlege? Da kommt dann schon was zusammen.
    Das selbe gilt für die Anstiftung zu Spam!
    Das finanzielle Risiko von solchen Klagen?
    Dieses Risiko wird davon abhängig sein, wie sorgsam recherchiert wurde. Ist aber ein Spamer eindeutig identifiziert so ist das Risiko klein.
    Einrichten eines Fonds zur Spam Bekämpfung.
    Spambekämpfung ist sehr viel Zeitaufwand. Mir als kleinen Unternehmer wäre das schon einen Beitrag wert.
    Ich könnte mir schon vorstellen für bestimmte Spamer ein Kopfgeld einzurichten um deren Identität zu erforschen. Damit wäre Spamjäger nicht nur mehr ein Hobby!
    Auch das Klagerisiko könnte aus einem eingerichteten Fond gespeist werden. Es ist ja auch eine Überlegung wert nicht nur auf Unterlassung sondern auch auf Schadenersatz zu Klagen. Auch dieses Geld könnte den Fond reicher machen!
    Nur wenn sich das Risiko für Spam Versender oder Anstifter um ein vielfaches erhöht bzw. in keinem Verhältnis zum Ertrag steht wird sich Spam aufhören.
    Und noch etwas zum Schluss:
    Spamm`s Filtern ist eine Sache? Was wäre wenn weblink`s auf welche die Spam`s zeigen blockiert würden? (sofern das überhaupt funktioniert)
    Es könnten auch Provider welche mit Spam`s lasch umgehen in diese Blockliste aufgenommen werden!
    Jetzt geht`s um Geld. Dann wird wahrscheinlich sehr schnell reagiert.
    Möglicherweise sind diese Ideen schon alt. Aber einige Juristen aus verschiedenen Ländern einzuladen in diesem Forum zu diskutieren, wäre wohl kein Fehler, oder?
    Bin gespannt auf eure Beiträge.




  2. #2
    Urinstein Avatar von schara56
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    Standard RE:Spam juristisch bekämpfen

    BTW: gehört mehr in Off-Topic-Bereich
    Woher kommt dieses Geld....?
    In den meisten Spam`s werden irgend welche Links beworben.
    Das sind wohl die Anstifter zu den Spam Aktivitäten?
    ...hm - und was ist mit JoeJobs?

    Das selbe gilt für die Anstiftung zu Spam! Das finanzielle Risiko von solchen Klagen? Dieses Risiko wird davon abhängig sein, wie sorgsam recherchiert wurde.
    Nachweisen wird das Problem und es gibt sog. Schwellenländer, die sich einen Dreck darum kümmern ob so etwas stattfindet. Keine Klage dort, wo kein Richter!

    Ich könnte mir schon vorstellen für bestimmte Spamer ein Kopfgeld einzurichten um deren Identität zu erforschen. Damit wäre Spamjäger nicht nur mehr ein Hobby!
    Und was ist, wenn die Person identifiziert ist? Siehe Alan Ralsky.

    Nur wenn sich das Risiko für Spam Versender oder Anstifter um ein vielfaches erhöht bzw. in keinem Verhältnis zum Ertrag steht wird sich Spam aufhören.
    Deswegen die vielen Verrenkungen zur Vermeidung von Spam (SPF und wie die alle mittlerweile heissen).

    Es könnten auch Provider welche mit Spam`s lasch umgehen in diese Blockliste aufgenommen werden!
    Siehe alles mit *.cn; *.biz; *.info und so weiter.

    Auf kleiner Ebene kann jeder was gegen Spam tun:
    1. auf keine Spam reagieren
    2. keine spamvertiseten (sch... Anglizissmuss - früher hätte man von "beworben" gesprochen) Produkte kaufen
    3. sich ordnentlich über Spam beschweren und
    4. Spam bei Spamcop oder vergleichbaren Diensten einwerfen.


