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419er

Was versteht man unter dem Begriff "419-Nigeria-Betrug"?

Das ist eine Sammlung aus den inzwischen verschiedensten Arten von Betrugsmanövern, deren Grundmechanismus jedoch immer gleich ist: es handelt sich um Vorschussbetrug. Benannt wurde das Ganze nach seinem Herkunftsland Nigeria, und nach dem Paragrafen 419 des dort gültigen Strafrechts, der den Vorausbetrug auch in Nigeria - zumindest theoretisch - unter Strafe stellt. Urheber dieser Betrugsmaschen sind häufig Schwarzafrikaner aus Nigeria, Südafrika und anderen Staaten, die in Bandenkriminalität international operieren. Es handelt sich um die sogenannte "419-Nigeria-Connection".

Zum Begriff des "Vorausbetrugs": Wir alle kennen Witzbilder von einem Esel, dem an einer Angelschnur eine Karotte vorgehalten wird, der dann verzweifelt dieser Karotte hinterherläuft, sie jedoch niemals bekommt. Nichts anderes passiert prinzipiell beim 419-Betrug.

Es wird versucht, den potentiellen Opfern mit Riesenversprechungen "den Mund wässrig" zu machen. Sind die Opfer einmal an der Angel, haben sie "angebissen", tauchen vor der Auszahlung des versprochenen Geldgewinns immer neue Hindernisse auf. Mal müssen Anwälte bezahlt werden, mal Behörden bestochen, mal fallen irgendwelche Steuern und Gebühren in meist vierstelliger Höhe an. Sind die Opfer "abgemolken", tauchen die Betrüger unter. Sie reagieren nicht mehr auf e-Mails, Telefonnummern sind abgeschaltet, oder es nimmt niemand mehr ab. Die eingezahlten "Gebühren" etc. sind fort, und von den versprochenen Gewinnen, Erbschaften etc. hat niemand jemals etwas gesehen.

Dieser Betrug findet in sehr vielen verschiedenen Varianten statt, die Phantasie kennt offenbar keine Grenzen.

Woran erkennt man trotzdem solche Betrügereien immer wieder? Es gibt bei allen diesen Varianten immer wieder eine Gemeinsamkeit: Sie sollen irgendwann Geld per Western Union oder MoneyGram ins Ausland verschicken. Wenn so etwas bei irgendeiner Transaktion im Internet von Ihnen verlangt wird, dann sollten Sie allerspätestens aufhorchen. Dann handelt es sich mit nahezu 100%-iger Sicherheit um Kriminelle.

Überweisen Sie niemals an unbekannte Personen Geld mit Western Union oder MoneyGram!

Leider ist es so, dass der Empfänger des Geldes unerkannt bleibt, er kann prinzipiell das Geld irgendwo auf der Welt mit einem gefälschten Ausweis abholen.

Inhaltsverzeichnis

Varianten des 419-Vorschussbetrugs

Es gibt viele unterschiedliche Spielarten des 419-Betrugs. Hier werden die am Häufigsten verwendeten beschrieben.

Der plötzliche Millionengewinn in einer Lotterie

Das Opfer erhält eine E-Mail von einer ihm völlig unbekannten angeblichen Lotterie. Oft wird diese Lotterie angeblich in Belgien, Holland, Spanien oder Großbritannien betrieben. Man wird mit der "frohen Botschaft" konfrontiert, ein Gewinn in Millionenhöhe sei eingetreten, weil irgendjemand einen für diese Lotterie nominiert habe und man halt "rein zufällig" einen der wenigen Hauptpreise abgegriffen habe.

Sehr gern werden zur Tarnung dafür Markennamen tatsächlich existierender Firmen wie "Microsoft" hergenommen. Obwohl z.B. Microsoft in Wirklichkeit niemals derartige Lotterien betrieben hat, wirkt es auf viele unerfahrene Mailempfänger imponierend, so eine Mail von einer angeblichen "Microsoft Lottery" zu erhalten, mit der Behauptung, Bill Gates habe die Spendierhosen angehabt und man habe zufällig den Hauptpreis gezogen.

Aber oft werden auch irgendwelche Fantasienamen für den angeblichen Lotteriebetreiber frei erfunden, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Evtl. jetzt schon, teilweise auch in späteren Mails kommen gefälschte, völlig frei erfundene Dokumente von "Gewinnzertifikaten" an, und man erhält Links auf die Webseiten der angeblichen Lotterien.

Diese Webseiten sind jedoch allesamt eine mehr oder weniger professionell gemachte Fälschung. Es gibt weder die Lotterie noch den angekündigten Millionengewinn. Hat man angebissen, wird man in mehreren Mailwechseln noch ein wenig hingehalten, um die Spannung zu vergrößern. Oftmals werden vertrauliche Informationen der Opfer angefordert, Angaben über Wohnort, Beruf, Kontodaten etc., die von den Betrügern dann teilweise in späteren Betrugsmachenschaften zur Fälschung von Identitäten verwendet werden.

