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Kaffeefahrt

Unseriöse Kaffeefahrten werden von bandenähnlich aufgebauten Strukturen organisiert und überschreiten zunehmend die Grenze vom grauen in den kriminellen Bereich. In Österreich und der Schweiz bezeichnet man diese Touren treffender als Werbefahrten.

Sowohl mit den früheren Butterfahrten, bei denen zollfrei eingekauft werden konnte, als auch mit der Fahrt ins Blaue, die z.B. von gemeinnützigen Organisationen wie der AWO für Senioren angeboten wird, hat eine unseriöse Kaffeefahrt nicht das Geringste zu tun.

Inhaltsverzeichnis

Veranstaltung von Kaffeefahrten - wie läuft das ab?

Zu Kaffeefahrten wird oft unter dem Vorwand eines Preisausschreiben-Gewinns eingeladen, ferner werden Schnäppchen zu scheinbar günstigen Preisen in Aussicht gestellt und zum Teil üppige Geschenke für die Mitfahrt versprochen. Erfahrungsgemäß werden zu solchen Kaffeefahrten vor allem Personen eingeladen, von denen eine überdurchschnittliche Gutgläubigkeit zu erwarten ist, insbesondere Senioren. Allen Einladungen gemein ist die Aufforderung, weitere Personen (Freunde, Verwandte und Bekannte) mitzubringen.
Aktuelle Warnungen bezüglich solcher Gewinnbriefe finden Sie in unserem Forum (Unterforum "Kaffeefahrten").

Wir unterscheiden im wesentlichen zwei Varianten:

Die Busfahrt

Nachdem man die Anmeldepostkarte abgesandt hat erhält man ein weiteres Schreiben mit dem Fahrtausweis für die Busfahrt. Oft wird noch gedroht, dass die Kosten für die reservierten Plätze von Ihnen bezahlt werden müssen, sollten Sie nicht mitfahren. Hierfür gibt es allerdings keine gesetzliche Grundlage und uns ist noch kein Fall bekannt geworden, bei der eine Kaffeefahrtenfirma wirklich versucht hat, die Kosten einzutreiben. Die Teilnehmer werden in der Früh mit dem Bus eingesammelt, häufig wird hier vom Fahrer noch eine "Gebühr" für die Fahrt von ca. 2 - 3 Euro eingesammelt. Die Teilnehmer erreichen, oft nach stundenlanger Irrfahrt des ortsunkundigen Busfahrers, das Ziel der Kaffeefahrt, einen abgelegenen Gasthof, der weit von öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt ist und der auch ansonsten keinerlei Attraktionen aufweist. Somit ist der Teilnehmer gezwungen, an der gesamten Veranstaltung teilzunehmen. Häufig gibt es dort auch keinen oder nur sehr schlechten Mobiltelefonempfang, so dass es nicht möglich ist, von dort aus die Polizei oder das Ordnungsamt zu informieren.

Die Stadtsaalveranstaltung

Hier werden die Teilnehmer an einem bestimmten Termin zu einem bestimmten Gasthof, in der Regel nah am Wohnort, eingeladen und müssen auf eigene Kosten anreisen. Da in diesem Fall Zeit und Ort der Veranstaltung vorher bekannt sind, sollte in solchen Fällen immer das zuständige Ordnungsamt informiert werden. Vorteil der Stadtsaalveranstaltung für den Teilnehmer ist, dass er die Veranstaltung einfach verlassen und nach Hause gehen kann.


Auf der Veranstaltung werden von psychologisch geschulten Verkäufern Waren zu extrem überteuerten Preisen angepriesen. Auch Reisen werden häufig angeboten. Die in Aussicht gestellten Gewinne werden praktisch nie bar ausgezahlt. Meist wird den scheinbaren Gewinnern stattdessen ein Preisnachlass angeboten oder der Verkäufer versteckt sich hinter Unwissen. Kritik an dem Geschäftsgebaren der Veranstalter wird im Keim erstickt.

In nahezu allen Fällen verstecken sich die Veranstalter der Kaffeefahrt hinter einem Phantasie-Firmennamen und einem Postfach. Es wird weder eine ladungsfähige Anschrift noch eine Telefonnummer genannt. Beides ist auch nicht aus Telefonbuch oder Handelsregister zu ermitteln.

Bei den Werbeverkaufsveranstaltungen handelt es sich um genehmigungspflichtige Wanderlager. Da bereits bei der Einladung und erst recht auf der Kaffeefahrt ständig gegen geltendes Recht verstoßen wird, sind diese ausnahmslos illegal.

Was sollte man beachten?