  3. #3
    josef
    Gast

    Standard RE:Spam juristisch bekämpfen

    ...hm - und was ist mit JoeJobs?
    Was meinst damit? Mir ist schon klar, dass ich hier ein Neuling bin. Zeit habe ich auch nicht zuviel, aber die Spamer haben mir schon so viel Nerven gekostet, dass ich es mir nun auch zum Sport mache etwas dagegen zu unternehmen. Ich denke mir, dass ich in diesem Forum am besten erfahre wie.
    Nachweisen wird das Problem
    Ja das kann ich mir vorstellen. Aber möglicherweise könnten da die Finanzbehörden weiterhelfen. Zahlungen für verbotene Leistungen können nicht als Werbungskosten abgesetzt werden. Und eventuell könnte man einen Maulwurf einschleusen?
    und es gibt sog. Schwellenländer, die sich einen Dreck darum kümmern ob so etwas stattfindet. Keine Klage dort, wo kein Richter!
    E-Mails aus solchen Schwellenländern generell auszufiltern wird zwar nicht für jedermann möglich sein aber aus Usbekistan erwarte ich keine E-Mails.
    zu Alan Ralsky
    Mir war dieser Name bisher unbekannt. Aber da stelle ich einfach die Frage warum hat diesen Alan Ralsky niemand Verklagt? Und was macht in Amerika das FBI.
    Dass es nicht einfach ist weiß hier jeder, auch ich. Aber viele Ideen und Aktivitäten können etwas bewirken. Und kleine erfolge gibt es ja.
    siehe->
    Bereits sieben Mio. USD zugesprochen
    Erst Mitte Dezember hat AOL von einem US-Gericht knapp sieben Millionen USD Schadenersatz von dem Versender einer Milliarde unerwünschter E-Mails zugesprochen bekommen. Die Klage lief seit 1998.
    AOL bekommt Schadenersatz wegen Spam
    Und was konkret kann ich beitragen???



  4. #4
    Verbalakrobat Avatar von Goofy
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    Standard RE:Spam juristisch bekämpfen

    was ist mit JoeJobs?
    Mit einem "Joe-Job" will ein Spammer ganz gezielt jemandem schaden, indem er eine Spamwelle rollen lässt, bei der die Domain oder E-mail-Adresse der ihm missliebigen Person als Versendeadresse ("From") in den Header hineingefälscht wird. Was dann passiert, kann man sich mit etwas Phantasie ausmalen. Der Unschuldige kriegt u.U. tausende "Bouncemails" ("Mail System...delivery failed) wegen ungültigen Adressaten, und hunderte Beschwerden wegen Spam. Die daraus resultierende Rufschädigung und möglicherweise juristische Probleme (erst muss er mal nachweisen, dass der Spam nicht von ihm kam...) haben schon so manches dot-com-Geschäft in die Knie gezwungen. Wenn er Pech hat, wird er auch noch bei Spamcop/Spamhaus etc. in die "Blacklist" aufgenommen... und da kommt man nicht so schnell wieder raus.
    Aber möglicherweise könnten da die Finanzbehörden weiterhelfen.
    Die können auch nur in Aktion treten, wenn sehr konkrete Hinweise auf Steuerhinterziehung vorliegen, z.B. fehlende USt-Id im Impressum.
    Zu Alan Ralsky: das ist momentan einer der Welt-Top-Spammer, wenn nicht die Nr. 1 der ROKSO-Liste (nachzulesen bei Spamhaus.org). Der ist aber schwer zu greifen. Man kann oft Spam als wahrscheinlich von ihm ausgehend zuordnen, z.B. benutzt er oft whois-Namen wie "Jeff Smart" sowie bestimmte IP-Adressen. Aber beweisen ist noch eine andere Sache. Der tarnt sich äußerst geschickt. Du kannst sicher sein: sobald er auch nur einen Fehler macht, ist er reif. Es gibt bei der US-FTC und beim FBI eine Spam-Ermittlungsgruppe, die natürlich auch ihn seit Jahren im Visier haben. Ermittlungen können aber Jahre dauern, das haben vergangene Fälle gezeigt.
    Und was konkret kann ich beitragen???
    S. auch den Beitrag von schara56.
    Man muss bei der Vorgehensweise unterscheiden zwischen deutschem und ausländischem Spam.
    Deutscher Spam:
    1. Nach Möglichkeit Verursacher identifizieren - meist über die beworbene Webseite möglich.
    2. Bei Spamcop einwerfen.
    3. Abuse-Mails an: Abkippprovider, Webhoster.
    4. Evtl. Beschwerde an die Wettbewerbszentrale [http://www.wettbewerbszentrale.de], falls z.B. Impressum angreifbar oder falls unseriöse Geschäftspraktiken offensichtlich sind. Bei nichtzugelassenen Dialern Meldung an die RegTP.
    5. Bei eindeutig kriminellen Handlungen (Betrug, Kinderporno etc.) Meldung an Polizei/Staatsanwalt.
    Ausländischer Spam:
    1. Nach Möglichkeit Verursacher identifizieren - meist über die beworbene Webseite.
    2. Bei Spamcop einwerfen.
    3. Abuse-Mails in Englisch an: Abkippprovider, Webhoster, ausser bei chinesischen und lateinamerikanischen Hostern. Das kann man sich sparen, die stellen sich taub.
    4. Falls amerikanische Webhoster involviert sind: zusätzlich Beschwerde an uce[bei]ftc.gov (US-Handelskommission).
    5. Falls Hinweise auf betrügerische/kriminelle Handlungen ersichtlich: Meldung an zuständige ausländische Strafverfolgungsbehörden - aber nicht bei Bananenstaaten.
    Viel Glück
    Goofy