Dann heißt es, der Gewinn sei bereitgestellt, es falle nur noch eine Bankgebühr oder Steuer, oder anderes an. Hat das Opfer die i.d.R. vierstellige "Gebühr" bezahlt, hört man niemals mehr etwas wieder von dieser "Lotterie". Die Betreiber verschwinden mit dem Geld von der Bildfläche, es wird auf keine e-Mail mehr reagiert. Die E-Mail-Adresse wurde mit gefälschten Personaldaten eingerichtet, die Webseite der angeblichen Lotterie ebenfalls, betrieben auf chinesischen Rechnern, deren Provider auf keinerlei Beschwerden reagieren.

Das Ausfindigmachen der Betrüger ist selbst für Strafverfolgungsbehörden extrem schwer oder gar nicht möglich, die Wiederbeschaffung gezahlter Beträge aussichtslos.

Eine herrenlose Erbschaft soll beiseitegeschafft werden

Hierzu gibt es unzählige unterschiedliche Varianten. Nur eine wird hier exemplarisch beschrieben:

Man erhält eine Mail, in der man ein unheimliches, trotzdem lukrativ klingendes Angebot erhält. Oft ist diese Mail in Englisch aufgesetzt, zunehmend vermehrt aber auch in mehr oder weniger professionellem Deutsch.

Ein superreicher britischer Ölindustrieller sei verstorben. Der Verstorbene habe ein Konto bei der nigerianischen Zentralbank. Und jetzt meldet sich ein angeblicher leitender Direktor dieser Zentralbank und behauptet, der Verstorbene habe ein Millionen-Dollar-Guthaben, es seien keine Angehörigen ausfindig zu machen, das gesamte Vermögen drohe demnächst zugunsten des nigerianischen Staates zu verfallen, wenn nicht in Kürze ein Erbe Anspruch erhebe.

Das alles sei natürlich jammerschade, und jetzt konfrontiert uns der "Bankdirektor" mit einer glänzenden Idee: er sei bei einer Internetrecherche oder durch Empfehlung rein zufällig auf uns gestoßen und biete uns gegen den Behalt eines Drittels der Erbschaft (ein Millionenbetrag!) an, als Erbe des verstorbenen Ölmagnaten aufzutreten, das Geld auf unserem Konto zwischenzuparken, damit das schöne Geld nicht verfalle.

Hat man angebissen, gibt es erst einmal einen Briefwechsel per E-Mail, mit dem Artigkeiten und Nettigkeiten ausgetauscht werden, und wo dringend um "absolutes Stillschweigen" ("confidentiality") gebeten wird. Man erhält einen Bild-Scan eines gefälschten Bankausweises des "Bankdirektors", evtl. auch gefälschte "Zertifikate" der Bank, wo die Höhe des hinterlegten Geldbetrags bescheinigt wird.

Man wird um Angabe seiner Telefonnummer gebeten, um die Angabe seiner Kontonummer, um sonstige persönliche Daten.

Dann treten plötzlich wichtige Hindernisse vor die Auszahlung des Geldbetrags. Da ja ein "Erbe" angetreten wird, kommt ein "Notar" ins Spiel, der Gebühren fordert. Oder es muss eine Transaktionsgebühr vorgestreckt werden. Oder eine bestimmte Steuer. Oder es muss eine nigerianische Behörde bestochen werden... (nun, das allein wäre noch nicht verwunderlich...).

Jedesmal werden Gebühren in Form von einigen Hundert bis einigen Tausend Euro fällig. Hat das Opfer brav gezahlt, ist es abgemolken, verschwinden die Täter auf Nimmerwiedersehen. Sie reagieren auf keine E-Mail und auf keinen Telefonanruf mehr.

Die E-Mail-Adressen wurden mit gefälschten Personaldaten eingerichtet, ein Ausfindigmachen der Täter ist i.d.R. aussichtslos, eingezahlte Beträge müssen als Totalverlust beim Teufel komplett abgeschrieben werden.

Zu dieser Art des "Erbschaftsbetrugs" gibt es unzählige Untervarianten - hier die wichtigsten:

  • der Verstorbene sei bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen (oft wird hier z.B. der tatsächliche Absturz der Egypt-Airlines-B767 ins Bild gerufen)
  • der Verstorbene sei Opfer der Tsunami-Katastrophe in Asien (oder sonstiger Naturkatastrophen)
  • der Verstorbene sei Opfer politischer Gewalt. Hier gibt es unterschiedlichste Szenarien, die oft in afrikanischen, aber auch in arabischen oder asiatischen Staaten spielen. Dann treten angebliche Angehörige oder "Privatsekretäre" als Beauftragte auf, die das Privatvermögen des Verfolgten in Sicherheit bringen wollen.

Das Vermögen eines politisch oder religiös Verfolgten soll gerettet werden

Eine Variante des Erbschaftbetrugs. Allerdings lebt hier der "Verfolgte" noch, sitzt aber in Afrika, Arabien oder Asien im Knast, käme nicht an sein Geld, das nun vor dem Zugriff gerettet werden solle.