Es gibt folgende Dinge zu beachten:

  • Am besten gleich gar nicht mitfahren und potenzielle Mitfahrer warnen
  • Einige Tage vorher den Gewerbebeamten der nächsten Polizeiinspektion informieren
  • Sobald Waren, Reisen oder Telefonverträge angeboten werden: Gewerbeaufsicht informieren - so genannte Wanderlager sind genehmigungspflichtig.
  • Falls man trotz aller Warnungen mitfahren will:
  • Ist man noch keine 50 Jahre alt, nicht unmittelbar am Zusteigeort warten. Der Veranstalter fährt u.U. in einem Privatwagen vor dem Bus her. Findet er jüngere Personen an der Haltestelle, wird der Bus vorsichtshalber umdirigiert. Fährt ein Fahrzeug mit norddeutscher Nummer langsam vorbei: Kennzeichen aufschreiben!
  • Handy mitnehmen. Bei Verdacht auf Straftaten, aber erst nach Beginn des Warenverkaufs möglichst diskret die Polizei rufen.
  • Die Veranstalter halten sich meist einen Fluchtweg frei! Sollten vor dem Lokal Autos mit norddeutscher Nummer stehen: Kennzeichen aufschreiben!
  • Busunternehmer und Gastwirt stecken nicht immer mit den Veranstaltern unter einer Decke und kommen daher als Zeugen in Frage.

Hier finden Sie Erfahrungsberichte dazu, wie es dem Betreiber einer Kaffeefahrt ergehen kann, wenn seine illegale, nicht als Wanderlager angemeldete Veranstaltung gesprengt wird.

Weiter gehende Hinweise zum Thema sind z.B. hier zu finden:
http://www.pfiffige-senioren.de/kaffeefahrt.htm
http://www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/kriminalitaet/alltag/index.html/695

Welche überteuerten Waren werden auf Kaffeefahrten besonders oft verkauft?

Vorab: Die in der Presse viel zitierte Heizdecke gibt es heute nicht mehr auf Kaffeefahrten zu kaufen, das war vielleicht vor 30 Jahren. Auch die Rheumadecke aus echter Schafwolle findet sich nur noch selten auf den Präsentationen; heute gibt es andere Produkte, die für die Veranstalter weit lukrativer und für die übervorteilten Käufer weit nutzloser sind.

Medizinische Hilfsmittel, Gesundheitsartikel

Wegen der Zielgruppe "Senioren" bietet sich diese Warengruppe natürlich besonders an.

Aufgrund der bei dieser Zielgruppe oft erstaunlichen Naivität sind dabei Artikel an den Mann/die Frau zu bringen, deren medizinischer Nutzwert mindestens fragwürdig ist. Nur ein Beispiel: ein Gerät mit Laserdiode, das angeblich zur Selbstbehandlung des grauen Stars geeignet sei! - Eine Vorstellung, bei der jeder Augenarzt in schallendes Gelächter ausbrechen und anschließend sofort süffisant nach der Zulassung nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) fragen würde. Dieselbe Frage würden auch Ordnungsamt und Polizei stellen, was den Verkäufer in eine entsetzliche Verlegenheit bringen würde.

Es mag durchaus sein, dass der eine oder andere angebotene Artikel einen guten Nutzwert hat. Jedoch besteht das Grundproblem in der Verkaufssituation, die einen Preisvergleich bzw. ein Einholen von Informationen nicht zulässt. Selbst ein nützlicher Artikel ist in vielen Fällen hoffnungslos überteuert.

Magnetfeldmatratzen, esoterische Heilprodukte

Ein Artikel, der schon chronisch mit schöner Regelmäßigkeit auf den Verkaufstischen der Kaffeefahrten auftaucht, sind Magnetfeldmatratzen und andere Magnetfeldprodukte.

Den Matratzen wird dabei eine angeblich therapeutische Heilwirkung z.B. bei degenerativen Wirbelsäulenbeschwerden zugesprochen, die sie natürlich nicht haben. Die Matratzen werden aus billigstem Schaumstoffmaterial hergestellt und einfach willkürlich mit irgendwelchen kleinen Magnetplättchen gespickt. In der Herstellung plus Fracht kostet das allenfalls z.B. 50 Euro, verkauft werden diese dann gern für 1000 Euro oder mehr.

Der Kaufvertrag muss während der Veranstaltung unterschrieben werden, eine ladungsfähige Anschrift des Vertragspartners erfährt man aber nie. Wenige Tage nach der Kaffeefahrt erfolgt dann die Lieferung durch einen Kurierdienst, der dann meistens auch direkt kassiert. Wenn man einmal bezahlt hat, ist ein Widerruf des Kaufvertrags in der Regel kaum möglich, weil man von dem "Unternehmen" immer nur eine Postfachanschrift hat, und weil die verantwortlichen Hintermänner kaum zu ermitteln sind.

