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DDoS

DDoS bedeutet: "Distributed Denial of Service". Es handelt sich um eine Attacke, mit der ein fremder Computer lahmgelegt werden soll. Zielobjekt ist meistens ein Webserver, auf dem Internetseiten betrieben werden.

Ein DDoS bedient sich vieler verteilter ("distributed") Teilnehmer, die gleichzeitig in einer abgestimmten Aktion den Zielrechner mit sinnlosen Anfragen bombardieren, wodurch häufig erreicht wird, dass der Rechner unter der Überlast zusammenbricht und den Dienst einstellt.

Während solche DDoS-Attacken anfangs noch meist von Hackerbanden ausgeführt wurden, die mit tausenden von Teilnehmern eine verabredete Attacke starteten, werden solche Angriffe heutzutage in der Regel automatisiert über Netzwerke infizierter, mit dem Internet verbundener PC´s durchgeführt. Man spricht hier von sogenannten "botnets", ganzen Netzwerken virenverseuchter "Zombie-Drohnen".

Viele der derzeit im Umlauf befindlichen Internetviren enthalten Backdoor-Funktionen, die es ermöglichen, dass der infizierte Rechner zum Teilnehmer eines derartigen "botnets" werden kann. Solche Netze (im Kriminellen-Slang "peas" genannt) werden von den Virenschreibern an Spammer verkauft, denen es dadurch ermöglicht wird, ihren Spam getarnt über tausende von Verteilstationen abzusetzen.

Genauso gut eignen sich solche Zombie-Netze aber auch zum Ausführen einer DDoS-Attacke. Auf ferngesteuerten Befehl ihrer "Master"-Rechner starten die Drohnen dann gleichzeitig sinnlose Verbindungsanfragen an den Zielrechner und legen ihn oft in kurzer Zeit wegen Erreichen der Überlastgrenze lahm.

Motiv einer DDoS-Attacke ist i.d.R. die Verwirklichung von Rachegedanken. Der Verantwortliche sieht sich oft durch eine mißliebige Webseite in seinen eigenen, nicht selten rechtlich fragwürdigen Aktionen beeinträchtigt und beschließt daher, dem Betreiber dieser Seite, die ihm ein Dorn im Auge ist, einen "Denkzettel" zu verpassen. Auch der Webserver von Antispam war bereits mehrfach Opfer solcher DDoS-Attacken, in deren Verlauf die Webseiten oft tagelang nicht erreichbar waren.

Nicht selten soll durch eine DDoS-Attacke auch ein wirtschaftlicher Konkurrent geschwächt oder ausgeschaltet werden.

Bekannt geworden sind auch Erpressungen, bei denen "Schutzgelder" gefordert werden. Bei Nichtzahlung wird damit gedroht, die Webseite durch einen DDoS lahmzulegen. Betroffen waren hier bereits des öfteren Betreiber von Internetspielbanken. Die dort offensichtlich erzielten hohen Umsätze locken natürlich kriminelle Banden auf den Plan, die durch eine Erpressung des Betreibers sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen.

In Deutschland unterliegt das Ausführen einer DDoS-Attacke strafrechtlich dem Tatbestand der "Computersabotage".

Zur weiteren Lektüre empfohlen ist der entsprechende Wikipedia-Artikel zu diesem Thema. Außerdem bietet das Antispam-Wiki eine Erklärung eines "DDoS" für Nicht-Techniker: Wie funktioniert ein DDoS.




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Diese Seite wurde zuletzt am 19. Juli 2011 um 15:03 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 24.196-mal abgerufen.
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