Häufig treten angebliche Angehörige oder "Privatsekretäre" als Beauftragte auf, die das Privatvermögen des Verfolgten in Sicherheit bringen wollen. Oftmals wird hier ein tatsächlich existierendes Personenschicksal herangezogen, um der Betrugsmasche die nötige Glaubhaftigkeit zu verschaffen. Die betreffenden Angehörigen gibt es vielleicht tatsächlich, allein der Schreiber der Mail ist nicht der Angehörige, sondern ein Nigerianer oder Südafrikaner in irgendeinem Internetcafe in Lagos oder Johannesburg.

Kreditbetrug

Eine noch relativ neue Spielart des 419-Betrugs ist der Kreditbetrug. Dabei erhalten die Opfer e-Mails mit Angeboten angeblich günstiger Kredite mit sehr hohen Summen. Natürlich ist dabei zunächst einmal eine klitzekleine Anzahlung irgendwelcher Gebühren fällig - anonym mit Western Union ins Ausland. Wieder einmal verschwindet natürlich dieses Geld spurlos, eine Auszahlung der Kredite erfolgt nicht.

Die schwarzafrikanische Flirt-Partnerin

Inzwischen ist bekannt, dass sich die 419-Betrüger bevorzugt auch in Flirt- und Chat-Portalen tummeln und dort versuchen, mit betrügerisch dort eingestellten "Fake"-Profilen angeblich paarungswilliger schwarzafrikanischer junger Frauen zahlungskräftige Männer anzulocken, um sie dann unter etlichen Vorwänden nach Strich und Faden abzuzocken. Zuerst braucht die junge Dame Geld für einen neuen Ausweis, dann braucht sie eine neue Digitalkamera, um schöne, neue Bilder von sich zu machen, dann ist ihre Frau Mama schwer erkrankt etc. etc., bis dass nach mehr oder weniger hohem Schaden der Geprellte erkennen muss, dass er gelinkt worden ist.

Diese Art von Betrug wird im übrigen auch von der Russen-Mafia in ähnlicher Form (sogenannter "Bride-Scam") mit erfundenen Profilen angeblich russischer heiratswilliger Frauen praktiziert.

Der nette US-Amerikaner in Not

Die 419-Betrüger baggern massenhaft auch Frauen an, bevorzugt auf Skype, in Flirt- und Partnersuchportalen und sogar auf Google-Plus. Dort tischen sie den Damen dann ihre typischen Lügen auf. Immer wieder kommt dabei eine Geschichte auf z.B. von einem braven US-Soldaten in Afghanistan, der plötzlich verletzt ist und dringend Geld braucht, um ausgeflogen zu werden. Oder ein US-Geschäftsmann ist im Ausland in Not, angeblich Papiere und Geld gestohlen etc.

Die Bilder von den gutaussehenden "Amerikanern" wurden natürlich von den Betrügern von irgendwoher aus dem Internet entnommen. Es ist alles eine Fälschung. Nachdem das Geld mit Western Union überwiesen wurde, versuchen die Täter dann noch oft, eine neue Lüge aufzutischen und wieder Geld abzugreifen, leider oft mit Erfolg. "Liebe macht blind", so heißt es allenthalben.

Die Bitte um Hilfe nach einer Naturkatastrophe

Direkt im Anschluss an die Tsunami-Katastrophe (Weihnachten 2004 in Asien), aber auch nach der Florida-Flut 2005 gab es immer wieder Wellen von e-Mails, wo angebliche, durch die Katastrophe mittellos gewordene Opfer per e-Mail um eine finanzielle Spende bitten. Oftmals handelt es sich auch hierbei um Täter aus dem schwarzafrikanischen 419-Umfeld, teilweise auch um Russen, die neuerdings ebenfalls vermehrt auf diesen Zug aufspringen.

Ein paar süße Hündchen suchen ein neues Herrchen/Frauchen

Neuerdings apellieren die 419-Scammer bevorzugt an die Tierliebe vieler Internetnutzer. Man bietet herrenlose Tierchen an und präsentiert Fotos der angeblich abzugebenden Vierbeiner. Dann lassen sich die Betrüger die erforderlichen Impfzertifikate im Voraus bezahlen. Es endet, wie es enden muss: weg sind sie anschließend mit dem Geld.

Inserate: günstig zu verkaufende exotische Vögel (Kakadus, Papageien) und Primaten

Die 419-Gangster gehen zur Zeit nicht nur per E-Mail, sondern auch in Online-Anzeigenmärkten auf Opferfang. Dabei werden Annoncen geschaltet, in denen Exoten (vorwiegend Primaten und Papageien) vermeintlich äußerst preiswert angeboten werden. Die Preise liegen dabei in Bereichen, für die man sonst nirgends solche Exoten erhält, meist 60-70% unter dem üblichen Preis. Dabei werden selbst solche Arten angeboten, die eigentlich aufgrund internationaler Artenschutzbestimmungen gar nicht nach Deutschland importiert werden dürfen, bzw. nur unter strengen Auflagen.