Auch andere Heilprodukte aus dem Bereich der Esoterik werden gern auf Kaffeefahrten angeboten.
Ein Beispiel, über das auch in Zeitungen berichtet wurde, war eine "Heilscheibe", das ist eine Metallscheibe mit angeblich geheimnisvollen energetischen Heilkräften, hergestellt aus billigstem Metall (z.B. Messing) für wenige Euro, verkauft für mehrere hundert Euro oder mehr.

Heilmittel, Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel

Obwohl die Verkäufer genau wissen, dass sie sich dabei auf äußerst dünnem rechtlichen Eis bewegen, sind sie oft skrupellos genug, auch in diesem Metier zuzuschlagen. Bei den auf Werbefahrten verkauften angeblichen Heilmitteln handelt es sich in der Regel nicht um wirksame Medikamente sondern um Nahrungsergängsmittel, meistens simple Vitaminpräparate. Diese fallen unter das Lebensmittelrecht und dürfen nicht mit angeblicher Heilwirkung bei Krankheiten beworben werden (§12 LFGB), bei Verstoß drohen bis zu 20.000 Euro Geldbuße.

Angesichts der enormen Gewinnspannen scheint das aber die Verkäufer nicht zu schrecken. Wenn es sein muss, wird dabei auch einmal ein angebliches Wunder-Medikament zur Vorbeugung gegen Krebs für 800 Euro verkauft, was natürlich nichts anderes als das oben genannte Nahrungsergängsmittel ohne jede Wirkung gegen Krebs ist. In der Apotheke oder Drogerie um die Ecke hätte man ein vergleichbares Präparat für wenige Euro bekommen. Alte Menschen lassen sich eben von den oft "ja so sympathischen" Verkäufern besonders leicht einwickeln und über den Tisch ziehen.

Häufig werden Präparate verkauft, deren Herstellungskosten allenfalls z.B. 10 Euro betragen. Dabei wird dann zuerst einmal ein Phantasiepreis von 1800 Euro veranschlagt und das Präparat auch so in die Apothekenliste eingetragen. Auf der Verkaufsveranstaltung wird dann damit geprahlt, man habe von der Herstellerfirma einen "Rabatt" herausschlagen können, und aus purer Gutmütigkeit koste das Präparat jetzt "nur noch" sagenhaft günstige 1000 Euro.

Reisen

Der Verkauf von Reisen ist ein weiteres wichtiges Standbein für die Kaffeefahrtenbranche. Wenn man dann die Angebote nüchtern betrachtet und Preis mit Leistung vergleicht, stellt man meistens fest, dass die Preise völlig überteuert sind, und die Hotels minderwertig bzw. weit "ab vom Schuss", ohne Verkehrsanbindung.

Oft werden solche Reisen dann auch noch mit Verkaufsveranstaltungen kombiniert, die in den Reisen enthaltenen "Ausflugspakete" sind dann oft nichts anderes als reine Verkaufsveranstaltungen. Das gilt besonders bei Reisen in die Türkei, wo die Reisenden dann besonders gern z.B. in Teppichhandlungen oder Ledermanufakturen gefahren werden und dort auch wieder sehr viel Geld lassen.

Die Umstände, unter denen diese Reisen auf den Kaffeefahrten verkauft werden, sind oft auch äußerst dubios. Besonders gern werden z.B. "Bearbeitungsgebühren" oder "Buchungspauschalen" vorab in bar oder auch per EC-Karte verlangt, diese Gebühren sind oft völlig abstrus überhöht und verfallen bei Nichtteilnahme an der Reise. In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen sich eine bereits geleistete Anzahlung für eine Reise im nachhinein als eine solche Gebühr entpuppt und weiter der volle Reisepreis verlangt wird. Es kommt auch vor, dass die Reise nicht stattfindet, vielleicht auch gar nicht stattfinden sollte - dann verfällt die Gebühr, die man ja in bar bezahlt hat. Und man bekommt die auch kaum zurück, weil man vom Anbieter in der Regel in Extremfällen nur eine Postfachadresse hat.

Zudem steht man bei der Buchung während der Verkaufsveranstaltung in einer Drucksituation und hat keine Vergleichsmöglichkeiten. Prospekte gibt es, wenn überhaupt, nur zur kurzen Einsicht, diese werden aber nicht ausgehändigt, und eine Buchung ist angeblich "nur während der Veranstaltung möglich, aufgrund der besonders günstigen Konditionen". - Allein das sollte einen schon misstrauisch machen und daher von Reisebuchungen Abstand nehmen lassen.