  5. #5
    Senior Mitglied
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    Raxacoricofallapatorius
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    1.200

    Standard RE:Spam juristisch bekämpfen

    Sobald eine in Deutschland ladungsfähige Anschrift des Spammers vorliegt kann man sich auch ohne Fehler im Impressum bei der Wettbewerbszentrale beschweren, da Spam alleine bereits gegen das UWG verstößt...
    Jedoch muss man dazu noch eine Eidestattliche Erklärung abgeben, dass man mit demn Spammer vorher noch nichts zu tun hatte, und den Spam weder gewünscht, noch angefordert hat, etc...

    ---
    Frechheit siegt


  6. #6
    Urinstein Avatar von schara56
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    Standard RE:Spam juristisch bekämpfen

    Mir ist schon klar, dass ich hier ein Neuling bin. Zeit habe ich auch nicht zuviel, aber die Spamer haben mir schon so viel Nerven gekostet, dass ich es mir nun auch zum Sport mache etwas dagegen zu unternehmen. Ich denke mir, dass ich in diesem Forum am besten erfahre wie.
    Ich wollte Dir nicht auf die Füsse treten. Spammer kosten nicht nur Nerven sondern auch richtig Geld - je nach Lage ist das eine oder das andere wirklich übel. Ich denke hier im Forum wird man sehr gut mit Hintergrund-Infos versorgt und kann deutlich durchblickender mit der Angelegenheit Spam umgehen.

    Und eventuell könnte man einen Maulwurf einschleusen?
    Stell ich mir schon fast wieder lustig vor. Alleine die ganzen abgewrackten Texte für deutsche Pornomail zu kreieren...
    Warten wir noch ein bisschen und die Amerikaner werden Spam als einen Akt des Terrorismus betrachten und -*ZACK*- die lasergelenkte 1000-Pfund-Bombe auf den Provider...

    E-Mails aus solchen Schwellenländern generell auszufiltern wird zwar nicht für jedermann möglich sein aber aus Usbekistan erwarte ich keine E-Mails.
    Läuft größtenteils ja schon so ab - vgl. die ganzen RBLs. Doof wird es nur, wenn man aus dem einen oder anderen Netzsegment leider Email erhalten muss (z. B. asiatische Geschäftspartner in China).

    Aber da stelle ich einfach die Frage warum hat diesen Alan Ralsky niemand Verklagt? Und was macht in Amerika das FBI.
    Dürfte am Nachweis (gerichtlich verwertbarer Nachweis) des Spammes scheitern. Ganz dämlich ist der Herr Ralsky nicht - macht immerhin einen Haufen Geld mit dem Spamming!

    Und was konkret kann ich beitragen???
    Sich im Forum engagieren, Spam posten und Fragen stellen.


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