Es geht den Gangstern dabei aber gar nicht um eine Lieferung irgendeines Tieres, sondern sie haben es lediglich auf das Geld des uninformierten Laien abgesehen, der aus irgendeinem Grund meint, so ein Tier haben zu müssen. Und der nicht weiß, dass ein solches Tier mit höchster Sicherheit bei der Einfuhr durch den Zoll beschlagnahmt würde. Die Gauner lassen sich stets eine Anzahlung wegen angeblicher Impfungen, Beschaffung von Ausfuhrpapieren, Vorauszahlung für den Transport oder dergleichen geben. Vorzugsweise natürlich mit Western Union oder MoneyGram, so wie es bei den 419-ern allgemein üblich ist. Anonym, niemand kann dann den Empfänger nachverfolgen. Auch hier endet es natürlich so, wie überall bei den anderen 419-Betrugsarten. Die Gangster verschwinden mit dem angezahlten Geld auf Nimmerwiedersehen, die angeblich angebotenen Tiere existieren überhaupt nicht, die von den Gangstern präsentierten Fotos der Tiere sind von irgendwoher aus dem Internet entnommen.

Hinweise zu den international verbindlichen Artenschutzregelungen finden sich hier:
CITES: http://www.cites.org/

Infos zum Washingtoner Artenschutzabkommen:
http://www.bfn.de/0305_regelungen.html

Lesenswerte Informationen zur Haltung von Kakadus:
http://www.kakadu-info.de/
http://www.radikal-kakadu.de.vu/

Virtuelle Morddrohungen

Immer wieder einmal kursieren e-Mails, in denen sich ein angeblicher Auftragskiller meldet, der dem Empfänger eröffnet, er sei Zielscheibe eines Mordauftrags, und der Versender der Mail sei der dazu auserkorene Killer. Nun könne man sich aber durch Zahlung einer "Gebühr" an den Killer von diesem Mordauftrag freikaufen. Der Killer würde dann von der Auftragsausführung netterweise Abstand nehmen. Aber viel Zeit bleibe nicht.

Sie können sicher sein, dass eine solche Droh-Mail mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Bluff eines 419-Abzockers ist. Der Mugu hat mit hoher Wahrscheinlichkeit lediglich Ihre Mailadresse, häufig weiß er nicht einmal Ihren Klarnamen, geschweige denn Ihre Postanschrift. Aber selbst wenn: auch diese persönlichen Agaben kann er sich prinzipiell von einem Adressbroker beschafft haben.

Auch, wenn unerfahrene Adressaten durch solche Droh-Mails sicherlich einen Schock bekommen können: an diesen Drohungen ist regelmäßig nichts dahinter. Tatsächlich würde ja auch ein Auftragskiller nicht lange fackeln, er bekäme bei einer solchen Aktion, wenn er den Auftrag an sein Opfer verrät, selbst Ärger mit seinem Auftraggeber.

Selbst, wenn es also prinzipiell möglich erscheint, dass es jemand auf Sie abgesehen hat und viel Geld dafür auszugeben bereit ist (was für die Beseitigung eines Otto Normalbürgers regelmäßig wohl nicht der Fall ist), ist eine solche Mail mit höchster Sicherheit als ein professioneller 419-Bluff zu betrachten. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an eine Polizeidienststelle.

Ein Durchschnittsbürger wird jedoch regelmäßig am besten tun, derartige Mails zu ignorieren. Ggf. sollte man auch das Mailkonto löschen und ein anderes einrichten. Auf keinen Fall sollte man auf eine derartige Mail antworten, erst recht natürlich niemals Zahlungen leisten.

Ein Nachverfolgen des Urhebers dürfte auch für die Ermittlungsbehörden i.d.R. fehlschlagen. Der Mailversand erfolgt anonym unter Falschdaten aus irgendeinem Internetcafe in Lagos, London, Amsterdam oder Madrid.

Betrug bei Hotelbuchungen

Es gibt viele 419-er-Banden, die sich darauf spezialisiert haben, Hotels und Pensionen zu betrügen. Das funktioniert z.B. so, dass eine angebliche Reisegruppe im voraus mehrere Hotelzimmer bucht, gern erfolgt dazu eine Anfrage per e-Mail oder Fax. Auf die Bestätigung hin wird eine Anzahlung angeboten, dazu wird ein Scheck geschickt. "Durch Zufall", "aus Versehen..." etc. wird dabei der Scheck i.d.R. um einige Tausend Euro zu hoch ausgestellt. Jetzt kontaktiert der Mugu den Hotelier und bittet um Rücküberweisung des zuviel gezahlten Geldes, natürlich per Western Union oder MoneyGram. Also auch hier wieder die üblichen anonymen Zahlungsmodalitäten. Natürlich kommt es, wie es kommen muss: der Scheck platzt wegen fehlender Deckung o.ä., der Mugu ist mit dem Geld über alle Berge.