Der Verkauf von Reisen (ebenso Dienstleistungen) fällt seit einiger Zeit ebenfalls unter den § 56a Gewerbeordnung, das bedeutet, auch eine reine Reiseverkaufsveranstaltung ist genehmigungspflichtig.

Seniorenhandies

Spezielle Handies für Senioren mit extra großen Tasten, Display und Notruffunktion erfreuen sich bei der Zielgruppe aus verständlichen Gründen einer steigenden Beliebtheit. Das haben auch die Kaffeefahrtenfirmen erkannt und bieten auf ihren Werbeverkaufsveranstaltungen entsprechende Ware an. Dabei werden regelmäßig völlig überteuerte Preise von bis zu 500 Euro für das Gerät verlangt oder die Telefone werden vergleichsweise billig abgegeben aber mit einem viel zu teuren 2-Jahresvertrag bestückt, oft aber auch eine Kombination aus teurem Handy mit teurem Vertrag. Im gut sortierten Elektronikfachhandel sind solche Geräte jedoch vertragsfrei für deutlich unter 100 Euro zu haben.

Kochgeschirr

Teilweise sogar durchaus brauchbar, jedoch oft überteuert. In jedem Fall fehlt die Vergleichsmöglichkeit, auch Testberichte können nicht eingeholt werden. Falls bei einer Verkaufsfahrt Marken-Kochgeschirr verkauft wird, besteht auch hier immer die Möglichkeit, dass gefälschte Ware minderer Qualität als Markenartikel angeboten wird.

Oft hat man es z.B. mit billigen Fernostprodukten zu tun, wo dann der Topfboden schon uneben ist und gar nicht plan auf der Kochplatte aufliegt. So etwas kann man dann vielleicht noch als Nachttopf benutzen, falls Sie so etwas brauchen können - aber eher nicht wirklich zum Kochen.

Oder die Beschichtungen der Pfannen blättern nach kurzer Zeit ab. Oder die Töpfe bestehen gar nicht aus Edelstahl, sondern aus einer billigen chinesischen Legierung, und fangen dann nach kurzer Zeit an zu rosten.

Kaufen Sie so etwas lieber im Fachhandel.

Gefälschte Markenwaren

Besonders häufig sind hier Elektroartikel aller Art betroffen. Ob Kaffeemaschinen, Heimwerkergeräte, Haartrockner etc.: die Chance, bei einer Kaffeefahrt ein gefälschtes, in China hergestelltes Produkt als teuren Markenartikel untergejubelt zu bekommen, ist hoch.

Nirgendwo sonst können solche gefälschten Waren derart lukrativ, risikolos und gewinnbringend an den Kunden gebracht werden, als auf Verkaufsfahrten. Man muss wissen, dass besonders in China zur Zeit so gut wie alles gefälscht wird, was Klang und Namen hat.

Von Verpackung bis zum Gerätedesign inklusive gefälschter Firmenlogos wird alles minutiös nachgemacht. Auch die TÜV- oder CE- Prüfsiegel werden skrupellos gefälscht! Wobei dann bei näherer Betrachtung oft auch die Sicherheitstechnik dieser Geräte nicht europäischen Anforderungen entspricht, teilweise geht sogar eine direkte Gefährdung z.B. durch schlampige Verarbeitung von den Geräten aus: Kurzschluss, Brandgefahr, Stromschlag können die Folgen sein.

Überflüssig, zu erwähnen, dass natürlich eine Gewährleistung auf solche Piratenwaren seitens der regulären Hersteller zu Recht nicht erfolgen wird. Der windige Verkaufsveranstalter wird jedoch i.d.R. weder auffindbar noch greifbar sein. Die gesetzliche Garantie besteht hier nur auf dem Papier.

Wer steckt hinter diesen Veranstaltungen?

Es handelt sich dabei um einen eingefleischten Kreis aus mehreren Gruppierungen, die merkwürdigerweise allesamt im Umkreis von Bremen und Cloppenburg ansässig sind.

Man arbeitet fast durch die Bank mit Tarnfirmen, die Firmen sind fast nie in irgendeinem Handelsregister eingetragen (mit Ausnahme von den Reiseveranstaltern), die Namen frei erfunden. Auch die Verkaufssprecher benutzen in aller Regel Falschnamen.