Diese Variante scheint neben der Lotterievariante eine besondere Spezialität "britischer" Mugu-Banden zu sein.

Scheckbetrug gegen Ärzte

Eine relativ neue 419-Scheckbetrugsvariante richtet sich gegen Ärzte. Die Ärztezeitung berichtet über ein Beispiel:

Online-Artikel auf Aerztezeitung.de

Ein Hausarzt wurde aus England kontaktiert und um Behandlung mehrerer Briten gegen eine hohe Scheckzahlung gebeten. Der Arzt war jedoch mißtrauisch, auch seine Bank hat ihm mit Recht dringend davon abgeraten, den Scheck von über 11.000 Pfund einzulösen. Er hat den Scheck nicht eingelöst, und auf die Bitte, das Geld direkt auf das Konto zu überweisen, hat er nichts mehr von dem geheimnisvollen "Briten" gehört. Die Betrüger hätten sonst natürlich um Rückzahlung des "versehentlich zuviel gezahlten Geldanteils" gebeten, und natürlich wäre der Scheck dann geplatzt, die Rückzahlung wäre an die untergetauchten Betrüger gegangen. Hier gibt es Parallelen zu den betrügerischen Hotelbuchungen, wo auch mit ungedeckten Schecks gearbeitet wird. Sicherlich ist ebenfalls die Londoner Mugu-Zelle dafür verantwortlich.

Betrug bei der Wohnungssuche im Ausland

Wenn Sie sich für eine bestimmte Zeit im Ausland aufhalten müssen, dann werden Sie möglicherweise über Internet-Portale nach günstigen Wohnungen dort suchen.

Leider sind die 419-Betrüger aber auch nicht selten auf diesen Portalen unterwegs. Es wird Ihnen dann immer ein sehr verlockendes Angebot gemacht, z.B. können Sie angeblich zeitweise die Wohnung von jemandem übernehmen, der seinerseits für eine Zeit ins Ausland müsse. Zur Vorbereitung der Transaktion - Sie ahnen es schon - sollen Sie natürlich eine Vorauszahlung mit Western Union vornehmen, dann würde Ihnen der Wohnungsschlüssel per Post zugeschickt. Natürlich, auch das ahnen Sie wohl schon: Sie bekommen niemals einen Wohnungsschlüssel, und die Täter sind mit dem Geld unerkannt über alle Berge.

Betrug bei Internetauktionen

Inzwischen häufen sich die Anzeichen, dass die 419-Betrüger vermehrt versuchen, auch in Internetauktionen Fuß zu fassen.

Dabei zerstören sie durch ein Totschlagangebot oft eine laufende Auktion und versuchen, den Anbieter dadurch zum Anbeißen förmlich zu zwingen. Gemeinsames Merkmal dieser Auktionsbetrügereien ist, dass versucht wird, den Anbieter dazu zu bewegen, in Vorleistung zu gehen, ohne eine ausreichende Sicherheit zu haben:

  • Es wird versucht, den Anbieter einer Ware unter Vorwand schwieriger Zahlungsverhältnisse dazu zu bewegen, auf den Vorschlag "Zahlung nach Erhalt" einzugehen.
  • Speziell wird dabei versucht, teure Elektronikgeräte wie Laptops, Computer, Digitalkameras etc. abzustauben.
  • Wenn der Betrüger (meist in Afrika) die Ware beim Zoll abgeholt hat (i.d.R. unter Vorlage falscher Ausweise), verschwindet er auf Nimmerwiedersehen.
  • Es wird versucht, eine Ware anzubieten (die dann tatsächlich nicht existiert...), und den potenziellen Käufer dazu zu verleiten, den Kaufpreis im Voraus mit Western Union oder Moneygram Transfer nach Afrika zu überweisen.
Dabei muss man wissen, dass diese Überweisungsarten voll anonym stattfinden. Es reicht dem Betrüger dabei lediglich die Übermittlung einer anonymen Transfernummer, und er kann sich das Geld bei jedem Agenten dieser Institute weltweit abholen.
  • Es häufen sich z.B. Fälle, wo Anbieter ansonsten relativ teurer Gebrauchtwagen z.B. aus Italien einen gebrauchten Luxus-PKW zum Spottpreis anbieten. Dann wird Vorkasse über Western Union verlangt, anschließend ist dann weder der versprochene Luxuswagen noch der Täter auffindbar.
Lassen Sie sich bei Internetauktionen keinesfalls! auf Überweisungen mit Western Union oder Moneygram ein!
  • Speziell bei Anbietern oder Käufern aus dem afrikanischen Bereich sollten Sie derzeit nur unter größten Vorbehalten auf irgendeinen Handel eingehen.
  • Nehmen Sie stets den Service eines Treuhänders in Anspruch - auch wenn dadurch Mehrkosten entstehen.
  • Wenn Sie Zweifel an der Authentizität eines Anbieters/Käufers haben, versuchen Sie sich an einer Analyse des Headers der von ihm versendeten E-Mails:
    http://www.antispam-ev.de/wiki/EMailHeader
    oder posten Sie den fraglichen Vorgang im Antispam-Forum.

Betrug bei Internet-Autohandel

Obwohl der Betrug bei Internet-Autohändlern eigentlich eine besondere Spezialität osteuropäischer Banden ist (besonders aus Rumänien), gibt es auch einige nigerianische 419-Banden, die auf diesen Betrug spezialisiert sind.

In aller Regel läuft dies folgendermaßen: Ein 419-Betrüger antwortet auf ein Online-Inserat, wo Sie ihr Fahrzeug zum Verkauf anbieten. Er bietet einen sehr guten Preis, meist deutlich über Marktwert. Allerdings sei er gerade im Ausland (Afrika), käme aber demnächst nach Deutschland, bzw. das Auto werde hier von einem Geschäftsfreund abgeholt.

Er bezahlt im Voraus, mit einem Scheck. Oft werden hier z.B. niederländische Schecks verwendet, die unseren deutschen sehr ähnlich sehen. "Aus Versehen" stellt er diesen Scheck zu hoch aus, und er bittet Sie, den "zuviel gezahlten" Betrag, meistens ein paar Tausend Euro, per anonymer Western-Union-Überweisung zurückzuerstatten bzw. dem Geschäftsfreund als Aufwandsentschädigung zu geben.

Es kommt, wie es kommen muss: der Scheck platzt, weil er natürlich ungültig oder ungedeckt ist. Das kann bei Auslandsschecks mehrere Wochen dauern. Die Bank holt sich das gesamte Geld von Ihnen zurück, und Sie stehen mit dem Verlust des Differenzbetrags da.

In der Regel begnügen sich die Täter damit und holen das Auto nicht ab. Trotzdem kommen auch Fälle vor, wo das Fahrzeug von einem schwarzafrikanischen, in Deutschland ansässigen Komplizen abgeholt und nach Afrika verschifft wird. Manchmal hilft in so einem Fall noch ein Anruf bei der Abu-Mehri-Reederei. Diese Reederei wird häufig mit den Transporten beauftragt und hat mehrere Autoschiffe, die nach Afrika fahren. Mit etwas Glück kann man dann das Fahrzeug noch sicherstellen lassen. Ist jedoch das Fahrzeug in Afrika durch den Zoll geschafft, müssen Sie das ganze wohl als Totalverlust abschreiben.

Lesen Sie mehr über ähnliche Betrugsmaschen im Artikel Betrug beim Autokauf im Internet.

Visa-Betrug

Es gibt afrikanische Schleuserbanden, die versuchen, durch vorgebliche Anbahnung eines Kaufs einer Maschine, einer Anlage etc. in Kontakt mit einem deutschen Verkäufer zu kommen. Der Verkäufer soll dann dazu verleitet werden, bei der Beschaffung von Visa für die angeblichen Kaufinteressenten behilflich zu sein. Der Verkäufer muss dann eine Einladung und eine Verpflichtungserklärung unterschreiben, damit verpflichtet er sich zur Übernahme aller entstehenden Kosten (z.B. Krankenversicherung) und haftet, falls die Person untertaucht.

Leider passiert aber in solchen Fällen regelmäßig genau das. Die Personen reisen mit dem EU-weit gültigen Visum besonders gern in Spanien ein und tauchen als illegale Ausländer unter. Oft werden sie dann im Rahmen der Drogenkriminalität als Helfer rekrutiert.

Betrug an Geschäftsleuten

Es gibt diverse 419-er Banden, die bevorzugt Gewerbetreibende aufs Korn nehmen und z.B. Vorauszahlungen verlangen, weil angeblich eine Lieferung nach Benin, Uganda oder Nigeria nur nach Zahlung einer Gebühr seitens des Lieferanten möglich sei. Die IHK Stuttgart warnt auf ihrer Webseite vor diesen Betrügereien afrikanischer Täter zum Nachteil von Geschäftsleuten.
Webseite der IHK Stuttgart


Wie kommen die 419-er an meine e-Mailaddresse?

Genau so, wie alle übrigen Spammer auch: sie kaufen von Addresshändlern Datensätze mit E-Mail-Adressen. Oder sie grasen mit automatisierten Suchmaschinen systematisch das Internet nach E-Mail-Adressen ab. Wenn also z.B. auf einer Homepage die E-Mail-Adresse vermerkt ist, bekommt man auf diese Adresse sehr bald viel Spam - möglicherweise dann eben auch von 419-Betrügern.

Beachten Sie zur Vermeidung von Spam unseren dazu passenden Wiki-Artikel.

Was tun die nigerianischen Strafverfolgungsbehörden?