Von den Firmen selbst bekommt man, wenn Waren verkauft werden, fast nie Postanschriften, sondern immer nur Postfächer genannt. Seit dem Jahre 2005 überprüft die Deutsche Post AG bei der Eröffnung eines Postfachs nicht mehr die Identität des Inhabers und lässt sich keinen Ausweis mehr zeigen. Das hat zur Folge, dass seither kriminelle Elemente aller Schattierungen natürlich besonders fleißig solche Postfächer anonym nutzen können.
Irgendein verantwortlicher Politiker bzw. Postmanager, der uns dies dann als "Marktliberalisierung zur Förderung des freien Handels" verkauft, findet sich immer.
Die Firmennamen wechseln ständig, die Wirte der Gastwirtschaften erhalten nur Barzahlung. Niemand weiß von irgendetwas, keiner ist verantwortlich. Und alles läuft angeblich "garantiert 100% seriös" ab, man distanziert sich von "den anderen schwarzen Schafen", mit denen man natürlich nichts zu tun hat.
Man möchte selbst aber auf keinen Fall gefunden werden, man versteckt sich hinter dubiosen Firmenkonstrukten, auch die Verkaufssprecher springen bei den geringsten Anzeichen irgendeiner Störung durch Polizei oder Ordnungsamt sofort in ihre schnellen Luxusfahrzeuge und suchen fluchtartig das Weite.

Fazit

Man kann eigentlich generell von einer Teilnahme an solchen Kaffeefahrten nur abraten.
  • Man hat nichts davon, sondern man sitzt stundenlang in einer abgelegenen Gastwirtschaft ohne Verkehrsanbindung, man kommt von dort nicht einmal weg. Die versprochenen Ausflugsziele werden nicht angefahren. Neuerdings wird man sogar manchmal im Veranstaltungsraum regelrecht eingesperrt.
  • Die ausgelobten Bargeldgewinne (z.B. "Sie sind nominiert für 3000 Euro, Frau Müller!"), die in den Einladungen "garantiert" versprochen werden, werden niemals ausgezahlt oder entpuppen sich als Gutscheine, die auf den Kauf zuvor stark verteuerter Ware angerechnet werden. Bei den versprochenen sonstigen Geschenken handelt es sich um minderwertige Bagatellware, die es oft auch nur dann gibt, wenn zuvor überteuerte Ware gekauft wurde. Das, was in den Einladungen steht, ist "garantiert" zu 100% erstunken und erlogen.
  • Man hat keine Vergleichsmöglichkeiten und kauft sprichwörtlich "die Katze im Sack", die sich dann oft als sehr teure, manchmal tote Katze erweist.
  • Die dort angebotenen Waren, Heilmittel oder Reisen sind fast immer von minderer Qualität und völlig überteuert.
  • Es gibt bessere Alternativen, um wirklich schöne Ausflugsfahrten zu erleben:
    • Angebote der Arbeiterwohlfahrt
    • Angebote der Städte und Gemeinden (Infoblätter lesen!)
    • Angebote von Clubs und Kirchengemeinden

Nutzen Sie lieber solche Angebote.

Erzählen Sie alten Menschen in Ihrer Bekanntschaft von dieser Webseite, vielleicht drucken Sie sie aus und zeigen Sie die Seiten jemandem, der eventuell zur Zielgruppe dieser unseriösen Veranstalter gehören könnte. Denn diese Menschen haben oft eher keine Internetverbindung, sind oft sehr einsam und suchen ausgerechnet auf Kaffeefahrten eine Möglichkeit, aus dem tristen Alltag herauszukommen - und verlieren vielleicht von der knappen Rente eine Stange Geld. Weiter unten gibt es noch einen Link zu einem Info-Flyer, der sich gut auf DIN-A-4-Seiten drucken lässt.

Es gibt einen Polizeikommissar, der sich auf Ermittlungen zu diesen Kaffeefahrten spezialisiert hat. Dieser sagt ganz eindeutig, dass der überwiegende Anteil dieser Kaffeefahrten-Veranstalter nicht nur unseriös, sondern regelrecht kriminell sei.

Die Gewinne, die bei den Verkaufsfahrten typischerweise erzielt werden, sind fast so hoch wie die aus dem Drogenhandel.

Info-Flyer: Kaffeefahrten

Hier ein Link zum Info-Flyer.

Die Datei lässt sich in hoher Auflösung für gute Druckqualität herunterladen (siehe Link unter dem Bild). Wenn man den Flyer doppelseitig druckt, lässt er sich gut in der Mitte durchschneiden und halbiert doppelseitig verwenden (das spart Papier).

>>>zum Flyer<<<





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Diese Seite wurde zuletzt am 13. Januar 2013 um 16:12 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 58.446-mal abgerufen.
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