Nach allgemein herrschender Ansicht tun sie zu wenig. Das Problem ist seit Jahren bekannt, und man hat es mit einem erheblichen Problem zu tun. Es handelt sich nicht um Kleinkriminalität, sondern um organisierte Bandenkriminalität, mit der jeden Tag neu Millionenumsätze gemacht werden. Es handelt sich um Kriminalität in erheblichem Umfang, deren Schadenssummen sich nach manchen Schätzungen auf einige Prozent des nigerianischen Bruttosozialprodukts belaufen.

Zwar gibt es bei den nigerianischen Behörden Ermittlungs-Task-Forces, die sich mit nichts Anderem als mit dem 419-Betrug befassen. Immer wieder einmal gibt es dann auch Erfolge. Etwa wenn wieder einmal die US-amerikanische Botschaft formell wegen der 419-Betrüger eine geharnischte Note abgegeben hat, erfolgen einige exemplarische Verhaftungen, die dann zwar immer eine gewisse Bresche schlagen, jedoch nie den Kern des Problems antasten.

Es werden einige "kleine Fische" verhaftet, Handlanger der 419-Bosse, "Morlocks", welche die Dreckarbeit übernehmen und in den Internetcafes die Mails versenden, das Geld von den Banken abholen etc. Ab und zu wird einer der Bosse ("Oga´s") selbst verhaftet, lebt aber im Gefängnis quasi unter 5-Sterne-Hotelbedingungen (mit eigener Dienerschaft...) und steuert sein Imperium aus dem Gefängnis heraus weiter, als wäre nichts gewesen.

Es gibt die unbestätigte Geschichte eines Internetcafebesitzers, der wegen eines aktuell ablaufenden 419-Betrugs die Polizei gerufen habe, von den eintreffenden "Beamten" jedoch seinerseits verhaftet wurde - weil die von ihm beschuldigten 419-Betrüger Schutzgelder an die Polizei zahlen.

Hauptproblem ist die desolate Lage des traditionell immer schon bis ins Mark korrupten nigerianischen Staats- und Regierungssystems, wo man weder willens noch in der Lage ist, gegen kriminelle Einflüsse, die das internationale Ansehen des gesamten Landes in den Dreck ziehen, irgendeine effektive Maßnahme zu ergreifen. Die Überwachung gewisser Internetcafes, das Abhören von Telefonen würde mit Sicherheit in kürzester Zeit Hinweise geben, die zur Verhaftung wirklich wichtiger Verantwortlicher führen würden. Die Bestrafung nach Vollzugsnormen, die für alle sonstigen Straftäter in Nigeria gültig sind, würde manchen Mugu-Häuptling, der bislang ein Leben in Saus und Braus gewöhnt war, mit der harten Realität afrikanischen Gefängnislebens konfrontieren.

Wenn man nur wollte, könnte man mit Sicherheit durchgreifen. Aber all das passiert nicht. Der Staat Nigeria hat bezüglich des 419-Problems lange schon kapituliert. Es gibt nicht die geringsten Anzeichen, dass sich hieran etwas ändert.

Gibt es 419-Betrüger nur in Afrika?

Es gibt etliche 419-Banden, die u.a. auch von Europa aus operieren. Brennpunkte scheinen hier insbesondere Spanien, Großbritannien und die Niederlande zu sein. Häufig handelt es sich dann um die Lotteriebetrugsvariante.

Immer wieder einmal gibt es hier auch Festnahmen, wenn die Täter ausfindig gemacht werden können. Das allerdings erfordert detaillierte, langwierige und technisierte Ermittlungstätigkeit. Und auch hier gilt: eine Wiederbeschaffung gezahlter Beträge kann als nahezu aussichtslos gelten.

Was tue ich beim Erhalt einer 419-Betrugsmail?

Für den Laien, der sich hiermit nicht weiter befassen will, der beste Rat:

  • Mail ignorieren und sofort löschen.
  • Keinesfalls antworten.
  • Keinesfalls irgendwelche Zahlungen leisten.
  • Keine persönlichen Daten den Betrügern zukommen lassen.

Wer sich in aktiver Weise gegen den Betrug wehren will, dem sei diese Webseite ans Herz gelegt: http://scambaiter.info/

Demjenigen sei aber auch gesagt, dass man es hier mit Schwerkriminellen zu tun hat, die unter Umständen vor nichts zurückschrecken, wenn sie sich provoziert oder gestört fühlen. Man sollte also auch die entsprechenden, auf der o.g. Seite genannten Vorsichtsmaßnahmen nicht außer Acht lassen.

Was tue ich, wenn ich Gelder eingezahlt habe?

Man stellt am besten Strafanzeige bei der Polizei. Weitere Informationen für Geschädigte auf diesen Links:
http://www.polizei.de/
http://www.bka.de/profil/faq/hinweise/angebot.html
http://www.abuja.diplo.de/Vertretung/abuja/de/04/419.html
http://www.rhein-neckar.ihk24.de/MAIHK24/MAIHK24/produktmarken/recht/auskuenfte/betr_machen/Nigeria.jsp
http://www.efccnigeria.org/

Nur - wie oben schon beschrieben, sollte man keinerlei Illusionen haben: von dem eingezahlten Geld wird man ziemlich sicher nie mehr etwas wiedersehen.

Dringendst abzuraten ist von Reisen nach Nigeria, Südafrika oder andere afrikanische Länder, unter dem Vorwand, man könne Ihr Geld wiederbeschaffen. Dort kommt es immer wieder zu Entführungen von Betrugsopfern.

Bedenken Sie, dass es sich nicht um Urlaubsinseln wie Ibiza oder Gran Canaria handelt, sondern um Länder der 3. Welt, die (das gilt z.B. besonders für Nigeria...) über ein absolut desolates und hochkorruptes Gemeinwesen verfügen. Kein Mensch kann Ihnen dort noch helfen, wenn Sie dort in eine Notlage geraten.

Wenn Sie immer noch Appetit auf eine Reise dorthin haben sollten: Es wurden dort bereits Entführungsopfer verbrannt auf Müllkippen gefunden - nachdem die Gangster ihnen sämtliche Beine und Arme gebrochen, sie dann lebendig (!) in Autoreifen gesteckt und angezündet hatten. Englischkundige Leser mögen hier lesen, wie es einem Griechen um Weihnachten 2004 ergangen ist.
http://www.news24.com/News24/South_Africa/News/0,,2-7-1442_1641875,00.html

Also: tun Sie sich und Ihrer Familie einen Gefallen und lassen Sie das bleiben.

Wie viele Opfer gibt es täglich weltweit?

Nach vorsichtigen Schätzungen: täglich mehrere Hundert. Wenn man eine durchschnittliche Schadenssumme von 4000 Euro pro Opfer zugrundelegt, kann man in etwa schon erahnen, welche Gelder von den 419-ern weltweit täglich eingenommen und bewegt werden.

Es gibt eine Schätzung, die allein für Deutschland im Jahre 2007 den Schaden durch den 419-Betrug auf sage und schreibe 280 Mio. US-$ beziffert!

Lesen Sie dazu diesen Artikel bei heise.de.

Wo kann ich ein tatsächlich existierendes Bankkonto melden, auf das ein 419-Betrüger Geld eingezahlt haben will?

Die meisten 419-Betrüger lassen sich mit Vorliebe das Geld über anonyme Versender wie Western Union oder MoneyGram auszahlen. Auf diese Weise sind sie nicht zu identifizieren, es gibt dann auch kein festes Konto, das man sperren oder beschlagnahmen könnte.

Aber es gibt doch auch immer wieder Fälle, in denen die Mugus mit echten Bankkonten arbeiten. Und zwar immer dann, wenn sie durch das echte Konto die Legende glaubhafter machen wollen, oder wenn sie nicht damit rechnen, dass ihre Masche durchschaut wird.

In so einem Fall sollte man das echte Konto hier per e-Mail melden: alan[-at-]aa419.org
Bitte auf englisch kurz die Sache schildern und auch den Mail-Header mit anfügen. Alan ist darauf spezialisiert, solche kriminellen Konten international sperren zu lassen.

Bei 419-Spam aus Spanien: Meldeadressen der Guardia Civil

Von Schwarzafrikanern, die in Spanien im Rahmen des Asylverfahrens oder auch illegal leben, geht derzeit eine hohe kriminelle Aktivität aus. Dabei wird gerade von spanischen 419-Gruppen vermehrt auch wieder auf die "gute alte" Briefmethode zurückgegriffen.

Oft gibt es dort Hinweise auf Fax- oder Telefonnummern, wo die Gangster eine Antwort des Opfers hin haben wollen. Das ist dann nicht uninteressant, weil sich dabei doch mehr Ermittlungsmöglichkeiten bieten, als dies bei anonym aufgesetzten e-Mail-Adressen möglich ist. In den Fällen, wo Sie von solchen Fax- oder Telefonnummern erfahren, lohnt es sich also durchaus, die spanischen Spezial-Polizei-Einheiten (Guardia Civil, zuständig u.a. für Aufruhr, Rauschgift- und Schwerkriminalität) zu informieren. Bekannte e-Mail-Adressen, wo Sie sich hinwenden können:
sugerencias(-at-)guardiacivil.org
oder: prensa(-at-)guardiacivil.org

Da dort vermutlich eher kein Deutsch gesprochen wird, empfehlen wir, auf Englisch zu schreiben. Etwa so (Vorschlag):

To whom it may concern
This is to inform you about an attempt of 419-advance-fee-fraud,
obviously originating from Spain.
The fraudsters are acting by sending letters under the falsified
company name "[---hier den gefälschten Firmennamen einfügen---]".
Further details in form of copies of the falsified documents are
attached.
Please note that there exist telephone and fax numbers where the
fraudsters want to receive the replies.
Regards and muchas gracias.





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